Beiträge von Uwe aus LD

    @ sunny-1:
    15:9 hat mit dem Ausgangsfall und dem Griff in den Wurfarm nix zu tun, da dort kein Freiwurf gepfiffen war, sondern Ballverlust und Einleitung eines Konters beschrieben wurde.

    Meine Überlegung kam daher, dass bei einem Pass, der einen Konter einleiten soll, der Griff in den Wurfarm für mich schwer vorstellbar ist, ohne dass es eine progressive Bestrafung gibt. Ist aber nicht unvorstellbar.
    Gruß Uwe

    Zitat

    Original von Lord Vader
    Egal ob richtig oder falsch - die 2 min stehen aber im Beispiel nicht drin. Denn sonst wäre ja auch die Uhr angehalten worden und das verhindern des Passes wäre nicht erforderlich gewesen ;)


    Das hatte sogar ich gemerkt und deshalb dazu was

    Zitat

    (TO hätte Spielsituation verändert, lasse es aber nach Beschreibung weiter gehen - vor Wiederanpfiff!)


    reingeschrieben in mein Log ;)

    So wi ich die Darstellung verstehe hätte ich folgendes entschieden:

    1. TO - Freiwurf A - 2 Minuten Spieler B für Griff in Wurfarm.
    Wenn der Griff in den Wurfarm nicht progressionswürdig (schwer vorstellbar) war kein TO

    2. (TO hätte Spielsituation verändert, lasse es aber nach Beschreibung weiter gehen - vor
    Wiederanpfiff!)
    2 Min Spieler A - Rote Karte A (Bericht wg. Schiedsrichterbeleigung, bei uns (Pfalz)
    Passeinzug) - Mannschaft A 2 + 2 Unterzahl - Fortsetzung Freiwurf A

    Gruß Uwe

    Zitat

    Original von netrojaner
    .............
    Ich will keine ALLUMFASSENDE und zufriedenstellende Antwort haben. Ich will ein paar Eindrücke gewinnen und Meinungen einholen, auf was es den Trainern und Spielern ankommt. Z.B. in welchen Situationen sie meinen dringend auf passives Spiel entscheiden zu müssen bzw. wann sie es als ungerechtfertigt empfinden. Einfach Eindrücke und Meinungen - ohne Bewertung, ohne Regelbezug, ohne Anspruch auf richtig oder falsch...

    Ich sage mal ganz ketzerisch:

    - "... dringend auf passives Spiel entscheiden zu müssen ...." - beim Gegner

    - "... wann sie es als ungerechtfertigt empfinden...." - bei der eigenen Mannschaft
    ;)

    Aber im Ernst, schon die Fragestellung und dann der Nachsatz

    "ohne Bewertung, ohne Regelbezug, ohne Anspruch auf richtig oder falsch..."

    ist ein Widerspruch in sich.

    Gruß Uwe

    Zitat

    Original von SteamboatWillie
    Uwe, ich denke jeder kann Regeln lesen.

    Sicher richtig, kann, aber tut jeder es auch?

    Zitat

    Wenn du im Gegensatz dazu auch Netrojaners Beitrag gelesen hättest, hättest du wohl gemerkt, dass es ihm nicht darum geht was die Regeln bzgl Passivem Spiel sagen, sondern was sich die Spieler und Trainer unter passivem Spiel vorstellen.

    Wenn ich ehrlich bin, ich hab auf einen Eintrag wie deinen gewartet...leider...


    Dann freu ich mich, dass du
    1. ehrlich bist
    2. mit Warten nicht zu viel Zeit verschwenden musstest.

    Ich denke Ausgangspunkt sollte der derzeitige Regel- und Erläuterungs-Stand sein - welche Veränderungen werden da von den angesprochenen gewünscht ......

    Deshalb das Posting.

    Ich erlebe es fast wöchentlich in den Hallen, dass die Erläuterungen eben nicht bekannt sind - und das nicht nur bei Trainern, Spielern und und und ......
    Gruß Uwe

    Ich denke ein Blick auf die Erläuterungen kann so manche Frage einer Klärung näher bringen...

