Beiträge von Peter2000

    Ich fasse dass hier mal zusammen:

    Die zur Weltspitze zählenden Schweden verlieren mit 5 gegen Frankreich. Die Deutschen verlieren mit 7 gegen Frankreich.

    „Das Deutsche Team enttäuscht“ und „keine Entwicklung unter Alfred zu erkennen“

    Donnerwetter, die Objektivität hier im Forum ist kaum auszuhalten. :wall:

    Aber was ist nun die Quintessenz? Wird Schweden oder Deutschland hier im Forum völlig falsch eingeschätzt?

    Da beide Teams bei dieser WM nicht gegeneinander antreten werden, werden wir nie erfahren, wie Deutschland im Vergleich zu Schweden dasteht. Objektiv betrachtet wird Schweden das Turnier als Dritter oder Vierter abschließen und Deutschland als Fünfter oder Sechster. Das sagt jedoch nichts über die qualitativen Abstände aus.

    Was willst du eigentlich sagen? Ist Weber der bessere RM? Hat etwa Juri Schuld, dass Weber im Turnier praktisch nicht stattfand? Oder hat gar Alfred Schuld, weil er Juri nicht angewiesen hat, den Weber zu inszenieren?

    Die Zeiten als HB seine Mannschaft anwies, Pommes in Szene zu setzen sind doch nun - Handballgott sei Dank - vor.

    Was möchtest du damit zum Ausdruck bringen? Soll jeder Spieler auf dem Platz selbst seines Glückes Schmied sein? So funktioniert Handball nicht. Natürlich müssen alle mitarbeiten, um einen Spieler in eine aussichtsreiche Wurfposition zu bringen. Einfach den Ball nehmen und draufhauen funktioniert nur selten. Und wie bereits mehrfach hier im Thema festgestellt wurde, hat unser RM noch Luft nach oben, wenn es darum geht, für andere Spieler gute Ausgangspositionen zu schaffen. Und wenn der Trainer möchte, dass sein RL Tore wirft, müssen die anderen das vorbereiten. Das hat nichts mit Inszenierung zu tun. Es geht um Bewegungen und Aktionen aus denen sich Möglichkeiten für die anderen ergeben. Im Idealfall verstehen sich die Spieler blind. Nur ist das bei Nationalmannschaften, die alle paar Monate nur für ein paar Tage zusammenkommen, nicht so einfach. Umso wichtiger sind deshalb Struktur und Kommunikation. Und hier ist schon noch Luft nach oben, was jedoch verständlich ist.

    Nun macht mal nicht den Jonny nieder! Der hat die anderen Spiele immer gut geliefert. Gestern hatte er einen gebrauchten Tag, das passiert jedem von uns.

    Den Zahlen nach hatte er zwei schlechte Tage. Und zwar die, an denen die Mannschaft am Ende auch verloren hat.

    Gegen Katar hat er ein sehr gutes Spiel gemacht. 4/5 in seinen 34 Minuten, davon 3/3 mit Gegenstößen. Der Fehlwurf war über die Außen.

    Gegen Serbien 1/1 in 54 Minuten. Da hat man ihn aber nicht wirklich ins Spiel eingebunden (wobei... bei Weber würde man jetzt sagen, er hätte sich dem Spiel entzogen).

    Gegen Algerien 2/3 in 19 Minuten, der Fehlwurf war vom Kreis, die beiden Treffer über die Außen.

    Gegen Argentinien makellos mit 5/5, zwei über die Außen, je ein Tempogegenstoß, ein Treffer ins leere Tor und ein Durchbruch.

    Gegen die Niederlande ebenfalls makellos mit 5/5, davon vier über die Außen und ein Treffer vom Kreis.

    Gegen Norwegen dann nur 2/4, je ein Fehlwurf vom Kreis und von außen.

    Und gestern gegen Frankreich dann leider der Tiefpunkt mit 2/6. Über die Außen 0/1, da muss man aber ähnlich wie gegen Serbien attestieren, dass das Spiel nicht auf ihn zugeschnitten war. Ärgerlicher waren die beiden Fehlwürfe im Tempogegenstoß, weil das eben glasklare Chancen sind, die man gegen solche Gegner nicht liegenlassen darf.

    Mit den Toren gegen Katar hat er mit dazu beigetragen, dass Deutschland schnell einen komfortablen Vorsprung erreichte. Zu der Zeit war das Spiel komplett unter Kontrolle, da herrschte wenig Druck auf den Spielern.

