Irgendwann ist auch gut mit dem Mimi Kraus-Bashing. Realistischerweise wird man annehmen dürfen, dass a) nicht durchgehend auf der Straße Aquaplaning geherrscht haben wird, sondern nur an einigen, wenigen Stellen (man nennt sie "Pfützen") und dass Mimi Kraus mit einer für nasse Straßenverhältnisse angemessenen Geschwindigkeit gefahren sein dürfte (ja, bei nasser Straße kann mehr als Schritt-Geschwindigkeit angemessen sein - nur als Beispiel, auf vielen Autobahnen gilt "80 bei Nässe"). Es kann halt passieren, dass Autos in Pfützen nicht in der Spur bleiben, wenn die Geschwindigkeit nicht auf die Pfütze, sondern auf die nasse Fahrbahn abgestimmt ist.
Was das allerdings mit den Trainingsmethoden von Gislason zu tun hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Und dass viele Teams immer mal wieder unter Verletzungssorgen leiden, ist auch keine großartige Neuigkeit. Diesen Umstand auf "verletzungsintensives" Training oder riskante Fahrweise (egal ob auf ner unebenen Strecke oder in Pfützen) zurückzuführen, ist denke ich recht weit hergeholt. Es gibt nun einmal allgemeine Verkehrsrisiken, zu denen gehören Mountaibike-Unfälle ebenso wie Autounfälle. Und dass man sich im Training eine Verletzung zuziehen kann, ist auch schon mal vorgekommen.