Beiträge von Brummsel

    Ein Krisengipfel gestern abend mit Onkel Rudolph hat keine Lösung gebracht.
    Ich vermute der hat auch nicht genügend Mittel frei um einzuspringen.
    Oder wieder nur Ziererei und Koketterie bis zum Abwinken?

    Ich vermute / befürchte eher letzteres. Oder einfach Unwillen, weil... nicht genügend gehuldigt oder sonstwas.
    Was mich halt stört: Wenn Rudolph schon vor der Saison weiß, dass es ohne seine Zusatz-Investitionen - wie hoch sie auch immer sein mögen - nicht geht, warum macht er dann jetzt so ein Ballyhoo darum? Man muss wirklich annehmen, dass es Geltungsbedürfnis ist. Dass er auf diese Weise aber jeden wohlmeinenden Menschen im Umfeld um den Verein verschreckt, scheint ihm herzlich egal zu sein.

    Mittlerweile würde ich mich über ein Ende mit Schrecken, sprich: Insolvenzantrag, freuen. Auch wenn mir die Spieler, der Trainerstab sowie die Mitarbeiter leid täten. Ganz zu schweigen von den Fans, die teilweise mit Dauerkarte immer ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht haben.

    Mittlerweile nur noch 19:21, trotz / wegen sehr guter Paraden von Vortmann. So eine Radio-Übertragung ist was ganz anderes, die Spannung ist irgendwie... größer.


    Edit: Endergebnis 24:31, nachdem Melsungen nochmal auf ein Tor herangekommen ist, hat Biegler offenbar durch die Einwechslung von Vortmann den Matchwinner gebracht. Das waren ja zwei erfolgreiche Ausflüge nach Hessen. Das war so nicht zu erwarten. Wenn jetzt diese finanziellen Querelen nicht wären, könnte man die Situation in Hamburg sehr entspannt betrachten.
    Also, Herr R. und Herr F., bereingen Sie diese unhaltbaren Finanzzustände in Hamburg. Umgehend.

    Die Schaubühne Olympia wird ja nicht verschwinden, sie steht halt nur nicht in Hamburg, sondern in Paris, Los Angeles oder Budapest. Wo ist das Problem?

    Bei der vielfach geübten, grundlegenden Olympia-Kritik geht es doch eben um Olympia an sich, mit diesen kommerziellen Auswüchsen. Dass der olympische Gedanke sich überlebt habe, diese Art des Events nicht mehr zeitgemäß sei, der Kommerz alles bestimme, nachhaltige Ziele in keiner Weise verfolgt würden etc. Und eben nicht darum, wo dieses Spektakel stattfindet. Letztlich gehts um eine Abschaffung von Olympia. Nur, ohne Olympia gibts eben keinen Fokus mehr für sehr viele Sportarten.

    Auch wenn es nicht direkt zum Thema passt:

    Jonah Lomu, ehemaliger All Black und der wohl erste Superstar der Rugby-Union, verstarb unerwartet vor zwei Wochen. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Seine ehemaligen Team-Kameraden und Freunde verabschiedeten ihn in einer Zeremonie im Eden Park, der Heimspielstätte der All Blacks. R.I.P.

    Das widersinnigste Argument ist das der Baustellen: Wenn es keine Baustellen geben soll, wie soll dann die Infrastruktur verbessert werden??

    Weil die Baustellen zu Olympia wären eben anders gewesen. Viel störender und so. Aber wenn es jetzt Maßnahmen gibt, die entweder die Infrastruktur verbessern und / oder neuen Wohnraum schaffen etc, so werden die sich völlig anders in das Raum-Zeit-Kontinuum der Baumaßnahmen einfügen als es dieses der Fall gewesen wäre, wenn es sich um eine Omypia-Baustelle handeln würde. ;)



    Naja, ich weiß ja nicht, inwiefern die olympischen Spiele tatsächlich eine Breitensportveranstaltung sind.

    Klar, das Motto ist "Dabei sein ist alles", aber ist das Motoo wirklich repräsentativ für das, was die meisten/ viele Sportler wollen?

    Ist es das, was "wir als Bevölkerung" von Olympia wollen ... oder wollen wir nicht doch lieber die Helden, die auf dem Podest stehen? ... abgesehen vielleicht von "Exoten" wie Eddy the Eagle ... oder jamaikanischen Bobfahrern ... aber machen die Olympia dann gleich zu einer Breitensportveranstaltung?

