Beiträge von ojessen

    ...und wie will man eigentlich 3% Zinsen mit einem Club erwirtschaften, dem ein Gewinn in 12 Jahrfen nicht im Mindesten möglich war? Oder hat man sich das in Itzehoe abgeschaut?


    Zins und Tilgung dürfen nur aus freier Liquidität bedient werden. Sollte wohl klar sein, dass das Zeichnen nicht als Investition zu verstehen ist, eher als Abschreibungsobjekt.

    @ Juuna - der Vertrag ist wohl als Muster ohne Wert anzusehen. Ich bin kein Anwalt, aber mir sieht das nicht ganz wasserfest aus. Zweck und Auflösung bei Nichterteilung sind weder Bestandteil des Vertrags noch der AGB. Dass der Emittent bei Lizenzerteilung der HSVH werden würde, kann man nur vermuten, und das wäre für mich der einzig akzeptable Emittent.

    Ich wäre mir auch nicht so sicher, dass die Spieler nur Verträge für die erste Liga haben. Mit so einem Szenario haben die wohl eher nicht gerechnet.


    Wofür gibt es denn Berater, wenn nicht, um auch diese Sonderfälle vertraglich sinnvoll abzubilden. Das Szenario, dass sich jetzt abspielt, muss doch jeder vor Augen gehabt haben bei der Frage - Was möchte ich im Fall der Fälle auf jeden Fall abgesichert haben?

    Der MR sollte einfach mal 2 Sekunden nachdenken, bevor er einem Journalisten antwortet. Oder einfach gar nichts sagen, und an die Geschäftsführer verweisen. Wenn das allerdings seine ehrliche Meinung war, dass die HBL auf dem Gnadenwege noch etwas zulassen kann, dann hat er wohl immer noch nicht verstanden, dass diese Prüfung schon der Gnadenweg war, nachdem man es im ersten Anlauf verbockt hatte. (Sorry für die Polemik - natürlich war die Prüfung nach Einspruch der Rechtsweg, nicht der Gnadenweg).

    Muss die GmbH Insolvenz anmelden? Wahrscheinlich, und sei es wegen der aktuell noch ausstehenden Verbindlichkeiten, denen selbst bei Neuanfang in der dritten Liga wohl keine ausreichenden Einnahmen gegenüber stehen werden. Bleibt natürlich die Frage, welche Masse überhaupt noch vorhanden wäre. Der "Vorteil" - wenn man es so nennen möchte - wäre natürlich, dass damit Rudolphs aus dem HSVH endgültig raus wären, da es dann nur noch den Verein und ggf. eine neu gegründete Spielbetriebs-GmbH gäbe.

    Irgendwie habe ich den Eindruck das hier nur Werbung für eine Seite gemacht werden soll.(Oko sei dank)
    Es kann sich jeder Gedanken machen wie oder warum der HSV Hamburg finanzielle Probleme hat aber das ganze auf Pressemitteilungen aufzubauen erscheint mir nicht gerade sinnvoll, zumindest für Leute die den "Fall "über Jahre verfolgen.(Handballecke) :hi:


    Ist dann aber keine gelungene Werbung - weshalb sollte ich einen Blog lesen, der keinerlei journalistischen Anspruch an sich stellt?

    Das Eine ist eine Aussage, die auch in anderen Medien berichtet wurde. Deshalb erschien es mir machbar das als Grundannahme zu setzen.
    Das Andere erschien mir vor dem Hintergrund des juristischen Diskurses zu genau diesem Umstand - was denn Gewinn ist und wann dieser eintritt - zu spekulativ.

    Nein, was Gewinn ist, ist nicht spekulativ. Der Gewinn bzw. Verlust entspricht der Veränderung des Eigenkapitals im Vergleich von zwei Jahresabschlüssen. Das mit irgendeinem Bank-Kontostand im Verlauf des Jahres zu vermischen, zeugt entweder von Unkenntnis oder von "kreativer Auslegung".