    Das Tor gegen Serbien fiel in der zweiten Minute. Danach kam im Angriff nichts Zählbares mehr.

    Gegen Algerien verkürzt er den anfänglichen Rückstand (Treffer zum 2:3), vergibt danach aber die Chance zum Ausgleich. Mit dem zweiten Treffer baut er den Vorsprung auf 8:5 aus. Da war auch dieses Spiel schon fest unter der Kontrolle der Deutschen.

    Gegen Argentinien hilft er, schnell die Fronten zu klären. Drei seiner fünf Tore fallen in den ersten acht Minuten. Von den ersten zwei Minuten abgesehen, war das ein sehr einseitiges Spiel, bei dem kein Deutscher Druck verspüren musste.

    Im Spiel gegen die Niederlande bringt er mit seinem ersten Tor Deutschland beim 9:8 wieder in Front und erhöht direkt danach auf 10:8. Die anderen drei Tore fallen zwischen der 34. und 40. Minute, als Deutschland bereits deutlich in Führung lag.

    Fasse ich das zusammen, dann sehe ich einen Spieler, der in stressarmen Situationen einen sehr guten Job macht.

    Und dann sehe ich einen Spieler, der gegen Norwegen zweimal die Chance auf den Ausgleich (1:2, 19:20) vergibt, uns gegen Frankreich zwar wieder in Führung bringt (14:13), dann aber beim 15:14 und beim 19:17 die Gegenstöße versemmelt, was in dieser Phase richtig weh tat. Die letzten beiden Fehlwürfe fielen in die Endphase, in der bis auf Wolff und Mertens keiner mehr konnte oder wollte.

    Und deshalb kann ich nicht einfach sagen: 5x gut und 2x schlecht gespielt. Die schlechten Spiele waren die, in denen Stress herrschte und es um etwas ging.

    Und da ist es auch reichlich egal, wie gut er in der Bundesliga performt. Er bringt in den entscheidenden zwei Spielen nicht die Leistung, die man ihm zutraut. Auch und vor allem aufgrund seiner Erfahrung sollte er abgebrüht genug sein, um zumindest die Gegenstöße im Tor unterzubringen. Und wir reden hier nicht über einen Neuling, dem das zum ersten Mal so passiert. In meinen Augen hat das Methode.

    Natürlich haben gestern große Teile der Mannschaft schlechter gespielt als man es sich erhofft hat. Aber Groetzki reiht sich da halt nahtlos ein und das macht ihn zu einem austauschbaren Mitläufer in der Nationalmannschaft.

    Wahrscheinlich bin ich als RNL-Fan befangen, aber insbesonere dein Grötzki-Bashing geht mir voll auf den S...

    Er hat vorher praktisch jede Partie durchgespielt (dafür kann er nix, wenn AG keinen zweiten RA nominiert) und war jedes Mal einer der Besten im Team.

    Wie die persönliche Wahrnehmung doch täuschen kann...

    Laut der offiziellen Statistiken hat Groetzki gegen Katar 34 min, gegen Algerien 19 min und gegen Argentinien 30 min gespielt. "Vorher praktisch jede Partie durchgespielt" sieht für mich anders aus.

    Nahezu durchgespielt hat er tatsächlich gegen Serbien (54 min), Niederlande (49 min) und Norwegen (51 min).

    Unbestritten hat er eine der höchsten Einsatzzeiten der deutschen Spieler. Aber eben nicht jedes Spiel durchgespielt.

    Es wird wichtig sein, dass man zukünftig deutlich mehr Durchschlagskraft von den Halbpositionen entwickelt. Das hat uns das gestrige Spiel nochmal deutlich vor Augen geführt. Wie erwartet haben sich die Franzosen relativ schnell auf unser Kreisspiel eingestellt und wir haben unser Angriffsspiel dann nicht in die Breite gezogen und Druck von den Halbpositionen entwickeln können. Wenn man die Franzosen sieht, die spielen mehrmals ihre Kreuzbewegungen und warten geduldig auf die Lücke und dann haben sie die Qualität um aus dem Rückraum abzuziehen oder durchzubrechen. Das bräuchten wir als Ergänzung zum Kreisspiel über Knorr auch wieder.

