Beiträge von immerweiter

    Ich muss gestehen, dass ich hier wie in allen anderen Wettbewerben sehr konservativ bin, was den Modus anbelangt. Oder soll ich sagen "fußballgeprägt"? Der Sinn von Turniermodi mit zwei Gruppenphasen, mitgenommenen und liegengelassenen Punkten, hätte, wenn und aber hat sich mir noch nie erschlossen. 16 Mannschaften, vier Gruppen, die beiden ersten spielen ab dem Viertelfinale in K.O.-Spielen, fertig. Macht je nach Erfolg drei bis sechs Spiele im 2-3-Tagesrhythmus. Wer dann schon im Viertelfinale gegen den späteren Meister ausscheidet, obwohl er vielleicht das zweitbeste Team im ganzen Feld war, hat eben Pech gehabt. Das ist einfach, nachvollziehbar, spannend und nicht ganz so belastend. Wobei logischerweise auch da der gewinnt, der die Belastungen am besten wegstecken kann - sei´s mit Losglück, wenig Verletzungen oder breitem Kader.
    Aber unabhängig vom Modus: Dass sich die Regenerationszeit von zwei Teams um zwei Tage unterscheidet, ist unsportlich und eine klare Wettbewerbsverzerrung. Das gilt auch dann, wenn sich das benachteiligte Team durchsetzen sollte. Einen Tag +/- wird es immer wieder geben, weil man natürlich die Wünsche der TV-Sender nicht ignorieren kann. Aber dieser Quark ist hausgemacht.

    Freitag und Sonntag ist optimal, Mittwoch wäre eine etwas spätere Anwurfzeit sicher noch einen kleinen Tick besser, auch wegen eigenem Training vieler Betroffener. Aber das ist jammern auf hohem Niveau

    Naja, mich trifft´s bei optimalem Verlauf quasi komplett: Mittwoch und Freitag Training, ergo bei einem eventuellen HF auch (je nach Anwurfzeit) und zu allem Überfluss am Finalsonntag Heimspieltag mit Hallendienst. Letzteres ist aber wohl nur eine theoretische Gefahr :lol:

    ich bin da auch ein gebranntes Kind: Beim WM-Finale 2007 hat meine Damenmannschaft gespielt. Der Heimverein hat unter äußerster Dehnung der Durchführungsbestimmungen alle Spiele an seinem Heimspieltag so weit wie möglich zusammengeschoben, minimales Aufwärmen und möglichst wenig Auszeiten inklusive. So saßen wir am Ende wenigstens zur zweiten Halbzeit vor dem Fernseher. War im Übrigen ein denkwürdiges Spiel: Außer den direkt Beteiligten befand sich genau eine Person in der Halle, nämlich der Arme, der an diesem Tag Hallendienst hatte und somit am Ende die Halle abschließen musste.

    Sicher dass das 2006 war? Meines Wissens war das 2002 der Fall. Das Problem war dass damit auch alle Digitalen Kunden in Deutschland ausgeschlossen wurden - nicht nur auf Sizilien, sondern auch in Stuttgart oder in Sylt hättest du das Spiel nicht zu sehen bekommen. Heutzutage hat ZDF die europaweiten Rechte und du könntest problemlos das Spiel auf Sizilien im ZDF sehen.

    Nein, das war schon 2006. 2002 haben ja gar nicht wir eröffnet. Ich weiß nicht, welches Equipment unsere Freunde damals hatten, aber ich würde denken, es handelte sich um ein analoges Signal. Ändert das etwas? Es gab ja um 2000 auch den Streit um die Ausstrahlung von ORF und SRG per Kabel und Satellit, weil die die gleichen Spielfilmhighlights wie die deutschen Privatsender gezeigt haben, nur werbefrei. Das wurde dann irgendwann auch beendet, ich weiß allerdings nicht mehr wie.

    Ist eigentlich ja auch ot, aber ich hielt das damals für nachvollziehbar, wenn in manchen Ländern ein Pay-TV-Sender die Rechte erworben hatte und dann die frei empfangbare Konkurrenz per Schüssel ins Haus kam. Mir ist nur bis heute nicht klar, wie das technisch gelöst wurde.

