Beiträge von Peter2000

    Ja meinte ich. Bin aber der Meinung, dass da nicht immer ein Time Out voran ging. Kann mich da aber durchaus irren.

    Denke jedenfalls jedesmal: „ach nee, nicht schon wieder…“

    Was ich in meinen Jahrzehnten in Sporthallen alles schon an technischen Problemen mit diesen Anlagen erlebt habe, da kannst du dir jedes (un-)denkbare Szenario ausmalen und wirst trotzdem einen Fall finden, wo es genau so passiert ist.

    Wie schon geschrieben, ist die mit Abstand häufigste Ursache für Korrekturen der Spielzeit die verzögerte Reaktion des Zeitnehmers, wenn er oder die Schiedsrichter die Spielzeit anhalten. Datenübertragungsprobleme zwischen Steuerpult und Anzeigeeinheit sind aber auch keine Seltenheit. Ich erinnere mich an eine Sporthalle, bei der die angezeigte Spielzeit sich nur alle paar Sekunden aktualisierte. Komplette Systemabstürze sieht man auch mal.

    Bedienfehler kann man auch nicht generell ausschließen.

    Auch ich hatte beim ersten lesen diesen Eindruck.

    Finde es allerdings erstaunlich, dass scheinbar dem GF die alleinige Schuld in die Schuhe geschoben wird. Es handelt sich aber um eine GmbH & Co KG und somit unterliegt der GF auch der Kontrolle des AR. In der Fall AR Vorsitzender E. Betzner (bitte keine Diskussion nun über Alter usw.) Es gibt also Kommanditisten, die Ihre Aufgabe wohl auch weniger beachtet haben.

    Ach komm! Das sind Konstrukte, die nach außen hin den Schein wahren, dass alles wie vorgeschrieben organisiert ist. Und im Hintergrund zieht einer die Fäden und erklärt, was zu tun ist. Ich kenne eine GmbH mit auf dem Papier vier Geschäftsführern und acht Gesellschaftern. Intern gibt eine einzelne Person den Ton an. Ohne sein Okay passiert nichts. Die anderen sind Marionetten, die zu folgen haben.

    Ok, bin da wirklich nicht so tief drin, da ich halt Handballer bin 🤷‍♂️ und habe wieder was dazugelernt.

    Keine Ahnung von den Regeln, aber anderen unterstellen, Blödsinn zu schreiben. Danke für diese Aufklärung!

    3. Ich bin der Meinung, ja als Fan des Sports an sich, dass es richtig gewesen ist, da der sportliche Fehler vom Leipziger Spieler begangen worden ist und dieser korrigiert worden ist. Ja, der VAR hätte nicht eingreifen dürfen, aber im Sinne des Sports empfinde ich, und das Gefühl kannst Du mir nicht streitig machen, dass es richtig gewesen ist.

    Du kannst der Meinung sein, die wird dir auch niemand nehmen. Nur nimmst du Bewertungen auf persönlicher Ebene vor, die suggerieren, dass einzig du im Recht bist. Und du stellst dein Gefühl über die existierenden Regeln, weil es deinem Gerechtigkeitsempfinden entspricht. So funktioniert regelbasierter Sport aber nicht. Denn jeder empfindet anders. Was du als richtig empfindest, können 100 andere als falsch empfinden. Nur wer ist dann der Falschfahrer? Du oder die anderen 100?

    Na los, wer sagt das Wort mit O am Anfang?

    Meinem Empfinden nach ist das ein Thema, bei dem man die Scheuklappen ruhig absetzen darf und mal über den Tellerrand des Handballsports schaut. Auch wenn es beim Handball keinen VAR gibt, so besteht trotzdem die Möglichkeit, dass die Schiedsrichter den Videobeweis regelwidrig anwenden. Auch der Handball kann daraus lernen, was da beim Fußball passiert ist. Und wenn es nur die Erkenntnis ist, dass man solch ein Theater mit minutenlanger Unsicherheit auf jeden Fall vermeiden möchte.

    Sorry, aber so ziemlich alles in Deinem Beitrag ist für mich kompletter Blödsinn!


