Beiträge von ojessen

    Zeitz ist sicherlich besser bei den Steals, ist unberechenbarer im Angriff, und hat das bessere Auge für den Pass. Insgesamt ist ihr Stil sicherlich ähnlich, insofern kann es sein, dass die Erfahrung da noch den Unterschied macht, und Weinhold da auch hinkommt.

    Theoretisch sollte für Kiel die Woche Ruhe reichen, um körperlich fit zu sein - für mich ist da eher die Frage, ob sie nach dem emotionalen Höhepunkt letzten Samstag sich noch mal genügend motivieren können, um in Köln wieder an die Grenzen zu gehen. Da sehe ich Flensburg etwas im Vorteil, weil das Final Four für sie der absolute Saisonhöhepunkt ist.

    Wo wird der THW in der Breite besser, wenn er Zeitz gegen Weinhold tauscht? Duvnjak kommt dazu, und ich denk, dass kann eine entscheidende Verbesserung sein, vor allem bis Jalouz das erwartete Niveau erreicht.

    Aus dem gleichen Artikel

    Zitat

    Indirekt machten die Löwen auch Berlin Vorwürfe. „Kiel hat mit 14 Toren Vorsprung gegen den Tabellenvierten gewonnen, da ist es schwer, etwas gegen zu machen“, sagte Gudmundsson, der die Löwen verlassen und neuer Nationaltrainer in Dänemark wird.

    Einfach mal an die eigene Nase fassen. Die Sache mit den 35 Gegentoren vom 3-schlechtesten Angriff wurde ja schon erwähnt.

    Weil hier zwei mal Jalouz genannt wurde: Der Junge ist noch am Anfang seiner Buli-Karriere, muss sich an das Niveau der Liga gewöhnen, an den THW - wo das Spiel nicht auf ihn zugeschnitten wird, und an das Umfeld - und sei es die andere Kultur. Zudem hatte er zu wenig Gelegenheiten, um Selbstvertrauen zu gewinnen - das mag dann menschlich nicht so schön zu sein, aber Gislasson darf halt nur nach Leistung gehen, wen er wann auf die Platte schickt. Ich würde da noch nicht den Stab über ihm brechen wollen, ich denke, er hat alle Chancen, nächste Saison zu zeigen, warum Gislasson ihn geholt hat.


    Ich finde das Torverhältnis ist einfach fairer. Klar gibt es wie man in Threads wie diesen gut sehen kann, immer einige Spiele über die man diskutieren wird, aber das hält sich insgesamt die Waage.


    Ich würde auch davon ausgehen, dass zumindest nächstes Jahr die Mannschaften auch noch mal mehr auf die Tordifferenz in jedem Spiel schauen werden. Da wird dann vielleicht nicht ab der 50 Minute ausgelaufen, wenn man mit 8 führt (um dann mit +3 aus der Partie zu gehen).

    Andererseits wäre wohl der direkte Vergleich dadurch fairer, dass die nachlassende Motivation am Ende der Saison bei den Mannschaften das Mittelfeld dann keinen Einfluss haben kann. Man muss vielleicht auch sagen, dass von den 4 Mannschaften Kiel - Berlin - RNL - Gummersbach eine Mannschaft eine wirklich unerwartete Leistung gebracht hat, und das war Gummersbach. Kiel-Berlin war für mich im Bereich des Erwarteten, in dem Sinne, dass mir klar war, dass der THW noch mal das letzte raus holt. Das aber auch Gummersbach bis zur letzten Minute alles gibt, damit durfte man nicht rechnen: Wenn es normal gelaufen wäre, hätten sie bis zur 40. Minute irgendwie mitgehalten, und wären dann aufgrund Verschleiß, "Wir haben unser Zeichen gesetzt" und "Darauf kommt es jetzt doch nicht mehr an" noch mal deutlich untergegangen.

