Ich hab's - da hat die Wettmafia ihre Finger drin ...
Ich glaub, vor dem Spiel gabs 1:100 für so ein Ergebnis. ![]()
Ich hab's - da hat die Wettmafia ihre Finger drin ...
Ich glaub, vor dem Spiel gabs 1:100 für so ein Ergebnis. ![]()
Auf Kraus schimpfen ist ja schön, das entspannt - aber Haaß ist auch nicht effektiver, dafür hat er Glück, dass er nicht schon 2 mal direkt vom Platz gestellt wurde.
Ich glaub, man sollte auch noch einen Punkt betonen, der nicht direkt mit dem Verhältnis HBL-DHB zu tun hat: Diejenigen, die an erster Stelle Interesse am Erfolg der Nationalmannschaft haben wollen, müssen die Spieler der Nationalmannschaft, deren Trainer und diejeniger Spieler sein, die bei der Nationalmannschaft mitspielen wollen. Die Ergebnisse dieser WM haben doch gezeigt, dass das Potential da ist (Tunesien, Island), um zumindest um die Halbfinale und damit auch um Medallien mitzuspielen.
@ Immerweiter: Was ist denn das Ziel, eine Mannschaft, die telegen ist, oder eine Mannschaft, die starken Handball spielt?
Außerdem frage ich mich, wie man sich als Fan noch mit einer Mannschaft identifizieren kann, die im Extremfall vielleicht nur noch als Auswechselspieler ein paar Deutsche auf der Bank sitzen hat.
Ich versuch das mal aus meiner subjektiven Sicht zu beschreiben: Wenn sich die Spieler mit ihrem Team identifizieren können, dann kann ich mich auch mit den Spielern identifizieren. Da ist es mir auch egal, ob der Spieler aus Bayern oder aus Tschechien oder aus dem Elsaß kommt - südlich der Elbe ist eh Norditalien, und Skandinavien kenn ich besser als das Alpenvorland. Mag sein, dass Kiel da eine Sonderstellung hat, weil der Erfolg eine Identifizierung herstellt, die eine Mannschaft aus dem Mittelfeld der Liga nicht hat.
Wie oft hat Heiner eigentlich Mimi auf RL und Haaß oder Christophersen auf RM spielen lassen? Nicht, dass das die Lösung für alle Probleme gewesen wäre...
Bild schreibt, das Krausens Schulter kaputt ist, er aber trotzdem spielt... was soll so ein Scheiß? http://www.bild.de/BILD/sport/meh…-schmerzen.html
Ich denke, das sind realistische Möglichkeiten, da geht es auch um Verbandspolitik. Welcher frische Wind fällt dir denn ein (mal unter der Annahme, dass der Trainer einen deutschen Pass haben sollte)? Bei der DHB-Spitze gebe ich dir Recht, bin aber pessimistisch, dass da etwas passiert - wann ist das letzte Mal ein Verbandspräsident vor der Pensionierung zurückgetreten?
Da hier ja auch schon häufig über HB spekuliert wird. Wen seht ihr denn als möglich Nachfolger, wenn es denn soweit kommen sollte ? Doch nicht Heuberger ?
Wie wärs mit Schwalb, der ist als Geschäftsführer doch eh nur geparkt (und Fitzek könnte doch noch auf seinem Versorgungsposten bleiben). Brack hätte natürlich auch seinen Reiz. Wenn die HBL einen Trainer im Nebenjob hinnehmen kann, vielleicht noch Baur. Schwarzer hätte sicherlich auch eine Chance, aber mir wäre ein Trainer mit aktuellen Erfahrungen aus einer Vereinsmannschaft eigentlich am liebsten.
... und regelmäßig stellen die Vereine fest, dass sie die Vor-und Nachteile anders gewichten, als Heiner es sich wünscht. Das muss man dann vielleicht auch mal akzeptieren (agree to disagree), sollte aber deswegen nicht resignieren - es liegt ja nicht in seiner Gewalt. Aber was zerbrech ich mir seinen Kopf.
Ich stell mir gerade vor, wie Per Carlen Rudolph nächstes Jahr die Niederlage gegen Kiel erklärt: "Sorry, Andreas, mir war schon klar, dass Kuna und Dule besser gewesen wären als Pommes und Mimi, aber der Heiner hat mir gestern Abend beim 5. Bier das Versprechen abgenommen, die beiden auch mal in einem wichtigen Spiel durchspielen zu lassen."
