Wie viele rote Karten braucht es noch, so dass das Spiel abgebrochen werden muss?
Sechszehntausend Beiträge und trotzdem keine Ahnung von den Regeln?
Wie viele rote Karten braucht es noch, so dass das Spiel abgebrochen werden muss?
Sechszehntausend Beiträge und trotzdem keine Ahnung von den Regeln?
Aber wenn du so viel Wert auf solide Quellen legst, warum verbreitest du dann die These, dass in deinem Landesverband die SR voreingenommen sind, rote Karte schon vor dem Spiel verteilen und bewusst Ansetzungen zwischen Vereinen zwecks Eskalation gemacht werden? Kannst du das empirisch mit einer seriösen Quelle belegen ?
Du kennst aber schon den Unterschied zwischen einer These und eigener Beobachtung, oder?
Aber schön, dass du dich mit meinen Aussagen auseinandersetzt. Wenn du jetzt noch ein bisschen darüber nachdenkst, was ich zu den angeblichen 1200 Entscheidungen pro Spiel geschrieben habe, kommen wir da vielleicht auch vorwärts.
Das hat mit Phantasie nix zu tun, ich denke der Sporthochschule darf man schon ein gewisses Maß an Seriosität in der Forschung zubilligen.
Könnte man. Idealerweise gibt es dazu auch eine Quelle, die nicht nur auf Hörensagen beruht, sodass sich Interessierte selbst ein Bild von den Forschungsergebnissen machen können. Bitte nicht falsch verstehen, aber mit "Forschung" betrittst du einen Bereich, in dem ich gern mitdiskutiere, weil ich tagtäglich miterlebe, wie Forschungseregebnisse und -berichte entstehen.
Auch nicht zu pfeifen ist eine Entscheidung. Aber auch ich halte 1200 Entscheidungen für deutlich zu hoch.
Aber es kommt natürlich darauf an wie man Entscheidung definiert.
Korrekt. Aber wenn ich "Nicht pfeifen" als Entscheidung definiere, dann ist 1200 viel zu wenig. Die Schiedsrichter sind ja pausenlos mit der Beobachtung des Spiels beschäftigt. Da reden wir dann nicht mehr darüber, ob man alle 3 Sekunden (bei 2 Schiedsrichtern wären es sogar nur alle 6 Sekunden) über was nachdenkt. Dann sind wir bei kognitiven Prozessen, die im Millisekundenbereich ablaufen. Und darauf zielte meine ursprüngliche Frage auch ab. Die 1200 sind für mich ein reiner Phantasiewert.
Das ist so ein klassenübergreifender Durchschnittswert,kann mal mehr,mal weniger sein.
Woher stammt diese Zahl? Ein Handballspiel wird sicher nicht alle 3 Sekunden durch einen Pfiff unterbrochen.
Bei 1200 Entscheidungen pro Spiel ist es nicht möglich, alle richtig zu setzen
Nur alle 3 Sekunden eine Entscheidung?
Kreis wird dann schon schwerer, aufwendige Kameratechnik oder durch Druckpunkte im Boden, wie soll dies gehen?
Vor allem in Eishokeyhallen die umgebaut werden müssen, in den meisten Hallen wird vor jedem Spiel der Boden erst gelegt wer justiert dann die Kameras die den Kreis überwachen.
Oder am besten gleich ein LED Boden als Pflicht? Der dann den Druckpunkt anzeigen kann?
Sorry eine Überwachung des Kreises ist zu aufwendig und kostspielig.
Die Kameras auf eine bekannte Geometrie (=Torraumgrenze) hin zu justieren, halte ich ich für technisch problemlos machbar. Bei optischen Messsystemen setzt man auch auf Justierplatten mit bekannten Mustern. Und selbst austauschbare Böden werden ja in der Regel nicht um mehrere Meter verschoben.
Praktisch würde die Idee aber daran scheitern, dass die Kamera permanent freie Sicht auf den Fußboden bräuchte. Wenn jetzt z.B. ein Spieler in Rücklage gerät oder die Hände nach hinten nimmt, der Ball gerade durch den Kreis schwebt, dann versagt das System eventuell. Eine einzelne Kamera könnte auch keine 3D-Messungen vornehmen. Von oben wäre also nicht zweifelsfrei auflösbar, ob der Fuß wirklich den Kreis berührt oder sich in der Luft über ihm befindet.