    Ist es das, was die "Finanziers" (und hier die Finanziers der Sportler) wollen? Wwarum sonst macht der Bundessportminister die ganzen Vorgaben für die Medaillen? Weil dabei sein alles ist? Auch bei den Sportsoldaten gibt es Leistungstests und die weitere Förderung ist leistungsabhängig - dabei sein ist alles?

    Und die Verpflichtung, Amateur zu sein, um an den Spielen teilnehmen zu dürfen, ist ja bereits länger passé (bis auf Boxen und Fußball) ... abgesehen davon, dass das bereits früher Unfug war mit den Staatsamateuren aus dem Ostblock und den Sportsoldaten im Westen.

    Nein, Olympia als solche ist keine "Breitensportveranstaltung". Da hab ich mich unglücklich ausgedrückt. Ich meinte, dass nur bei Olympia noch Sportarten wie Schießen, Wildwasserkanu bzw. Kajak oder Rhythmische Sportgymnastik überhaupt wahrgenommen werden, also tatsächlich Sportarten, die dem Gedanken des Breitensports entsprechen. Dass auch bei solchen Sportarten das Hauptaugenmerk auf den Siegern liegt, mag stimmen. Aber wenigstens liegt einmal das Hauptaugenmerk für einen Tag auf dieser Sportart. Frag doch mal, welche Sportarten beim "Modernen Fünfkampf" durchgeführt werden. Oder zu welcher Sportart "Laser" gehört und auf welchem Element man dort Medaillen gewinnen kann.
    Man mag Olympia kritisieren, dass es kommerziell sei etc, aber ohne diese Schaubühne Olympia werden immer mehr Sportarten zu Randsportarten, die irgendwann gar nicht mehr medial existent sind.

    Ich sage doch gar nichts gegen das Ergebnis...das ist Demokratie....nur die Argumente sind teilweise etwas surreal

    Definiere surreal...
    Die Argumente sind vielleicht nicht so sportpolitisch-weitsichtig, wie Du (und ich) sie gerne hätten. Aber darum gehts ja: Dass die eine Seite (NOlympia) es geschafft hat, die Ängste vieler Stimmberechtigten anzusprechen und die Befürworter es nicht vermocht haben, diese Ängste zu zerstreuen. Und ich hab auch das Gefühl gehabt, dass es als "schick" galt, mit "Nein!" zu stimmen. Allein um es "denen da oben" zu zeigen. Anders kann ich den Beschluss auf der Mitgliederversammlung des FC St. Pauli kaum erklären. Sicher, man ist gegen Kommerz und Olympia steht wie kaum etwas anderes für Kommerz. Aber man ist eben auch (Breitensport)Verein und sollte als solcher eben auch eine Zielrichtung haben. Und Olympia als Breitensportveranstaltung ist eben auch beispiellos weltweit.

    Warum haben wohl die Münchner dagegen gestimmt? Der Gigantismus der aber an den Tag gelegt wird schreckt viele ab.

    Der Gigantismus und das Ausgeliefertsein gegenüber den großen Sportverbänden. Zur WM 2006 wars doch lächerlich, dass eine normale Bäckerei keine "Weltmeisterbrötchen" verkaufen durfte, weil "Weltmeister" eine geschützte Marke war. Hätten dann zu Olympia 2024 beispielsweise keine Ringe mehr verkauft werden dürfen, weil (olympische) "Ringe" auch eine geschützte Marke gewesen wäre?
    Dieser Aspekt bei Großveranstaltungen kann eigentlich nur auf weitgehendes Unverständnis stoßen. Und was den Gigantismus angeht, so war die Hamburger Bewerbung eher eine Anti-Gigantismus-Bewerbung.

    Langsam wird es für Fitzek Zeit, das Köfferchen für's Amtsgericht zu packen. Er sollte aber sein Handy nicht vergessen!

    Dann sollte es besser Prepaid sein, denn einen Handyvertrag wird er sich kaum leisten können, jedenfalls kein Geschäftshandy. ;)

    Nach der Saison 2013/14 einen vernünftigen Schnitt zu machen und in der dritten Liga neu anzufangen wäre sinnvoller gewesen. Aber das sag ich schon seit... ähm... ja, damals. :wall:

    Wohnraum und solche Projekte waren auch unabhängig davon geplant, wenn man sie jetzt plötzlich an die gescheiterte Bewerbung koppelt, wäre man wirklich dreist...aber das glaube ich eigentlich nicht.

