Beiträge von Borah

    Mit den mündlichen Zusagen ehemaliger Entscheidungsträger, von denen die Nachfolger nichts mehr wissen wollen, ist das so ne Sache. Frag mal Uwe S. aus K. :D

    Aber im Ernst, die Sache mit der Krankenversicherung ist doch nur ein Randaspekt. Daß vor Gericht erörtert werden muß, wie hoch das Grundgehalt tatsächlich ist, auch. Kann man einfach unter "Gummersbacher Kuriositäten" abheften.

    Viel entscheidender ist doch, daß dem Spieler zwei Monate lang kein Gehalt gezahlt wurde und dazu noch vertraglich festgeschriebene Zuschläge vorenthalten wurden. Warum wohl? Vielleicht in der Hoffnung, daß ein Großverdiener die Chance nutzt, seinen Vertrag zu kündigen und so von der Payroll kommt? Ein Schelm wer böses dabei denkt. Macht er aber nicht, sondern pocht auf seine Rechte und wird als Konsequenz von Clubführung und Fans als Buhmann ohne Charakter und Trainingseinsatz dargestellt. Nach Wiencek und dem unaussprechbaren Jugo die nächste Warnung dafür, daß man hoffentlich eine Arbeitsrechtschutzversicherung hat, wenn man beim VfL angestellt ist. Wenn ich für das Einklagen meiner Rechte in die 2. Mannschaft versetzt werde und mir klargemacht wird, daß ich in der 1. Mannschaft keine Zukunft habe, warum sollte ich dann überragende Trainingswerte haben? So rum funktioniert das Spiel mit dem schwarzen Peter nicht. Ich gönne Zrnic jeden Euro, den er vor Gericht zugesprochen bekommt. Nicht, weil ich besondere Sympathien für ihn hege, sondern einfach nur, um das Geschäftsgebaren der VfL-Führung bestraft zu wissen.

    Der letzte Sponsor der jetzt noch überlegt hat den VfL zu unterstützen dürfte nun auch weg sein.


    Nicht zu vergessen, daß nach dem abschreckenden Beispiel Wiencek, daß Spieler, die gedenken, sich weiter zu entwickeln, nun auch gezeigt wird, wie man mit gestandenen Spielern umgeht, wenn sie auf ihre Rechte pochen.

    Als Spieler würde ich um den VfL einen großen Bogen machen. Außer ich komme vom Balkan und kann in der Winterpause für ein unangemessenes Gehalt als Feuerwehrmann herhalten. :hi:

    Am besten funktionierte bei Flensburg ja der Rückraum mit Mogensen, Weinhold, Glandorf, alle brandneu in Flensburg...


    Richtig, genau diese eingespielte Rückraumreihe konnte man in Kiel aufgrund von Palmarssons Verletzung zu keiner Zeit des Spiels (und der gesamten Vorbereitung) aufbieten. Der Faktor kommt zu einem wackeligen Konstrukt ja noch entscheidend dazu, daß einer der beiden "alten" nicht zur Verfügung steht. Was die Integration der Flensburger Neuzugänge angeht, möchte ich doch etwas relativieren. Gottfridson hat vielleicht 10 Minuten gespielt und dabei vereinzelt geglänzt, also noch(!) nicht überzubewerten. Mit den beiden Serben hatte Vranjes vorher schon zusammen gearbeitet. Und wieviel hat "Hannus Wampe" (Zitat Markus Götz) noch gespielt? ;)
    Unstrittig ist, daß Flensburg in der Vorbereitung halt ein Stück weiter war und zudem dort offensichtlich andere Schwerpunkte gelegt hat. Das macht sie zu knappen, aber doch verdienten Siegern dieses Supercups, ohne daß man gleich auf die ganze Saison rückschließen kann.

    Und was die mögliche titellose Saison in Kiel angeht, glaube ich nicht, daß dies hier zum Untergang des Abendlandes führen wird. Wie schon erwähnt, haben die wirtschaftlichen Entscheidungsträger diesen Kurs mit gewählt, wissen also auch um die Risiken. Zudem schwebt im Hinterkopf immer die Tatsache, daß der derzeit wohl beste Spieler der Welt nächste Saison als Verstärkung kommt; schon ein Faustpfand. Und letzten Endes kann sowas immer passieren. In der Meisterschaft ist man nicht mehr Topfavorit, vier andere Mannschaften können über eine lange Saison, in der viele Faktoren mitbestimmen, vor einem landen. In der CL wird man sich aufgrund der Aufrüstungen in Veszprem, Paris, Barcelona und Co wenn überhaupt eh nur Außenseiterchancen ausrechnen. Und im Pokal ist es an einem schlechten Tag sofort vorbei. Ist insgesamt anderen auch alles schon passiert. ;)