    Wenn ich das richtig verstehe, ist das Problem, dass ARD und ZDF nahezu europaweit frei zu empfangen sind und damit die Rechte anderer (kostenpflichtiger) Sender tangiert werden. Der Rechteinhaber verlangt deshalb, dass das Signal so verschlüsselt wird, dass nur die Zuschauer im eigentlichen Sendegebiet das Signal empfangen können. Korrekt?
    Das Eröffnungsspiel der Fußball-WM 2006 habe ich auf Sizilien per Satellit angeschaut. Damals kam im ZDF jedoch nicht das eigentlich vorgesehene (und in Deutschland bestimmt auch gesendete) Fußballspiel, sondern ein Alternativprogramm. Das Spiel konnten wir nur im italienischen Fernsehen sehen (RAI, glaube ich). Wir hatten damals Glück, dass es sich ums Eröffnungsspiel handelte, sonst wäre es gar nicht live übertragen worden.
    Das ist aber doch genau das, was von den Sendern verlangt wird, oder? Wie und warum war damals möglich, was heute scheinbar nicht geht?

    Wieso wird sofort auf jemanden eingeprügelt, wenn er Kritik übt?

    Nun, unter anderem wegen Behauptungen wie dieser:

    Özil: wie so oft Totalausfall, ja er hat ein Tor geschossen, hätte aber 4-5 machen MÜSSEN! Hat sich meistens versteckt und jeden Ball verloren

    Natürlich kann man der Meinung sein, dass Özil hätte mehr zeigen können. Aber der Junge muss leider beständig und nicht erst seit dieser WM damit leben, dass ihm Dinge vorgeworfen werden, die durch absolut nichts belegt sind. Läuferisch und was Zahl und Qualität seiner Pässe und der kreierten Torchancen angeht, hat er Top-Werte vorzuweisen. Und das auf einer für ihn eher ungewohnten Position.

    Wie gesagt, man kann natürlich trotzdem mehr von ihm fordern. Aber wer einen Spieler mit diesen Leistungen als Totalausfall bezeichnet, schwätzt entweder dumm daher oder erwartet eine konstante Performance als Mischung aus Messi und Zidane. Und damit wird dann so oder so auch der Rest deines Beitrages entwertet.

    Dass Özil in dem von Brummsel verlinkten Artikel anders bewertet wird, scheint mir im Übrigen kein Zufall: Soweit ich das während der WM überblicken konnte, wurden seine Leistungen in Deutschland durchweg kritischer eingeschätzt als im Ausland.

    ... springt immer so hoch usw. usw. (5 Euro ins Phrasenschwein)

    Im Ernst: Wenn das alles ist, was die deutsche Mannschaft kann, dann wird´s nicht mehr allzuweit gehen. Wenn die Weisheit stimmt, dass man an den Gegnern wächst, dann lief es bisher genau richtig, weil eine überragende Vorstellung im Achtelfinale niemand nützt.

    Mir wird immer noch zuviel auf Mustafi eingeschlagen. Heute war er schwach - im Gegensatz zum Ghana-Spiel übrigens, wo ich nur eine schwache Szene beim Gegentor gesehen habe, die einen ansonsten ordentlichen Auftritt getrübt hat. Dass Lahm der bessere Außenverteidiger ist, steht ja außer Frage, aber die Entscheidung darüber, ob Lahm im Mittelfeld spielt oder als RV, hängt nun mal nicht von der Leistung von Mustafi ab, sondern vom Fitnesszustand von Khedira und Schweinsteiger.

    Haltet mich für übergeschnappt, aber gerade weil die deutsche Mannschaft nicht mit dem Hurra-Stil von 2010 aufläuft, bin ich immer noch optimistisch. Das Team hat noch Steigerungspotenzial - mal schauen, ob´s die Jungs auch entdecken. :D

    Bisher bis auf ein paar Konzentrationsmängel eine ordentliche Leistung in der Defensive, Heine stark, ebenso vorne Glandorf und Kraus. Gensheimer bisher sicher. In jedem Fall können wir - wenn´s am Ende klappt - drei Kreuze schlagen, dass Jurkiewicz ausfällt. Ohne ihn ist der polnische Rückraum doch ein recht laues Lüftlein.

    Die gleiche Situation hatte ich vor Jahren mit meiner damaligen Damenmannschaft. Für ca. 20s (incl. einem von einer Feldspielerin gehaltenen Siebenmeter, weil unser TW wg. Meckerns die fünfte Zeitstrafe gegen uns erhalten hatte :D ) standen nur noch zwei Spielerinnen auf dem Feld. In diesem Zeitraum fiel trotzdem noch ein Tor für den Gegner, das dauf folgende Anspiel konnten wir dann bereits wieder zu dritt ausführen. Der Schiedsrichter meinte damals, auch bei einer sechsten parallel laufenden Zeitstafe hätte er auf Teufel komm raus versucht, das Spiel nicht abzubrechen, sondern lieber selbst einen Grund gefunden, um zu trödeln. Ihm war jedoch auch klar, dass dieses Vorgehen kaum durch irgendeine Regel gedeckt gewesen wäre ;)

    Das aber hier nicht nur sehr schnell geurteilt wird, sondern auch nebenbei der Name verhohnepiepelt werden darf, sowie Zweifel an seiner geistigen Verfassung gehegt und er beschimpft werden kann, geht mir zu weit. Es sollte niemand zum Freiwild ernannt werden, egal was man jemandem zutraut, ob man ihn unsympathisch findet, was man in diese Szene deutet.

    Da kann ich mit. Allerdings ist es wirklich nicht das erste Mal, dass Dushebaev während oder nach einem Spiel scheinbar kaum mehr Herr seiner Sinne ist. Offenbar hat er erhebliche Probleme, wenn er sich provoziert, beleidigt oder respektlos behandelt fühlt. Es wäre ja auch nicht das erste Mal, dass er versucht, tätlich auf gegnerische Trainer loszugehen.
    Der Filmausschnitt lässt Raum für spekulationen. Beweisen tut er jedoch auch in meinen Augen nichts. Mal sehen, ob es Augenzeugen, vor allem von neutraler Seite, gibt. Die Pressekonferenz habe ich nicht gesehen.

    Edit: Mittlerweile habe ich. Nun gut, jeder blamiert sich, so gut er kann. Aber einen Grund für eine Bestrafung kann ich da beim besten Willen nicht erkennen.

    Danke fürs aus-der-Versenkung-holen. Dem Fred hier verdanke ich doch den einen oder anderen guten Tipp, von daher schade, dass alle so mit Lesen beschäftigt sind, dass sie nicht mehr darüber schreiben können.
    Ich selbst lese gerade die Autobiografie von Neil Young. Eine Bewertung gebe ich ab, wenn ich ganz durch bin, aber bis jetzt recht unterhaltsam.

    Also ich habe bei mir festgestellt, dass mir der Fall an sich, also Glaubwürdigkeit, Handlaungsverlauf, Logik, Spannungsfaktor, vergleichsweise egal ist. Ausreißer in diesen Kategorien fallen auf - positiv wie negativ. Aber das ist nicht entscheidend für die Entscheidung, den jeweiligen Tatort anzuschauen oder nicht. Vielmehr kommt es mir - so jedenfalls das Ergebnis einer spontanen Selbstanalyse ;) - auf die Charaktere an: Sympathisch, interessant, abgedreht, vertraut, abgründig, glaubwürdig (ja, da gilt´s wieder)...
    Und natürlich auf die Beziehungen untereinander. Mir fällt auf, dass ich die "alten Ehepaare" ganz gerne mag: Ballauf und Schenk, Leitmayr und Batic, die Münsteraner, früher Stoever und Brockmöller. Gerade die letzten Folgen mit den Letztgenannten waren am Rande des Erträglichen. Trotzdem hab ich´s mir angeschaut.
    Trotzdem kann ich jetzt auch nicht genau sagen, weshalb ich mit den Leipzigern, den Berlinern oder Lena Odenthal nie so recht warm geworden bin. Und Klara Blum schau ich auch nur, weil ich am Bodensee studiert habe.
    Aus dem Rahmen fällt in dieser Beurteilung übrigens Cenk Batu. Es gab spannendere Charaktere, aber die Fälle, die thrillerartige Atmosphäre, die Optik: Sensationell. American Style, großstädtisch, düster. Schade, dass der aufgehört hat und unwahrscheinlich, dass ich den Till Schweiger ähnlich gut finde.

