Beiträge von ojessen

    Interessant find ich diese Aussage;


    Im Prinzip sagt er damit doch, das Schiedsgericht hat beschlossen: eine Patronatserklärung von Rudolph reicht. Obwohl die HBL das in zwei Instanzen abgelehnt hat und das eins der Prinzipien des neuen Lizenzierungsverfahren sein sollte..

    Auch bei dieser Aussage von Rudolph sollte man sich überlegen, wie werthaltig sie ist, und ob man ihren Wahrheitsgehalt nicht stark diskontieren muss.

    Bei allem Unmut, dass und wie der HSV die Lizenz bekommen hat - ich möcht nicht die arme Sau sein, die jetzt die offenen 4 Stellen besetzen muss. Da hat dockh keiner einen Planungshorizont über das nächste Jahr hinaus.

    ojessen
    ich blicke da nicht mehr durch. Wieso wäre eine durch ein ordentliches Gericht nachträglich als rechtmässig anerkannte Lizenzerteilung für die Saison 14/15 nicht gültig ? Erklärs mir bitte.

    Ich rechne damit, dass sie dann gültig wäre, aber was wären die Konsequenzen: Würden dann HBW und Saarloius nachträglich noch absteigen, würde der HSV dann in die 1. Liga eingesetzt werden? Was wäre, wenn der HSV zwischen einer einstweiligen Verfügung und dem Prozess insolvent ist? Im Zweifel könnte ich mir vorstellen, dass die HBL dann wie in anderen Fällen nächstes Jahr mit 19 Mannschaften spielt, und sei es, um nur für diesen Fall kein Chaos zu haben, wenn eine einstweilige Verfügung ergehen sollte. Aber wer kriegt dann den EHF-Platz, HSV oder Melsungen?

    Wie könnte es sich für Balingen und Saarlouis letzten Endes auswirken,wenn das ordentliche Gericht der beantragten einstweiligen Verfügung der beiden Vereine statt gibt ? Und ist diese Entscheidung dann endgültig ?

    Endgültig kann die Entscheidung nicht sein, weil sie ja einstweilig ist. Nach meinem laienhaften Verständnis geht es darum, dass ein Richter mit der Einstweiligen Verfügung die Umsetzung einer erwarteten Entscheidung verbietet, weil mit dieser Umsetzung ein unrechtmäßiger Schaden für den Antragsteller verbunden wäre und die Umsetzung so kurzfristig erwartet wird, dass ein ordentlicher Prozess in der Kürze der Zeit nicht mehr durchzuführen wäre. Demnach hätte diese einstweilige Verfügung wieder nur aufschiebenden Charakter, hier aber im Sinne von HBW (also, dass die Entscheidung der Nicht-Erteilung der Lizenz an den HSV vorerst bestand hat. Wie es dann aber wäre, wenn auch in einem Prozess der HSV endgültig die Lizenz zugesprochen bekäme, diese aber wertlos wäre, weil die Saison schon läuft (und wahrscheinlich der HSV dann auch endgültig insolven wäre), da hab ich keine Vorstellung von.

    Naja es hieß ja irgendwo, dass eine Bankbürgschaft in der Kürze der Zeit "unzumutbar" wäre. Zum 01.07. wird also vermutlich der übliche Zettel von Rudolph oder jemand anderem "Solventen" reichen, aber ich könnte mir vorstellen, dass zu einem späteren Zeitpunkt als Auflage eine Bankbürgschaft nachgereicht werden muß. Die großzügige Fristverlängerung haben sie dadurch praktisch schon.