    Die Entscheidung, dass der Freistoß nicht korrekt ausgeführt wurde, ist, den Fußballregeln entsprechend, richtig. Es gibt Anweisungen, wie und wann der VAR eingreifen kann, das ist richtig, aber die Entscheidung über den im Spiel erfolgten Regelverstoß ist richtig getroffen worden!

    Selbst der DFB hat zugegeben, dass da etwas schief gelaufen ist. Willst du das nicht wahrhaben?

    Schiedsrichter und Assistenten bemerken die falsche Freißstoßausführung nicht. Leipzig erzielt das Tor, der VAR checkt im Hintergrund die Entstehung. Keiner hat Einwände, das Spiel geht weiter. Erst als Vorzeigesportsmann Kimmich sich aufregt, dämmert dem Schiedsrichter, dass da vielleicht doch was gewesen sein könnte. Und hier begehen die Beteiligten einen Regelverstoß: Sie veranlassen eine Prüfung aufgrund der Intervention von Spielern. Das ist ausdrücklich untersagt.

    Ein Regelverstoß wurde durch einen weiteren Regelverstoß geheilt - Unrecht wurde mit Unrecht bekämpft. Das kann nicht im Sinne des Sports sein. Die aufgrund des Ablaufs einzig zulässige Variante wäre gewesen, Leipzig das Tor nicht abzuerkennen.

    Aber dennoch war die finale Entscheidung die richtige 😊 und das, finde ich, ist ein riesengroßer Unterschied. Sich über richtige Entscheidungen aufzuregen finde ich absolut lächerlich, denn dafür muss die Unterstützung doch gewollt sein. Wenn man aber technische Unterstützung hat und dann trotzdem falsch entscheidet, dann darf man sich, m.E. vollkommen zurecht, auch aufregen!

    Wie kann eine Entscheidung, die die Regeln missachtet, richtig sein?

    Es gibt Regeln für die Anwendung des Videobeweises. Diese sind abschließend, lassen also keinen Raum für weitergehende Anwendung. Darauf können sich alle Beteiligten einstellen.

    Was du schreibst, heißt übersetzt: Der Zweck heiligt die Mittel.

    Würdest du genauso zustimmen, wenn z.B. ein Schiedsrichter ein Foul von Spieler A1 an B7 nicht ahndet und A1 dann kurzerhand von B5 "aus dem Spiel genommen wird"? Wo ist die Grenze zwischen "die finale Entscheidung war richtig" und Selbstjustiz?

    Die Schiedsrichter sind Teil des Spiels und können nicht spontan neue Regeln erfinden.

    Der Vergleich zum Fußball hinkt total.

    Da sind in jeder Ecke Kameras, und im Keller sitzen vier Leute. Zwei für die Technik, ein Schiedsrichter und ein Schiedsrichter-Assistent. Und zwar vor großen Monitoren!

    VAR und VAR-Assistent helfen nicht nur bei der Bewertung und suchen dem Schiedsrichter die besten Bilder raus.

    Sondern sie helfen dann sogar noch bei der Formulierung der Erklärung für die Zuschauer!

    Und trotzdem hat sich das Schiedsrichter- und VAR-Team beim Auftaktspiel Bayern-Leipzig einen krassen Fehler geleistet, indem der VAR beim Leipzig-Tor irregulär eingegriffen hat. Nachträglich begründet das der DFB übrigens mit "es war im Sinne des Sports". Damit wird die Öffentlichkeit auf Linie gebracht, falls RB sich entscheiden sollte, gegen den Regelverstoß vorzugehen.

    Ich frage mich nur warum es so wenige Spieler sind?

    Das reine Werfen ist vielleicht gar nicht so das Problem. Aus dem Stand kann man das einigermaßen leicht üben. Schwieriger wird es aus der Bewegung. Das sind halt komplexe Bewegungsmuster, die da trainiert werden müssen. Wenn man das von klein auf lernt, könnte es funktionieren. Nur braucht man dafür entsprechende Trainingskapazitäten, bei fraglichem Vorteil. Ähnlich sieht es beim Fußball aus, wo auch nur die wenigsten Spieler mit beiden Füßen operieren können.