    Das Element, das sich ändern wird, ist der Zeitplan. Bis 2024 wird das Wohnraumprojekt vermutlich nicht komplett durchgezogen sein, da sind andere Zahlen (2030 +) realistischer. Und das, wo für Hamburg ein Bedarf an 6.000 Wohnungen pro Jahr an bezahlbarem Wohnraum errechnet wurde für die nächsten fünfzehn Jahre.
    Naja, das ist jetzt ein Hamburger Problem. Ich bin mal gespannt, wann es hierfür den ersten Spatenstich gibt usw.

    Alle die mit Nein gestimmt haben sind also einfach zu dumm um dieses grandiose Spektakel als Chance zu begreifen? Verstehe ich dich da richtig?

    Du verstehst mich nicht richtig. Das hat mit "zu dumm" oder "schlau genug" rein gar nichts zu tun. Wenn Du da eine Wertung reinbringen willst, ist das Deine Sache, aber nicht meine Intention.
    Mir gehts darum, dass die Olympia-Kampagne manche Dinge versäumt hat. Und zwar allen voran das Konstenkonzept begreiflich zu machen. Daran hats doch de facto am Ende gehakt. Niemand konnte sich - zurecht - vorstellen, dass es nur mit 0,6 Mio. € Mehrkosten ein sinnvolles Sicherheitskonzept würde geben können, nachdem London 2012 bereits weit über 1 Mrd. € an Mehrkosten hatte aufbringen müssen. Die Olympia-Kampagne ist in die Kosten-Falle getappt, nach der reelle Kostenrechnungen 9 Jahre vor den Spielen kaum seriös angestellt werden konnen, um nicht angezweifelt zu werden. Und Nolympia hat halt diese Karte voll ausgespielt. Und wurde dabei von der Bundesregierung unterstützt, die die Zusage für 6,2 Mrd. € - die städteplanerisch laut Aussage Bundesinnenministerium eh zum großen Teil bewilligt werden würden - nicht gegeben hat.

    Und seit wann geht in Deutschland auf höchster Ebene etwas ohne Kostenexplosion über die Bühne?

    Oh, da gibts durchaus Beispiele. Die diversen Rechnungshöfe in unserem Land sagen ja auch, wenn beispielsweise Museums- oder Theaterneubauten günstiger werden als geplant. Nur sind eben diese Fälle nicht so schlagzeilenträchtig ("Hurra! Baubehörde hat 10 Mio. € über!") wie der umgekehrte Fall ("Wieder Misswirtschaft in der Behörde! Planungskosten um X-zig % überschritten!")- Man hört doch hauptsächlich von den Fällen etwas, die eben nicht funktioniert haben. Wenn irgendwas glatt über die Bühne geht, kräht doch kein Hahn danach.

    Damit verschwindet Deutschland von der olympischen Weltkarte für die nächsten Jahrzehnte. Denn wer glaubt allen Ernstes, dass die Politik dem DOSB hinreichend Mittel zur Verfügung stellen wird, um die sportlichen Leistungen ernsthaft auszubauen, wenn es perspektivisch keine Olympischen Spiele in Deutschland geben kann in den nächsten Jahrzehnten?
    Der Olympia-Kampagne ist es nicht gelungen, die Kostenanalyse halbwegs veständlich so darzustellen, dass die Omypia-Skeptiker überzeugt gewesen wären, dass es ohne Kostenexplosion über die Bühne gegangen wäre.

    Ich persönlich finde es schade für die Städte bzw das Umland. Beides hätte imho von Olympia 2024 enorm profitiert und man hätte es auch sozial verträglich hinbekommen - sicher nicht zum Nullsummenspiel, aber auch nicht mit übermäßigen Steigerungen - und Hamburg hätte st#dteplanerisch eine Perspektive gehabt. Jetzt steht das alles in den Sternen...

    Also, auf zu neuen Ufern für Olympia! Es leben weiterhin der Gigantismus und die Prestige-Projekte für Städte und Staaten!

    Bin gespannt wann er hinschmeisst.

    Ich glaub nicht, dass Biegler hinschmeißt. Er ist doch fein raus: Als Trainer leistet er gerade wieder respektable Arbeit - soweit man das von außen beurteilen kann - und entweder er bekommt das Geld vom HSVH bzw von AR, dann läuft alles den eigentlich angedachten Gang. Oder er bekommt sein Geld nicht, dann wird irgendwann Insolvenz beantragt werden und er bekommt eine entsprechende Entschädigung.