Abgesehen davon wäre das dann doch too much.
Ich nehme nicht an, dass die Fähigkeiten der Schiedsrichter immer weiter abnehmen. Klar sichtbar ist jedoch, dass das Spiel an Dynamik gewonnen hat. Und deshalb möchte ich meine Idee, die ich an anderer Stelle schon formuliert hatte, noch einmal in den Raum stellen: Ein dritter gleichberechtigter Schiedsrichter, analog zum Basketball.
Ich erinnere mich, dass zu Zeiten eines Pascal Hens heftig diskutiert wurde, ob bei Körperkontakt beim Wurf aus dem Rückraum viel häufiger Stoßen in der Luft progressiv bestraft werden sollte, oder ob der gute Pascal als dünner „Pommes“ einfach nicht genug Körperlichkeit mitbringt, um sich da durchzusetzen. Aktuell scheint das angesichts der Maschinen, die überhaupt noch aus dem Rückraum werfen, kein Thema mehr zu sein.
2010 wurden die Strafen für das Stoßen in der Luft verschärft. Vielleicht ist es deshalb kein Thema mehr? Wobei das de facto falsch ist, denn es gibt weiterhin regelmäßig streitbare Szenen. Siehe zum Beispiel kürzlich das Foul an Gisli, das letztendlich zur aktuellen Verletzung führte.
Ich gehe aber davon aus, dass es die Regeländerungen waren, die hier gegriffen haben, und nicht die verbesserte Physis der Spieler.
Was ich sagen kann: Ausnahmslos alle Schiris, die ich persönlich kenne (von denen zugegebenermaßen keiner höher als Regionalliga pfeift/gepfiffen hat), sind immer mit der Absicht ins Spiel gegangen, ihre bestmögliche Leistung zu bringen. Wenn das nicht immer gelungen ist, waren diese Schiris meistens die ersten, die ihre Leistung auch selber kritisch beurteilt haben. Der Gedanke scheint mir absurd, dass das in den höheren Spielklassen anders sein soll.
Ich bin offensichtlich im falschen Landesverband. Bei uns pfeifen Schiedsrichter, die kommen in die Halle, sehen einen bestimmten Spieler und schon haben sie ihren Kandidaten für die Rote Karte. Und wenn er mal nicht da ist, gibt's Sprüche, wie "Wo ist denn euer Spieler XY? Wer soll denn da heute Rot bekommen?". (Un-)lustigerweise wird diese Voreingenommenheit gleich noch auf deren Kinder übertragen ("Ach, das ist ja der Sohn von XY, da weiß man gleich, wo er das her hat"). Selbst, wenn man meint, das wäre nur Spaß, dann ist das doch unterschwellig Teil aller Entscheidungen. Wenn sie einen Spieler erstmal auf dem Kieker haben, dann kann der sich eigentlich gleich wieder umziehen gehen.
Dazu noch Vereinsrivalitäten und "intelligente" Schiedsrichteransetzer, die weiter Öl ins Feuer gießen, indem sie immer wieder Schiedsrichter vom Verein A zu den Spielen des verhassten Vereins B schicken. Das geht phasenweise so weit, dass Mannschaften zu solchen Spielen nicht antreten.
Ja, es gibt auch Schiedsrichter, mit denen trinkst du nach dem Spiel ein Bier zusammen und besprichst das Spiel. Die geben auch offen zu, Fehler zu machen. Aber das ist bei Weitem nicht die Mehrzahl der Schiedsrichter.
Ihr habt alle das Glück, dass es in der Bundesliga eher nicht passieren wird, dass keine neutralen Schiedsrichter anreisen. Wenn ihr erstmal Spiele miterlebt habt, die von Vertretern der beiden Mannschaften gepfiffen werden, bekommt die Diskussion um parteiisches Pfeifen eine völlig neue Dimension. Oder ihr erlebt, wie eine Mannschaft ihren eigenen Schiedsrichter aus der Halle jagen will, weil er sich nicht dem Vorwurf aussetzen will, für die eigene Mannschaft zu pfeifen und es dann zum "Verpfeifen" des eigenen Teams mutiert.
Glückwunsch an die Füchse zu ihrer ersten Meisterschaft.