    Das wäre doch aber wieder zu spät. Dann würde jetzt Rudolph eine Erklärung unterschreiben, Lizenz wird endgültig erteilt, und zu gegebener Zeit würde er sie heimlich oder öffentlich wieder kassieren. Aber dann läuft die Saison schon. Im schlimmsten Fall, z. B. wenn die Erklärung in der Winterpause kassiert würde, wäre die Insolvenz dann in der Saison, und ein Teil der Spiele würde annuliert werden müssen (wenn der Betrieb eingestellt werden müsste). Es gibt doch einen guten Grund, warum es eine Bankbürgschaft geben soll, und ich kann das auch nicht mit Verhältnismäßigkeit abtun - die hätte sich der HSV so oder so besorgen müssen, oder wäre man bei negativem Ausgang direkt zum Amtsgericht gefahren, und hätte sich dann von allen aufgelaufenen Schulden befreit gefühlt?

    Klar würden wir uns alle wünschen die Bedingungen/Auflagen wären veröffentlicht worden.

    Aber die werden ja acuh bei anderen Vereinen nicht veröffentlicht - also insoweit keine Lex specialis für die Hamburger.

    Alles in allem kein Ruhmesblatt das diesjährige Lizensierungsverfahren. Es verbleiben weiterhin planerische Unsicherheiten für "unbetroffene" Vereine.


    Was mir allerdings missfällt ist das "Rechtsverständnis" das teilweise an den Tag gelegt wird. Das Schiedsgericht hat ein Urteil gefällt - da gehört es dazu dies auch zu akzeptieren und nicht dann das Gremium zu diskreditieren

    Wieso zeugt es von einem schlechten Rechtsverständnis, wenn man ein Urteil kritisiert? Wenn es danach gehen würde, könnte sich der Staat auch den Aufwand mit mehreren Instanzen sparen, und alles würde vom königlich bayrischen Amtsgericht entschieden.

    Nach dem bisher veröffentlichten, ist aus meiner Sicht das Schiedgerichtsurteil nicht zu halten,weil dieses Gericht sich übrr den Wortlaut der Lizenzregeln hinaus auf angebliche Rechtsgrundsätze stützt (Milde), die nicht kodifiziert sind, und auch der Regelungsabsicht der HBL insgesamt widersprechen. Es wurde bewusst von er HBL und den Vereinen eine Verschärfung der Regeln vorgenommen. Dan kann das Schiedsgericht nicht kommen und diese Regelung unterlaufen, wenn sie sich im Kontext des Lizenzverfahrens korrekt verhalten will. Das jetzt angelich auch noch die Qualirät der geforderten Unterlagen herabgesetzt wird, stellt dann endgültig einen Widerspruch dar. Insofern würde ich der einstweiligen Verfügung gute Chancen gebe, aber IANAL.

    Der HSV hat die Lizenz erhalten richtig? richtig

    Würde der HSV vor ein Schiedsgericht gehen wenn die Vereinsführung wüsste das sie nächste Woche Insolvenz anmelden muss?
    Macht doch irgendwie keinen Sinn oder teusche ich mich da.


    MfG

    Ja, es macht Sinn weil man nichts zu verlieren hatte, und ohne Lizenz die Überlebnswahrscheinlichkeit gleich Null war. Stand heute ist diese Wkt zumindest größer als Null.

    War es nicht der Kern der Änderungen bei der Lizenzvergabe, die von der HBL bzw. deren Mitgliedern im letzten Herbst beschlossen wurden, dass es eben weniger Möglichkeiten zur Nachbesserung geben soll? Wenn es also ein anderes Regulierungsregime gibt, dann kann der Verweis auf ein altes Regime doch nicht mehr wirksam einen Widerspruch begründen. Die Banken können sich ja auch nicht mehr auf Eigenkapitalvorschriften nach Basel I berufen, wo jetzt Basel II gilt.

    Mal ohne Zinsen gerechnet - 1 Mio in 3 Jahren sind 5% des Etats über die Vertragslaufzeit. Würde irgedjemand bezweifeln, dass Ljube mehr als 5% mehr aus der Mannschaft rausholt, als einer der Trainer, die aktuell auf dem Markt verfügbar sind? Dazu muss man noch sein Scouting-Netzwerk beachten, dass auch preiswerte Talente an die Förde gebracht hat.