    Wenn das die neue Linie der Münsteraner Tatorte war, haben sie die Kurve gerade noch rechtzeitig gekriegt. Ich mag das Team, keine Frage, aber die letzten Folgen waren Klamauk und selbst für einen Tatort doch viel zu wenig Krimi.
    Der Fall am Sonntag hatte seine Schwächen, aber die Autoren haben es geschafft, das humoristische Beziehungsgeflecht der Akteure zu erhalten und gleichzeitig eine große Prise Ernsthaftigkeit zuzulassen. Finde ich gut.

    In den Durchführungsbestimmungen des Handballverbandes Württemberg und unseres Bezirkes habe ich keine Regelung gefunden. Ein Hinweis, allerdings ohne rechtsverbindliche Gültigkeit, könnten die Vorbereitungszeiten sein, bei deren Unterschreitung das elektronische System zur Spielplanerstellung einen Fehler anzeigt. Sie betragen zwischen 10 (Jugendspiele) und 20 Minuten (Aktive Bezirksliga).
    Was dagegen in den Durchführungsbestimmunge steht, ist der Satz: "Die festgelegten Anwurfzeiten sind einzuhalten." Da ist es nun so, dass auch großzügig getaktete Aufwärmzeiten zwischen zwei Spielen schnell erledigt sind, wenn sich ein vorhergehendes Spiel verzögert (Schiri nicht da, schwere Verletzung etc.)

    Ich habe diese saison noch kein Spiel vom HBW gesehen und kann deshalb nichts aus eigener Anschauung sagen. Brack argumentiert mit der Torquote, die anscheinend mit dem 7. Feldspieler um 10-15 Prozentpunkte höher liegt. Wenn das stimmt und wenn diese Zahl nicht aus der Vergangenheit stammt mit aktuell deutlicher Tendenz nach unten, hat er die besseren Argumente ;)

    In der aktuellen Ausgabe der Handballwoche ist in der Rubrik "Siebenmeter-Schützen" Emsdettens TW Nils Babin mit 27 Treffern auf Paltz 3 zu finden. Bemerkenswert ist dabei vor allem seine 100%-Qote (27 von 27).
    Die (teilweise) Auflösung: Im Spiel Emsdetten-Magdeburg wird den Emsdetttenern eine 7m-Quote von 29 von 29 zugesprochen. Der gute Gretarsson durfte 2 von 2 verwandeln, die restlichen 27 sind nicht aufgeführt. Bei denen kam irgendetwas durcheinander. Schade nur, dass Emsdetten insgesamt nur 25 Tore erzielte.

    Dazu fällt mir mein Vater (CDU-Stammwähler) ein: 1990, Fernsehauftritt Oskar mit den von Hereticus beschriebenen Bedenken gegen eine schnelle Wiedervereinigung. Kommentar Daddy: "So ein Depp!" Ich: "Aber er hat doch recht, oder?" Daddy: "Natürlich, aber man ist doch nicht so blöd und sagt das vorher. Oder will der keine Wahl gewinnen?" ;)

    Also ich bin kein Biomechaniker und nicht einmal Schiedsrichter. Aber die hier teilweise geforderte Rote Karte mit Bericht erscheint mir völlig überzogen, die Spitzfindigkeiten, anhand derer die Schiedsrichter entscheiden sollen, teilweise abstrus - ob mit oder ohne Präzisierung im Regelwerk.
    Es mag ja sein, dass es Angreifer gibt, die mit einer solchen Aktion eine Verletzung des Gegners provozieren oder zumindest in Kauf nehmen wollen. Allein glauben mag ich das ehrlich gesagt nicht. Um das dann zu entscheiden, muss dann wenigstens die Situation glasklar sein. Der Treffer alleine genügt mir da nicht.
    In mehr als zwanzig Jahren Handball habe ich in solche Szenen drei, vier ernsthafte Verletzungen gesehen: Schwere Prellungen, Brüche - der Finger oder der Mittelhand. Wenn nämlich die offene Hand auf einen harten Schädelteil trifft - die Stirnplatte z.B. - steht der Sieger normalerweise fest.