    Zitat

    Einige Punkte:
    - Abwehrspezialist läuft Konter bzw. 2. Welle mit - es wird abgebrochen und gewechselt => verdachtsmoment!?!?
    - Während des Spielaufbaus wird noch einmal gewechselt => verdachtsmoment?!?!
    - Pass oder Fehlpass zurück in die eigene Hälfte => verdachtsmoment?!?
    - ...
    - ...


    1 NEIN
    2 Möglicherweise
    3 Ja, wenn ohne Bedrängnis
    Gruß Uwe


    Falsch wurde schon oben zitiert, nochmals :


    (Fettung von mir) Nur dann ist TO verbindlich bzw. zwingend
    Gruß Uwe

    @ Rheinland SR: volle Zustimmung!

    Ich hab das gesamte Spiel eigentlich eher den Mangel bei dem Gespann in der Zeichengebung gestehen. Da waren einige Situationen die nicht klar waren.
    Habe gerade auf Video nochmal geschaut. Es ist zu keiner Zeit von einem der Schieris das Handzeichen für Einwurf (Zeichen 7) zu sehen. Ich habe auch zu keinem Zeitpunkt den Ball im Aus gesehen, sodass mir die Entscheidung Freiwurf Deutschland zumindest möglich erschien.
    Auch bis zur letzten Wiederholung ist zu keiner Zeit das Zeichen 7 für Einwurf von den Schieris zu erkennen (OK Qualität ist schlecht).
    Diese Unklarheit ging zu Lasten der Deutschen Mannschaft - leider! Offensichtlich gingen die Spieler auch von einem Freiwurf und nicht von einem Einwurf aus.

    Da es nach Betreten des Torraumes durch den Angreifer seit Jahren kleinen Freiwurf sondern Abwurf gibt, kann ihn nur noch der Torwart nach den Regeln des Abwurfes ausführen.

    Zitat


    12:2
    Der Abwurf wird vom Torwart ohne Pfiff vom Schiedsrichter (ausgenommen 15:5b) aus dem Torraum über die Torraumlinie ausgeführt.
    Der Abwurf gilt als ausgeführt, wenn der vom Torwart gespielte Ball vollständig die Torraumlinie überquert hat.
    Die Spieler der anderen Mannschaft dürfen sich zwar an der Torraumlinie aufhalten, dürfen aber den Ball erst berühren, wenn dieser die Torraumlinie vollständig überquert hat (15:4, 15:9, Erläuterung 5:2b).

    Früher wurde auf Freiwurf entschieden. Dieser musste am Ort des Vergehens ausgeführt werden, wobei die allgemeinen Toleranzen beim Freiwurf galten. Aber: Auf jeden Fall außerhalb des Wurfkreises.

    Zitat

    Original von raubkatze

    Gepfiffen haben Sie die falsche Sperre am Kreis, die unmittelbar vor dem Foul von Roggisch erfolgte.

    Somit also alles in Ordnung. Zumindest aus meiner Sicht :)

    Habe ich ganz genauso gesehen.
    Gruß an alle
    Uwe

    Zitat

    Original von Rheinland-SR

    Nein, ich weiß es ja nicht was richtig ist.
    Aber ein einheitliches Ergebnis würde ich mir schon wünschen. :lol:
    ........

    Dann wünsch mal weiter ....... und träume von einem "einheitlichen Ergebnis" auf dass du dann als Rechtfertigung für eine Entscheidung immer wieder verweisen kannst (am besten du nimmst einen Ausdruck von dem "einheitlichen Ergebnis" mit aufs Feld)
    Gruß Uwe

    PS: Allen ist das Denken erlaubt, vielen bleibt es erspart. - Curt Goetz

    Alles aus meiner Sicht in Ordnung, richtig entschieden.

    Es gilt keinerlei Vorschriften im Regelwerk, wer - auch einen zu wiederholenden Strafwurf - werfen muss.

    Zitat


    14:3
    Wenn auf 7-m-Wurf entschieden wurde, sollte nur bei erkennbarer Verzögerung (z.B. Wechsel des Torwartes oder des Werfers) Time-out gegeben werden. Die Entscheidung, Time-out zu geben, sollte den Kriterien der Erläuterung 2 genügen.

