Beiträge von Peter2000

    An die Regelkundigen: gibt es die Möglichkeit Schauspieleinlagen zu betrafen?

    Ich persönlich würde dafür Rot + blaue Karte geben , da es bewusstes Täuschen ist.

    Wenn man bei einer Klausur bewusst getäuscht hat , musste man auch seine Zettel abgeben.

    U.a. wegen sowas bin ich großer Befürworter vom VB .

    Die Handballregeln sind da recht eindeutig. Es handelt sich um unsportliches Verhalten, das progressiv zu bestrafen ist (also beginnend mit Gelb, dann 2 min):

    8.7 d) "der Versuch, durch Schauspielerei ein Vergehen vorzutäuschen oder die Wirkung eines Vergehens zu übertreiben um eine Spielzeitunterbrechung oder eine unverdiente Strafe eines gegnerischen Spielers zu provozieren;"

    Nun, super erfolgreich sind wir seit 2016 nicht mehr.

    Du hattest ja weiter vorn (RE: Neuausrichtung Nationalmannschaft Männer) ausführlich herausgearbeitet, was deiner Ansicht nach die Faktoren des Erfolgs waren.

    Was mir da jedoch fehlt, ist die Einordnung in die damaligen Möglichkeiten. Konnte Sigurðsson gar nicht anders als genau diese Spieler zu nominieren bzw. nachzunominieren? Waren es also lediglich die Spieler oder war es vielleicht doch das Gespür des Trainers?

    Natürlich kann niemand voraussagen, dass ein neuer Trainer gleichbedeutend mit Erfolg ist. Hier greift man jedoch gern auf vergleichbare Situationen in der Vergangenheit zurück. Und dass Trainerwechsel etwas bewirken können, ist unbestritten.

    Ich favorisiere eine Risiken-Chancen-Betrachtung. Also: Welche Risiken sind mit einem Trainerwechsel verbunden, welche mit dem Festhalten am Trainer? Und welche Chancen ergeben sich bei einem Trainerwechsel bzw. welche Chancen räumt man der Mannschaft ein, wenn der Trainer bleibt?

    Ein mögliches Risiko wäre, dass es ein neuer Trainer noch schlechter macht. Hier darf jeder gern seine Meinung äußern. Meine ist: Es ist schwer vorstellbar, dass es mit einem neuen Trainer noch schlimmer wird.

    Welche Chancen räumt man dem bisherigen Trainer ein? Hier geben mir die letzten Jahre keinen Anlass auf Hoffnung, dass es zur zwingend notwendigen Weiterentwicklung kommt. Dagegen steht das Risiko der weiteren Stagnation bzw. sogar negativen Entwicklung, da die anderen Nationen sichtbar Fortschritte machen. Wir haben den weltgrößten Handballverband und schon allein deshalb müssen die Ansprüche andere sein als ein Unentschieden gegen Österreich zu erreichen. Natürlich spielen hier auch andere Faktoren eine Rolle. Trotzdem gilt die Risikobetrachtung explizit auch für den Trainer und seine Handlungen.

    Bleiben die Chancen mit einem neuen Trainer: Und hier kann man es kurz machen: Es kann besser werden.

    Wer es noch ausführlicher will, betrachtet nicht nur Chancen und Risiken, sondern auch noch Stärken und Schwächen (SWOT-Analyse).

    Auf der einen Seite forderst du die Entlastung der Stammspieler, auf der anderen Seite kritisierst du den Wechsel von Mertens auf Weber als unnötig. Für irgendetwas musst du dich schon entscheiden. das widerspricht sich nämlich.

    Der von dir angesprochene Mertens war gestern übrigens auch unterirdisch schwach. Hier hätte ein früherer Wechsel auf Dahmke durchaus etwas bewirken können, da Dahmke es geschafft hat, der deutschen Abwehr Galligkeit und Motivation gegeben hat - und vorne nicht gepatzt hat.

    Mertens auf Weber? Bitte sammle dich :)

    Ich halte es für richtig, mit einer Stammsieben zu starten und dieser im Laufe des Spiels die nötige Entlastung zu geben. Keine unnötigen Experimente zu Spielbeginn.

    Ich warte schon auf die Antworten, die uns erklären, dass die Spieler das auch ohne Trainer hinbekommen müssen.

    Ein Knorr mit 80-90 Prozent ist allerdings leider immer noch gefährlicher und besser als bspw. ein Weber mit 120 Prozent.

