Beiträge von immerweiter

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    Original von Lothar Frohwein
    @ fOx: Hat es alles schon gegeben. Sogar mit dem Vorspiel der Auswahlen ZLN gegen ZLS. Wurde aber nach und nach alles wieder abgeschafft. Ich halte die Veranstaltung in dieser Form für überflüssig.

    Ich erinnere mich noch an die Zeit der Nord-Süd-Duelle, weiß aber nicht mehr, weshalb der Modus geändert wurde. Zu wenig attraktiv? Keine Stars? Der Süden chancenlos? Wer hat ein besseres Gedächtnis als ich und kann mir auf die Sprünge helfen?

    BTW: Ich darf mit diesem Post wieder PN.

    Ich kann die Kritik an dieser Veranstaltung in allen Punkten nachvollziehen, wobei es angesichts des Handball-Terminkalenders immer schwer (wenn nicht unmöglich) sein wird, einen wirklich brauchbaren Termin zu finden.
    Ich selbst hab´s mir angesichts des schönen Wetters gestern am TV auch nicht angetan und würde auch nur in die Halle gehen, wenn das Ding in nahem Umkreis stattfände. ABER:
    Ich kenne mehrere Familien, die mit bzw. wegen ihrer Kids in den letzten Jahren extra nach Berlin gefahren sind. Denen ist der sportliche Wert völlig schnurz, aber die kommen mit zwanzig Unterschriften auf dem Trikot und leuchtenden Augen zurück. Auch wenn der eine oder andere Weltklassespieler fehlt, sind immer noch genügend Stars da.
    Aus Show- und Imagegründen halte ich also das Allstar-Game weiterhin für sinnvoll. Vielleicht wäre ein wechselnder Austragungsort, gerne auch abseits der Bundesliga-Hallen, gut.

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    Original von Ronaldo
    Bei den Vorteilen darf man auch nicht vergessen, dass erstmals auch Zuschauer die Chance auf Karten hatten, die nicht aus Kiel, etc. kamen. De facto kamen in den letzten Jahren ja nur die treuen Dauerfans zu den Finals. Die haben es sich sicherlich verdient, ist aber auch schön, wenn mal andere dazu dürfen.

    Exakt. Finale in Kiel = keine Karte, Final 4 in Köln = Karte. Deshalb bin ich ganz egoistisch fürs Final 4, solange es nicht in Moskau oder Ulan-Bator stattfindet.

    Zur Omeyer-Diskussion:
    Seid mir nicht böse, aber so ein bisschen sehe ich da schon die Sesselpupser darüber räsonieren, wer hier gefälligst seine Emotionen im Griff haben muss. Provozierendes Gehabe ist zwischen TW und Angreifern gang und gäbe, gerade in den 1:1-Situationen von Außen und vom Strich. Gab es hier auch während des ganzen Spiels und zwar in beiden Richtungen. Jetzt kann man sein überschüssiges Adrenalin so abbauen wie Omeyer, muss man natürlich nicht. Genauso gilt aber: Man kann halten wie Omeyer, muss es aber nicht. Beides hängt ein gutes Stück weit zusammen. Nicht dass ich den Langhals besonders gut leiden kann, aber Torhüter haben bei mir schon Narrenfreiheit. Und eigentlich passt ein bisschen harmlose Rudelbildung ganz gut zu so einem emotionalen Spiel.

    Ich kann schon verstehen, dass man als Fan Mimi Kraus derzeit nicht unbedingt in der eigenen Mannschaft sehen will. Es gibt aber so ein paar Vereine, bei denen ich das Gefühl habe, dass die Verantwortlichen sehr genau wissen, was sie tun. Von daher: Sollte der THW Kraus tatsächlich holen, bin ich mir sicher, dass er dort auch einschlagen wird.
    Allerdings sieht es, da haben diverse Vorredner recht, momentan nicht nach dieser Variante aus. Meine Einschätzung in Sachen vernünftige Personalplanung gilt jedoch im Prinzip auch für den HSV.