    Bisher konzentriert sich ja die Lösungssuche hier im Forum vor allem darauf, neue (und alte) Namen in den Raum zu werfen. Für mich ist diese Betrachtung zu eindimensional. Wie zitiert, muss auch am System gearbeitet werden. Nur sehe ich das nicht als Selbstläufer, wenn man einfach Spieler A durch B ersetzt. Heiner Brand ist daran gescheitert, Spieler und Spielsystem unter einen Hut zu bringen. Er hat bis zum Ende seines Schaffens hin stur an seinem Spielkonzept festgehalten, ohne dafür jedoch die passenden Spieler zur Verfügung zu haben.

    Das ist ein Stück weit auch ein Spagat zwischen der Auswahl der Spieler und dem System, welches man mit ihnen spielen möchte. Das muss einfach zusammenpassen. Und es braucht gemeinsame Übungen. Insofern bin ich auch kein Fan davon, vor jedem Turnier die Mannschaft neu zusammenzuwürfeln. Kontinuität sollte im Vordergrund stehen. Punktuell muss man nachbessern, aber der Kern sollte über Jahre erhalten bleiben, dann bin auch ich optimistischer.

    Grötzki hatte vor dem Frankreichspiel eine gute Quote. Gegen Frankreich, als es drauf ankam, war er mit der schlechteste auf der Platte. Das sah live in der Halle einfach nicht gut aus. Von einem solch erfahrenen Spieler muss man mehr erwarten. Und klar man hier gut die Quote dafür anführen.

    Vielleicht meinen wir ja doch dasselbe? Wenn man auf die Quoten schaut und nach diesen bewertet, dann zeigt sich folgendes Bild: Er kann, relativ gesehen, gut gegen schwache Gegner performen, zeigt aber deutliche Schwächen gegen stärkere. Man darf sich also nicht von den Auftritten gegen Mannschaften aus der zweiten Reihe blenden lassen. Das meine ich damit. Wirklich relevant ist für mich daher das Agieren gegen gleichwertige oder stärkere Gegner. Und wenn da die Leistung nicht erbracht wird, muss man darüber nachdenken, ob der Spieler die Erwartungen überhaupt erfüllen kann.

    Gestern war es eher Häfner als Weber, der in den ersten Minuten 3 Assists macht. Man kann Häfner zugute halten, dass er wenigstens geworfen hat. Sein Wurf aus dem Stemmschritt war die Krönung.

    Naja, aber Werfen, nur um mal geworfen zu haben, ist auch nicht die Lösung. Ich bin da eher bei:

    Halte das nicht für fair. Jeder Spieler kann nur so gut sein, wie er wortwörtlich inszeniert wird. Knorr mag ein grandioses Auge für den Kreis haben, er mag auch selbst sehr torgefährlich sein und bei Schmid den richtigen Blick für die Distanz zum Tor gewonnen haben - aber er ist noch sehr jung und als Spielgestalter, im Job des Inszenierens, hat er wohl noch das größte Ausbaupotential. Ohne Knorr wiederum geht sowieso so gut wie gar nichts (Und der noch ein Bub - was sagt das über die Anzahl der "Leader" im Team?) - also wer hätte das gesamte Turnier über die Halbpositionen so aktivieren sollen, dass sie ihre einfachen Tore machen können (Was Weber definitiv kann)?

    Es fehlt natürlich dennoch a) an qualitativen Halben aber eben auch b) an der Inszenesetzung derer, die da sind. Keine Rückraumposition, weder RL noch RR hat in diesem Turnier bisher geglänzt - egal wer dort stand. Das ist natürlich eine Frage der individuellen Qualität, aber eben auch eine zur Qualität der Spielleitung. Und da hat Knorr dieses Turnier zwar gigantische Schritte auf dem Weg zum Weltklassespieler gemacht, aber in Teildisziplinen der Rückraum Mitte ist ers eben noch nicht. In seinem Spiel geht es bisher noch sehr viel um ihn selbst. Aber das ist eben eine Frage des Alters und der Reife und er hat zweifelsohne das Potential, Weltklasse zu werden mit der Zeit.

    Und außer Golla, Wolff und dem noch ungeschliffenen Knorr hat Deutschland eben einfach keine Weltklassespieler. Muss man anerkennen und Ursachenforschung betreiben statt zu zetern.