    Ich habe übrigens mal Spieler(innen) erlebt, bei denen eine Blockade einsetzte, weil sie beim Sprungwurf über einen flachen Schaumstoffbalken springen sollten. Das war koordinativ schon zu viel verlangt. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.

    Fabian Wiede nimmt Erik Johansson frontal an und seine Bewegung zielt ersichtlich darauf ab, den Gegenspieler mit beiden angewinkelten Armen am Körper aufzunehmen. Die Aktion ist nicht gezielt gegen den Kopf gerichtet. Dass Erik Johansson sich durch das Momentum seines vorherigen Zweikampfes quer in der Luft liegend mit dem Kopf fast auf Hüfthöhe in den Abwehrspieler hinein bewegt, kann und darf nicht Fabian Wiede zum Vorwurf gemacht werden. Ich fand die Entscheidung nach dem Videobeweis mutig, aber richtig. Sie entspricht nicht unbedingt der Linie die wir letzte Saison in der HBL gesehen haben, aber sie entspricht meiner Meinung nach dem Sinn der Regel.

    Wenn die Schiedsrichter das zukünftig auch so sehen, dann kann Gidsel es sich ja sparen, seinen Kopf so theatralisch zurückzuziehen. Er und andere "Experten" werden dann öfter mal völlig umsonst auf dem Boden liegen und ihr Gesicht halten.

    Wie geschrieben: Es waren Zuschauer bei Dyn. Bild.de hatte nicht übertragen.

    Quelle?

    Mit Bild.de sind sicher die TV-Übertragungen auf Welt (bzw. ehemals Bild.tv) gemeint.

    Ich zitiere mal die Dyn-Meldung dazu:

    Zitat
    • Zahlreiche Spiele erreichten mehr als 100.000 Zuschauer, Top-Begegnungen im Handball mit rund 200.000 Zuschauern

    Quelle: https://www.dyn.sport/deinsender/dyn…zweiter-saison/

    Das ist sehr allgemein gehalten und lässt sehr wohl die Option offen, dass auch FreeTV-Zuschauer mitgezählt wurden.

    Na, DAS ist natürlich eine absolut valide Quelle. Konnte ja keiner ahnen, dass deine Aussage auf deinem allumfassenden WISSEN beruht! 🤣🤦🏻‍♂️

    Ich stimme Rheiner da durchaus zu. Dyn erstellt halt den Content und kann deshalb guten Gewissens auch Zuschauer als die eigenen zählen, die die Spiele z.B. auf Bild TV oder Welt gesehen haben. Bei einem Kinofilm wird ja auch nicht nur gezählt, wer sich den Film im werkseigenen Kino anschaut. Ohne Abo-Zahlen ist alles Stochern im Nebel.

    Sehe ich auch so. Die mediale Präsenz war im Handball noch nie so hoch wie aktuell.

    Und wie hat sich die Wahrnehmung entwickelt?


    Innerhalb der Bubble sehen Dinge anders aus als wenn man sich außerhalb befindet. Man kann problemlos an existierenden Dingen vorbeigehen, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Wird in der Nachbarschaft nun häufiger über Handball geredet? Haben vielleicht sogar wieder mehr Leute angefangen, selbst Handball zu spielen? Beides würde ich verneinen. Die mediale Präsenz betrifft den Profi-(Männer)Bereich. Das ist nur ein Teil des Handballs.

    Es ist auch klar, dass man erst mal pusht und alle möglichen Kanäle bedient und neue Formate entwickelt. Man will das Produkt Handball verkaufen. Nur kommt was bei rum? Und läuft es langfristig stabil? Gerade die jüngere Generation lebt vom Hype. Da braucht man nur schauen, wie schnell auf YouTube & Co. Stars geboren werden und wie schnell sie wieder weg vom Fenster sind. Dementsprechend ist es meiner Meinung nach noch viel zu früh, wirkliche nachhaltige Tendenzen festzustellen.

