Beiträge von Brummsel

    Naja, aber nach der regulären Saison mit 27 Punkten (wohlgemerkt in der 3-Punkte-Ära) und 75 Gegentoren erstmal ins Relegationsspiel zu kommen ist schon eine Leistung für sich. Und da auch noch aufgrund der Auswärtstorregel sich durchzumogeln...?

    Moin!

    Sonntag wird gar kein Handball im Fernsehen gezeigt werden, denn die Spiele sind bereits Samstag um 16:00 Uhr, da wäre ein Übertragung am Sonntag ziemlich doof :hi:


    Och, manche Fernsehsender leben fast ausschließlich von Wiederholungen, so abwegig ist da eine Re-Live-Übertragung nicht. ;)

    Das mit dem Daumen-Drücken ist denke ich nicht nur auf die Frage Underdog vs. Meisterschaftsanwärter zu beschränken, sondern auch auf die Frage, welchem afrikanischen Wildtier man den Erfolg mehr / weniger gönnt. Und da ist die Konferenz halt schon das Optimum, was man im Fernsehen herausholen kann. Sport1 hat diese Saison damit echt mal "Glück", letztes Jahr wars eine Abstiegs-Konferenz, interessanterweise mit der Konstellation, dass der THW durch einen Sieg in Großwallstadt dafür sorgen konnte, dass Gummersbach nicht abzusteigen brauchte (was auch geklappt hat). Jetzt kann sich Gummersbach quasi revanchieren, indem sie 110 % gegen die Löwen geben, wovon ich auch ausgehe.

    Im Sinne aller handballinteressierten Zuschauer wünsche ich mir ein möglichst unterhaltsames und spannendes Finale am Samstag. :hi:

    Irgendwie ist es schon ein wenig enttäuschend, dass bei den nächsten Spielen nur über die Höhe des nächsten Kantersieges spekuliert wird. Es ist zwar nachvollziehbar, aber schon ein Armutszeugnis für unsere Liga.


    Wieso ist das ein Armutszeugnis? Es wäre eher ein Armutszeugnis, wenn die hohen Etats des THW und der RNL im Vergleich zu den anderen Teams, gegen die es jetzt geht, "nur" mit 3, 4 Toren gewinnen würden, statt mit 10+. Es ist halt so, dass die Top-Vereine einen Etat haben, der ein Vielfaches gegenüber den Etats beträgt, die die meisten Teams der Liga zur Verfügung haben. Und wenn sich das irgendwann zeigt, tritt halt der "Normalfall" ein. Insofern bin ich immer wieder froh darüber, wenn Teams wie eben Hannover-Burgdorf oder Melsungen mit doch erheblich kleineren Etats recht dicht dran sind an den "großen" Teams, punktemäßig, auch wenn es in einzelnen Spielen dann solche Unterschiede gibt.

    Und wer davon faselt, Melsungen oder Lemgo hätten "absichtlich" so hoch verloren... jemals Handball gespielt? Jemals eine solche Packung kassiert? Das will niemand.

    ...dennoch immer noch sehr früh in der Saison und daher ein Risiko. Naja, irgendwann müssen die (vermeintlichen) Top-Teams gegeneinander spielen, insofern dürfte das nur sekundär ein Hinderungsgrund sein, diesen Termin wahrzunehmen.
    Ich denke, wenn man die Vermarktung durch Sport1 als Kriterium hinzunimmt, wird ein Schuh draus. Und Sport1 wollte die aus ihrer Sicht größten Zugpferde dabei haben. Und da man die Präferenz des Münchener Senders für den HSV Hamburg kennt, erübrigt sich die Frage, wer dort antritt, schon fast.
    Mal ne andere Frage: Gibt es Frankfurter Forenleser, die vom "Tag des Handballs" schon in der Stadt irgendwas mitbekommen, Plakatierung, Anzeigen in den Zeitungen, Radio-Spots oder sowas in der Richtung?

    geht absolut nicht gegen dich, aber ich frage mich immer mehr woher dieses Selbstbewusstsein hier im Forum kommt, dass Handball nach Fussball der Mannschaftssport Nr. 2 in Deutschland ist und das doch auf jeden Fall (mit dem HSV) bleiben sollte