    Mannschaften können den Schützen frei wählen.
    Gruß Uwe

    Zitat

    Original von eisbeer
    Dann muss also z.B. ein FW, der ohne vorherige Spielunterbrechung, bei 29:58 in der eigenen Hälfte ausgeführt wird und sich bei 30:00 noch in der Luft befindet, wiederholt werden?


    Ich gehe mal davon aus, du meinst "...ohne vorherige Spielzeitunterbrechung ...." (Time out) .
    Richtig, Schieri unterbricht das Spiel, Freiwurf Mannschaft A in Spielhälfte A - Freiwurf wird ausgeführt und während der Ball in der Luft ist ertönt das Schlusssignal - Freiwurf ist am ursprünglichen Ort erneut auszuführen.
    Gruß Uwe

    Zitat

    Original von eisbeer
    Wenn der FW angepfiffen war, muss grundsätzlich die Wirkung des Wurfes abgewartet werden => Wdhl. des FW

    Ansonsten Spielende!
    ............

    Falsch! Die Regel unterscheidet nicht ob angepfiffen wurde oder nicht!

    Regel 2:4

    Zitat

    2:4
    Regelwidrigkeiten und unsportliches Verhalten vor oder mit dem Ertönen des Schlusssignals (bei Halbzeit- oder Spielende bzw. Ende der Verlängerung) sind zu ahnden, auch wenn die Ausführung des Freiwurfs (nach Regel 13:1) oder 7-m-Wurfs nicht vor dem Schlusssignal erfolgen kann.

    Ertönt das Schlusssignal, wenn ein Frei- oder 7-m-Wurf noch auszuführen ist oder der Ball sich nach einem solchen Wurf noch in der Luft befindet, ist dieser Wurf ebenfalls zu wiederholen. In beiden Fällen beenden die Schiedsrichter das Spiel erst, wenn der Freiwurf oder 7-m-Wurf ausgeführt oder wiederholt wurde und das Ergebnis dieses Wurfes feststeht.

    Zitat

    Original von SteamboatWillie
    ............
    Das ist doch alles halbgar!
    Entweder ist es eine und dann muss ich bestrafen und der Ballbesitz wechselt natürlich oder ich sehe es nicht als unsportlichkeit und nicht als Regelwidrigkeit an und das Spiel geht weiter wie zuvor.

    Also für dich ist jede Regelwidrigkeit der Bank per Definition eine Unsportlichkeit ........, da kann ich dir nicht folgen!
    Es gibt Regelwidrigkeiten die für mich keine Unsportlichkeit darstellen und die ich nicht gleich beim 1. Mal mit gelb bestrafe aber trotzdem unterbinde, z.B.:
    es stehen ständig zwei (oder mehr) Betreuer(ohne das Publikum "aufzuheizen") wäre für mich eine Regelwidrigkeit, die keine Unsportlichkeit darstellt. Hier wäre bei 1. Mal gelb für mich nicht angemessen.

    Aber wir müssen ja nicht die gleiche Linie pfeifen, da reicht es wenn ich mit meinem Gespannpartner an einem Strick ziehe.

    Ich habe nur die Ermahnung als ein sehr wertvolles Hilfsmittel kennengelernt ein Spiel zu managen ohne gleich mit Strafen arbeiten zu müssen. Oft reicht eine Ermahnung im laufenden Spiel ohne Unterbrechung (im Vorbeilaufen) oder eben - wenns ein wenig deutlicher sein muss - mit oder anläßlich einer Unterbrechung.
    Die Ermahnung ist ein Feld, in dem das berühmte und oft verlangte "Fingerspitzengefühl" seinen Raum findet.

    Wir machen es wie thomask und sind bisher bestens damit gefahren.
    Das geht auf Dauer ganz automatisch.

    Es sieht einfach blöd aus, wenn der Schieri
    - nicht weiß wo der Ball ist
    -nicht weiß wo es weiter geht
    -nicht weiß, in welche Richtung
    - ........
    Uwe


    Wird auch durch Wiederholungen nicht richtiger.

