Folgende Situation:
Ein Spieler bekommt seine dritte 2-Minutenstrafe und dementsprechend die rote Karte gezeigt. Als er in Richtung Tribüne läuft, klatscht er Richtung Schiedsrichter. Der zieht daraufhin die "blaue Karte" und fertigt nach dem Spiel einen Bericht an, wo er "beleidigendes Klatschen" notiert. Von einer Spielsperre ist demnach auszugehen.
Ist das Regelkonform? Meiner Meinung nicht: Es müsste hier 16:9 d) gelten und der Spieler darf nicht mehr zusätzlich bestraft werden, nachdem er 3x2 bekommen hat. Oder liege ich falsch?
Hatten wir letzte Saison ähnlich: Ein Spieler bekommt nach grobem Foul Rot, verlässt den Platz und zeigt dabei in Richtung des Schiedsrichters den Daumen nach oben. Konsequenz: Schiedsrichter geht zum Kampfgericht, ruft die MV zu sich und ändert Rot in Rot mit Bericht wegen Schiedsrichterbeleidigung. Die ursprüngliche Rote Karte für das Foul fiel unter den Tisch.
Geht's nur mir so oder ist die Frage irreführend? Die Passage "begeht den zweiten Wechselfehler seiner Mannschaft" ist doch unvollständig, da Antwort b) nur stimmt, wenn zur Zeit keine weiteren Zeitstrafen gegen die Mannschaft laufen. Mit "zweiten Wechselfehler" suggeriert man doch aber genau das, womit die Mannschaft dann erstmal doppelt dezimiert wäre, zumindest, bis die Strafe des ersten Wechselfehlers abgelaufen ist. Wenn man, wie in Antwort b) geschrieben, mit 5 Feldspielern weiterspielen darf, muss der erste Wechselfehler ja mind. zwei Minuten vorher passiert sein. Genau das steht aber nicht da. Warum man also überhaupt erwähnt, dass es sich um einen "zweiten" Wechselfehler der Mannschaft handelt, erschließt sich mir nicht (außer gewollter Irreführung).