Beiträge von Olle

    Vranjes erst gerade noch rechtzeitig den Mut gehabt, Matze, Svan und Eggert rauszunehmen, um es dann auf die Spitze zu treiben und Gottfridsson, Radivojevic und als Krönung Hampe zum Schluss zum 7 m Werfen zu schicken.
    Genial. Von denen kannten weder Saric noch Sterbic die Wurfbilder bei Siebenmeter :D

    Jo. Spätestens heute müssten alle merken, wie gut Vranjes als Trainer ist. Und so jung, wie er ist, wird er sicher noch besser. OK, den Wechsel auf Rasmussen fand ich überfällig, auch den Wechsel auf Radivojevic, da Svan heute wenig auf die Reihe bekam, den auf Hampe schon ziemlich gewagt. Und alle waren absolut richtig.

    Und das 7m-Werfen ... Wahnsinn. Der letzte 7m wird in die Geschichte eingehen. Mit 20 Jahren, in der Situation, vor 20000 Zuschauern, einen Leger gegen einen solchen Torhüter ... Stark.

    Ganz großes Kino.

    Der oft gescholtene Palicka als glänzender Matchwinner, gemeinsam mit Palmarsson, Wienceck und Sigurdsson. Und eine großartige Abwehr, die kaum Fehler gemacht hat. Schon ziemlich irre am Ende einer so intensiven Saison.

    Was Sulic angeht - klarer geht es wirklich nicht. Wobei Rodriguez noch etwas Glück gehabt hat, da haben die Schiedsrichter weggeguckt. Ansonsten übrigens meiner Ansicht nach eine ordentliche Schiedsrichterleistung. Klar, da waren auch ein paar Fehler (z.B. bei den beiden Stürmerfoulentscheidungen gegen Nagy), aber das verteilte sich insgesamt vernünftig. Nix zu meckern.

    Ich denke nicht, dass Aron Palmarsson die Konkurrenz beim THW Kiel scheut. Aber es ist augenscheinlich, dass er die Belastungen der Bundesliga nicht so leicht wegstecken kann wie andere Spieler. Er ist sehr häufig angeschlagen oder verletzt. In Ungarn könnte er ähnlich gut verdienen wie beim THW Kiel, weiterhin in der Königsklasse um Titel spielen aber seine Karriere wohl länger fortsetzen als in der Bundesliga.

    So schade es wäre, sollte er nach Ungarn wechseln, ich fürchte, du hast Recht. Palmarsson ist für mich einer der interessantesten Mittelleute der Welt im Moment, es macht einfach Spaß, ihm zuzuschauen. Natürlich hat er mit seinen Verletzungen auch viel Pech gehabt, aber die hohen Belastungen in der Bundesliga scheint er auch nicht gut zu verkraften. Manche haben da eben mehr Pech als andere ...

    Ich glaube dass die Mehrheit der Fans ein Verbleiben von Manojlovic wünscht. Er kommt gut an, spielt gut und ist eine feste Größe in der Abwehr und könnte auh vorne seinen Mann stellen.

    In der Deckung ist er wohl nur schwer zu ersetzen - für mich einer der besten Deckungsspieler in der BL. Offenbar reicht es im Angriff nicht ganz, da sind die Löwen allerdings ja auch gut besetzt. Und wenn's dann finanziell kneift, kann man durchaus ins Nachdenken kommen ...

    Wobei ich nichts dagegen hätte, ihn bei Burgdorf zu sehen.

    Elwardt meinte doch neulich, dass sich bei den Gehältern entgegen landläufiger Meinung zumindest bei den Spitzenspielern und damit beim THW nichts geändert hätte und auch durch einen kleinere Brötchen backenden HSV nicht ändern wuerde, weil es international genug Vereine gibt, die hohe Gehälter bieten.

    Angesichts von Paris und Vezprem und Kielce und ... und ... und ... ist das nicht verwunderlich. Die Folge ist dann für Vereine, die keinen "Gönner" im Hintergrund haben, dass sie Spitzenspieler nur im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten beschäftigen und ansonsten auf solide Spieler, die nicht dieser Gruppe angehören, setzen, interessante Nachwuchsleute zu günstigeren Konditionen beschäftigen und/oder versuchen, durch gute Nachwuchsarbeit wenigstens einige Positionen mit Eigengewächsen zu besetzen. Diese Politik fährt z.B. Flensburg seit einigen Jahren durchaus erfolgreich, die Füchse tun dies auch, Magdeburg sowieso. Da gibt es reichlich Beispiele. Auch Kiel hat damit mittlerweile begonnen.