    Und deshalb hat Weber gegen Island genau 0,0 Minuten gespielt? Obwohl klar war, dass man zwei Tage später schon das nächste Spiel hat? Obwohl Weber bis dahin in seinen Kurzeinsätzen nicht sonderlich negativ aufgefallen ist (im Gegenteil, die Wurfquote lag bei 100 %)?

    Das ist rückblickend das Spiel, in dem Gislason die Fehler gemacht hat, die sich dann aufs Österreich-Spiel auswirkten. Kein Mut, die Stammspieler zu entlasten. Golla 53 Minuten, Knorr 50 Minuten, Köster 48 Minuten, Kastening 52 Minuten. Nur bei Dahmke - Mertens gab es einen völlig unnötigen Wechsel bei der Startsieben. Und dann viel zu lange an Dahmke festgehalten.

    Sorry, aber was soll der Trainer da machen?

    EInen Ersatz im Team haben. Warum ist da kein zweiter Rechtsaußen? Zu Zeiten, als nur 14 Spieler auf dem Bogen stehen durften, hat das ja noch bedingt Sinn gemacht, nur 3 Außen mitzunehmen. Aber nun haben wir 16 Spieler, von denen wie viele nur homöopathische Einsatzzeiten bekommen? Da hätte man ohne Not einen echten Rechtsaußen mitnehmen können, statt auf so eine halbgare Lösung mit Steinert zu setzen.

    Keine Ahnung

    Das könnte man als Zusammenfassung so stehen lassen.

    Ich kenne nicht von jedem RA die Wurfquote

    Es ist nicht nur die Quote. Es ist die Gesamtheit der Spielanlage. Und außer ein paar Steals, die die ZDF-Moderatoren im vorletzten Spiel in Ektase verfallen ließen, kommt von Kastening auch nur nichts, was nicht jeder andere RA auch auf die Reihe bekommt. Im Gegenteil: Hornke ist deutlich abgezockter.

    Und wenn du selbst gespielt hast, dann solltest auch du akzeptieren, dass ein Trainer spürbaren Einfluss auf die Aktionen der Spieler hat. Direkt oder auch indirekt, durch sein Gesamtauftreten, seine Entscheidungen, seine Ansprachen, die taktischen Maßnahmen. Dazu gehört viel, was man im Fernsehen nicht sieht.

    Man kann als Trainer durchaus auch steuern, was sich ein Spieler auf dem Feld herausnimmt. Wenn ich im Training irgendwelche "Zauberpässe" sehe, die im Spiel nichts als Risiko darstellen, dann wird das abgestellt. Und von einem Nationalspieler kann man erwarten, dass er sich das beherzigt.

    Wenn z.B. der Rückraum Mitte und der Kreisläufer aus demselben Verein kommen, dann gibt es bei den Kreisanspielen ein blindes Verständnis,

    Und unser Trainer mag das offensichtlich nicht, sonst würde man Kohlbacher vielleicht auch etwas länger spielen lassen.

    Was gestern zu sehen war, erinnert an die Zeit, als Heiner Brand die zweite Reihe zum Sündenbock für die Niederlagen erklärte. Kraus war so einer, der auch die meiste Zeit auf der Bank versauerte, dann zu einem Zeitpunkt eingewechselt wurde, als alles zu spät war, nur um dann den geballten Ärger von Brand abzubekommen.

    Warum musste man gestern mit den schwächeren Spielern beginnen? Warum nicht die erste Riege starten lassen und dann im Spielverlauf für je ein paar Minuten entlasten?

    So begann das Spiel denkbar schlecht und unnötiger Druck entstand, was dann auch Auswirkungen auf die hat, die's wieder richten sollen.

    Hast du selbst Handball gespielt?

    Die Entscheidungen, die die Spieler da treffen, sind nicht losgelöst von der Gesamtsituation zu betrachten. Da reichen falsche Worte (oder Streicheleinheiten), auch des Trainers.

    Und wenn du selbst erkennst, dass zum Beispiel Kastening ein Sicherheitsrisiko für das Spiel ist - wer hat ihn denn auf den Platz gestellt? Uns sag' mir nicht, dass es keine Alternativen in Deutschland gibt. Man hätte auch Hornke nominieren können.

    Wenn ich mal wieder etwas brauche, um mich totzulachen, hole ich einfach diesen Beitrag nach vorn.

    Dieses Verkennen der Realität, Träumereien wie in einem dauerbekifften Zustand, das ist Ausdruck von Teilen unserer Gesellschaft, bis hin in die höchsten Kreise der Politik. Wie will man nach vorn kommen, wenn man krampfhaft alles schön redet? Typisch Deutsch - das wäre Gewissenhaftigkeit, Fleiß, Einsatz, Qualität, Kampfgeist. Zumindest war es das einmal. Heute sind ja viele schon damit zufrieden, dass man es zumindest probiert hat.

