Beiträge von Peter2000

    Vor dem Spiel hieß es, dass da die beste und die drittbeste Abwehr der Liga aufeinandertreffen. Auf dieser Basis war es ein interessanter Versuch von Wiegert, mit dem zweiten (oder punktuell dritten) Anzug im Angriff zu starten. Die Abschlussschwächen von Musche und Hornke waren da trotzdem sicherlich nicht eingeplant.

    Ob jetzt Wiegert wirklich so zeitig die erste Auszeit nehmen "musste" (laut seiner eigenen Aussage), sei mal dahingestellt. Auch das B-Team hatte den Gegner unter Kontrolle. Und dass Magdeburg ein Spiel nicht schon nach 15 Minuten entscheidet, ist auch nichts Neues. Mit den Wechseln im Rückraum und am Kreis sah das Spiel dann gleich ein wenig entspannter aus. Am Ende hatten alle Rückraumspieler ihre Einsatzzeiten. Auch schön zu sehen, dass Damgaard ruhig und besonnen agierte und nicht auf Abschlüsse aus war. In der Phase des Spiels waren das gute Entscheidungen. Das sollte man Knorr als Anschauungsmaterial zur Verfügung stellen, dann läuft's vielleicht auch in der Nationalmannschaft besser.

    Alles in allem war das ein kräfteschonender Sieg, der nie wirklich in Gefahr war. Niemand scheint sich verletzt zu haben, zudem haben wir auf beiden Seiten zwei wunderbar aufgelegte Torhüter sehen können. Ein Pflichtsieg ohne besondere Vorkommnisse. So kann's bis der Ende der Saison weitergehen.

    Es wurde immer anders gelehrt (s. Ausführungen von Herrn Scharoff).

    Dazu fällt wieder ein Gespräch mit einem Schiedsrichter ein, der meinte, dass man in der 2. Halbzeit keine Gelben Karten mehr gibt. Auf meinen Einwand, dass das nicht regelkonform wäre, kam immer nur: "Ja, aber wir haben das damals so gelernt". Und von einem Schiedsrichterlehrwahrt bekam ich mal zu hören: "Die in der Bundesliga haben ihre eigenen Regeln".

    Und genau wegen solcher Aussagen bin ich vorsichtig damit, Ausbildern einen Persilschein auszustellen.

    Juri hingegen wird sich steigern.

    Auf was basiert diese Prognose?

    Wenn Knorr auf der Platte ist, wird's immer wieder eine One-Man-Show. Kopf runter und durch. Dass es prinzipiell anders geht, sieht man nur punktuell. Was man jetzt seit Monaten nicht sieht, ist die nötige Weiterentwicklung. Für mich ist es deshalb mehr Wunschdenken und Hoffnung, dass sich da etwas an seiner Spielanlage bessert. Aber wetten würde ich da nicht drauf.

    Anlass wohl "Prandis Jahrhundetwurf": IHF ändert Regelwerk. Regel 15:1 wird präzisiert.
    In Zukunft ist von "the same foot" statt von„a foot“ die Rede.

    Damit müssen wir bei ähnlichen Fällen in Zukunft nicht mehr so lange diskutieren. Indirekt bestätigt die IHF nach meiner Meinung damit auch, dass Präzisierungsbedarf bestand.

    Ja, das kann man so sehen. Es gibt aber auch Fälle, wo idiotensichere Dinge noch idiotensicherer gemacht wurden, weil es der einfachste Weg war. Wie zum Beispiel eine Kreuzung im Straßenverkehr, bei der selbst Stopp-Schilder mit Vorankündigung nicht reichten. Innerhalb der Ortschaft... Der nächste Schritt waren Rüttelbalken und als selbst das nicht ausreichte und immer noch Fahrer Unfälle verursachten, wurde eine Ampel hingestellt. Und am Tag der Ampelaufstellung fuhr ein Auto in das Service-Fahrzeug. Man muss da fast schon nicht mehr erwähnen, dass auch die Ampel nicht verhinderte, dass es zu weiteren Unfällen kam.

    Immerhin zeigt man mit dieser geänderten Formulierung, dass der Wechsel des Standfußes nicht im Sinne der gewollten Regelauslegung gewesen zu sein schien.

    Die Schilderungen, dass zur selben Zeit bei Nutzer X der Stream einwandfrei läuft, bei Nutzer Y aber nicht, deuten auf Verteilungs-/Lastprobleme hin.

    Hier nochmal eine Erläuterung zur Technik:

    Zitat

    Mit der Produktion von mehr als 700 Begegnungen pro Spielzeit wurde die global führende Produktionsfirma NEP Germany betraut. Dabei setzt Dyn auf flexible und innovative Konnektivität und technische Innovationen, um eine zuverlässige, nachhaltige und auf höchsten Standards basierende Remote-Produktion zu verwirklichen und vertraut hierfür den Diensten von Riedel Networks.

