Beiträge von ojessen

    Dafür braucht man aber Personen, die untereinander grundsätzlich harmonieren und damit in der Lage sind konstruktiv zu arbeiten, unterschiedliche Interessenslagen sind ja durchaus notwendig.

    Das mit der notwendigen Harmonie halte ich für einen Trugschluss - viel zu leicht einigt man sich dann, um die Harmonie nicht zu stören, auf einem kleinsten gemeinsamen Nenner. Für mich wäre erfolgversprechender, wenn stark konträre Meinungen sich an einen Tisch setzen, solange sichergestellt ist, dass man sich auf ein gemeinsames Ziel verständigen kann. Die Interessenkonflikte müssen ja in der Task Force angegangen werden, wie sonst soll man zu einem Kompromiss kommen, der in der HBL mehrheitsfähig ist?

    Übrigens: Bisher wurde ja gegen die Deutschen-Quote das Bosman-Urteil genannt, welches durch Selbstverpflichtung umgangen werden könnte. Aber wie sieht es mit Diskriminierungsverbot aus dem AGG aus? http://www.gesetze-im-internet.de/agg/BJNR189710006.html

    Es sitzen aber doch zwei Ligavertreter mit am Tisch. Oder willst Du gleich alle Manager der HBL mit dabei haben? ;)


    Ich hätte präziser sein sollen: Wenn man die Unterstützung der Top-Clubs haben will (da zähle ich nun mal an erster Stelle THW, HSV und RNL) dazu, dann muss man auch deren Personen direkt einbinden. Wobei, mit Bob ist schon einer dabei, der mit den Füchsen eine super Arbeit gemacht hat (ob Derad, Storm oder Schwalbe inhaltlich mehr bringen würden, steht auf einem anderen Blatt).

    BTW: Erik Eggers hat mal die Vereinsmanager gefragt, die einstimmig der Meinung sind, dass personelle Vorbedingungen für die Gespräche unmöglich sind. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,743084,00.html

    Danke Wöller!

    Die Zusammensetzung des Runden Tisch ist für mich logisch und stimmig. Die Personen werden sich untereinander respektvoll behandeln. Eine wichtige Vorraussetzung, will man Strukturen aufbrechen, verändern und ggf. auch unkonventionelle oder unpopuläre Wege gehen. Der eine oder andere Bundesliga-Manager, man beachte diverse Statements der letzten Tage, wäre hier falsch gewesen und eine Blockadehaltung provoziert.

    Aber wenn man die Manager nicht direkt mit einbindet, werden die Vorschläge, die ihnen nicht passen, und auf die sie keinen Einfluss nehmen konnten, eben hinterher abgelehnt. Oder glaubst du, dass die HBL alleine etwas durchsetzen könnte, was den Managern der Vereine nicht passt?

    Was für eine Argumentation:

    Zitat

    „Es wird erwartet, dass alle relevanten Kräfte im DHB einschließlich Präsidium, Erweitertes Präsidium und das Präsidium der Bundesliga ein entsprechendes Bekenntnis zum Bundestrainer und eine Zusicherung der Rückendeckung für die notwendigen strukturellen Änderungsmaßnahmen abgeben, worauf der Bundestrainer aufgrund seiner Verdienste um den deutschen Handball, zur Motivation für die weitere Lösung der anstehenden Aufgaben, Anspruch hat“, so der DHB weiter.

    War das jetzt eigentlich eine Einladung an die HBL, durch Nicht-Kooperation Brand die Motivation wegzunehmen, damit er geht?

    @ HSG-Fan: Einem Kieler musst du nicht sagen, dass Zeitz kein einfacher Mitspieler ist. In einem gewissen Sinne muss ich sogar zustimmen, dass es Spielern helfen kann, ihnen auch mal den Konkurrenzdruch abzunehmen, das hat man ja bei einigen gesehen, die sich erst durchsetzen konnten, als die vor ihnen stehenden Stammspieler sich verletzt haben (Gensheimer bei Sigurdsson, Groetzki bei Cupic, Heinl bei Knudsen und auch Zeitzens zweiter Frühling bei Andersson).

    Dessen ungeachtet, ist es nicht die Aufgabe der Vereine, sich um die Nationalmannschaft Sorgen zu machen - dies ist in allererster Linie Aufgabe der Nationalmannschaft selbst, der Spieler und der Trainer. Verbände und auch die Vereine können da höchstens die Rahmenbedingungen verbessern. Aber bei 50% deutschen Spielern in der HBL zu jammern, dass da keiner wäre, um die Lücken zu füllen, ist mir zu einfach. Welche Nationalmannschaft besteht denn nur aus Weltklassespielern? Das Gros kommt doch auch aus dem Mittelfeld der Bundesliga, z. T. aus der zweiten Liga, oder aus weniger starken nationalen Ligen.