Ich muss mir das Spiel nicht anschauen, um danach eventuell darüber zu fabulieren, ob die Füchse da zu sehr bevorteilt wurden. Ich denke da eher an die Niederlagen des SCM gegen Kiel und eben auch die Füchse (mit einem an diesem Tag durchschnittlichen Gidsel). Da wurde die Meisterschaft entschieden.
Am Ende stehen die faktisch zwei besten Mannschaften der Liga auf Platz 1 und 2. Danke für spannende 34 Spieltage. Das macht Lust auf die neue Saison und natürlich voher auf das Champions Leage Final 4. Möge der SCM dort den Titel holen!
ch sehe das spätere Foul an OIM aber deutlich gesundheitsgefährdender an und dafür gab´s nichts. Also darauf wollte ich hinaus, dass das Regelwerk so angepasst wird, dass es für gesundheitsgefährdene Handlungen zwingend ne Strafe geben muss und nicht zwingend für Schläge ins Gesicht, sondern dass auch hierbei immer die Handlung an sich zur Bewertung herangezogen wird.
Das Regelwerk muss dazu nicht überarbeitet werden. Die Schiedsrichter müssten es nur anwenden. Dazu müssen sie aber die Fouls auch wahrnehmen und das ist der Punkt, wo ich Defizite vermute. In den untersten Klassen kann man gut beobachten, dass die Ohren einiger Schiedsrichter deutlich besser funktionieren als die Augen. Selbst statische Aktionen wie beim 7m werden da nicht korrekt bewertet. Aber wehe am anderen Ende des Spielfelds äußert jemand seinen Missmut. Da wird schnell mal Blau gezückt. Bei den Profis denke ich eher, dass das Spiel einfach zu schnell für nur zwei Schiedsrichter geworden ist. Hier sollte man vielleicht, ähnlich wie beim Basketball, das Gespann erweitern. Oder man gibt den Trainern die Möglichkeit, den Videobeweis einzufordern (natürlich reglementiert).
Erstaunlich wenig Gerammel gestern und NULL technische Fehler, so meine Wahrnehmung. Kann sein, dass die NUll nicht bis ganz zum Ende gestanden hat.
Naja, der Chef-Rammler war nicht dabei (ich hoffe trotzdem, dass er zum Final 4 spielen kann) und Flensburg hatte ein paar offene Scheunentore für die Abwehr mitgebracht. Das sah oft erschreckend leicht aus, wie die SCM-Spieler da durch die Abwehr durchkamen. War mir aber ganz recht so, denn so ein Zittern bis in die letzte Minute gab es diese Saison schon zu oft. Das war gestern ein gelungener Saison(heimspiel)abschluss. Wenn jetzt noch ein Titel dazukommt, wird es eine perfekte Saison.
Mich interessiert das eigentlich nicht schon im Vorfeld, aber es schrieb hier ein User, glaube Buster444, dass ab nächste Saison Kreis stärker und konsequenter mit 7m geahndet werden soll. Wer denkt sich sowas aus?
Was soll das bringen? Schützt das wen? Erhöht das die Attraktivität des Spiels? Noch mehr 7er, noch mehr Unterbrechungen. Wer will sowas sehen?
Das Witzige ist: Das gabe es schon einmal. Lass es 25 oder mehr Jahre her sein. Aber da habe ich selbst (unterklassig) an Spielen teilgenommen, da wurden reihenweise 7m gepfiffen, weil irgendwo fernab des Balls ein Abwehrspieler den Kreis berührt hat. Und da hatte das Spiel lange nicht die Dynamik, die es heute hat.
Wenn das jetzt wirklich (wieder) so kommen sollte, dann kann ich dem nichts Positives abgewinnen. Man sieht heute schon in gefühlt jeder zweiten Zeitlupe, dass Gegner lange vor dem Kreis angenommen werden und der Abwehrspieler dann quasi in den Kreis gedrängt wird. Das kann man doch nur verhindern, wenn man Sumo-Ringer in die Abwehr stellt, an denen die zierlicheren Angreifer einfach abprallen. Nur ist es praktisch unmöglich, nach jedem Angriff 6 Leute für die Abwehr einzuwechseln. Am Ende leidet die Abwehrarbeit unter solchen Entscheidungen.