    Der Umbruch war in dieser Form unvermeidbar. Zum Teil ist er eine Hypothek des Umbruchs von 2009 (wo man noch viel Geld in die Hand nehmen konnte, weil auch im ganzen System Handball noch mehr Geld im Umlauf war), weil die Verträge der Spieler, die für Lövgren und Karabatic kamen, halt zur gleichen Zeit ausliefen und für einen Verein, der betriebswirtschaftliche Grundlagen einhalten muß, angesichts der Konkurrenz realistisch nicht zu verlängern waren. Dazu ist Titi mit 37 gegangen, der schon letzte Saison nur noch sehr punktuell seine Klasse gezeigt hat. Und Ahlm hätte, wenn er seinen Rücken gefragt hätte, seine Karriere auch gerne schon letztes Jahr beendet. Die Tatsache, daß man aufgrund Olympia keine Vorbereitung hatte und zudem er gebeten wurde, seine beiden Nachfolger ein bißchen "einzulernen" hat ihn noch zur Verlängerung bewogen.
    Insgesamt eine schwere Hypothek, aber letztlich alternativlos. Die einzige Frage lautet, ob die Neuzugänge die richtigen sind und das wird noch zeigen. Gute Ansätze haben alle drei, kann also funktionieren. Muß aber nicht. ;)

    Na ja, so unrecht hat Celje da nicht. Die Wahl zum peinlichsten Berliner muss man erstmal gewinnen. Und das verstecken hinter Stoiber ist so legendär wie unseriös. ;)


    Und was die Stimmung vor dem CL-Spiel angeht, erinnert Steffel nochmal schnell daran, daß die Hamburger nicht die einzigen sind, die einen unsympathischen Lautsprecher als Häuptling haben.

    Ziemlich unschlau, denn in der Sache hat er gar nicht mal so unrecht. Aber wer hört ihm schon noch zu. ;)

    Das Thema Ultras wird in FL halt totgeschwiegen. Flächendeckend von der Geschäftsführung bis zum Foristen.

    Nein, neidisch ist man andernorts auf die nicht. Nicht mal in Hamburg, auch wenn die 50 Holzköpfe den Zuschauerschnitt arg nach oben treiben würden. ;)


    Was sind "echte Ultras" und warum darauf stolz sein?


    "Echte Ultras" sind dem Anschein nach diejenigen, die die gegnerischen Fans als Hu*ensöhne, die Spieler als Akslöcher beschimpft, die aber dennoch von der Vereinsführung inoffiziell toleriert werden, weil ohne sie in der Halle zuwenig los wäre, weil sie zugegebenermaßen gut Radau machen dort.

    Warum man darauf stolz sein sollte, kann ich Dir allerdings auch nicht sagen.

    Ich hab den zweiten Rudolph ja noch nie für die hellste Kerze auf der Torte gehalten. Aber wer sich mit den Worten

    Zitat

    „Er ist beleidigt. Den Transfer musste ich aber mit dem Trainer schnell über die Bühne bringen, da konnte ich nicht noch einen Antrag beim Geschäftsführer stellen.“


    zitieren lässt, ist an Doofheit eigentlich kaum mehr zu überbieten. Er gibt quasi zu, daß er Rost übergangen hat. Über die Selbstverständlichkeit, mit welcher man im Hause Rudolph offizielle Entscheidungsträger übergeht, will ich jetzt mal gar nicht eingehen. Aber noch viel schlimmer ist, daß jeder Arbeitsrichter der Welt für Rost eine Begründung sieht, den GF-Posten abzugeben, wenn er für Dinge gerade stehen muss, bei denen er kein Mitspracherecht hat. Daß Rudolph ihn dann gar nicht mehr haben will, ist sein Bier und wie ekelig sich Rost in den 6 Wochen auf der Geschäftsstelle aufgeführt hat, ist dann nur noch eine Randnotiz.

    Dürfte vor Gericht auf ein ähnliches Waterloo wie bei Carlen sen. hinauslaufen. Aber was soll's, Brüderchens Füllhorn spendet ja derzeit wieder reichlich.

    Das Wort Mißverständniss wurde hier ja schon betont und das war es dann wohl auch. Rost ist dem Mißverständniss erlegen, daß er als vollständig befugter Geschäftsführer bei einem ordentlich geführtem Sportverein anfängt und nicht nur der Grüßonkel und Türöffner für die Hamburger Sponsorenlandschaft ist, auf die das Projekt Rudolph angewiesen, um jemals auf eigenen Beinen zu stehen.

    Die Rudoofs hingegen haben tatsächlich geglaubt, sie könnten Rost als Klappe haltende Strohpuppe installieren, der nicht aufmuckt und brav seinen Job macht. Wo man Rosts Irrglauben noch als naiv bezeichnen kann, ist das der Rudolphs in der Mitte zwischen Naivität und Blödheit, mit leichten Tendenzen zum letzteren. Rost ist als alles andere als stromlinienförmig in langen Jahren, nicht nur in Hamburg, in Erscheinung getreten. Man wusste, worauf man sich einlässt. Und daß er als Geschäftsführer offiziell seinen Kopf für eine Personalentscheidung hinhalten muß, bei der er gar nicht gefragt wird, ist Rücktrittsgrund genug. Wahrscheinlich haben die Rudolphs es entweder genau darauf angelegt, oder aber nicht damit gerechnet, daß dieser so konsequent handelt.

