Beiträge von Peter2000

    Hast du eine Glaskugel?

    Und hat Uscins nicht von Anfang an gespielt?

    Herrlich, wie hier argumentiert wird - die deutschen Spieler scheinen wohl absichtlich die Hochkaräter auszulassen. :verbot:

    Gib doch einfach deine Namensliste der Spieler rüber, die alle Großchancen netzen - ich gebe sie dann direkt an Alfred weiter

    Hier geht es um Wahrscheinlichkeiten. Und da gehört vor allem ein Köster für mich nicht in den Angriff, wenn ich Leute auf der Bank habe, die 5/5 reinmachen. Und auch zu Knorr wurde hier schon einiges geschrieben.

    Wenn man in ein Testspiel soviel hereininterpretiert hat man von Sport keine Ahnung.

    Diesen Satz hatte ich (neben Aussagen einiger anderer User hier) die erste Halbzeit immer wieder vor Augen. Ich hoffe doch, dass da der ein oder andere unter seinen Sessel gerutscht ist, als die Deutschen zu Beginn nahtlos an das Brasilien-Spiel anknüpften.

    Solche Starts braucht es nicht. Zumindest nicht gegen den vermeintlich stärksten Gegner in der Gruppe. Die Großchancen gehören ins Tor, dann spielt es sich auch entspannter. Ansonsten kann dieses Verballern auch eine Eigendynamik entwickeln, die man nicht mehr korrigieren kann.

    In HZ 1 betrug die Trefferquote knapp 58 % (11 Fehlwürfe bei 26 Versuchen), in HZ 2 77 % (6 Fehlwürfe bei 26 Versuchen). Macht in der Summe 67 %.

    Neben den ausgelassenen Hochkarätern waren da vor allem in HZ 1 einige Würfe dabei, bei denen wahrscheinlich nur der Werfer eine Chance erkannt hat. Und das völlig ohne Not. Da fehlte der Wille, Angriffe sauber auszuspielen und geduldig auf die echte Chance zu warten. Das mag gegen Polen und die anderen Vorrundengegner noch funktionieren. Zur Hauptrunde sollte man das abstellen.

    Legt man den Mantel des Schweigens über die erste Halbzeit, war es am Ende ein versöhnliches Ergebnis. Ob es nun primär an Knorrs Verletzung lag oder daran, dass die Polen kräftemäßig nachließen, darüber kann man diskutieren. Am Ende ist es ein Zusammenspiel einer sehr großen Anzahl von Faktoren. Wichtig wäre es, für die relevanten Spiele die richtigen Schlüsse zu ziehen und zu Beginn das Personal auf die Platte zu stellen, das seine guten Wurfchancen auch nutzt.

    Wer nochmal lesen möchte, was der Bundestrainer nach dem Spiel sagte: https://www.handball-world.news/artikel/gislas…-sorgen-1081316

    Vor dem Fernseher zu sitzen und so zu tun, als wäre nichts passiert, ist eine Sache. Wenn aber selbst der Trainer von der Mannschaft negativ überrascht wird, zeigt das doch ein anderes Bild.

    Und nicht nur die Brasilianer konnten aus dem ersten Spiel ihre Schlüsse ziehen. Auch die Deutschen hatten die Möglichkeit, sich besser auf ihren Gegner einzustellen.

    Es gibt hier seit Jahren gewisse User, die nur provozieren wollen und wenn jeder es so machen würde wie ich, könnten sie sich mit sich selbst austauschen. Wenn man in ein Testspiel soviel hereininterpretiert hat man von Sport keine Ahnung.

    2,4 Millionen Zuschauer haben sich gestern angesehen, wie sich Deutschland völlig unnötig gegen Brasilien abmüht. Wenn man das Spiel als de facto überflüssig betrachten soll, dann sollte man so ein Gegurke auch nicht im Fernsehen zeigen. Nicht jeder Zuschauer wird die Fachahnung haben, die manche hier im Forum für sich in Anspruch nehmen. Und ganz offensichtlich war im Vorfeld auch der Bundestrainer der Meinung, seine Mannschaft würde anders auftreten.

    Was hier salopp als "ist doch nur ein Testspiel" abgetan wird, ist, wenn man propagiert, die Spieler hätten die nötige spielerische Klasse, eine mangelnde Einstellung zum Spiel. Ich habe über Jahrzehnte selbst aktiv erlebt, dass Mannschaften, die Testspiele und -turniere ernst nehmen, in der Regel auch im Punktspielbetrieb besser auftreten. Und trotz der von den Trainern in solchen Spielen geforderten Disziplin haben auch diese Spieler Spaß am Spiel.