    Und wenn ich ehrlich sein soll, ich finde das gut. Nicht nur, weil es die Identifikation mit dem Verein fördert, sondern auch, weil die Vereine so eine höhere Motivation haben, etwas für den eigenen Nachwuchs zu tun, und weil es die Idenfikation mit dem Verein fördert.

    Der Handball in HH hat es nicht im Ansatz geschafft, in 12 Jahren irgendwie auf finanziell unabhängigen Beinen zu stehen. Soalnge das nicht der fall ist, kann ich nicjht wirklich sehen, was er der Liga bringt.

    Alles richtig. Da sind Fehler gemacht worden ohne Ende, so der Versuch, den Erfolg auf Teufel komm heraus zu kaufen, ohne dass der HSV eine solide Führungsstruktur hatte, ein Geflecht aus Sponsoren, das die Last auf mehrere Schultern verteilte und so weiter und so fort. Und dass jetzt etliche Leute das Geschehen in Hamburg mit unverhohlener Schadenfreude betrachten, ist verständlich, hat doch der HSV durch exorbitante Gehälter und Rentenverträge über Jahre die Preise verdorben etc. etc.

    Dennoch hoffe ich, dass es in Hamburg weitergeht. Kleiner, bescheidener, mit einer soliden Struktur, auch wenn es dann ein paar Jahre dauert, bis sich wieder Erfolge einstellen. Der Knall jetzt ist eben *auch* die Chance für einen Neuanfang, und ich hoffe sehr, dass die Entscheidungsträger und die Spieler in Hamburg es genauso sehen. Denn auch die Spieler werden mitziehen müssen - oder gehen. Dass mit einer Insolvenz niemandem gedient ist, auch nicht der Konkurrenz, dürfte jedem, der ein bisschen auf das schaut, was republikweit im Sport geschieht, klar sein. Der Handball braucht *auch* in großen Städten Bundesligamannschaften, wenigstens in einigen, um nicht angesichts der Übermacht des Fußballs völlig aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verschwinden. Und dass in einer Stadt wie Hamburg auch mal schrillere Töne zu hören sind, ist einfach den Medien dort geschuldet. Die MoPo oder das Hamburger Abendblatt sind eben doch ein anderes Kaliber als die Kieler Nachrichten oder das entsprechende Flensburger Käseblatt.

    Übrigens glaube ich auch, dass das Beispiel Hamburg und das Beispiel der Löwen ganz wichtiger Anschauungsunterricht für andere ist, um eben diese Fehler in Zukunft zu vermeiden. Die Füchse z.B. haben sicherlich daraus gelernt, wohl auch Burgdorf, das ja mindestens teilweise auch von einem Sponsor abhängt und ganz, ganz viel dafür tut, eine breitere Basis zu schaffen. Dass man dort (und sicher auch anderswo) so realistisch an die Sache herangeht, hat eben auch etwas mit dem Scheitern des HSV und dem Beinahe-Scheitern der Löwen zu tun.

    Manche der Possen aus HH dürften für die Liga eher schädlich gewesen sein.

    Auch das ist sicher richtig. Wobei ich aber zugeben muss, dass ich auch Mitleid mit Andreas Rudolph habe. Er ist ein Handballverrückter, im positiven Sinne, der viel in "sein" Kind investiert hat, nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Arbeit - und Emotionen. Wer ihn mal an der Bande hat toben sehen, weiß, was ich meine. Natürlich hat er Fehler ohne Ende gemacht, natürlich trägt er die Hauptverantwortung für das, was dort schiefgegangen ist. Das ist kaum zu bestreiten. Aber er hat es gut gemeint, er hatte eine Vision, für die er gekämpft hat, und steht jetzt vor einem Scherbenhaufen. Auch das muss man bei aller Häme sehen.

    Und darum tut mir Andreas Rudolph eben auch leid.

    Bei den Geldern, die aber doch aktuell zur Disposition stehen, bleibt ja auch nicht viel anderes übrig. - Gehaltsverzicht, Stundungen, etc. kommen dann noch oben drauf. Für die Spieler kann es doch nur darum gehen, zumindest ein wenig Zeit für ein Übergangsszenario zu kreieren.

    Das sehe ich auch so. Wobei ich noch nicht einmal glaube, dass die drei nur für sich und die Mannschaft handeln, denn ich traue den dreien durchaus zu, auch den Handballstandort Hamburg irgendwie retten zu wollen, weil ihnen der HSV etwas bedeutet.