    Man beachte bitte auch den Smiley dahinter!

    Hatte ich erkannt, jedoch keine Lust, selbst eins zu setzen.

    Ich hoffe, dass bei den restlichen Spielen Mertens den Vorzug erhält und nur punktuell die nötigen Pausen bekommt. Dahmke hat sich jedenfalls gestern nicht für die nächste Startsieben empfohlen, und das beim vermeintlich leichtesten Spiel in dieser Gruppe.

    Aber die wirkliche Begründung, warum Mertens nur als "gut" eingestuft wird, darf trotzdem noch mitgeteilt werden.

    Die Franzosen werden einfach nicht nervös. Spielen ihren Stiefel runter, machen längst nicht alles richtig, haben eher durchwachsene TW-Leistungen. Aber auf Nervenflattern wartet man vergeblich.

    Das ist dann auch eine Qualität, die kein Trainer der Welt antrainieren kann.

    Wie ordnest du die drei Zeitstrafen mit vorzeitigem Spielende für Fabregas ein?

    Sollte damit künstliche Spannung erzeugt werden?

    So ein Quatsch. Du argumentierst hier mit Strohmännern. Bleib sachlich. Ich habe dir gesagt, dass die Zeit des Prügelns vorbei ist, das betrifft u.a. auch den Schutz der Außen. Abwehrspieler heute decken hart und zugleich sind sie clever und schnell, stellen Fallen und stellen Passwege zu. Wenn ein D-Jugend Trainer das anders sieht, kann er. Ich würde mich an seiner Stelle an anderen Vorbildern orientieren.

    PS: Und da ich mich angesprochen fühle, weil wir darüber geredet haben, verbitte ich mir die Anführungsstriche. Ich habe nie behauptet, ein Fachmann zu sein, kann aber zumindest von einer höherklassigen Karriere berichten.

    Wer mit dem Wort "Quatsch" anfängt, disqualifiziert sich für eine sachliche Diskussion.

    Du skizzierst einen Wunschspielertyp, ich sehe die Spieler, die auf der Platte stehen. Und solange du es nicht schaffst, die Nationalmannschaft mit deinem Spielertyp zu füllen, muss man mit der Realität leben.

    Was man mit einer körperlich präsenten Abwehr, die den Gegner permanent in Freiwürfe zwingt und so den Spielfluss kaputt macht, erreichen kann, sieht man z.B. an den Niederlagen des SCM.

    Zwischen Körperkontakt (inklusive Stoppfouls) und Prügeln liegen Welten.

    Über die Außen zu diskutieren, ist müßig. Die Narrenfreiheit, die die Angreifer zuweilen haben, geht mir definitiv zu weit. Tendenziell ist aber bereits eine Abkehr von einer "der Abwehrspieler hat immer Schuld"-Philosophie zu erkennen. Aber das hier ist der falsche Thread für dieses Thema und das wurde auch schon zur Genüge durchgekaut.

    Ich möchte nicht schon wieder mit dem Thema bezüglich RL und RR anfangen.

    Abgesehen von Kösters Anfangsphase , Heymanns einmaliger Durchbruch und Häfners Steigerung Mitte 2.Halbzeit kam von den beiden Positionen nichts!


    Man sagt immer , RM muss seine Nebenleute ins Spiel bringen und unterstützen. Alles richtig....

    Aber was soll ein RM machen , wenn er gefühlt 0 Unterstützung von seinen Nebenleuten bekommt.

    Man hat früher gesagt, der RM ist der Spielmacher und tendenziell eher der Verteiler. Moderner Handball agiert mit drei gleichwertigen Spielern im Rückraum, losgelöst von der alten Rollenverteilung. Das funktioniert ganz gut, wenn einer für den anderen vorbereitet und wenn die Mitspieler vor allem wissen, was der andere da vorhat. Hier fehlt der Nationalmannschaft offensichtlich die Eingespieltheit. Deutlich zu sehen, wenn Mertens in SCM-Manier bis hinter den RM läuft, den Doppelpass mit RR spielt und dann am Kreis für Verwirrung stiftet. Das sieht bei der Nationalmannschaft deutlich harmloser aus als beim SCM. RM (in der Regel Knorr) mimt da den passiven Statisten und RL soll sich dann gegen den versammelten Abwehrblock durchsetzen. Keine Ahnung, warum da die Trainer nicht korrigierend eingreifen. Obwohl... So eine kleine Idee hätte ich da schon: Der Trainer ist halt kein Taktikfuchs.