Heiner sieht das falsch, die Vereine verfolgen nicht kurzfristige, sondern langfristige egoistische Ziele (egoistisch im Sinne von "nur auf den Vorteil des Vereins bedacht"). Heiner sollte mal erklären, wieso ein Angestellter eines Vereines andere Vorteile als die seines Vereines im Blick haben sollte.
OK!...ich behaupte ja nicht, dass Mimi zwingend gesetzt sein muss auf seiner Position. Aber ihn deswegen gleich aus der NM zu verbannen. So viele Top-Leute haben wir ja nun auch nicht auf dieser Position. Das gleiche gilt für Hens!
Ich denke, auf RL haben wir mit Kaufmann und Christophersen eher Leute, die Hens in den nächsten Jahren verdrängen werden, aber hinter Kraus und Haaß sehe ich einfach niemanden. Strobl hat mich bei Lemgo noch nie überzeugt.
@ Arcosh: Sprenger steht fast immer im Raum in der Verteidigung, dass ist in Kiel nicht anders. Ich versteh nicht, dass ihm das keiner mal abgewöhnen kann.
Na ja, rein Ablösetechnisch hat sich im nachhinein in Göppingen auch niemand über den Galia Wechsel beschwert...
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Und manchmal sind olle Kamellen einfach lecker...
Ich wollt grad sagen... kaufmännisch kanns doch gar nicht besser laufen für Göppingen, als einen frischen Vertrag verkaufen zu können.
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Was will uns der Autor hier sagen ?
Was der Autor sagen will ist schon klar, aber wenn die Deutschen für solche Spiele um die Goldene Ananas auch noch Geld für die Pflege des Schiedsrichterwesens in die Hand nehmen, sollte man ihnen noch Schläge obendrauf geben.
ojessen: Die DHB-Rahmenkonzeption ist natürlich insgesamt deutlich umfangreicher...
Unterschiede findet man immer, weil es eben mehr und weniger talentierte Spieler gibt. Die Geschichte mit Hens, Kraus und der Abwehr ist allerdings ein Punkt in dem Du recht hast.
Klar gibt es individuelle Unterschiede, aber wenn man davon ausgeht, dass Talente in der Bevölkerung z. B. Europas ungefähr gleich häufig verteilt sind, wie kommt es dann, dass Island, mit einer Einwohnerzahl eines Hamburger Stadtteils, annähernd gleich viele Talente bis in die Weltspitze bring wie Deutschland? Das würde ich schlicht auf das System der Talentsichtung und -förderung zurückführen.
Zitat
Es gäb sicher tausende kleine bis mittlere Ansatzpunkte im deutschen Handball (Dachverband, Landesverbände, HBL, etc.)über die man reden/diskutieren könnte, sicher auch über den Bundesheiner. Jetzt aber alles in Frage zu stellen und über den haufen werfen zu wollen, halte ich nicht wirklich für den richtigen Weg
Ich denk, ein kompletter Neuanfang ist weder wünschenswert, noch möglich, letzteres allein aus der Trägheit, die einem Verband wie dem DHB einfach innewohnt (da hängen ja auch ganz persönliche Interessen dran, was ich auch verständlich und grundsätzlich für in Ordnung finde). Es ist aber auch nicht wünschenswert, weil ja wirklich nicht alles schlecht ist, sondern nur nicht so gut, wie es sein könnte. Diese Schwachstellen müssen identifiziert und korrigiert werden.
@ Steinar: Ja, den mein ich. Aber Anic hat meiner Meinung nach auch nicht mehr das Niveau, das er in Kiel hat - aus welchen Gründen auch immer.
PS: Im Handball-Magazin wird das Thema auch beleuchtet, für mich ein Kernsatz: Das Geheimnis der Franzosen
Zitat„Jeder Spieler kann selbst und ohne Konzept eine individuelle Lösung finden”, erklärt Mahé. „Wie wir zusammenspielen? Darum kümmern wir uns später.”
Wöller, danke für das Zitat. Aber wenn das die Leitlinie ist, nach der seit fast 20 Jahren ausgebildet werden soll, versteh ich nicht, warum man dann in den individuellen Fähigkeiten so eklatante Unterschiede findet - und ja nicht nur punktuell, sondern durch die Bank durch. Waren denn z. B. Hens und Kraus in der Jugend akzeptable Verteidiger, und haben erst in der Bundesliga den Anschluss verpasst, oder wie war das?
Aber eins ist natürlich klar: Selbst wenn man die Jugendausbildung optimieren würde, um vergleichbare Ergebnisse wie Frankreich zu erzielen, würde man das in der Herren-Nationalmannschaft wohl frühestens in 5 bis 10 Jahren merken. Es ist ja weit und breit kein deutscher Jicha, Karabatic oder Myrhol zu sehen.
Da schenkt der Bobo seinen Teamkollegen aber ganz schön einen ein:
Zitat"Sie waren völlig ahnungslos, das war geil zu sehen", meinte Frankreichs Kreisläufer Bertrand Gille vom HSV Hamburg und urteilte: "Da ist keiner mehr auf dem Feld, der sagt, es läuft nicht, wir müssen jetzt etwas ändern."
http://de.eurosport.yahoo.com/20012011/73/we…htig-dampf.html
@ Steinar: Alte Vorurteile wirken lange nach, aktuell fällt mir nur Sterbik ein, bis vor kurzem natürlich auch Rutenka, aber der ist wohl wieder in Weissrussland, oder Slowenien unter Vertrag.
@ Wöller: So, wie ich das verstehe, liegt der Schwerpunkt in der deutschen Jugendausbildung in der Taktik und z. B. bei den Franzosen in den individuellen Fähigkeiten. Im Ergebnis können dann die deutschen Jugendspieler - nach meinem Verständnis - aufgrund überlegener Taktik die individuellen Schwächen überkompensieren, und sind deswegen erfolgreich. Jetzt werden die Jugendlichen älter, und man sieht, dass die individuell fertig ausgebildeten Franzosen mit 20 (Karabatic, Anic fallen mir spontan ein) zu Top-Clubs kommen und gleich mitspielen können, weil sie mit ihren individuellen Fähigkeiten sich problemlos ein ein gegebenes taktisches Muster einfügen lassen, und dann mit der Zeit ihre taktischen Defizite nachholen können. Die Deutschen in diesem Alter lassen sich aber nicht so einfach taktisch umstellen, und ihnen fehlt die individuelle Stärke, um mit den Franzosen (pars pro toto), mit denen sie konkurrieren, mithalten zu können. Also landen sie nicht bei den besten Vereinen, oder werden schnell wieder aussortiert (Pfahl und Preiss in Kiel z. B.), während ein Palmarsson um die 20 beim THW Führungsverantwortung bekommt, wie vor ihm Karabatic mit 23-24. Die Deutschen müssten also mit 20 individuelle Fähigkeiten nachlernen, die ihre Konkurrenten bereits erworben haben - aber das ist in dem Alter sicherlich schwerer als als Jugendlicher, während taktische Konzepte mit mehr Erfahrung leichter zu lernen sind, wenn man länger spielt. Ich kenn das vor allem aus dem Segelsport: Die Segler, die zuerst auf den kleinen Jollen ihre individuellen Fähigkeiten ausbilden sind bei gleicher Anzahl von Jahren in der Sportart immer denen überlegen, die von Anfang an auf großen Booten nur ein kleines Rad sind, und die Jollensegler lassen sich dann, wenn sie auf große Boote mit großen Teams kommen, sehr viel besser einsetzen, sobald sie die Unterschiede in den Bootsgrößen verstanden haben.
Soooo erfolglos sind Barcelona und Ciudad Real mit Inländerquote aber auch nicht.
Eins ist klar, die Kader würden sich verändern, wenn man eine Inländerquote einführt und die besten deutschen Spieler würden in Kiel, Hamburg und bei den Löwen spielen. Dass eine Inländerquote nicht zwangsweise für Qualität sorgt, sollte klar sein - Stichwort C-WM Ende der 80er.
Ja, aber hinter den beiden kommt doch eine ganze Zeit gar nichts, während in Deutschland der Abstand zwischen den Top 2 und dem Rest des Feldes viel enger ist. Und außerdem scheint Spanien sehr viel freizügiger mit den Einbürgerungen zu sein. Und ob es so zielführend ist, wenn dann in der deutschen Nationalmannschaft die Hälfte der Spieler nur aufgrund der zweiten Staatsbürgerschaft mitspielen dürfen - da hab ich auch meine Zweifel. Ich bleib dabei, in Deutschland wird in der Jugend ein falscher Schwerpunkt gesetzt, und nicht hinreichend die individuelle Qualität der Spieler gefördert - wieso sonst können sich 19-20 jährige Franzosen, Kroaten und Isländer bei HSV und THW durchsetzen, aber die Deutschen werden 25 und haben dann zum Teil immer noch erschreckende Lücken in ihren Fähigkeiten (Kraus in der Abwehr z. B.)?