    Der Anspruch, Mannschaftssportart Nr. 2 nach Fußball sein zu wollen, wird von DHB und HBL gleichermaßen vertreten. Das hat mit dem Forum hier nur sekundär zu tun. Nach der WM 2007 und dem (überraschenden) Titel wurde dieser Anspruch laut ausgesprochen und seitdem hofft man, diesem angenommenen Status Quo irgendwie gerecht zu werden. Und alles, was ich gesagt hab, ist doch, dass ohne die Großstädte mit den großen Hallen und den überregional aktiven Sponsoren dieser Anspruch nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Handball wird auch ohne Großstädte überleben, ohne Frage. Nur halt nicht mit diesem Medieninteresse und dadurch auch nur mit weniger Geld durch Sponsoren. Und ist deswegen auch international weniger konkurrenzfähig, auf längere Zeit. Das kann einem egal sein oder man versucht für den Handball und einen Teil seiner Fans mehr auf die Beine zu stellen, wie Bohmann beispielsweise.

    Sollte es sich aber als unmöglich herausstellen (und die Chose wird ja nun seit 12 Jahren mit wenig erfolg geprobt), Handball in einer Metropole wie HH wirtschaftlich zu etablieren dann ist doch die Frage nach Strahlkraft und Wichtigkeit der Metropolen völlig obsolet.


    Die Konsequenz daraus dürfte sein, dass Handball den Kampf um den Titel "Wichtigste Mannschaftssportart nach Fußball" verlieren wird und die HBL auf längere Sicht international kaum wird mithalten können mit Mannschaften wie Barcelona, Veszprem, Paris HB etc, mit Ausnahme des THW. Man wird wie in den 80er und 90er Jahren international nur noch mit Glück die Champions League gewinnen können und vielleicht wird sogar die Dominanz im EHF-Cup durchbrochen werden von anderen Ländern (was natürlich für den nicht-deutschen Handball-Fan auch nicht verkehrt wäre).

    Das ist letztlich eine sportpolitische Frage: Wie soll der Handball in Deutschland aufgestellt sein? Will ich im Konzert der großen mitmischen oder lass ich es sein, akzeptiere, dass der Deutsche Handball seine auf Vereinsebene führende Position verlieren könnte und habe eine Liga mi vielen Teams, die "vom Lande" kommen, aber überregional keine echte Strahlkraft haben?
    Bohmann will scheinbar für die HBL die "große Lösung" und kämpft deswegen darum, dass der HSV Hamburg weiterhin der Liga erhalten bleibt, fliegt dafür sogar auf die berühmteste Finca des Handballsports. Das kann man gut finden oder nicht, immerhin handelt er konsequent (in meinen Augen).

    Irgendwie wähne ich mich als Fan des HSV Hamburg wie in einem Zug, der mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf eine Weiche zurast, bei der nicht klar ist, ob sie zum Abstellgleis oder sonstwohin führt... Das ist momentan alles wie ein schlechter Film.

    Was ich mir wünschen würde:
    - Lizenzerteilung für die nächste Saison, diese Saison dürfte nicht mehr in Frage stehen
    - geordneter Rückzug von AR (er scheint wirklich nicht mehr zu können / wollen)
    - systematischer Neuaufbau des HSV Hamburg, auch wenn das bedeutet, dass man erstmal kleinere Brötchen backen muss
    - etwas weniger Show (trotz der Medienlandschaft in HH sollte das möglich sein) und mehr sachliche Kompetenz