    Ich befürchte, hier geht die Spekulation aber deutlich über das normale Maß hinaus, z. B. hier:

    Zitat

    Es dürfte jedoch auch klar sein, warum es sich eher um ein aufschiebendes als ein lösendes Moment handelt: Ab einer Summe X an Zahlungseingängen, welche im Rahmen des Besserungsscheins vereinbart wurde, werden die Zahlungen sofort fällig. Es sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn nicht diese Summe X nach Eingang der Sponsoringgelder zu Beginn der neuen Saison – übrigens dem 01.07.2014 – so überschritten worden ist, dass Andreas Rudolph sofort wieder alle Karten in der Hand hält. Das ist natürlich, ohne Informationen zu den ausgehandelten Verträgen zu besitzen, absolute Spekulation. Gleichwohl kann man sich der inneren Logik dieses Gedankenmodells nicht erwehren.

    Diese innere Logik scheint nur wenig mit den kaufmännischen Gepflogenheiten zu tun zu haben, denn sinnvollerweise würde ein Besserungsschein sich nicht auf den aktuellen Kontostand beziehen, sondern auf die Gewinnsituation, und die würde nach Ablauf des Geschäftsjahres festgestellt werden. Die Fäden hat Rudolph sowieso so lange in den Händen, wie er die Mehrheit der Stimmanteile an der GmbH hat.

    Die zweite Folgerung ist zwar richtig, aber auch nicht problematisch: Für Schulden, die nicht bedient werden, laufen weiterhin Zinsen auf. Das dürfte jeder kennen, der mal einen Dispo-Kredit offen hatte. Dementsprechend würde sich die außerbilanzielle Verpflichtung, die ja nur in dem Umfang wirksam würde, wie der HSVH einen nennenswerten Gewinn ausweisen würde, ansteigen, solange die Rückzahlungen nicht den Zins übersteigen. Die Situation, dass der HSVH derartige Gewinne ausweist, dürfte aber auf absehbare Zeit theoretisch sein, und bei Eintreffen zu den "Happy Problems" gehören.

    Was an dieser Situation jetzt unmoralisch sein soll, verstehe ich nicht. Rudolph hat einen Weg gesucht und gefunden, um die Lizenz möglich zu machen, ohne seine Darlehen komplett abschreiben zu müssen. Das dürfte für ihn z. B. steuerlich immer noch teurer sein, als eine Insolvenz.

    Lieber Paul Jonas, Du solltest allmählich begreifen, daß der Mann Palmarsson heißt! Soviel Respekt muß sein.

    Also, dem Kontext nach bezieht sich "Der Mann" auf Ó Brannagáin, was ich jetzt nicht respektlos finde. Abgesehen davon, dass ich dessen Namen auch nicht richtig schreiben könnte, wenn ich nicht bei Twitter nachgeschaut hätte.

    Der NDR fasst noch mal die laufenden Gerüchte um Canellas zusammen. Da die Nachricht von der THW-Homepage über Twitter verbreitet wurde, bekommt das für mich einen halb-offiziellen Anstrich. Zeitung: THW Kiel holt Weltmeister Canellas | NDR.de - Sport - Handball - bundesliga

    Hab heute morgen noch mal FL-Barca bei EHFCL gesehen. Was mir bei O'Branaigan neben der Begeisterung gefällt ist, dass er nicht immer nur über die Schiedsrichterentscheidungen spricht. Im deutschen TV habe ich manchmal den Eindruck, dass der Kommentar sich zu 70% um die Entscheidungen dreht, 20% um Personelles, und 10% geht es dann darum, was da gerade auf dem Feld passiert. Ist aber bei allen so, von daher scheint es entweder die deutsche Schule für Kommentatoren so vorzugeben, oder die Zuschauer wollen das wirklich so hören.

    Naja, wie jemand neulich bemerkt hatte, war das EHF-Cup-Finale das erste Finale seit ~20 Jahren, dass ohne Teilnehmer aus Spanien oder Deutschland gespielt wurde. Insofern kann man eine dauerhafte Dominanz dieser beiden Länder auf Vereinsebene wohl nicht von der Hand weisen.