    Im Rahmen der Partnerschaft werden alle Audio- und Video-Signale aus den über 70 in ganz Deutschland verteilten Spielstätten von Riedel Networks an den Dyn-Standorten Köln und München gebündelt und in zwei Virtual Production Units (VPU) verarbeitet. Diese sind über das eigene Netz der Riedel Networks in einem redundanten 10Gig Fiberring mit der Cloud-Plattform AWS (Amazon Web Services) und dem Dyn Operations Center in Wuppertal verbunden, in dem Master Control Room und Playout angesiedelt sind, und in dem an bis zu 160 Produktionskalendertagen mehr als 1300 Spiele geplant, angelegt und geschaltet werden sollen.

    „Gerade bei innovativen und nachhaltigen Remote-Produktionen ist das Thema Konnektivität eine unverzichtbare Nabelschnur. Mit Riedel Networks setzen wir hier auf einen erfahrenen Partner, der uns eine reibungslose Umsetzung garantiert“, so Andreas Heyden, CEO von Dyn Media.

    Quelle: https://www.riedel.net/de/news/artike…r-von-dyn-media

    Das Schöne an solchen Konstrukten: Bei so vielen Partnern (Dyn, NEP, Riedel, Amazon) ist immer der andere schuld. Das kann dem Nutzer aber reichlich egal sein, denn Dyn ist der Vertragspartner.

    Streaming-Probleme der Amazon AWS-Plattform scheinen aktuell auch kein Thema zu sein. Jedenfalls gibt es da seit Monaten keine Meldungen.

    Theoretisch denkbar wären noch Bottlenecks zwischen Amazon und den Internetanbietern, zwischen verschiedenen Internetanbietern oder irgendwo innerhalb der Struktur eines Internetanbieters. Dagegen spricht aber die sonst reibungslose Nutzbarkeit des Anschlusses. Wenn Zuhause alles andere reibungsfrei läuft, dann deutet doch vieles auf Probleme der Dyn-Plattform hin.

    Anscheinend leben aber manche User in einer perfekten Technikwelt, die 24/7 immer zu 100 % funktioniert und erwarten das natürlich auch vom kleinen DYN.

    Lies' nochmal die Eigenwerbung von Dyn, die ich heute früh verlinkt habe (RE: Handball bei DYN)

    Wenn ich mir Zuverlässigkeit und Qualität auf die Fahnen schreibe, dann sollte ich daran arbeiten, dass sich Fehler nicht wiederholen.

    Ich bin nicht so weit weg von der IT, dass das alles böhmische Dörfer für mich wären. Eine Uptime-Garantie von >99 % ist heute Stand der Technik. Wenn ich anfällige Infrastruktur habe und Zuverlässigkeit bewerbe, dann setze ich auf Redundanz.

    Wenn meine Zuschauer sich wiederholt über Lautstärkeunterschiede oder Farbverschiebungen beschweren, dann stelle ich das ab. Das ist alles kein Hexenwerk.

    Und was willst du mit "kleinem Dyn" zum Ausdruck bringen? Sollen wir glauben, dass die aus einer Garage oder einem Hobbykeller heraus agieren? Laut früherer Pressemeldungen setzt Dyn auf Riedel Networks und NEP. Beides sind international agierende Unternehmen, die seit Jahrzehnten agieren.

    Super Spiel des SCM gestern. Und das Gute: Im Angriff ist noch viel Luft nach oben. Zeitweise sah es so aus, als hätte man eine Vereinbarung mit Jensen, ihm zu einer guten Quote zu verhelfen. Aber die SCM-Abwehr und Hernandez waren top und Garanten für den Sieg.

    Die Gruppe auf Platz 1 abzuschließen - wer hätte da nach den Hinspielen drauf gewettet?

    Bei mir waren es gestern (Chromecast mit Dyn-App) nicht nur die letzten Minuten. Bereits in der ersten Halbzeit verabschiedete sich mehrmals der Stream mit Fehlermeldung der Dyn-App. So konnte ich mir auch schon die letzte Minute der ersten Halbzeit nicht live ansehen. In der zweiten Halbzeit häufte sich das dann und gipfelte im Totalausfall in den Schlussminuten.

    Zitat

    Mit Fokus auf Qualität und Zuverlässigkeit freuen wir uns darauf, den Fans ihre Lieblingssportarten völlig neu zu präsentieren.

    Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-153282.html

    Die Plattform muss sich an ihren eigenen Worten messen lassen. Mir persönlich ist das Drumherum völlig egal. Community, Social Media, das Wiedergeben von Posts von X, Facebook & Co. - das ist alles billig produzierbarer Content. Ich brauche niemanden, der Tweets vorliest. Das schaffe ich auch allein. Was Hinz und Kunz beim Handballschauen auf der heimischen Couch veranstalten - das ist für mich noch nutzloseres Wissen als Katzenvideos.

    Was ich aber nicht kann, ist mir selbst einen Livestream der Spiele zu produzieren. Und das ist für mich eine elementare Aufgabe eines Anbieters, der Spiele live übertragen möchte. In der Politik zieht man nach 100 Tagen eine erste Bilanz. Das Projekt Dyn gibt es nun bereits seit rund zwei Jahren. Da sollten alle Kinderkrankheiten ausgemerzt sein.