    Und die grundlegende Situation ist ja nicht neu. Jedes Mal, wenn es Veränderungen in der TV-Handballszene gab, wurden diese als "das beste, was wir je hatten" gefeiert. Und ein paar Jahre später setzte Stillstand und Resignation ein. Wir sind immer noch in der Anlaufphase eines hoffentlich sehr lange bestehenden Projektes. Aber wenn ich ehrlich bin: Jetzt schon vergünstigte Abos für die nächste Saison rauszuhauen, ist kein Signal für ein gut laufendes Geschäft. Wir sind hier im Monopol-Bereich. Dyn hat keine Konkurrenz, die Abonnenten abwerben könnte. Zumindest nicht bei den Hardcore-Handballfans. Da gibt es kaum positive Gründe, warum man diesen Weg geht. Für mich hat das eher den Touch einer Hypothek oder Grundschuld, mit der Gläubiger eine langfristige Sicherheit in der Hand haben.

    Beim Doping braucht der "Übeltäter" nicht mal zu handeln. Ich misch dir was ins Getränk, dann geb ich noch dem Inquisitor nen anonymen Hinweis und bist am Arxxx. Und jetzt zeig mir den, der immer nen Vorkoster oder nen mobiles Labor dabei hat, wenn er Hunger oder Durst verspürt :hi:

    Das mobile Labor würde vielleicht nicht mal anschlagen. Wir hatten im Zusammenhang mit Portner ja hier im Forum Beiträge, wo hervorgehoben wurde, wie viel "besser" einige wenige Labore bei der Nachweisempfindlichkeit sind.

    Man könnte aber auch ein Totschläger sein...

    Da gibt es oder gab es ja so einige Fälle ... Baumann , der mit der Zahnpasta... , Sachenbacher mit einem gegessenen Riegel ... usw...

    Dieses "man könnte" ist reines Spekulieren. Du wirst weder als Totschläger noch als Mörder verurteilt, wenn das Gericht dir die Tat nicht beweisen kann. Und das ist der riesen Unterschied zum Doping. Da ist die Herangehensweise: Es liegt eine Leiche in deinem Keller, also bist du der Mörder. Und während du bereits am Galgen hängst, kannst du versuchen, deine Unschuld zu beweisen.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass Deutschland Doping unter Strafe stellt. Dazu wurde 2015 das Anti-Doping-Gesetz erlassen. Wer den Gesetzestext (https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/BJNR221010015.html) aufmerksam liest, wird aber feststellen, dass das Gesetz keinesfalls der Argumentation der WADA folgt und Doping nicht alleine dadurch definiert, dass bei jemanden Substanzen im Körper nachgewiesen wurden. Es muss die Absicht der Leistungssteigerung vorhanden gewesen sein.

    Um beim Beispiel Portner zu bleiben: entweder man weißt etwas nach oder nicht. Da müssen entsprechende Wege gefunden werden, damit das rechtssicher ist.


    Mich nervt halt einfach, das nahezu jeder Doper immer eine Erklärung hat, aber eben nie in der Lage war präventiv darauf zu achten (Stichwort: verunreinigte Lebensmittel oder falsche Medikamente durch Ärzteteam).

    Was du forderst, ist realitätsfern. Der Sportler dürfte sich nur noch in einem abgeschlossenen System aufhalten, ohne Kontakt zur Außenwelt. Es reicht eine präparierte Türklinke, um jemanden umzubringen (Stichwort: Nowitschok). Wenn man jemanden was unterjubeln will, dann schafft man das auch.

    Das Problem ist die Doping-Definition der WADA: Verbotene Substanz im Körper nachgewiesen = Doping.

    Man stellt die Sportler unter Generalverdacht. Statt ihre Schuld zu beweisen, müssen sie den Nachweis der Unschuld erbringen. Dafür gibt es im Strafrecht (und nicht anders ist eine Sperre zu bewerten) keine Parallelen. Man ist nicht automatisch ein Mörder, nur weil im eigenen Keller eine Leiche liegt.

    Ich kann dir nur empfehlen, zu versuchen, dich in die Lage eines Sportlers zu versetzen. Und dann spielst du mal durch, mit wem oder was der zwangsweise in Berührung kommt.