    Daß jetzt beide Seiten es in der Öffentlichkeit so darstellen, als wäre der jeweils andere der Alleinschuldige gewesen, ist auf irgendeine Weise nicht überraschend, schließlich sind alle Beteiligten schon als ziemlich abgewichste Alphatiere in der Vergangenheit aufgetreten. Könnt noch lustig werden.

    Würd mich bei dieser Gelegenheit mal interessieren, ob das "Darlehen" für Markovic auch in den Etat mit einfließt. Okay, die Antwort kann ich mir denken, ist wohl eher zu den anderen 20 Millionen "Darlehen" hinzuzurechnen. Naja, vielleicht kann Rudolph es ja noch von der Steuer absetzen. :rolleyes:

    ER ist keine "schnauzbärtige Gottheit"
    Wir HABEN nun mal nicht so irre viel Sachen, auf dir wir stolz sein können. Wir haben keine Kaiser und Könige, wir haben kaum Helden, wir haben keine Drachentöter. Das Oberbergische war Jahrhundertelang Hungerland und Elendsviertel des Deutschen Reiches. Wir hatten fast nichts, Es gab bescheidene Industrie und Bergbau. Das Oberbergische war ein Armenhaus. Das, unter andrem, hat uns stur und dickköpfig gemacht, und konservativ. Und macht, das wir uns an die wenigen "Helden" klammern, die wir hervorgebracht haben. Das mahct uns mutunter etwas blind nach Außen, aber Heienr Brand ist auc hnicht im OBerbergischen der ultimative Held, er hat auch hier seine Kritiker.
    Aber da geht nur UNS was an. Wir haben nicht viel...
    Und darum suche wir uns unser Helden SELBST. Und NIEMAND der nicht im Oberbergischen gelebt und aufgewachsen ist, kann das , du bist ein gutes Beispiel dafür, wirklich nach vollziehen.

    Deine Ironie ist verschenkt, weil sie bitter schmeckt. Und weil si von jemanden kommt, der UNS nicht kennt... Ich bin selbst jemand, der die eigene Region durchaus kritisch sieht, die Sturheit, die Engstirnigkeit, das Konservative... aber deine Einwürfe kann ich nicht so stehen lassen...


    Ich nehme dein Angebot an, bezüglich um Vergebung bitten. Die Halle ist ziemlich das Schickste, was im "Armenhaus" Bergisches Land gerade zu gucken gibt, und die Akkustik ist Klasse, es sollte also jeder in der Halle deine Entschuldigung verstehen

    Wenn du das ÖFFENTLICH machst und das ehrlich meinst. Wäre ich sogar bereit, das mit einer Wette zu verbinden


    :lol: Ja, okay. Wenn man als Oberberger über Jahrhunderte ein so schweres Schicksal zu erleiden hatte, sieht man die Benennung eines Heiner-Brand-Platzes natürlich mit ganz anderen Augen. :D

    Bei meiner Meinung über ihn bleibe ich dennoch. In den letzten Jahren war er einer der Haupttotengräber des deutschen Handballs. Und entgegen hier geäußerter Meinungen ist die Tatsache, daß er den THW öffentlich aufgrund seiner angeblich nicht vorhanden Jugendarbeit diffamiert hat, dabei nur eine Randnotiz. Auf die Gründe will ich in diesem Thread aber nun wirklich nicht weiter eingehen, passen viel eher in den DHB-Elendsthread. ;)

    Wird die Halle denn nach dem Ende des Namenssponsorings noch in "Ulrich-Strombach-Kampfbahn" umbenannt? :hi:

    Liebe Gummersbacher, bitte entschuldigt meine Blasphemie gegen Eure schnauzbärtige Gottheit. Ich werd wohl demnächst mal in Euren neuen "Handballtempel" pilgern müssen, damit mir hier Vergebung zuteil wird. :lol:

    Heiner-Brand-Platz? 8o Armes Gummersbach. Hat es wirklich keine andere Gummersbacher Legende (Deckarm, o.ä.) verdient, diese Ehrung eher zu bekommen, als einer der Haupttotengräber des deutschen Handballs der letzten Jahre?

    Muß ja wohl entweder Verblendung sein, oder die Namensgebung war Bestandteil der letzten Lizenzierungsverfahren... :rolleyes:


    Als ob Ivano Balic die HSG Wetzlar bräuchte um nicht in Vergessenheit zu geraten. :lol:


    So arrogant ist er wahrscheinlich nicht. ;) Aber auch und gerade mit 34 sollte man Wettkampfhärte haben. Gerade wenn einem der Ruf der Trainingsfaulheit vorauseilt. Wetzlar könnte eine gute Wahl für ihn sein. Es ist der beste Buli-Club, der nicht international spielt. Er würde sich also nicht für Europacup/CL blockieren, sollte ein Spitzenclub im Laufe der Saison ggf. verletzungsbedingt Bedarf an ihm hat. Wäre ja dann auch im Interesse von Wetzlar, denn Harmandic wird ja wohl kaum die ganze Saison ausfallen, oder?

    Ich sehe also auch win-win.