    Auch wenn es einige hier nicht gerne hören werden und vielleicht auch als "falsch" hinstellen, ich glaube wenn der HSV Hamburg wirklich insolvent wird und den Spielbetrieb einstellen muss, wird Handball auf längere Sicht hinter Basketball und Eishockey, die beide derzeit mit ihrer Vermarktung anziehen, zurückfallen. Nicht, weil der HSV Hamburg so toll ist oder so, sondern weil wie Arcosh dargestellt hat das Medieninteresse an diesem Verein, mag man ihn lieben oder hassen oder einfach nur lächerlich finden, einfach immens ist und nicht adäquat ersetzt werden wird. Und dann wird das Projekt, Handball in Großstädten zu etablieren, auch nur noch bedingt erfolgreich sein. Die Löwen in Mannheim und die Füchse in Berlin spielen dort jeweils nicht die erste Geige, da ist Eishockey größer und in Berlin dürfte auch Basketball jedenfalls auf Augenhöhe sein. Hinzu kommt noch die Misere der Nationalmannschaft, die seit 2007 doch eher enttäuschend gespielt hat,jedenfalls nicht die Hoffnungen bzw Erwartungen der Öffentlichkeit erfüllen konnte.
    Wiegesagt, ich wünsche mir auch weniger seltsame Eskapaden (oft genug hab ich in den vergangenen Jahren die Hände überm Kopf zusammengeschlagen bei Meldungen über meinen Verein) und mehr positive Berichte in den Medien, aber ganz ohne Lärm und "investigative Medienberichte" wird es den HSV Hamburg nie geben.

    @Edit Brummsel
    Ihr spielt doch nächstes Jahr international wenn ihr die Lizenz bekommt.


    Das mag sein, aber auf längere Sicht, die für Sponsoren relevant ist, wird das vermutlich nicht der Fall sein, wenn ein Neuaufbau durchgeführt wird. Aber vielleicht ist auch alles gar nicht so schlimm, AR schießt derzeit und in der neuen Saison nur 2 Mio. € hinzu und der Rest ist durch Sponsoren etc. gedeckt. *rosarote Brille aufsetz* ;)

    Mal schauen, wie es weitergeht...

    Ich glaube nicht das der HSV völlig pleite ist, er ist nur einfach keine Mannschaft die einen Etat von 7-10 Millionen trägt, vielleicht auch nicht 5-6 wer weiß das schon, aber das sind die Etats die Berlin, Mannheim und Flensburg haben, es gibt noch 13 Mannschaften die mit weniger ganz gut auskommen.


    Dann muss aber die Umstrukturierung rasch vonstatten gehen und auch glaubhaft sein. Vielleicht mit neuen Kräften auch in Führungspositionen (Trainer, Management) etwas aufbauen, was solide finanziert ist. Sponsoren sollte es in Hamburg geben, auch ohne Rudolph. Wobei ich fast damit rechne, dass der eine oder andere überregionale Sponsor sein Engagement zurückziehen würde, wenn nicht mehr international gespielt wird.

    Wäre mal interessant zu erfahren, was da in den letzten Wochen, die ihn so angegriffen haben, alles vorgefallen ist. Ich weiß im Moment nicht so recht, wie ich damit umgehen soll. Zumal ich auch keinerlei Durchblick habe - wie wohl die meisten hier - was für einzuhaltende (Sponsoring)Verträge und in welcher Höhe es noch gibt mit Rudolphs Unternehmen. Das wäre ein echter Hammer, der "große" HSV steigt zum ersten Mal in die Zweitklassigkeit ab (sofern man die Lizenz erhält), der "kleine" HSV Handball geht in die Insolvenz. Ich hoffe, dass es in beiden Fällen nicht dazu kommen wird.

    Finde ich im Ansatz nicht schlecht


    "Im Ansatz" magst Du Recht haben. Aber das würde halt die Saisonleistung einer Mannschaft ad absurdum führen. Beispielsweise Kiel in der letzten Saison, 68:0 Punkte in der regulären Saison. Danach Playoff-Spiele, Kiel erwischt einen schlechten Tag, scheidet gegen XY aus. Das wäre imho nicht nachvollziehbar. Ganz davon abgesehen, dass es noch mehr Termine für die Spieler wären, sofern die Liga die gleiche Anzahl an Vereinen behalten würde.

    Meiner Ansicht nach sollte die Tordifferenz nicht primär den Ausschlag geben, sondern die direkten Duelle gegeneinander, wie es anderswo geregelt ist. Denn so, wie es jetzt aussieht, sind die Spiele gegen Underdogs - ohne deren Leistung schmälern zu wollen - entscheidend für die Meisterschaft. Dann ist entscheidend, dass Kiel etwa gegen XY durchgezogen hat, während die RNL die letzten 10 Minuten einfach nur ihren Stiefel runtergespielt haben. Wenn man etwas reformieren sollte bei der HBL, dann dieses in meinen Augen unsinnige Tore-Wettwerfen. Aber bitte, bitte keine Playoffs (wobei das ja wohl auch nicht zur Debatte steht, da jüngst wieder abgelehnt, wenn ich mich recht entsinne).