    Ich bin hier auch durchaus gewillt, die Frage einzubringen, inwieweit deine Forderung nach Abkapselung mit dem im Grundgesetz verankerten Recht auf Menschenwürde vereinbar ist. Fordert man von Sportlern, jede Aktion zu unterlassen, die zu einer Kontamination führen kann, dann sehe ich das nicht mehr vereinbar mit dem Gleichheitsgrundsatz und dem Recht auf Teilhabe.

    Und hier kann man auch nicht einfach sagen, der Sport hat seine eigenen Gesetze. Es gibt Grundrechte, an die haben sich alle zu halten. Nur hat kaum ein Sportler die Zeit und die Nerven, diese konsequent einzufordern. Der Fall Pechstein ist da eine große Ausnahme. Das Verfahren zog sich über 16 Jahre hin.

    Sorry Frau Smits, dass ist reiner Populismus. Wenn eine die Gegebenheiten kannte, dann sie. Dass alles an Bezner senior hing ist allgemein bekannt (wenn auch interessanterweise nicht in den Mainstreammedienartikeln benannt) und die größte Frage nach der Sicherheit des Arbeitsplatzen hängt damit zusammen ob es in LB gelänge, neue Sponsoren zu finden. Dass das nicht funktioniert hatte, sollte ihr nicht entgangen sein.

    so naiv wie Lieschen Müller kann man in LB in den letzten Jahren einfach nicht gewesen sein, um jetzt aus allen Wolken zu fallen.

    Du traust den Spielerinnen ganz schön was zu. Sollten die vielleicht nebenbei auch noch die Steuererklärung für ihren Arbeitgeber machen?

    Ich bin mir sicher, dass gerade in der Frauenmannschaft meines Vereins die meisten nicht einmal den Namen ihres Abteilungsleiters, geschweige denn den des Vereinspräsidenten kennen. Die sind zu uns gekommen, weil sie Handball spielen wollen. Die wissen wo die Halle steht und die kennen ihr Trainerteam. Und das wars.

    Hat man nich gesagt, dass Handballspiele in den Spitzen auf 200.000 kamen? Basketballfans werden ihren Sport auch gucken wollen denk ich.

    Ja, man hat von Zuschauern gesprochen. Ich gehe davon aus, dass man bewusst diesen Begriff wählte und damit ausdrücklich nicht die Abonenntenzahl meinte. Mal was Extremes: Bei meinen reproduktionsfreudigen Nachbarn hätten zu besten Zeiten 9 Leute vor dem Fernseher sitzen können (mit einem Abo). Im TV-Bereich dürfte es nicht unüblich sein, von bestimmten Haushaltsgrößen auszugehen.

    Entschuldige bitte, aber was Du da schreibst hat mit der Sachlage und der Realität ja nun wirklich überhaupt nichts zu tun. Was ich beschrieben hatte ist seit Jahren, teilweise Jahrzehnten Realität - analog ebenso wie digital. Natürlich gibt es da teils getrennte und teils sich überschneidende Verkaufsräume.

    Analog: der Supermarkt aus der Lidl&Schwarz-Gruppe (mit Fleischer- und Backwarenabteilung), im gleichen Gebäude (auf der gleichen "Plattform"): Bäcker (mit Imbiss), Metzger (mit Imbiss), Textilhandel, Friseur, Tabakladen, Asia-Imbiss - wirtschaftlich völlig unabhängig von einander, aber jeder Frequenzbringer für den anderen, trotz(!) teilweiser Konkurrenzsituation. Manche Menschen wollen auch gerne etwas Abwechslung. Das hat sich als "effizient" erwiesen.

    Digital: etsy, ebay, selbst Amazon und zig andere. Eine Plattform, viele Anbieter. Oder: >eine< Shop-Software, kaum mehr als bei Farbgebung und Logo angepasst

    Streaming: Du kannst bei Prime Netflix oder Disney+ etc. dazu buchen, bei Sky kannst Du DYN dazu buchen, und weiß der Geier was noch alles usw. usf., und, selbstredend, fließen da jeweils Provisionen an den Vermittler.

    Kritisch würde es erst und nur, wenn die DFL DYN komplett übernehmen würde und dann die 'Randsportarten', wie Handball, Basketball etc., aus dem Programm nähme bzw. an Fussball koppeln würde.

