Beiträge von Brummsel

    Es gibt heutzutage Menschen, die immer etwas dagegen anzuquaken haben, die gibt es immer wieder! Warum mal nicht demütig und dankbar sein, und sich ruhig zu verhalten!

    Freiwillige Selbstzensur? Ich weiß ja nicht...

    Klar ist es nicht nötig, bei allem und jedem erstmal "dagegen" zu sein. Rein aus Prinzip. Aber wenn jemand sachlich argumentiert und eine andere Position vertritt, ist das kein "dagegen anquaken".

    Zum Interview mit Prof. Schmidt-Chanasit sei noch erwähnt, dass der Beitrag rund eine Woche nach den Achteifinal-Rückspielen der Champions League entstanden ist. Zu dem Zeitpunkt wurde immer deutlicher, dass gerade das Spiel in Mailand zwischen Bergamo und Valencia als Multiplikator für den Corona-Virus gedient haben musste. Wenn der Virologe "Spaßveranstaltungen" generell und den Fußball im speziellen geißelt, war das sicher auch unter diesem Eindruck geschehen.
    Ob ihm die Folgen für einzelne Vereine bewusst waren, kann ich nicht beurteilen, aber vermute mal nicht, dass er das auf dem Schirm hat. Dennoch ist eine derartige Verallgemeinerung wenig sinnvoll.

    Ich vertrete diese Meinung ja auch nicht. Sport hat ja auch eine gesellschaftliche Funktion.

    Das hatte ich auch nicht implizieren wollen. ;)

    Hab einen Sekundärlink gefunden: Klick. Zwar gehts da nur um Fußball, doch ist die Argumentation weitgehend austauschbar.


    Tante Edith: NDR-Interview mit Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit. Quintessenz: Fußball (explizit) sei als Multiplikator zu riskant, selbst bei Geisterspielen, da sich Fans dennoch versammeln würden, um gemeinsam zuzusehen.

    Ich fürchte ja Hier geht es ja nur um " Spassveranstaltungen" die als letztes kommen. ( Zitat eines der Virologen )

    Hast Du zufällig eine Quelle?

    Wenn man jetzt mit Wertungen anfängt, was ist "notwendig", was eine Spaßveranstaltung, müsste man doch wohl auch Unternehmen, die Produkte herstellen, die hauptsächlich dem "Spaß" dienen, mit solcherart "Spaßveranstaltung" gleichsetzen. Sorry, aber das kann grundsätzlich kein Kriterium sein. Immerhin hängen vom Profihandball wie insgesamt vom Profisport nicht wenige Existenzen ab.

    Die Vereine haben doch meines Wissens ihre Profi-Abteilungen in Spielbetriebs-Gesellschaften (egal welcher Rechtsform) ausgegliedert. Gelten diese dann nicht als (mittelständische) Unternehmen und können von der entsprechenden Corona-Förderung der Bundesregierung profitieren? Oder ist das zu blauäugig gedacht?

    Normal, Mehrheit und offensichtliches sind eben auch furchtbar dröge. Mal so richtig kräftig gegen den Mainstream anschwimmen ist da schon deutlich sexier.

    Eben. Man ist ja Rebell. Oder sowas ähnliches.

    Wenn ich mir die Entwicklung der Zahlen in verschiedenen Ländern anschaue, scheint es so zu sein, dass das deutsche Gesundheitssystem, auch wenn es viele Fehler hat (allen voran die großflächige Privatisierung), immer noch eines der besten europaweit ist. Und dass der Kurs, den das RKI und führende Virologen ausgerufen haben, bisher weitgehend zu funktionieren scheint.

    Was nun besser werden muss, ist die europäische Solidarität. Ansonsten wird man nachdem irgendwann in (hoffentlich) 2020 die Corona-Pandemie nachlässt, resümieren müssen, dass der Gedanke der Europäischen Union gescheitert ist. Dann soll man so ehrlich sein und es wieder auf eine Wirtschaftsgemeinschaft zurückfahren. Nach der Entwicklung in Ungarn respektive der anstehenden Entwicklung in Polen bin ich mir eh nicht sicher, ob die Europäische Union noch zu retten ist.
    Dass jedoch Italien und Spanien in vielen Bereichen gerade allein gelassen werden, wird den Gemeinschaftsgedanken weiter unterhöhlen. Bei den nächsten Wahlen in Italien dürfte Salvini sich zurecht sehr große Chancen ausrechnen mit seinem ablehnenden Europa-Kurs. Wenn "die EU" da nciht gegensteuert, könnte die Corona-Pandemie durchaus das schaffen, was vielfach bisher versucht wurde: Die EU wirtschaftlich kaputt zu machen und damit als Machtblock aus dem globalen Spiel zu nehmen.

    Auch interessant, dass der Shitstorm Adidas trifft und nicht Deichmann oder HM. Ich finde es etwas simpel mit Hinweis auf den letzten Gewinn draufzuhauen.

