Beiträge von Uwe aus LD

    ....... Also, entweder du erzählst jetzt mal konkret was abgelaufen ist und was dich stört oder du wirst keine Antworten bekommen. Zum Herumraten anhand von nebulösen Beschreibungen und zusammnehanglosen Fetze aus der SpO habe ich keine Lust. Die anderen hier sicher auch nicht...


    Wie recht du hast .....
    Einfach alle Infos gleich in das erste Posting - wäre das nicht eine gute Idee?

    Am 15.4.11 folgende "News" unseres Schiedsrichterlehrwarts in der Pfalz:


    Ich muss gestehen, dass ich die Änderung der Anweisung (danke rrbth) nicht mehr präsent hatte, jetzt wo du es zitierst fällt mir wieder ein, dass es so geändert wurde.
    Macht auch Sinn, da das Wechselverbot in der Jugend verhindern soll, dass es Abwehrspezialisten gibt. Und das trifft beim Torwart nicht zu, da der ja immer Abwehrspezialist ist.

    Eine Entscheidung zu deinen Gunsten kann es nur geben, wenn der Regelverstoß "spielentscheidend" war.
    Du solltest daher dazu in der Einspruchsbegründung sicher was sagen, damit die Instanz feststellen kann, dass der Fehler des Schiedrichters "spielentscheidend" war. Aus dem Spielberichtsbogen ist nicht zwingend zu erkennen, wie der Spielstand in der Spielminute war, als der Regelverstoß stattfand.

    Wann war der Regelverstoß (Spielminute), wie war der Spielstand zu diesem Zeitpunkt, wie ist das Spiel ausgegangen (du schriebst glaube ich 1 Tor für B).

    ...
    Trotz allem finde ich im Regelwerk der IHF keinen echten Hinweis auf einen Regelverstoß, klar die Regel 13 ist die Massgebliche, aber wo sind die Kommentare dazu hinterlegt?


    Mir ist kein Kommentar zu 13:3 bekannt, was auch überflüssig wäre, da die Formulierung eindeutig ist. Auch im "Der Handball-Schiedsrichter" habe ich hier nichts weitergehendes finden können.
    Aus Regel 13:3 folgt in der von dir beschrieben Situation zwingend Spielfortsetzung mit Ballbesitz Mannschaft A - Schieri setzt mit Ballbesitz Mannschaft B fort ---> das ist ein Regelverstoß. Frage, ist der Regelverstoß spielentscheidend? (Zeitpunkt, Spielstand .....)

    § 34 RO:

    (Fettung und Unterstreichung von mir)

    Neben Formfehlern ist das Wort "spielentscheidend" wohl ein häufiger Grund für das Scheitern von Einsprüchen.

    Kommt drauf an, warum es zur Spielzeitunterbrechung kam .....

    Fall 1:
    A ist in Ballbesitz, Spielunterbrechung wegen z.B. Foul durch Spieler B, Trainer A "meckert" nach Unterbrechung und bekommt "2-Minuten" -> Spielfortsetzung Ballbesitz für A

    Fall 2:
    A ist in Ballbesitz, Spielunterbrechung wegen "meckern" von Trainer A und "2-Minuten" für Trainer -> Spielfortsetzung Ballbesitz B

    Fall 3:
    A ist in Ballbesitz, Spielunterbrechung ohne Fehlverhalten irgendeines Beteiligten (z.B. Gegenstände/Feuchtigkeit auf der Spielfläche oder beantragtes TTO Mannschaft A) , Trainer A "meckert" nach Unterbrechung und bekommt "2-Minuten" -> Spielfortsetzung Ballbesitz für A

    Fettung von mir

    Nein!
    Die Formulierung "sollte" wurde gewählt, damit - sollte es doch mal vorkommen - dies keinen Regelverstoß mit der möglichen Folge eines Einspruchs darstellt.

    ......... Warum wird dann explizit in den Regeln beschrieben, dass der Spieler aktionsfähig ist, er ist es ja immer bis er vom SR zurückgepfiffen wird. Warum also wird das Offensichtliche nochmal explizit betont?

