brauch ich nicht....
du magst ja im osteuropäischen sprachraum vlt. bewandert sein-
aber mit noch so viel geschwafel und rumdreherei von wörtern und bedeutungen
kannst du den englischen text nun mal nicht verfälschen...genau das willst du aber...
Naja, da muss ich Karl beispringen: Im Kontext von Frage, Antwort und sonst üblicher diplomatischer Zurückhaltung in solchen sportpolitischen Fragen lese ich da auch eine kaum verhohlene Drohung gegen die RNL heraus. Aber gut...
Wichtiger finde ich etwas anderes: Die Personalisierung dieses Konflikts ebenso wie die schlichte Unterstellung von Geldgier ist mir erheblich zu kurz gegriffen. Mag sein, dass sich Wiederer und Bohmann nicht riechen können, aber angesichts der vielschichtigen Interessen wäre das Problem auch nicht unter Männerfreunden mal eben so lösbar.
Im aktuellen Fall liegt die "Schuld" m.E. hauptsächlich bei der HBL, weil sie sehenden Auges in diesen Konflikt marschiert ist. Die CL-Termine waren nun mal bereits bekannt, als die HBL ihrem TV-Vertragspartner offenbar die Zusicherung gegeben hat, trotzdem an diesen Tagen Bundesligaspiele anzusetzen - wohl wissend, dass die interessanten Vereine für Livespiele höchstwahrscheinlich in der CL spielen.
Das ändert aber nichts daran, dass spätestens ab 2020 schlicht zu wenig Termine zur Verfügung stehen, um selbst bei gutem Willen konfliktfrei durch die Saison zu kommen. Nun, jeder Verband versucht, sein Produkt zu pushen. Im Erfolgsfall gibt das schließlich Geld und Macht. Nun agiert aber jeder Verband nicht im luftleeren Raum, sondern ist zugleich ein Ergebnis von Einzelinteressen seiner Mitglieder. Und es ist nun mal so, dass...
... es bei der HBL 12-14 Vereinen sch...egal sein kann, ob vorne jemand Probleme in der CL bekommt. Mit einer Reduzierung der BL würden die aber dafür bezahlen, dass EHF, CL-Vereine im Ausland und ihre direkten Konkurrenten in der Liga profitieren.
... es bei den meisten europäischen Ligen offenbar keine oder wenige Bedenken gegen eine aufgeblähte CL gibt, dafür aber wenig Bereitschaft, sich an den Vorstellungen der HBL zu orientieren.
... in der EHF die HBL tatsächlich nur eine von vielen Ligen ist, deren Bedeutung dazu abzunehmen scheint.
Im Grunde sehe ich nur zwei Alternativen: Man rauft sich im eigenen Interesse so gut es geht zusammen und versucht sich an gesichtswahrenden Kompromissen. Oder die HBL überschätzt ihre Bedeutung (bzw. die des deutschen Marktes für die EHF) nicht und geht auf Konfrontationskurs. In der Konsequenz hieße das: auf deutsche Starter in der CL zu verzichten, bis die EHF mit ihrem entwerteten CL-Produkt zu Kreuze gekrochen kommt. Ob das realistisch ist...?