Perplexity gibt folgendes dazu aus:
Anzahl der Entscheidungen von Handballschiedsrichtern pro Spiel: Studienlage und Quellen
Hintergrund zur Zahl der Entscheidungen
Handballschiedsrichter stehen im Fokus der sportwissenschaftlichen Forschung, insbesondere im Hinblick auf ihre Persönlichkeitsmerkmale und die enormen Anforderungen, die das schnelle und komplexe Spiel an sie stellt. Eine oft zitierte Zahl ist, dass Handballschiedsrichter pro Spiel etwa 1.200 Entscheidungen treffen müssen – eine Zahl, die die außergewöhnliche kognitive und psychische Belastung dieser Tätigkeit unterstreicht.
Wissenschaftliche Quellen und Studienlage
- Laut Wikipedia, unter Berufung auf verschiedene Studien, müssen Handballschiedsrichter bis zu zehnmal so viele Entscheidungen pro Spiel treffen wie Fußballschiedsrichter1. Da Fußballschiedsrichter laut wissenschaftlichen Untersuchungen durchschnittlich rund 200 Entscheidungen pro Spiel treffen2, ergibt sich daraus eine Größenordnung von bis zu 2.000 Entscheidungen beim Handball – realistisch und in der Praxis häufig genannt sind etwa 1.200 Entscheidungen pro Spiel.
- Die Zahl von 1.200 Entscheidungen wird in der sportwissenschaftlichen Literatur und in Medienberichten häufig genannt, eine konkrete Originalstudie mit exakt dieser Zahl aus der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS Köln) ist jedoch in den aktuell verfügbaren Veröffentlichungen nicht direkt auffindbar. Die Studien der DSHS Köln beschäftigen sich vor allem mit Persönlichkeitsprofilen und psychologischen Anforderungen an Handballschiedsrichter, aber weniger mit der exakten Quantifizierung der Entscheidungen34.
- Die hohe Entscheidungsdichte im Handball im Vergleich zu anderen Sportarten wird jedoch in mehreren Quellen bestätigt. Die enorme Geschwindigkeit und Komplexität des Spiels erfordern von Schiedsrichtern, in Sekundenbruchteilen zahlreiche Entscheidungen zu treffen, was die Belastung im Vergleich zu anderen Sportarten deutlich erhöht1.
Fazit und Quellenhinweis
Die Angabe, dass Handballschiedsrichter pro Spiel etwa 1.200 Entscheidungen treffen, ist als Näherungswert in der sportwissenschaftlichen und sportjournalistischen Literatur weit verbreitet. Sie basiert auf Vergleichen mit Fußballschiedsrichtern und wird auch in der Wikipedia unter Berufung auf verschiedene Studien genannt12. Die Deutsche Sporthochschule Köln forscht intensiv zur Rolle und Persönlichkeit von Handballschiedsrichtern, liefert aber in den aktuell veröffentlichten Studien keine explizite Quelle für genau diese Zahl34.
Empfohlene Quellenangabe:
Eine direkte, zitierfähige Primärquelle der DSHS Köln für die Zahl 1.200 Entscheidungen pro Spiel liegt in den aktuellen Veröffentlichungen nicht vor, sie wird jedoch in der Fachliteratur und in der Wikipedia als Konsens dargestellt.
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Danke für die KI-Ausarbeitung. Ich hatte erst heute auf Golem zwei konträre Artikel zur Leistungsfähigkeit der KI-Systeme gelesen. Das Problem der KIs ist es, dass sie das, was sie zum Lernen vorgesetzt bekommen, nicht kritisch genug hinterfragen. Die Google-KI zum Beispiel gibt gern komplett veraltete Informationen aus, wenn diese das Netz dominieren.
Interessant finde ich am Text, dass der Wikipedia-Artikel als sehr relevante Quelle herangezogen wird, dieser selbst aber nicht den aktuellen Ansprüchen der Wikipedia gerecht wird. Die Aussage "Nach diversen Studien haben Handballschiedsrichter bis zu zehnmal so viele Entscheidungen in einem Spiel zu treffen wie etwa Fußballschiedsrichter." ist nicht mit Quellen belegt. Da gehört ein Warnvermerk davor. Noch besser wäre es, wenn der Autor die Quellen auflistet.
Wenn man übrigens die Google-Suche mit "wie viele Entscheidungen trifft ein Handballschiedsrichter" füttert, erklärt die KI:
Zitat von Google
Ein Handballschiedsrichter trifft eine große Anzahl von Entscheidungen während eines Spiels. Studien haben ergeben, dass Handballschiedsrichter bis zu zehnmal mehr Entscheidungen treffen als Fußballschiedsrichter. Das bedeutet, dass ein Handballschiedsrichter in einem Spiel etwa 120 bis 150 Entscheidungen trifft. Diese Entscheidungen müssen oft in Sekundenbruchteilen getroffen werden und sind entscheidend für den Spielfluss und das Ergebnis des Spiels.
Lustig, oder? Mit derselben Begründung, dass der Faktor im Vergleich zum Fußball 10 beträgt, kommen statt 1200 nur 120 Entscheidungen raus. Dabei weiß auch die Google-KI, dass es beim Fußball um die 200 sind. Die niedrigeren Zahlen stammen dann aber von dieser Seite hier: https://tv-kirrweiler.de/handball-schiedsrichter/
Das zeigt, dass das Thema nicht trivial ist. Das fängt schon bei der Definition des Begriffs "Entscheidung" an. Sind es nur die Pfiffe/Handzeichen, dann sind die 120 pro Spiel durchaus eine stimmige Größenordnung. Wird aber die kognitive Wahrnehmung berücksichtigt, sind mir die hier diskutierten 1200 zu wenig. Im modernen Handball vergeht fast keine Sekunde, in der nicht etwas passieren könnte. Und selbst wenn ein oder zwei Sekunden vermeintlich nichts passiert, was gepfiffen werden muss, dann ist diese Erkenntnis auch eine Entscheidung. Jede Spielsitutation, jede Bewegung der Akteure und des Balls, muss durch die Schiedsrichter bewertet werden. Klar gibt es da entspanntere Momente und stressigere. Aber einfach mal 3 Sekunden abschalten geht nicht.