    Weil man sonst auf die Idee kommen könnte, dass das Tor, das der nicht regelgerecht stehende Spieler wirft (ohne Unterbrechung durch die Schieris) nicht anerkannt werden darf(oder nachträglich bis zum Wiederanpfiff annuliertwerden kann), da der Spieler nicht regelgerecht aufgestellt war.
    Daher: Bis einer der Schieris den Fehler bemerkt und pfeift bleibt der Spieler voll aktionsfähig und seine Aktion (z.B. Tor) zählt und kann nicht nachträglich zurück genommen werden. Aber der Passus verbietet es den Schieris nicht ihren Fehler zu bemerken und zu pfeifen.

    Du meinst also einen gemachten Fehler, den ich erkenne bevor er Folgen hat, darf ich nicht mehr korrigieren (nicht Konzessionsentscheidung) sondern muss den Fehler konsequent weiter machen?
    Nach deiner Auffassung gilt also:
    Feldschieri pfeift an - erkennt die Falsche Stellung - muss das Tor aber geben, wenn der Torschiedsrichter die falsche Stellung nicht sieht?
    Warum kann der Schiedsrichter eigentlich die Genehmigung für eine falsche Stellung durch Anpfiff erteilen? Warum gilt dann dieser "erteilte Genehmigung" nicht für seinen Gespannpartner? Weil der Abfiff nicht die Genehmigung einer falsche Ausgangsstellung darstellt.

    Sehe ich nicht so!

    Zitat

    "... die Spieler dürfen normal weiter agieren sofern der Schiri nicht korrigiert" und hat gar nichts damit zu tun ob der SR korrigiert oder nicht sondern nur wie sie sich verhalten dürfen wenn er es nicht tut ...


    Dem ist nichts hinzuzufügen.


    Spielt es hier eventuell eine Rolle ob man 2 SR oder nur einen SR hat?
    Damit meine ich, dass der Tor-SR das recht besitzt die Situation zurückzupfeifen, da er die Ausgangsstellung nicht als korrekt anerkannt hat.
    Wenn ich allerdings als alleiniger SR eine solche Situation anpfeife, darf ich diese dann auch wieder zurückpfeifen? Der Fehler liegt hier ja schließlich nicht bei den Spielern sondern bei mir.


    Ja sicher.
    Da der Fragenkatalog von der IHF ist und im Regelwerk (17:1) davon ausgegangen wird, dass alle Spiele von einem Gespann geleitet werden, sind Einzelschiedsrichter nicht vorgesehen.
    Die Schiedsrichter sind gleichberechtigt (17:1). Die Frage hätte auch vorsehen könne, dass der anpfeifende Feldschiedsrichter seinen Fehler bemerkt und alles wieder zurück pfeift. Bis zum eventuellen "Zurückpfeifen" bleibt der falsch positionierte Spieler voll einsatzfähig (Begründung »SteamboatWillie«).

    Spielordnung des DHB


    Hilft das? Insbesondere Fettung

    Ich prelle, nehme den Ball auf und bediene den freien Mann mit einem Bodenpass.
    Das wird nie abgepfiffen, müsste es aber, wegen

    "7:4 ...
    Das Prellen oder Tippen des Balles beginnt dann, wenn der Spieler mit irgendeinem Körperteil den Ball berührt und Richtung Boden lenkt."
    (http://www.handballregeln.de)
    ......


    Du übersiehst, dass auch "Aufsetzer-Tore" nicht möglich sind und unzulässiger Weise bisher fälschlicherweise anerkannt wurden! Insbesondere sind ab sofort alle Tore, die nach der durch dich beschriebenen Situation (abgeschlossener Prellvorgang) als Aufsetzer erzielt werden, konsequent wegen eines Prell- oder Tippfehlers (Handzeichen 2) abzupfeifen".
    Dieser Beitrag könnte Spuren von Ironie enthalten!!!!!

    Es ist erlaubt:

    So wie die Beschreibung ist hätte er ihn aufnehmen dürfen.

    Zitat

    8:7

    Die unter a-f genannten Handlungen sind Beispiele für
    unsportliches Verhalten, das progressiv zu ahnden ist,
    beginnend mit einer Verwarnung (16:1b):

    a) ..........;

    b) den Gegenspieler oder Mitspieler verbal oder mit Gesten
    zu stören oder einen Gegenspieler anzuschreien, mit dem
    Ziel ihn abzulenken;
    .......

    Wenn der Schiedsrichter den "Anfeuerungsruf" nach dem Anpfiff des 7-Meters (du schreibst "..während der Wurfausführung...") an den Torwart als Versuch, den Schützen zu stören, versteht, ist das Vorgehen des Schieris sehr gut nachzuvollziehen.

    .....
    Zur ganzen Diskussion kann ich nur noch beitragen, dass es im Ausgangsfall auch die Möglichkait gibt, dass die SR auf FW entschieden haben, und dann erst die Information erhalten haben, dass der Fehler MIT dem Schlusssignal passierte. In diesem Fall haben sie dann richtig entschieden und die FWentscheidung regelgerecht zurückgezogen.


    Richtig!
    Hier noch der Regelnachweis dazu:
    Regel 2:9 Kommentar


    (Fettungen von mir)

    Auch wenn die Erläuterungen 4c nicht unmittelbar anwendbar sind, muss die aus meiner Sicht auch auf diesen Fall angewendet werden. Da hat

    Du willst doch aber nicht allen Ernstes eine Mannschaft nach dieser Progression schlechter stellen die bisher nicht mit passivem Vorwarnzeichen "bedroht" wurde als diejenige der es schon gezwigt wurde ?

    völlig recht hat.
    "Gelegenheit zum Neuaufbau" schon nach 5 Sekunden mit dem Vorwarnzeichen zu "ermahnen" erscheint schon sehr kurz und nach so kurzer Zeit würden wir es nur machen, wenn es extrem ist (z.B. Spieler ist frei und wirft nicht, hier sogar eventuell direkter Pfiff) oder (sehr weit verbreitet) durch einen Ruf von der Bank z.B "macht langsam..", "nur noch 15 - ausspielen ...." angekündigt/verlangt wird, und ich sehe, dass die Mannschaft die "Vorgabe" umsetzt.

    Nach dem Regeltext reicht es aus, wenn

    Zitat

    7:12
    Wird eine Tendenz zum passiven Spiel erkennbar, wird das
    Vorwarnzeichen (Handzeichen Nr. 17) gezeigt. Dies gibt der ballbesit-
    zenden Mannschaft die Gelegenheit, die Angriffsweise umzustellen,
    um den Ballverlust zu vermeiden. ...

    (Fettung von mir)

    Eine Zeitvorgabe wie lange ein Aufbauversuch (mindestens/höchstens) dauern darf gibt es im Regelwerk nicht.

    thomask:

    ........
    Dabei begeht er einen technischen Fehler während die Schlusssirene ertönt. Die Schiedsrichter entscheiden auf Freiwurf, lassen diesen aber nicht mehr ausführen. (Freiwurf hätte direkt hinter der Mittellinie ausgeführt werden müssen).
    ......


    Also für mich ist die Angabe des Starters des Themas (der einzige, der dabei war) der Ausgangspunkt. Dieser schreibt, dass der technische Fehler "während die Schlusssirene ertönt" gemacht wird. Mit Beginn der Schlusssirene endet das Spiel, ein technischer Fehler während des Ertönens der Schlusssirene, also nach Spielende kann nicht mehr geahndet werden und damit kann ein FW nicht mehr gegeben werden.
    Sollte der technische Fehler vor Beginn der Schlusssirene passiert sein, habe ich bereits in meinem ersten Posting geschrieben muss die Möglichkeit gegeben werden, den FW auszuführen. Da sind wir uns einig.

    Dein Beispiel (aus dem Fragenkatalog) widerspricht dem nicht, da die Regelwidrigkeit und die Verhinderung der klaren Torgelegenheit vor dem Schlusssignal (also in der Spielzeit) erfolgt. Für die Entscheidung ist es unmaßgeblich, ob der Ball vor dem Schlusssignal noch hätte ins Tor gehen können oder nicht. Solche Schätzungen werden den Schieris zum Glück nicht zugemutet.