    Die erbitterte Diskussion um den 7. Feldspieler hier zeigt mir vor allem eines: Wenn der größte Fehler des Trainers einer unterlegenen Mannschaft darin besteht, eineinhalb Minuten vor Schluss bei drei Toren Rückstand ein taktisches Mittel zu wählen, das misslingt - dann scheinen die Argumente gegen seine Qualitäten auf ziemlich schwachen Beinen zu stehen. Und da sehe ich den versammelten Sachverstand hier jetzt nicht sooo weit vor der MoPo und anderen Fachblättern, sorry.

    Da muss ich doch auch einmalmeinen Senf dazugeben:
    Ich muss gestehen, dass ich nur eineinhalb Casting-Sendungen gesehen habe, nämlich das Halbfinale und irgendwas davor. Das hat aber völlig ausgereicht, um zu erkennen, dass Frau Meyer-Landrut die einzige Kandidatin mit Star-Potenzial war. Klar konnten viele andere besser singen, aber das Gesamtpaket war völlig konkurrenzlos. Eigenwillige Performance, unkonventionelles Auftreten, die (zumindest nach Lehrbuchkriterien) schwächste Stimme durch perfekt passende Liedauswahl kaschiert. Ob das Unverbrauchte nur inszeniert und das Ganze abgekartet war, kann ich nicht beurteilen.
    Aber wie schon der eine oder andere Poster hier bemerkt hat: Ums Singen geht es hier auch, aber eben nicht in erster Linie. Jennifer Braun ist ein nettes Mädel mit einer guten Stimme, die für eine bestimmte Stilrichtung sehr gut funktioniert - mehr aber auch nicht. Wer seine musikalischen Höhepunkte mit Melissa Etheridge erlebt, der hat zudem in der erklärten Zielgruppe der Sendung einfach schlechtere Karten.

    Ach ja, @ Lothar: Diese Art Wichtigtuer habe ich gefressen. Das ist klassisches "Jetzt sind wir aber ganz böse kritisch, damit wir auch ein Stückchen vom Kuchen abkriegen". Letztlich nicht gehaltvoller als die Suche nach Tittenfilmchen bei RTL...

    Den "Witz" sehe ich bei dem Kader auch nicht. Löw muss auf mehreren Positionen ein Risiko eingehen, weil er auf ihnen keine Spieler von internationalem Format hat. Es wird zwangsläufig immer Streitfälle geben, aber ich sehe niemand, der daheimbleiben muss, obwohl er zwingend in den Kader gehört hätte. Alle Diskussionen betreffen Spieler und Positionen, wo
    a) im internatonalen Vergleich erstklassige Alternativen fehlen oder
    b) erfahrene Spieler in dieser Saison keine guten Leistungen gezeigt haben oder
    c) unerfahrene Spieler bei der WM an ihre Leistungsgrenze kommen müssen.

    In allen Fällen hat die jüngere und ältere Vergangenheit gezeigt, dass so etwas gut gehen kann und Erfolge trotzdem möglich sind. Wenn nicht, muss sowieso nur einer seinen Kopf hinhalten, während es 30 Millionen schon vorher gewusst haben :)

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    Wir haben ein klares Konzept und mit Karol Bielecki den besten Kumpel von Lijewski in unserem Team.

    Wenn ich mich richtig erinnere, hat Storm gestern im Fernsehen Gregorz Tkaczyk als besten Kumpel von Lijewski bezeichnet. Bei so vielen Freunden kann man aber schnell mal den Überblick verlieren.

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    In immerweiters Beitrag steht, dass die betreffenden dafür Zeitstrafen bekommen haben, der SR kann also keine Beleidigung gehört haben

    Stimmt wohl, wurde vermutlich "nur" als Unsportlichkeit empfunden. Allerdings wurden alle drei Strafen in Kreisligaspielen in den 90er Jahren gegeben. Und damals saßen die roten Karten weitaus weniger locker als heute. Sowohl für derbe Fouls als auch für harmlosere Beleidigungen á la "Kauf dir doch eine Brille!" wurden da gerne nur 2 Minuten gegeben - auch um dem "lästigen Schreibkram" zu entgehen, wie manche Schiedsrichter ganz offen einräumten. Abgesehen davon pfiffen häufig Schiedsrichter aus den unmittelbaren Nachbarvereinen, die mit der berechtigten Erwartung anreisten, nach dem Spiel mit Spielern und Zuschauern ein Bier zu trinken. Da ist die Toleranzschwelle schon mal etwas höher.

    Da kann ich Lago-Trainer nur zustimmen. Ich habe den Artikel in erster Linie als Aufruf verstanden, auch mal Mut zum Risiko bei der Personalpolitik zu zeigen. Feddern betont ja mehrfach, dass man mit konservativen Entscheidungen meist auf der sicheren Seite ist. Aber mit (wohl kalkuliertem) Risiko und gelegentlichen Überraschungen sind halt ein paar Prozent mehr drin. Und der Begriff "Überraschung" birgt ja schon in sich, dass diese Taktik nicht beliebig wiederholbar ist.
    Ob der Artikel die selbe Erkenntnis nicht auch in ein paar Sätzen weniger hätte verbreiten können, steht auf einem anderen Blatt. Ich persönlich lese solche Tipps von alten Hasen immer mit großem Vergnügen.

    Edit:
    Ich war am WE auf einem Trainerlehrgang, bei dem das Beeinflussen der mentalen Verfassung einer Mannschaft eine gewisse Rolle spielte (Bsp.: Das Team geht auffallend arrogant, satt oder ängstlich ins nächste Spiel). In diesen Kontext passt Fedderns Artikel gut rein.

    Dass Schiedsrichter sich manchmal verhören, was Wortlaut, Absender oder Adressat von Äußerungen auf dem und um das Spielfeld betrifft, ist verständlich, aber für die jeweiligen "Opfer" natürlich ein schwerer Schlag. In meiner Karriere fallen mir spontan drei Zeitstrafen ein, die gegen unsere Mannschaft jeweils nach Zurufen zu den eigenen Mitspielern gegeben wurden: "Wie steht´s?", "Spielst du jetzt am Kreis?", "Geh´ früher an den 3er raus!" Wir haben in keinem Fall je erfahren, was der Mann in Schwarz zu hören glaubte...

    In meinen Augen hat der Herr Rosetti ordentlich gepfiffen. Eigentlich war nur die rote Karte strittig und die kann man geben, zumal er optimal zum Tatort steht. Das Problem ist, dass die selbe Aktion in zehn Fällen höchstens zweimal mit Rot bestraft wird (in England höchstens dreimal mit Gelb ;) ). Dafür muss man die zweite Gelbe an Toulalan auch nicht unbedingt zeigen, wenn man nicht vorher den Ribbery rausgekegelt hat.
    Es stimmt allerdings, dass die Ansetzung eines italienischen Schiris ohne Not für Diskussionen sorgt. Bei der FIFA pfeift unter den letzten Vier kein Schiri aus einem verbliebenen Teilnehmerland.
    Schwieriger finde ich die Diskussion um den Portugiesen, obwohl der im anderen Halbfinale zwei dicke Klopse drin hatte. Aber wenn man anfängt, Schiris aus einem Herkunftsland einzelner Beteiligter abzulehnen, wird die Sache schwierig. Angesichts der internationalen Kader der Spitzenteams muss man da schnell mal 15-20 Nationalitäten ausschließen. Wenn dann noch der bosnische Schiri wegfällt, weil er etwas gegen den Serben im einen Team haben könnte ... Das wird dann doch absurd. Und am Ende bleiben für die Finalspiele nur die neutralen Schweizer übrig.

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    Ist es Gang und Gäbe, dass Profisportler körperlich derart ausgebeutet werden und dass auf ihre Gesundheit gelinde gesagt gepfiffen wird? Scheint ja so. Da sind dann doch in späteren Jahren physische Probleme mit Gelenken etc. vorprogrammiert. Irgendwie ist das ein seltsames Verantwortungsbewusstsein seitens der Vereine...