    Dazu dürfte der erste zwingend sein, Klarheit zu schaffen, was eigentlich genau Rudolphs Ausstieg in finanzieller Hinsicht bedeutet, und in einem zweiten Schritt, ob sich ein Weg finden lässt, dem HSV irgendwie eine Weiterexistenz zu ermöglichen. Dass so etwas mit schmerzhaften Einschnitten in der Mannschaft verbunden sein wird, ist den dreien mit Sicherheit auch klar.

    FL heute leider im Angriff viel zu harmlos. Mogensen als Totalausfall, Weinhold schon in Kiel( ;) ) und auch sonst......Vielleicht fehlte auch tatsächlich die letzte Motivation - das können wir von außen schlecht beurteilen.
    Gegen Balingen und Eisenach wird es hoffentlich reichen, Barcelona dürfte aus so einer SG ein gerupftes Suppenhuhn machen.....

    Flensburg hängt - wohl auch wegen der Misere auf RL mit den vielen Verletzungen - viel zu sehr von Mogensen ab. Wenn Mogensen einen schlechten Tag hat, wird es eng gegen ordentliche Deckungen.

    Da kommt auf Vranjes ganz viel Arbeit zu für die nächste Saison.

    OK, ich muss leider zugeben, dass ich komplett daneben gelegen habe. Das hätte ich nicht mal ansatzweise so erwartet. :Hail:

    Ich schon. Wenn eine der Spitzenmannschaften mal über die ganzen 60 Minuten ein Spiel voll durchzieht, sind solche Ergebnisse möglich. Dass sie das nicht über die ganze Saison so machen können, ist angesichts der Vielzahl der Spiele normal. Aber jetzt, wo es um die Wurst geht, machen sie es eben.

    Ich muss allerdings feststellen, dass sich die HBL so langsam zur Kirmesliga entwickelt. Vieles was in diesen Wochen im deutschen Profibandball geschieht, ist absolut unwürdig. :nein:

    Bis auf die Karnevalsveranstaltung in Hamburg finde ich nichts unwürdig.

    Ich erinnere mich da an den Kommentator nach ca. 15 Minuten.... sinngemäß: "Heimschiedsrichter sind es schon mal nicht". Muss ja nicht unbedingt was bedeuten wenn ein Kommi so was loslässt, aber habe ich bis dahin auch so gesehen.

    Das weitgehend sinnleere Gesabbel dieser beiden Herren ist kaum als Beleg für eine mangelnde Neutralität der Schiedsrichter zu werten. Dazu wirken beide doch ein wenig zu sehr, sagen wir mal, "merkbefreit".

    Und in den letzten 10 Minuten, als es darauf ankam, hatten die Löwen mit diesen Schiris mächtig Dusel.

    Dass es ein schwieriges Rückspiel werden würde, war schon klar. Aber in solchen Spielen wie heute sieht man überdeutlich, dass von der Trainerbank in brenzligen Situationen, in denen eine Mannschaft einen Input von außen braucht, zu wenig kommt. Man verlässt sich dann nur auf Einzelaktionen. Und wenn die dann schiefgehen, sieht es düster aus...
    Nichts gegen Vardar, aber wer es in zwei Spielen nicht schafft, gegen diese Mannschaft zu bestehen, hat in Köln aber auch so gar nichts verloren.

    Was die "Leistung" von Schwalb angeht, kann ich nur zustimmen. Wie wenig Schwalb in der Lage ist, aus einen Ansammlung von Einzelspielern ein wirkliches Team zu formen, konnte man heute wieder sehen. Spielerisch war das eine ganz, ganz schwache Leistung, und warum Schwalb gegen Ende wieder mit Hens spielte, der ja nun so gar nichts aus dem Rückraum auf die Reihe bekam, wird sein Geheimnis bleiben. Die Deckung ebenfalls schwach und zu langsam gegen das Angriffsspiel von Vardar, die Wechsel im Deckungssystem wirkten fast schon panisch und brachten absolut nichts.

    Die Verpflichtung eines neuen Trainers, der das Spiel wirklich verstanden hat und in der Zeit nach Duvnjak es schafft, ein funktionierendes Team zu formen, ist für Hamburg für die nächste Saison schon fast überlebensnotwendig - zumindest, wenn sie noch in irgendeinem Wettbewerb ernsthaft mitspielen wollen.

    Wobei ich Vardar beileibe nicht *so* schwach fand. Das ist eine Mannschaft, die in Bestbesetzung auch vielen anderen Mannschaften große Schwierigkeiten machen dürfte.