    Das Spiel war doch oft: Es gibt eine eher behäbige Auftakthandlung, anschließend läuft der Ball im Rückraum hin und her und irgendwann geht einer ins 1-gegen-1. Knorr hatte da die besten Aktionen, aber ist das wirklich die Art, wie man Würfe vorbereiten sollte? Lücken für die Rückraumspieler wurden meiner Wahrnehmung nach nur selten gerissen. Und deshalb bleibe ich bei meiner Einschätzung, was zum Beispiel die Personalie Kühn betrifft. Der hätte bei dieser Art zu spielen noch weniger auf dem Platz verloren als Weber. Für Kühn muss gearbeitet werden, damit er aus dem Rückraum abziehen kann. Und selbst dann muss man noch hoffen, dass er die richtige Wurfentscheidung trifft. Knorr bräuchte Spielertypen wie Kristjánsson und Magnússon vom SCM neben sich.

    Beispielsweise Grötzki hat aufs ganze Turnier bezogen wahrlich keine schlechte Quote. Aber was nützt die, wenn er dann im wichtigsten Spiel eine viel zu schlechte Quote hat.

    Häfner und Grötzki waren für mich gestern Totalausfälle und zwei Hauptgründe fürs Ausscheiden.

    Das ist das große Dilemma, wenn man Spieler nur rein nach Quote bewertet. Man muss meiner Meinung nach eher danach schauen, mit welchen Gegnern und unter welchen Umständen die Quote erzielt wurde. Wenn eine A-Jugend gegen eine E-Jugend spielt und jeder Wurf von denen ein Treffer ist, würde auch niemand die A-Jugend in den Himmel loben, sondern darauf verweisen, dass der Gegner eigentlich kein echter Gegner war. Eine echte Beurteilung erlauben nur Spiele gegen gleichwertige Gegner.

    Ich finde die Diskussion um Weber schwierig. Vor allem, wenn man tatsächlich den Chancentod Kühn als Alternative ins Feld führt. Kühn hat bei seinen bisherigen Auftritten in der Nationalmannschaft nur selten geglänzt. Er lebt von seiner Wurfgewalt, hatte aber zu oft deutliche Defizite bei der Wurfqualität.

    Was hätte Weber denn gegen Norwegen, nüchtern betrachtet, bei 7 Minuten Spielzeit ausrichten sollen? Er kam rein, holt sofort einen 7m und eine Zeitstrafe raus und hatte dann eine unglückliche Aktion, bei der er den Wurf verweigert. Nur Ernst hatte noch weniger Spielzeit bekommen.

    Für die Zahlenliebhaber sollte das Problem doch klar erkennbar sein: M'Bengue 1/4, Häfner 1/4, Steinert 1/3. Macht 3 Tore bei 11 Versuchen durch den rechten Rückraum. Da muss etwas passieren, dann entspannt sich auch die Situation für die anderen Spieler.

    Als Juri Knorr den Sagosen wegstieß habe ich mit einer roten Karte, aber mindestens mit zwei Minuten gerechnet.

    Allerdings habe ich nicht erkannt, ob und ggfls. was Sagosen gemacht hat.

    Wegstieß? Er hat ihn leicht angestupst und Sagosen hat sich daraufhin wie ein nasser Sack nach hinten fallen lassen. Dieses theatralische Verhalten haben die Schiedsrichter wahrscheinlich genauso wahrgenommen.

    Was gestern leider öfter zu wünschen übrig ließ, war die Wurfqualität. Und das macht mir etwas Sorgen. Die Norweger haben es mit ihrer beweglichen Abwehr den Deutschen schwer gemacht und so musste man deutlich mehr als in den vorangegangenen Spielen investieren, um einen Werfer in Position zu bringen. Jetzt kann man spekulieren, ob es der Kräfteverschleiß war oder der Respekt vor den gegnerischen Torhütern. Aber die Würfe waren halt auch aus guter Position nicht so platziert, wie sie es gegen Bergerud hätten sein müssen. Dazu kamen einige unnötige, schlecht vorbereitete Abschlüsse. Aber die hatten die Norweger auch.

    Leider ist diese Abschlussschwäche meiner Meinung nach eine Blaupause zu früheren Turnieren. Und das ist auch nichts, wo man einfach nur einen Schalter umlegen muss und dann funktioniert es wieder. Aber natürlich würde ich mich gerne eines Besseren belehren lassen. Morgen wissen wir mehr.

    Mag sein, hab es ihm aber nicht angemerkt. Woran machst Du das jetzt fest?

    Wahrscheinlich, weil er den Namen "Dahmke" erwähnt hat...

    Ich konnte da ehrlich gesagt keine Ignoranz erkennen.


    Was ich interessant finde: Die Spieleröffnungen sind offenbar alle auf die linke Seite ausgelegt. Wechsel zwischen RL und RM oder der weiten Bogen, der LA läuft. Von der rechten Seite aus hat man das, zumindest heute, nicht gesehen. Insgesamt empfand ich das Spiel, vor allem in der zweiten Halbzeit, als sehr linkslastig. Kann natürlich auch Taktik gewesen sein, aber Groetzki stand da gefühlt ziemlich alleine auf der rechten Seite.

    Meine Güte, da spielen Menschen. Ich gestehe den Jungs Fehler, Unkonzentriertheiten etc. zu.

    So ist das Leben. Mal gewinnt man, mal verliert man. Wobei der SCM in diesem Jahre höchst selten verloren hat und trotz Kreisklasseniveaus Vereinsweltmeister geworden ist. :D

    5 Euro fürs Phrasenschwein.

    Keine Ahnung, ob es Blödheit war. Das maße ich mir nicht an. Jetzt die richtigen Lehren daraus ziehen und weiter geht's.

    Offensichtlich zieht man keine Lehren daraus, denn es ist eben nicht das erste Mal, dass man auf diese Art und Weise verliert. Und das hat auch nichts mit Unkonzentriertheit zu tun. Das ist ein klarer taktischer Mangel, den Gegner, der massiv unter Zeitdruck steht, so zu empfangen.

    Und jede Kreisklassemannschaft spielt auch in der Champions League.

    Champions-League heißt also: Zu dämlich, einen Gegner, der nach Anwurf noch 4 Sekunden Zeit hat, am Wurf zu hindern?

    Ehrlich: Das ist kein Konter, bei dem sich die Abwehr nicht sortieren kann. Da muss man nicht vogelwild offen bei 10 m rumstehen. Stoppfoul vor dem Wurf, koste es, was es wolle. Und das siehst du in der Kreisklasse.

    Im Gegensatz zum Kopftreffer beim Siebenmeter ist beim freien Wurf nicht entscheidend ob sich der Torwart bewegt - solange er den Kopf nicht aktiv in Richtung des Balles bewegt. Dazu die neue Regel im Wortlaut:

    Das macht die Sache nicht unbedingt klarer (die Regel dazu hatte ich mir schon durchgelesen). Im speziellen Fall folgte Landin aktiv dem LA und bewegte sich damit natürlich mit seinem Kopf dorthin, wo man als Außen typischerweise auch hinwerfen würde. Der Körper von Landin nimmt natürlich auch seinen Kopf mit. Eine Bewegung ausschließlich des Kopfes ist ja örtlich nur eingeschränkt möglich. Und beim Ablauf der ganzen Szene reden wir dann auch von Millisekunden, die der Torhüter seinen Kopf vielleicht eher an der Position hatte, bevor der Ball dort eintraf. Aus meiner Sicht waren da beide Spieler in Bewegung und damit greift die Regel meiner Auffassung nach eben nicht.

    Bei 31:40 bekam Matthes 2 min für einen Kopftreffer gegen Landin. Wie ist da die Bewertung der Szene? Der Kommentator meinte, dies sei eine klare Zeitstrafe. Jedoch folgt Landin der Bewegung des LA und verändert damit auch die Position seines Kopfes. Ich sehe das deshalb kritischer und nicht so glasklar wie der Kommentator.

    Diese Amtliche Mitteilung wurde auch im Schiedsrichter-Portal veröffentlicht.

    Es gibt drei DHB-Zusätze zu den Regeländerungen:

    • Und der dritte Zusatz betrifft die Ballgröße und das Gewicht. Dort sollen im Spielbetrieb Handbälle der Kategorie a) (also mit Harz) verwendet werden.

    Wie muss ich diese Regelung verstehen? Gilt Kategorie a) damit nur für den DHB-Bereich und die Landesverbände/Spielbezirke können eigene Regelungen zur Ballgröße treffen oder gilt das bis runter in die niedrigste Spielklasse?

    Das Tor war sichtlich irregulär. Es gab einen VAR-Einsatz und 3 Schiedsrichter sehen es nicht. In einem EC-Finale. Punkt!

    Protest, Grüner Tisch, die EHF soll sich äußern, egal in welcher Form, fertig.

    Dazu müssten aber, wie hier schon geschrieben, erst einmal klare Regeln vorliegen, was durch den Videobeweis entschieden werden darf und was nicht. Wenn es diese Regeln gibt, haben sie IHF/EHF gut versteckt.