    Wenn Mannschaft A in Ballbesitz ist und die Bank A begeht eine Regelwidrigkeit, die ja nicht zwingend immer eine Unsportlichkeit sein muss (ja, für mich gibt es z.B. ein Reklamieren, das ich nicht gleich als Unsportlichkeit sehe, aber dennoch unterbinde und zwar mit Ermahnung), und ich unterbreche das Spiel um den Offiziellen zu ermahnen, dann wechselt der Ballbesitz zu Mannschaft B!
    Zwingend nach 13:1; denn ich ermahne nur nach Regelwidrigkeiten und nicht wenn alles OK ist.
    Gruß Uwe

    @ Theoitetos

    Ich (und mein Partner) nutze die Ermahnung gerne und viel, teils ohne Spielunterbrechung im "Vorbeigehen", teils anläßlich einer Spielunterbrechnung aber auch mit Spielunterbrechung (und ggf. Ballwechsel) auch gegen die Bank. Kommt immer auf die konkrete Situation an.
    Zu deiner Frage:
    Ja, es gibt für mich einen Unterschied zwischen Strafe (=Progressionsreihe) und Ermahnung (="Prävention")
    Es ist wie du richtig zitierst ein wertvolles Mittel der Spielleitung ohne sich unter Zugzwang zu setzen.

    Und gerade das ist nur möglich weil es eben nicht Teil der Progressionsreihe ist! Es ist ein wertvolles Mittel der Spielleitung in freier Entscheidung der Schiedsrichter.

    Mein Appell ist diese Mittel nicht einzuschränken als Teil der Progressionsreihe, sondern als eine Chance für uns Schiedsrichter zur Leitung des Spiels zu nutzen - ohne immer gleich mit der Karte zu winken.
    Gruß Uwe

    Zitat

    Original von Rheinland-SR
    ......
    1. Mannschaft B möchte einen TG laufen. B1 wirft zu B3, der alleine auf's Tor zuläuft, den Ball aber nicht fangen kann, sondern „unkontrolliert“ (mit einer Berührung) nach vorne schlägt.
    B3 läuft selber hinterher, fängt den Ball, der zwischendurch noch zweimal aufgeprallt ist, mit beiden Händen in der Luft auf und fängt dann sofort mit dem Prellen an.
    Also zwischen dem "Nach vorne Schlagen" und dem Fangen hat den Ball kein anderer Spieler berührt und es liegen ca. 2 - 3 Sekunden dazwischen.
    Prellfehler oder laufen lassen

    Das Thema wurde hier schon mal ausführlich diskutiert, aber ohne Ergebnis, da es zwei gegensätzliche Meinungen gab (die beide durch mehrere vertreten wurden). Gibt es da mittlerweile neue Erkenntnisse (es ging damals hauptsächlich um die Definition des „Lenkens“ in Regel 7:4.?

    ..........

    Zitat

    Regel 7
    Es ist erlaubt ......

    7:4 den Ball sowohl am Ort als auch im Laufen:
    a) einmal zu tippen und mit einer Hand oder beiden Händen wieder zu fangen;
    b) wiederholt mit einer Hand auf den Boden zu prellen und danach mit einer Hand oder beiden Händen wieder zu fangen beziehungsweise aufzunehmen.
    c) wiederholt mit einer Hand zu rollen und dann wieder mit einer Hand oder beiden Händen aufzunehmen. Sobald der Ball danach mit einer Hand oder beiden Händen gefasst wird, muss er innerhalb 3 Sekunden beziehungsweise nach höchstens 3 Schritten (13:1a) abgespielt werden. Das Prellen oder Tippen des Balles beginnt dann, wenn der Spieler mit irgendeinem Körperteil den Ball berührt und Richtung Boden lenkt. Nachdem der Ball einen anderen Spieler oder das Tor berührt hat, ist ein erneutes Tippen oder Prellen und Wiederfangen erlaubt (siehe jedoch 14:6).

    Fettung von mir
    Damit dürfte diese Frage geklärt sein!
    Lenken ist jede Richtungs- oder Geschwindigkeitsänderung.
    Uwe

    Aber nicht vergessen, die Erläuterungen zu lesen, auf die ausdrücklich in 16:1 c verwiesen wird.
    Da ist ausdrücklich auch vorgesehen "5:1 Progressive Bestrafung bei wiederholten Vergehen (16:1c)". Also ist bei 16:1c (Unsportlichkeit nicht zwingend immer sofort gelb zu geben.