    Ich habe bei Sulzbach mitgespielt und wenn ich nicht besoffen war, gab es ein paar unterschiedliche Torschützen...
    War wohl eher deren Berichtschreiber besoffen ;)


    Nun verwirr doch nicht mit Fakten... ;)

    Solche einseitigen Torschützenstatistiken kommen aber tatsächlich vor, vielleicht nicht ganz so drastisch, aber hi und wieder... Ich kann mich zwar leider nicht mehr genau erinnern, wann das war (ist schon über 25 Jahre her), aber beim Vorspiel vor unserem damaligen Spiel spielten zwei C-Jugend Mädchenmannschaften. In einer der beiden Mannschaften war eine Spielerin, die es auf über 1,80 m brachte, und natürlich alle anderen um einen Kopf überragte. Der Nachmittag war für ihre Gegnerinnen echt frustrierend. ;)

    Gibt es eine Sportart mit mehr Fehlentscheidungen?


    Eiskunstlaufen? ;)

    Sicher gibt es in jedem Handballspiel Fehlentscheidungen. Das bleibt gerade im Profibereich nicht aus, allein aufgrund des hohen Tempos. Entscheidend ist halt, dass sich die Fehlentscheidungen ausgeglichen verteilen während des Spiels. Und da kann man dann mal anfangen, genau durchzuzählen. Wenn man will.


    Toller Kampf der Löwen, ein Landin in bestechender Form und eine grandiose Stimmung in der SAP-Arena. Ich denk, trotz aller Unkenrufe, dass der Montag-Termin funktioniert hat. ;)

    Zunächst mal Gratulation an Vardar. Die Mazedonier waren sowohl auf dem Handballfeld als auch auf den Rängen tonangebend über weite Strecken des Spiels. Und sie haben das nicht nur mit Kampfgeist gemacht, sondern auch mit Spielintelligenz, die ich leider beim HSV Handball vermisst habe.

    Es wäre sicherlich mehr drin gewesen für meine Hamburger. Aber es gab da leider kaum einmal gebundenes Mannschaftsspiel, man lebte im Angriff (wenn man es denn leben nennen will) von Einzelaktionen. Und Schwalb hat es leider nicht verstanden, der Mannschaft die richtigen Tipps gegen die variablen Offensiv- und Defensiv-Systeme von Vardar mitzugeben. Wie bereits geschrieben wurde, wenn der HSV Handball zukünftig weiterhin ganz oben mitspielen möchte, dann sollte ein Trainer dort arbeiten, der es versteht, junge Spieler kontinuierlich zu integrieren und diese dann auch noch so zu fördern, dass sie offensiv, defensiv und spieltaktisch besser werden. Dass beispielsweise unsere LA daraufhin ausgesucht werden (müssen), dass sie auf HL decken können, ist doch kaum nachzuvollziehen. Lackovic hat doch fast schon verlernt, HL oder im Innenblock zu decken. Und das konnte er meines Wissens in Flensburg noch. Aber das gehört jetzt glaub ich mehr in den HSV Handball-Thread...

    Fazit: Das war wohl für längere Zeit der letzte Auftritt auf der Bühne Champions League. Ich hätte mir einen würdigeren Auftritt gewünscht, sowohl spielerisch als auch vom Zuschauerinteresse her. Immerhin hat man nun einige Spiele weniger als die direkte Konkurrenz um die voreren Plätze in der Bundesliga. Vielleicht macht das ja tatsächlich was aus.

    Ein solcher Schlag könnte angedeutet sein (was an sich auch nicht hinnehmbar wäre) und würde dann auch die Reaktion von Gudmundsson erklären. Solange es keine objektive Schilderung des Schlages gibt, solange kann ein solcher auch nicht angenommen werden. Immerhin gilt bei der EHF noch die Unschuldsvermutung. ;)

    Letztlich stellt sich vermutlich heraus, dass das Ganze Bohei um diesen Phantomschlag einfach nur ein (un?)geschicktes PR-Manöver war, um die SAP-Arena so voll zu bekommen wie möglich. :D :hi: