Dass ein Trainer angesichts der bisherigen Bilanz zur Disposition steht, ist ja nun nicht ungewöhnlich. Gross hat sich mit einigen Entscheidungen und öffentlichen Aussagen auch angreifbar gemacht. Erstaunlich (oder besser: erschütternd) sind allerdings die Begleitumstände dieser Entlassung.
1. Zehn Tage nach der letzten Niederlage.
2. Drei Tage nach dem letzten öffentlichen Treueschwur.
3. Mit üblem verbalem Nachtreten von Manager Bobic.
4. Mit stillosen Aussagen des neuen Trainers.
5. Mit einer Kindheit in VfB-Bettwäsche als herausragende Qualifikation für den Trainerposten.
5. Mit peinlichen Rechtfertigungsversuchen von Präsident Staudt.
Jeder blamiert sich offenbar so gut er kann. Zu den bekannten Problemzonen Vorstand und Aufsichtsrat, genauer dem dort fehlenden Fußballsachverstand, gesellen sich jetzt noch charakterliche Schwächen bei Manager und Trainer und eine Außendarstellung, die direkt von den Stuttgart-21-Machern abgeschaut wurde.
Man hat´s derzeit nicht leicht als Schwabe...