    Zur Nachwuchsarbeit des THW: Solange der THW den Anspruch hat, stärkste Vereinsmannschaft der Welt zu sein, wird es selten bis nie einem Spieler gelingen, sich direkt nach der Jugend in der ersten Mannschaft durchzusetzen, Palmarsson seh ich da als Ausnahme, der die Regel bestätigt. Die Versuche mit Pekeler und Wessing wurden ja gemacht, aber haben dem THW nichts gebracht.

    Über das Brand-Interview hab ich mich schon "zu Hause" ausreichend aufgeregt: http://forum.thw-provinzial.de/showpost.php?p…3&postcount=488

    Zitat

    SZ: Junge, deutsche Spieler sind oft teurer als Ausländer.

    Brand: Dazu muss man stehen, denn für einen jungen Deutschen ist es schwieriger, die Entscheidung zu treffen, Profi zu werden, als für jemanden, der aus dem ehemaligen Ostblock kommt. Das heißt, dass ich dem Deutschen mehr Anreize geben muss, aber das sollte bei den Etats der Vereine nicht das Thema sein.

    Es ist schon erstaunlich, wie freigibig Brand mit anderer Leute Geld umgehen will. "Bei den Etats..." - das soll er mal Gummersbach, oder Dormagen, oder Essen, oder Nordhorn erzählen, dass man auch mal nen Euro drauflegen kann, wenn der Pass denn stimmt.

    Noch mal den Link hinterher: http://www.sueddeutsche.de/sport/handball…-loew-1.1052708

    Noch ein Highlight:

    Zitat

    Es fehlt jemand, der eigenständige Ideen entwickelt - und wenn doch, sind sie außerhalb der Norm, ...

    Den hier hab ich nicht verstanden:

    Zitat

    Wenn Göppingen in Kiel spielt, dann müssen die da nicht gewinnen. In der Nationalmannschaft müssen wir gegen Ungarn gewinnen.

    Göppingen spielt ja auch gegen andere Teams als Kiel, und da sollte der Druck zu gewinnen doch hoch genug sein - spielen die nicht auch regelmäßig EHF?

    Und noch Heiners Meinung zu Pekeler:

    Zitat

    SZ: Der kam oft zu spät zum Training und hat sogar den Abflug zu einem Champions-League-Spiel verpasst.

    Brand: Ja, aber das ist genau so ein Beispiel: Mit dem muss man arbeiten. Bei der Junioren-EM war er im All-Star-Team und hat sich nichts zuschulden kommen lassen. Der kann doch zweiter Mann hinter Marcus Ahlm sein, was heißt, dass er vielleicht nur fünf Minuten spielt, aber da lernt er richtig was.

    Der THW kann es ihm einfach nicht recht machen. Komisch, dass einer der besten deutschen Rückraumspieler, der zufällig auch noch beim THW spielt, sich die Nationalmannschaft nicht mehr antun will.

    Wann sehen wir denn die jungen deutschen Talente, denen man mal ne Chance geben muss - auch wenn sie mal mehr Fehler machen - an verantwortlicher Stelle in der Nationalmannschaft - oder will Heiner Wasser predigen und Wein trinken? Wo war denn sein Mut, Christophersen zu bringen, als Hens, Kaufmann, Haaß und Kraus ihren kollektiven Blackout hatten?

    Was mich am meisten stört ist, dass Heiner nicht ein einziges Wort der Selbstkritik bringt. Auf einmal ist ein Hens "natürlich" kein Führungsspieler - warum wird der dann zum Kapitän gemacht?

    Das Potenzial der Mannschaft hat sie im Island-Spiel gezeigt - man hätte unter den besten 6 Mannschaften dabei sein können, und einzig die Mannschaft hat dieses Ergebnis bei dieser WM vergeigt - und da zähle ich zur Mannschaft die Spieler und die Trainer.

    Na, wenn nicht mit so einem Kader, mit welchem Kader wollen sie es dann schaffen? :D Beim THW wären dann als einzige Spieler, die da noch stärker sind, Omeyer, Jicha und Zeitz zu nennen (letzterer, wenn er seine aktuelle Form konservieren kann. Ahlm seh ich nicht stärker als Myrhol, bei Narcisse muss man ja die Verletzungen mit berücksichtigen). Beim HSV fällt mir kein einziger ein, O. Carlen vielleicht, Gilles wären dann ja nicht mehr da, Duvnjak hat leider noch keinen Schritt nach vorne gemacht, seit er in Hamburg ist.