    Die Mannschaft ist im Stamm eingespielt.

    Und verballert in HZ1 trotzdem eine Großchance nach der anderen.

    Mit dem Spiel heute hat man sich keine neuen Fans gemacht. Daran ändert auch der Galgenhumor der Kommentatoren (Crunchtime können wir) nichts.

    In anderen Sportarten hätte man die Frage gestellt, ob die Mannschaft gegen den Trainer spielt. Vor allem, wenn man sich die Aussagen Gislasons vor dem Spiel nochmal anhört. Er hatte ja offensichtlich wirklich die Vorstellung, die Stammformation würde dieses Spiel sicher schaukeln. So gesehen, war das, was geliefert wurde, über lange Zeit eine Bankrotterklärung.

    Das Gute ist: Mit dem Spiel sind meine Erwartungen für die WM massiv gesunken. Da kann es eigentlich keine Enttäuschung mehr geben,

    Bis wann müsste eigentlich aus dem Einspruch ein Protest gemacht worden sein?

    Den Begriff "Protest" gibt es so im Handball meines Wissens nach gar nicht. Umso erstaunlicher, dass auch Fachmedien diesen verwenden.

    Der Mannschaftsverantwortliche muss unmittelbar nach dem Spiel den Einspruch einlegen, was im Spielbericht vermerkt wird. Dabei ist bereits der Einspruchsgrund mitzuteilen und zu notieren. Und das war es dann auch schon für die Mannschaften. Einfach nur zu sagen "Ich lege Einspruch ein" funktioniert nicht.

    Wenn im Spielbericht noch Berichte vom Kampfgericht angekündigt wurden, dann müssen diese binnen drei Tagen an die spielleitende Stelle gesendet werden.

    Eventuell kann die spielleitende Stelle weitere Stellungnahmen einholen. Beim Vorwurf eines spielentscheidenden Regelverstoßes durch die Schiedsrichter sehe ich hier aber keine Basis, die Mannschaft nochmal zu befragen. Maximal wird man von den Schiedsrichtern einen Bericht anfordern, wenn es nicht schon mangels Substanz abgeschmettert wird.

    Laut DYN Einspruch wegen des angeblichen Tores (das keines war, und Tatsachenentscheidung war‘s sowieso).

    Sind die Verantwortlichen bei Berlin wirklich so blöd, dass sie deswegen einen Einspruch einlegen wollen? Das Ding hat null Chance auf Erfolg, da es die Regeln überhaupt nicht hergeben. Selbst wenn der Ball wirklich drin gewesen wäre, wäre die dann falsche Entscheidung der Schiedsrichter immer noch "korrekt" im Sinne von nicht anfechtbar. Denn sie hätten dann immer noch die richtige Regel (§9 Torgewinn) angewendet und nur aufgrund ihrer Wahrnehmung nicht auf Tor entschieden. Eine falsche Beobachtung/Bewertung ist nicht anfechtbar.

    Der Atemlose ist neben dem natürlichem Leistungsabfall wegen des fortschreitenden Alters auch noch wegen der langen Bankzeiten zusätzlich eingerostet.

    Die Bankzeiten hatte Weber aber letzte Saison auch. Und wenn man beide mit ihrer Performance in dieser Saison vergleicht, dann hat Weber in der Vorbereitung alles richtig gemacht (mal davon ausgehend, dass die Verletzungen einfach nur Pech sind). Nur was ist mit Damgaard? Hatte der nicht auch im Sommer genug Zeit?

    Letzte Saison hätte doch fast niemand einen Cent darauf gewettet, dass bei Weber der Knoten noch einmal platzt. Dafür wurde immer wieder die (theoretische) Leistungsfähigkeit von Damgaard hervorgehoben. Nur glaubt ernsthaft noch jemand, dass er zu alter Stärke zurückfindet?

    Und was ist dann daran gut? Weil's nicht pro SCM entschieden wurde? Du führst doch selbst aus, dass man einen Strafwurf hätte geben können. Also wäre es regeltechnisch in Ordnung gewesen, den Videobeweis zu bemühen.

    4 verlorene Spiel in Folge sind zwar Sch....

    Aber wie ich schon nach dem Melsungen Spiel geschrieben haben. Es fehlt im Moment "nur" an der Quote, die Abwehr passt und sie herausgespielten Chancen sind auch da.

    Da das ein Kopfproblem ist, kann das ein gewonnenes Spiel shon wieder drehen.

    Die Quote ist kein reines Kopfproblem. Sieht man bei Omar und Gisli ganz deutlich an deren Bewegungen. Die Physis reicht zwar, um sich bis zum Wurf durchzutanken, danach fehlt aber die Kraft, um den Ball mit der nötigen Stärke und Genauigkeit im Tor unterzubringen.

    Weiß jemand wie hoch die Strafe bei einem aufs Feld geworfenen Gegenstand ist?

    Habe dazu im Internet nichts gefunden.

    In anderen Sportarten bekäme der ausrichtende Verein sicherlich eine Strafe. Ich weiss ja nicht was genau so ein Klöppel wiegt, wenn man den aber an den Kopf bekommt ohne es zu ahnen, tuts bestimmt recht weh, ist ja Gott sei Dank nicht passiert aber sowas habe ich auch noch nicht gesehen und ist auch nicht entschuldbar.

    Ich kann dir versichern, dass auch im Handball schon entsprechende Strafen ausgesprochen wurden.

    Anwendbar sein sollte die DHB-Rechtsordnung, hier speziell §25, Abschnitt (1), Punkt 3: Vernachlässigung des Ordnungsdienstes, mangelnder Schutz, ... Der Strafrahmen reicht von 25,00 € bis 5.000,00 €.

    In den unteren Klassen beschreiben die Schiedsrichter solche Vorfälle im Spielbericht und die spielleitende Stelle (Staffelleiter) legt dann die Strafe fest.

    Mir wird hier alles irgendwie zu schwarz gemalt.

    Was genau gibt dir die Hoffnung, dass es zeitnah wieder besser wird? Weil es bis kurz vor Ende der letzten Saison prima lief? Die Vergangenheit ist zwar schön, um in ihr zu schwelgen, nur lässt sich die derzeitige Situation nicht ändern, indem man Erfolge der letzten Jahre aufzählt. Wir sehen eine Mannschaft, die komplett neben der Spur ist und wir sehen keine Ansätze, die Grund zur Hoffnung geben. Das gestern war eine Bankrotterklärung. Da läuft physisch und auch psychisch viel falsch. Leid tun konnten einem nur Hernández und Portner, die bis zum Schluss alles gegeben haben.

    Was mich gestern wieder besonders gestört hat, ist das weitere Festhalten von Magnússon als 7m-Schütze. Warum? Das waren gestern keine Würfe, das waren Kullerbälle. Insgesamt wirken seine Würfe und Bewegungen wie kurz nach seiner Verletzung letzte Saison. Das sieht nicht rund aus, da ist keine Power dahinter. Und da muss auch ein Trainer reagieren. Zehnder mag auch nicht jeden 7m treffen. Aber die Wurfgeschwindigkeit ist derzeit eine ganz andere Liga als die von Magnússon. Das lässt dem Torhüter deutlich weniger Optionen.

    Unterirdisch waren gestern tatsächlich die Wurfentscheidungen der Außen des SCM. Hernández hat einige Bälle passieren lassen müssen, die körpernah an ihm vorbeiflogen. So zu werfen, ist legitim. Und was machen unsere Außen? Werfen vor Angst, den Torhüter zu treffen, lieber gleich komplett am Tor vorbei. So bekommt man am Ende vielleicht einen Fairplay-Preis, das war's dann aber auch schon.

    Wiegerts Standardphrase in den Interviews im letzten Jahr war sinngemäß: "Die Spieler wollen, ich muss sie immer einbremsen." Für mich war gestern endgültig der Punkt erreicht, an dem ich ein schnelles Ausscheiden aus der Champions League begrüßen würde. Einfach, um die Spieler vor sich selbst zu schützen. Die Frage ist dann jedoch auch, wie Spieler eine Saison ohne Titel verarbeiten und welche Auswirkungen das auf deren Verbleib beim SCM haben kann.

    Was mich gestern enttäuscht hat, war das Verhalten des Kommentators und des Experten beim Anpfiff des Spiels Hannover - Flensburg-Handewitt.

    Da wurde noch 20 Sekunden in die Schweigeminute reingequatscht, ehe diese überhaupt zur Kenntnis genommen und erläutert wurde. Das halte ich für respektlos.

    Schön gespielt hin oder her. Am Ende gab es dafür 0 Punkte. Knackpunkt war der 7:1-Lauf von Lissabon Mitte der 2. Halbzeit, als die Füchse nicht einmal die Überzahl nutzen konnten. Aus zwei Toren Führung für die Füchse wurden vier Tore Rückstand. Wenn man es gut mit Lissabon meint, könnte man sagen, dass die bis zum Ende ihren Vorsprung nur noch verwalten mussten. Vielleicht waren es ja genau diese Körner, die für die Aufholjagd der Füchse drauf gingen, die dann am Ende gefehlt haben?