    Ich kann mich an letzte Spiele der Saison erinnern, mit anschließender Party an der GETEC Arena, Da hat die halbe Mannschaft des SCM mit Bier und/oder Kippe mitgefeiert :lol: . Unter anderem gehörten da gleich zwei aktuelle Sportmanager und ein aktueller Weltklassetrainer dazu :)

    Vor dem Spiel?

    Wenn nicht: Ich hoffe, du erkennst selbst, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, ob ein Spieler vor oder nach dem Spiel zur Flasche greift.

    Hast du denn Rot für Andersson als gerechtfertigt gesehen? In live Geschwindigkeit habe ich gar keinen Kontakt gesehen, in der ersten Kamera Perspektive sieht man die Erschütterung aber nicht wo und wie und die zweite Perspektive sah für mich eher nach Brust als nach Kopf aus.


    Rein vom Mechanismus sah es auf den ersten Blick nach genau dem aus, was die Außen Spieler häufig machen um den Außen Wurf zu verhindern: Den Rücken möglichst unauffällig in den Gegner rein drehen.

    Reden wir von derselben Szene?

    Andersson hat sich nicht gedreht. Der Gegner läuft frontal auf ihn drauf und Andersson peitscht mit seinen Händen energisch in Richtung des Angreifers. Gerade der rechte Arm bewegt sich, als wenn Andersson selbst werfen wollte (nur halt ohne Ball). Das ist keine schlaue Abwehrbewegung, das gleicht eher einer Backpfeife. Die Hände (vor allem die linke) landen dann im Bereich Kinn/Hals und rutschen Richtung Brust runter.

    Dass die beiden Füchse-Kommentatoren das nicht sehen wollten, ist keine Überraschung.

    Aber wenn ich die Szene mit der von Link vergleiche, dann sehe ich da keinen Unterschied in Bezug auf die Unnötigkeit/Dämlichkeit der Handlung.

    Das sehe ich genau so. So schnell geht es ja nun nicht bergab und er war auch nicht grundlos im EM-Kader vor kurzem.

    Immer noch sehr gut, etwas unglücklich bei den letzten Einsätzen, kein "Problemfall".

    Er war im EM-Kader, das stimmt. Zur bitteren Wahrheit gehört aber auch, dass er von allen dänischen Torschützen bei der EM die schlechteste Quote hatte. 17 Tore in 100 Minuten Spielzeit, Quote 49 %. Zum Vergleich Weber: 8 Tore in 43 Minuten, Quote 57 %. Weber mit 6 Assists, Damgaard mit 3.

    Gegen welche Mannschaften in der Bundesliga hat Damgaard diese Saison performt? Erwähnenswert sind am Anfang Flensburg und Berlin, danach nur noch gegen Teams des Mittelfelds und abwärts. Das Spiel gegen Melsungen kürzlich war ohne Wert, da durfte und konnte ja jeder wie er wollte.

    In der 2. Hälfte der letzten Saison hat er durchgängig geliefert, wenn ich mich nicht irre, hat sehr viel dazu beigetragen dass wir Platz 2 erreicht haben und damit die erneute CL - Quali.

    Die guten alten Zeiten...

    Es ist unbestritten, welche Leistungen Damgaard in der Vergangenheit für den SCM vollbracht hat. Nur kann man sich dafür hier und heute nichts mehr kaufen. Wir wissen lediglich, dass er mal in der Lage war, Spitzenleistungen zu bringen. Und wer das betont, hofft offenbar, diese Leistungen wieder in gewohnter Quantität zu sehen. Nur wäre das nicht der erste Sportler auf diesem Planeten, bei dem der Zenit überschritten ist. Messen lassen muss er sich an den Leistungen, die er derzeit zeigt. Alles andere ist Wunschdenken. Nur mal zur Erinnerung: Weber war auch Torschützenkönig der Bundesliga. Heute würde niemand mehr einen Cent drauf wetten, dass er das noch einmal schafft.

    Mika und Weber, das war wieder nichts.

    Naja, Weber hatte recht schnell eingesehen, dass das mit dem Torewerfen nichts wird und hat dann wenigstens noch ordentlich mitgespielt und seine Mitspieler in Szene gesetzt.

    Damgaard war da gestern nochmal eine Klasse tiefer anzusetzen. Da ist vom Glanz vergangener Zeiten nicht viel übrig. Und das hat meiner Meinung nach nichts mit dem EM-Finale zu tun. Die Defizite waren bereits vorher erkennbar. Bei ihm sucht man immer häufiger nach dem positiven Ausreißer. Das ist kein Spieler mehr, der die nötige Sicherheit gibt.

    Weber hatte gestern glasklare Chancen versemmelt, Damgaard hat sich ohne Not Würfe genommen, wo wahrscheinlich nur er gesehen hat, dass da was draus werden könnte. Das würde ich nicht gleich bewerten.