    Du biegst dir hier ganz schön was zurecht, um deine abstruse Theorie von Dyn+Fyn zu rechtfertigen.

    Du beschreibst Situationen, die überhaupt nicht mit Dyn (Handball & Co) + "Fyn" (Fußball) vergleichbar sind. Du bringst Vergleiche von wirtschaftlich völlig unabhängigen Firmen, teils Konkurrenten, erklärst das sogar korrekt. Aber solange die externen "Bäcker (mit Imbiss), Metzger ..." nicht zu 100% Lidl&Schwarz gehören, ist das ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Bezogen auf das, was ich schrieb, müsste der Kaufland-eigene Obst-und Gemüsestand aus dem Verkaufsraum ausgegliedert werden, genauso Fleisch/Wurst, u.s.w. Und das wird nicht passieren. Und wenn dir Fleisch und Gemüse nicht passen, dann nimm' halt Klopapier oder Süßwaren. Kaufland & Co. bieten ihr komplettes Sortiment in einem einzigen Verkaufsraum an. Vorn rein, alles in den Korb und an der Kasse wieder raus.

    Der Verweis auf etsy und ebay entbehrt jeglicher Seriosität. Das sind reine Handelsplattformen, die keine eigenen Artikel anbieten. Amazon hat eigene Artikel. Jetzt zeige mir aber die Plattform außer Amazon selbst, auf der Amazon einen Teil seines eigenen Produktsortiments exklusiv verkauft. Also nicht irgendein Händler, der auf X Plattformen präsent ist. Sondern wirklich Produkte, die von Amazon selbst stammen.

    Selbst bei Netflix&Co. wird es schwierig, eine Argumentation aufrechtzuerhalten, die irgendwie zum hypothetischen Konstrukt Dyn+Fyn passen würde. Dass man die verschiedenen Streaminganbieter auf allen möglichen Plattformen dazu buchen kann, ist doch eine komplett andere Welt, als wenn ein Streaminganbieter seinen eigenen Content splitten und auf zwei separaten Plattformen jeweils exklusiv anbieten würde. Dieses Szenario gibt es doch allenfalls bei Filmstudios, wo zeitlich befristete Verwertungsrechte verkauft werden. Aber da reden wir nicht von Live-Content, sondern von x-facher Wiederverwertung ein- und desselben Produkts.

    Der Unterschied ist ein gewaltiger und erklärt sich doch von selbst. Dyn braucht weder Rechte zu kaufen, noch der DFL keine Summe "X" garantieren. Im einfachsten Fall lässt sich über DYN neben den bisherigen Sportarten auch "dyn.Fussball" buchen, DYN selbst wäre bei Fussball aber nur der Dienstleister welcher die Plattform zur Verfügung stellt, und bekommt von der DFL entsprechend Kohle dafür. Preis und Zahl der Abos wäre bei Fussball Sache der DFL und diese müsste auch selbst kucken wie sie die Abos ans zahlende Publikum bekommt. Bei einem von der DFL betriebenen Streaming unter eigenem Namen, aber eben die Plattform DYN nutzend ebenso - Selbstvermarktung eben.

    Die Preise für die Sportarten außerhalb von Fussball blieben in jedem Fall davon unbeeinflusst oder könnten sogar bis zu einem gewissen Grad durch Fussball quersubventioniert werden..

    Das halte ich für einen realitätsfernen Wunschtraum. Welche andere Plattform splittet sich nach Sportarten? Getrennte Seiten, getrennte Abonnenten, getrenntes Marketing. Das ist das Gegenteil von dem, was unter Effizienz zu verstehen ist. Das wäre, als hätten Edeka oder Kaufland & Co. getrennte Verkaufsräume für Obst und Fleisch. Das Ziel beim Verkaufen ist es doch, den Käufer dazu zu bringen, mehr zu nehmen, als er ursprünglich wollte. Und so wie man im Supermarkt etwas in den Weg stellt, damit man zwangsläufig drüber stolpert, verhält es sich auch bei Streaming-Diensten.