    Das gleitet jetzt schon ins Grundsätzliche (vulgo: Off topic) ab, aber: Jede Art von Leistungssport ist Raubbau am eigenen Körper. Die Sportart, in der man Verletzungen gründlich auskuriert, Belastungen dosiert und trotzdem maximal erfolgreich ist, gibt es nicht. Ich denke aber, dass Handball im Vergleich schon eine "Verschleißsportart" ist und die Dauerbelastung von Spitzenhandballern noch einmal deutlich höher.
    Wobei auch 20 Jahre Kreisligahandball bei den Meisten ihre Spuren hinterlassen. Vor mehr als zehn Jahren hat sich mit dem (zumindest regional) renommierten behandelnden Arzt angesichts eines Kreuzband-, Meniskus- und Knorpelschadens in meinem linken Knie folgender Dialog entwickelt: "Verdienen Sie Geld mit Ihrem Sport?" "Keinen Pfennig." Dann hören Sie um Gottes Willen damit auf!" "Und was hätten Sie gesagt, wenn ich die Frage bejaht hätte?" "Dann hätte ich Sie gefragt, wie viele Prozente Ihres Gehalts Sie künftig für Schmerzmittel, Geleespritzen und Aufbaupräparate ausgeben wollen."
    Also: Die MIschung aus Ehrgeiz, wirtschaftlichen Zwängen, psychsischem Druck führt in vielen Fällen dazu, dass nicht nur die Vereine, sondern auch die Spieler auf ihre Gesundheit pfeifen - wie kuestentanne schon angemerkt hat. Und das, obwohl sich in meinen Augen das Bewusstsein für den Körper als wichtigstes Kapital jedes Sportlers in den letzten Jahren stark verbessert hat.

    Aber er macht´s (oder machte?). Ich war vor ca. fünf Jahren bei ihm auf einer Fortbildung unseres Bezirks (in Württemberg). Da ging es um Jugendtraining und speziell - wen wundert´s - um die 3:2:1.
    Sehr angenehme Erscheinung, ruhig, präzise, souverän, trotzdem mit Feuer. Kann ich nur weiterempfehlen.
    Peter trainiert im Übrigen seit vielen Jahren verschiedene Mannschaften im TSV Ebersberg bei München (Männer, Jugend) so auf Bezirksoberliga-Niveau. Die Basisarbeit scheint ihm also immer noch am Herzen zu liegen - wenn auch vielleicht nur noch in seinem Heimatverein. Eine Anfrage wäre er aber allemal wert.

    Da komm ich jetzt als Nachzügler, aber in den Durchführungsbestimmungen 2009/2010 des Handballverbands Württemberg findet sich folgende Passage (Hervorhebung von mir):

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    4. Mannschaftsverantwortlicher
    Der Mannschaftsverantwortliche wird im Spielprotokoll unter der Rubrik „Offizielle“ als erste Person aufgeführt. Verzichtet eine Mannschaft auf einen Mannschaftsverantwortlichen (kein Offizieller auf dem Spielprotokoll), so übernimmt ein Spieler dessen Aufgaben. Die Rückennummer dieses Spielers ist vor Spielbeginn in der Rubrik MV: einzutragen. Der Mannschaftsverantwortliche (MV) muss bei Erwachsenenmannschaften das 16. Lebensjahr, bei Jugendmannschaften das 14. Lebensjahr vollendet haben.

    Das steht doch jetzt im Widerspruch zu den oben zitierten DHB-Regeln bzw. Erläuterungen?

    Jaja, ich weiß: Ist die Originalfrage nicht beantwortet, sondern Senf zum OT-Senf von Dany und ZB: Dass zwei oder mehr Teams des selben Vereins in einer Spielklasse nur in der jeweils niedrigsten Klasse erlaubt sind, ist sicher klug, wahrscheinlich auch in nahezu jedem Landesverband so geregelt. Dieser Thread zeigt aber, dass zumindest die gelbfüßigen Kollegen aus dem Süden anderer Meinung sind. Und er zeigt auch, was passieren kann, wenn man so einen Unfug zulässt.