    Verarscht dürfen sich nur mal wieder einige andere Vereine der HBL fühlen, die mit deutlich weniger Etat zurechtkommen müssen. Ebenso die Fans, die eine Art Aufbruchstimmung zu Saisonbeginn erleben durften und die jetzt wieder einmal vor dem Nichts stehen. Und wohl auch die Spieler bzw. der Trainer- und Betreuerstab insgesamt, zumal wenn da "einige" ihr Gehalt nicht bekommen haben sollten.

    Wer hat eigentlich bei der HBL dermaßen geschlampt, dass der HSVH die Lizenz erhalten konnte, wenn die Finanzsituation sich so darstellt, wie gerade berichtet?!

    Sehr Schade...Biegler baut da wirklich was auf, ich habe Hamburg noch nie so gut als Team zusammenarbeiten sehen.

    Das wäre in der Tat sehr schade. Nur, wenn man diesen Neuaufbau auf tönernen Füßen plant, kann es eben nichts werden, dauerhaft.

    Ich weiß echt nicht mehr, ob ich weinen oder lachen soll. Man lernt (auf Führungsebene der Spielbetriebs-GmbH) scheinbar nicht dazu, zerstört immer weiter das, was noch an Vertrauensbonus seitens der Fans vorhanden ist und versucht weiterhin sich durchzuwurschteln. Anders kann man das wohl kaum nennen. Ob das strafrechtlich relevant ist, interessiert mich derzeit gar nicht. Mich kotzt es nur an, dass ständig vorgegaukelt wird, man sei auf dem "Weg der Besserung" und dann kommt sowas raus. Selbst wenn juristisch nichts zu beanstanden wäre, moralisch ist das Humbug, mal wieder. Und das wird nicht besser, solange die AR-gläubige Vorstandsetage der GmbH weitermachen darf.

    Sportveranstaltungen in Zeiten globalen Terrors - kann, darf man solche überhaupt noch durchführen? Oder muss man sie sogar durchführen, eben um ein Zeichen zu setzen gegen die Einschüchterung? - Da würde ich mich mit allen Risiken dieser Argumentation anschließen: Jetzt erst recht! Egal ob in Paris, Rom, Budapest, LA oder Hamburg.

    Ein Sicherheitskonzept zu erstellen ist dann allerdings kompliziert und vermutlich kaum machbar, wenn man wirklich alle oder wenigstens die meisten Eventualitäten berücksichtigen möchte. Zumal olympische Spiele (auch) von ihrer Offenheit gegenüber Jedermann leben.
    Ich hoffe nur, dass jetzt nach den Anschlägen von Paris die Stimmung in Hamburg nicht kippt. Denn wenn man vor dem Terror kapituliert, fordert man noch mehr Terror heraus.

    Ob mit oder ohne Pfahl, Hamburg wird beim THW chancenlos sein

    Chancenlos vielleicht nicht, aber einen Auswärtssieg wird man wohl kaum erreichen können. Vielleicht kann man bis zur 45. Minute mithalten, dann wäre eventuell sogar etwas drin. Der Kader des THW ist immerhin nicht allzu groß und die Kieler spielen eben noch in drei Wettbewerben, im Gegensatz zu Hamburg. Da sehe ich eine gewisse Chance.
    Qualitativ und spielerisch sollte der THW aber um eine Klasse besser sein als Hamburg. Wenn sie es abrufen können.

    Bleibt die hehre olympische Idee - aber die ist eh schon längst über Bord gegangen (welch passendes Bild bei Segelwettbewerben). Olympia muss neu überdacht werden, vielleicht merken sie ja was, wenn sie keine Stadt mehr als Ausrichter finden, weil es überall Volksentscheide dagegen gibt?

    Das ist doch (leider) ein Irrglaube. Es wird immer eine Stadt geben, die in einem Land liegen wird, in dem solche Volksentscheide entweder nicht stattfinden oder mit 98,3 % zugunsten des Wunsches der politischen Führung des Landes ausgehen. Wobei das auf die Kandidatenstädte für 2024 wohl eher nicht zutrifft. ;)

    Letztlich läuft es darauf hinaus: Will man durch einen Bewerbungs-Boykott ein Zeichen setzen, dass die Auswahl - siehe Winterspiele 2022 - derart unattraktiv wird, dass man sich die Spiele eigentlich sparen kann?
    Oder will man dadurch ein Zeichen setzen, dass man immerhin versucht, die neuen Kriterien der olympischen Agenda so gut es geht umzusetzen, indem man überzeugende Konzepte anbietet?
    Ein Boykott lebt davon, dass ALLE mitmachen. Aber das wird man wohl nicht hinbekommen.