@ Alcobendas: Zeitz und Brand können nicht miteinander, Fritz und Kehrmann sind quasi im Vorruhestand, und warum Klein für Jansen mitgekommen ist, versteht wohl nur Brand.
Naja, die HBL ist auch schon ein wenig vom Erfolg der Nationalmannschaft abhängig. Es hat ja in Kiel, Hamburg und bei den Löwen erst mal der Pleiten von Essen und Wallau bedurft bis man erkannt hat, dass man ein gewisses Maß an Traditionsvereinen braucht. Anders sind ja die Ablösesummen an Gummersbach und Magdeburg in der Vergangenheit nicht zu erklären.
Aber was hat die Subventionierung von SCM und Gummersbach mit der Nationalmannschaft zu tun? Ich würde das eher so interpretieren, dass den Vereinen klar ist, dass sie nichts davon haben, nur 2-3 Spiele pro Semester zu haben, wo die Hallen voll sind. Das mag dann z. T. auch über die Zugkraft der Traditionsnamen gehen, da gebe ich dir Recht. Ich mag sogar zugestehen, dass sich die Topvereine deutsche Nationalspieler z.T. wegen ihres Marketingeffekts ans Bein binden (anders könnte ich mir Pommes Rentenvertrag nicht erklären), aber ich glaub nicht, dass dieser Effekt es rechtfertigen würde, sportlichen Erfolg dafür herzugeben, eine stärkere deutsche Nationalmannschaft zu haben. Mal abgesehen davon, dass ich es für einen Trugschluss halte, die Nationalmannschaft würde automatisch dadurch stärker, dass man Biotope für Spieler mit deutschem Pass einrichtet. Aber alte Diskussion, müssen wir auch nicht wiederholen.
Nur Kurz: der Naß von der ARD ist selbst Handballer (nach eigener Aussage auch höherklassig), und kommentiert seit 1994. Ich glaub nicht, dass er es nicht besser wüsste. Aber im Interview mit handballworld schreibt er ziemlich deutlich, dass er der Meinung sei, ein breites Publikum mit wenig Handballerfahrung könne er nicht mit tiefergehenden Analysen belästigen. http://www.handball-world.com/news-index.php…1&auswahl=29384
Ein ganz ein schlimmes Spiel. Die stärkste Liga der Welt (HBL), bestehend aus Söldnern und €uro- Legionären, gibt der deutschen Nati die Quittung.
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Es ist ganz einfach: Für die Vereine ist die Nationalmannschaft im besten Fall ein schönes Beiwerk, im schlimmsten Fall eine schwere Belastung, die den eigenen Spielern die Pausen zur Regeneration nimmt, und bei der es immer wieder zu langwierigen Verletzungen kommt. Es ist nicht im Interesse der Vereine, die Mannschaft unter nationalistischen Gesichtspunkten zusammenzusetzen, es kommt auf den Erfolg an, und es kommt auf die Wirtschaftlichkeit an. Diese Auswahl der besten bzw. preis-wertesten Spieler erlaubt es, in der HBL nach vorne zu kommen, und international regelmäßig Titel abzuräumen, bzw. in die Finals vorzustoßen. Und ehrlich gesagt, ist mir das als Fan auch wichtiger, denn die Vereinsmannschaft kann ich das ganze Jahr bejubeln, und ist mir emotional dadurch viel näher als eine Nationalmannschaft, deren Trainer im Zweifel bei meiner Mannschaft die Schuld für das Versagen seines Teams sucht (und nicht z. B. in der Jugendausbildung, die dazu führt, dass kaum deutsche Spieler Weltklasseniveau erreichen, im Gegensatz zu den Franzosen oder auch Isländern, denen das ganz regelmäßig gelingt).
Schlussendlich fehlte es am Schluss an der deutschen Tugend, durch Kampf alles rauszureißen, obwohl selbst Hens bei seinem Hecht nach dem am Boden liegenden Ball zeigte, dass der Funken noch vorhanden ist.
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Ich fand, das war eine bezeichnende Szene: Blindes Abspiel von Mini, toll gekämpft von Hens, aber dann nicht schnell genug geschaltet, dass er frei zum Tor ziehen kann - man konnte das "Ja, und nun" förmlich vom Gesicht ablesen. Ein Pass in die Mitte, der nicht ankommt, aber vor dem Aus gerettet wird, Pässe zurück zu Hens, der den Franzosen umnietet, der da seit einer halben Stunde auf ihn wartet. Da gab es auch ein paat schöne Kommentare von den Franzosen nach dem Spiel zum Phänomen "Flasche leer", zwischen Mitleid und Schadenfreude.