Vielmehr sollte man den Fokus darauf legen, dass solche Fouls wie das an Gisli konsequenter geahndet werden. Diese kurzen Griffe in den Wurfarm und das Stoßen von hinten haben im Handball nichts zu suchen. Und dafür müsste man nicht einmal das Regelwerk anpassen. Man müsste die Schiedsrichter nur sensibilisieren und ihre Wahrnehmung schärfen. Es ist für mich immer noch unbegreiflich, wie die Lemgoer da ohne progressive Bestrafung davongekommen sind. Andererseits sehe ich ja, was auf Landesverbandsebene und darunter abläuft. Da liegt der Fokus darauf, ja kein Punkt oder Komma im Spielbericht zu vergessen. Was man damit erreichen will, dass man Schiedsrichtern Geldstrafen aufdrückt, wenn der Heimverein vergisst, den Namen seines Sekretärs in den Bericht einzutragen, das wissen wahrscheinlich nur die Funktionäre. Einerseits bettelt man um neue Schiedsrichter, weil zu wenige bereit sind, das zu machen. Und die, die man hat, vergrellt man mit solchen dummen Aktionen. Aber hey, auch das ist Handball!
Die Berliner können nur noch über sich selber stolpern. Sowas wie kollektiver Ganzkörperkrampf.
Ich hatte direkt nach dem Sieg gegen den SCM geschrieben, dass das das entscheidende Spiel um die Meisterschaft war. Laut Jaydeeblue war das dummes Zeug. Dass sie ausgerechnet in Erlangen einen Punkt liegen lassen, damit hatte aber sicher auch dieser überaus kompetente Nutzer eher nicht gerechnet. Wenn die Füchse überhaupt einen Warnschuss brauchten, dann war es dieses Spiel. Was danach zu sehen war, war nahezu Perfektion. Und deshalb gibt es null Grundlage dafür, an einen Punktverlust in den letzten beiden Spielen zu glauben.
Freundschaft!
Ich meine die Melsunger, die in Kiel gewonnen haben, die in Hannover gewonnen haben, die in Magdeburg nur mit einem und in Flensburg nur mit zwei Toren verloren haben. Die treffen auf die Berliner, die in Erlangen einen Punkt abgegeben haben.
So im Nachgang lag ich mit meinem Verweis auf das Spiel in Hamburg dann doch deutlich näher an der Realität, oder?
Freundschaft!
Melsungen ist auch nicht Eisenach.
Meinst du die Melsunger, die in Hamburg mit 32:42 unter die Räder gekommen sind?
Wenn Eisenach fast Unentschieden spielt in Magdeburg, dann ist es auch möglich, dass Melsungen in Berlin gewinnt.
Kannst du mir bitte die Lottozahlen für Samstag nennen? Berlin ist nicht Magdeburg. So sehr ich den SCM mag, aber Berlin spielt aktuell einfach deutlich souveräner. Die lassen sich das nicht mehr nehmen,
Dann hält Claar den Ball etwas zu lange vor der Auszeit
Zu lang im Sinne von mehr als 3 Sekunden? Das war definitiv nicht der Fall. Er bekommt den Ball nicht nach vorn, da hätten die Schiedsrichter sicher etwas früher das Vorwarnzeichen für passives Spiel zeigen können. Andererseits habe ich null Verständnis dafür, passives Spiel in der 60. Minute anders auszulegen als in der ersten. Und da gönnen sich Mannschaften ja durchaus Ballstaffetten über 30 Sekunden lang, ohne Zug zum Tor. Insofern sehe ich hier keinen Fehler der Schiedsrichter.
Ich konnte immerhin die letzte Auszeit voraussagen.
"Ball 3s halten, abspielen nochmal 3s halten, falls sie abpfeiffen Ball hinlegen und die zeit ist um" ich hatte nur noch gedacht, daß Benno daran erinnert, daß der Ball sich beim Abspiel in der Luft befinden muss und nicht übergeben werden darf.
Dabei ging Saugstrups innere Uhr aber deutlich zu schnell. Er hatte (beide Male?) den Ball nichtmal 2 Sekunden in der Hand. Souverän war auch das damit nicht heruntergespielt. Aber es passte perfekt zum Rest des Spiels.
Das war kein Testspiel ohne Druck!
Das solltest du Lelle erklären, den ich zitiert habe.