    Wieso, ein Sieg der Kieler mit +15 war doch im Rahmen des erwarteten, wenn vielleicht auch am oberen Rande. Wenn Gummersbach 35 Tore machen kann, dann würde ich mal den Grund bei der Verteidigung der Löwen suchen.

    Auf jeden Fall: Ganz großes Kino, vielen Dank unseren Jungs, dass sie sich nicht aufgegeben haben.

    Ach ja, der Theo.....In Kiel seit Jahren als "Praktikant" und Pausenclown verspottet, in Flensburg auch eher zwiespältig betrachtet (schmerzhafte Neuerungen, Pokaltitel und Meisterschaft die nicht auf seinem Mist gewachsen sein sollen) und im Zweistromland zunächst eine Marionette des dänischen "Perlenkaspers" und ohne wirkliche Erfolge.

    In Flensburg hat man heute zumindest erkannt, dass er besser war als sein direkter Nachfolger (Kunststück). Und mit dem heutigen Tag (so steht es zu vermuten) wird die Handballwelt anerkennen müssen, dass er wohl doch zu den besseren seines Faches gehört.

    Die RNL sind für mich noch lange kein Traumverein, aber man muß die Leistung dieser Saison neidlos anerkennen und daher gönne und wünsche ich ihnen den Titel.

    Auf geht's RNL!

    Theo ist für mich kein Sympathieträger, aber man muss schon anerkennen, welche Leistung es war, die RNL nach dem Ausstieg von Nielsen so relativ geräuscharm zu sanieren - und dabei auch noch die sportliche Qualität der Mannschaft zu erhöhen.

    In einer besseren Welt sollte es dies aber. Hier wurde doch mal erwogen, was ein Drittligist an Saisonetat an den Start bringen muss. Die Schätzungen bewegten sich um die 300 000 Euro. Davon sollte es in Zeiten der multimedialen Gewandtheit und der Preisnivelliering digitaler Technik doch möglich sein, einen Betrag x für die Produktion von wackel- und flimmerfreien Bildern abzuzweigen. Und wenn eben doch gar keine Mittel bereitstehen sollten, erhält die beauftragte Produktionsfirma eben ein paar Anzeigen für lau im Programm- bzw Saisonheft.

    Na, die Produktionsfirma möchte ich sehen, die für Anzeigen in einem Blatt mit einer Verteilung von 500-1000 Stück mal eben eine Übertragung macht. Machen wir doch mal die Gegenrechnung: 15 Heimspiele, inkl. Auf- und Abbau 4 Stunden direkt vor Ort, dazu noch mal 4 Stunden am Schneidetisch (damit es sich leichter rechnen lässt). Mit dem absoluten Minimum, also 1 Kamera, 1 Bediener, der dann auch die Interviews macht, und der Arbeit am Schneidetisch sollte das nicht unter 800 EUR pro Spieltag gehen, eher 1.000 aufwärts. Das wären dann 12.000 bis 15.000 zusätzlich, oder gut 5% des Etats. Wenn man es outsourced. Wenn es natürlich einen begeisterten Amateur gibt, der das ganze für Kost und Logis, bzw. Reisekosten, Material und 1 Bier mit der Mannschaft macht, dann sieht es etwas anders aus. Das man diesen Aufwand für 1. und 2. Liga eingeht, auch auf eigene Kosten (weil meines Wissens auch die HBL fordert, dass es von jedem Spiel Videomaterial gibt - wahrscheinlich, damit Alfred immer genug zum glotzen hat), kann ich nachvollziehen, aber für die 3. Liga geht es dann schon ziemlich an die Substanz, bzw. man könnte das Geld für besseres verwenden.

    Naja, die Verbreitung des Internet liegt ja bei ca. 100%, für Youtube muss ich mich nicht groß anmelden (außer, ich will Kanäle abonieren) - wenn dann in der lokalen Presse oder im Vereinsmagazin steht, dass man in Zukunft einmal in der Woche eine Sendung bei Youtube sehen kann, dann hätte ich erwartet, dass man damit auch die Generation 30+ erreichen kann.