    Hornke ist wahrscheinlich nicht schlechter, nur eben jünger und damit noch nicht soweit in der Entwicklung. Schade, daß die Durchlässigkeit hier nicht so gegeben war, daß er sich zur Alternative entwickeln konnte. Von daher richtig, sich zu trennen und mit Lemgo hat er bestimmt auch die passende Adresse gefunden.

    Und Tim hatte in Magdeburg das Pech, jahrelang mit Frank Carstens einen Trainer vor der Nase zu haben, der Nachwuchsspieler nur einsetzte, wenn es gar nicht mehr anders ging. Denn selbst in Spielen, in denen es um nichts mehr ging, hat Hornke nur wenig Einsatzzeiten bekommen.

    Oh mann. Bei solchen Sätzen weiß ich wieder warum ich den HSV nicht vermissen würde...

    Yep. Solche Sprüche kann man nur als bewusste Provokation auffassen. Oder als Zeichen eines gravierenden Realitätsverlustes.

    Wobei mir letzteres wahrscheinlicher scheint, angesichts der Vorkommnisse der letzten Jahre in HH.

    Hui da waren die Hannoveraner ja für eine positive Überraschung gut. Damit sitzt Nordmeyer wohl wieder ein wenig fester im Sattel. :D

    Wobei ich es ehrlich gesagt auch für ziemlich bekloppt gehalten hätte, wenn die Burgdorfer Nordmeyer ausgetauscht hätten.

    Jedem, der die Burgdorfer in der letzten Saison ab und an mal gesehen hat, müsste klar gewesen sein, wie enorm wichtig Morten Olsen für ihr Spiel war und wie schwer es sein würde, ihn zu ersetzen. Man kann mit einigem Recht sagen, dass das gute Ergebnis der letzten Saison vor allem der Qualität Olsens geschuldet war und Burgdorf erst jetzt so langsam im Angriff wieder an die Qualität der letzten Saison herankommt, nachdem Sevaljevic sich besser akklimatisiert hat und für RR Karason für den zu wenig torgefährlichen Mocsai gekommen ist.

    Tja, ein merkwürdiges Spiel. Offenbar waren die Personalsorgen bei den Flensburgern noch größer als angenommen, sie haben praktisch mit der ersten Sechs vorn durchgespielt, mal abgesehen von ein paar Minuten, in denen Knudsen für Heinl kam. Ohne etatmäßigen RL und ohne Glandorf war der Angriff zu leicht auszurechnen, Gottfridsson mit viel zu wenig Torgefahr, dadurch wurden die Räume für Mogensen und Weinhold sehr eng, besonders nach der Halbzeit, in der Nordmeyer seine Deckung nachjustiert hatte. Weber deutlich stärker als Rasmussen, Heinl im Angriff (wie eigentlich immer) Mittelmaß. Wieso Vranjes nicht seinen Nachwuchstorhüter mehr hat spielen lassen, wird sein Geheimnis bleiben, Rasmussen hatte wirklich einen gebrauchten Tag. Lediglich die beiden Außen und Karlsson in der Deckung mit einer guten Leistung.

    Nach ca. 20 Minuten fiel den Flensburgern im Rückraum nichts mehr ein, dass sie dennoch so lange dran geblieben sind, war mehr den Nerven der Burgdorfer, die eine Reihe Bälle wegwarfen, als den eigenen Bemühungen zu verdanken.

    Schade für die Flensburger, so dürfte die CL-Quali für das nächste Jahr sehr schwer werden.

    Weiß jemand, was mit Andersson und Glandorf los ist?

    Frankreich - Spanien: Das Spiel sollte Frankreich gewinnen, trotz der merkwürdigen Wechselpolitik ihres Trainers. Spanien hat nur eine Chance, wenn es gelingt, Karabatic komplett aus dem Spiel zu nehmen.

    Dänemark - Kroatien: Das kann sehr eng werden. Wenn die Kroaten das schnelle Spiel der Dänen einigermaßen unterbinden können und Landin keinen guten Tag hat, könnte es für Kroatien reichen. Sonst geht Dänemark sicher durch.

    Ein Interview, das wunderbar zeigt, wie sehr Schwalb den Blick für die Realitäten verloren hat. Der HSV arbeitet kontinuierlicher als anderen Klubs? Der HSV ist der einzige Klub von überregionaler Strahlkraft?

    Das klingt doch sehr nach "Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt." Und wenn er das wirklich ernst meint, kann man ihn noch weniger ernst nehmen als bisher.

    Es wird wirklich Zeit, dass dieser Selbstdarsteller von der Bühne veschwindet.