    Das dürfte sich wohl primär dadurch erklären, dass Adidas im Gegensatz zu den anderen Unternehmen im Dax auftaucht. Deichmann und Douglas werden gar nicht an der Börse gehandelt. Insofern ist das Interesse der Öffentlichkeit bei Adidas deutlich größer.

    Schau Dir das doch einfach mal in Ruhe an und bilde dir deine eigene Meinung....

    Hab ich getan. Das ist wie mit den Äpfeln und Birnen. Aber das wurde auch schon gesagt und erklärt.

    Allerdings leiden in Deutschland fast 50% aller Erwachsenen an Bluthochdruck. Das würde ich nicht überbewerten.

    Die Bewertung von Bluthochdruck bzw Diabetes ist ja ohnehin mit äußerster Vorsicht zu genießen. Wenn durch eine Neubewertung (wie zuletzt 2017 für die USA) die Werte für zu hohen Blutdruck um 5 Punkte systolisch bzw diastolisch geändert werden, gibts gleich Millionen neuer Patienten für die Hersteller von blutdrucksenkenden Medikamenten. Dass aus medizinischer Sicht diese Bewertungen nur bedingt nachvollziehbar sind, sagen nicht nur vereinzelt Hausärzte und Kardiologen.
    Vielleicht wird eher andersrum ein Schuh draus: Diejenigen mit sehr gutem Blutdruck haben eine größere Chance zu überleben. Aber das dürfte eh auf so gut wie alle Fälle von Krankheiten zutreffen. Wer sich ausgewogen ernährt, sportlich betätigt und wenig raucht, trinkt etc, dürfte allgemein größere Chancen haben, eine (schwere) Krankheit zu überstehen. Vielleicht gibts ja auch eine Statistik, nach der das Risiko für Raucher stark erhöht ist, an den Folgen einer Corona-Erkrankung zu sterben.


    Kurze Offtopic Geschichtsstunde - für das Föderale System hat sich Deutschland nicht "entschieden", sonder es wurde aus gutem Grund völlig zurecht durch die Alliierten auferlegt.

    Bedingt korrekt. Föderalismus ist keine Staatsform. Eine parlamentarische Demokratie ist eine Staatsform. Und dafür hat sich Deutschland mit dem Grundgesetz entschieden. Ich bin mir sicher, dass auch eine präsidiale Demokratie nach US-amerikanischem Vorbild von den Alliierten akzeptiert worden wäre. Das föderale Element ist Teil der Staatsorganisation.

    Mir fehlen die Worte. Die Wischiwaschiansprachen unserer gewählten Vertreter wurden zu lange ignoriert.

    Deutschland hat sich nach dem zweiten Weltkrieg bewusst für eine Staatsform entschieden, die der Selbstverwirklichung einen großen Stellenwert einräumt. Nur hat dieses große Maß an individueller Freiheit auch einen Preis: Selbstverantwortung.
    Während einer Krisenzeit wie der jetzigen heißt das für alle Bürger, die eigenen Entscheidungen nicht nach der Maxime zu treffen "Wie ziehe ich für mich persönlich den größten Nutzen aus der Situation", sondern sich sozial zu verhalten und auch an seine Mitmenschen zu denken. Nur leider wird ein solches Verhalten in friedlichen Zeiten nur sehr bedingt gefördert und gefordert, so dass man jetzt die Quittung bekommt. "Die können mir gar nichts verbieten!" ist ein viel gehörter Satz. Ebenso wie "So schlimm ist das doch wohl nicht, wenn ich kurz mal raus gehe". Auch gut: "Das ist doch meine Sache, wenn ich mich dem Risiko aussetze."
    Der Bundespolitik sind da aufgrund der föderalen Struktur die Hände gebunden. Rückblickend wird man vermutlich irgendwann sagen, dass man schon zwei, drei oder vier Wochen früher über Ausgangssperren hätte nachdenken sollen. Nur der Aufschrei wäre dann immens gewesen, wenn das Virus hier noch gar nicht "'angekommen" wäre, und man die Freiheit der Bürger derart beschnitten hätte. Und es hätte sicherlich genug Leute gegeben, die mit den oben genannten "Argumenten" bewaffnet den Aufstand geprobt hätten.

    Ich musste gerade schmunzeln, weil ich genau das eben zu meiner Frau gesagt habe, nachdem ich den Stapel Werbeprospekte aus dem Briefkasten geholt habe. Das ist mE komplett kontraproduktiv, die Leute so in die Geschäfte zu locken. Nonfood zu verkaufen, ist eigentlich unlauter, denn Läden mit nur diesen Artikeln müssen sinnigerweise schließen. Aber es ist wie immer im Leben, es gibt niemals nur Verlierer, genauso wenig wie es nur Gewinner gibt.

    Das Problem dürfte sein, dass der Verkauf von Aktionswaren auf ein Vierteljahr im voraus geplant ist, mindestens. Die Rasierapparate zu 19,95 € sind schon lange bestellt, gefertigt und kommen gerade im Zentrallager an. Und da der Lagerplatz nicht unendlich ist, muss das Zeug halt auch in time raus. Kurzfristig reagieren können die großen Ketten nur sehr bedingt. Vielleicht sind jetzt die dezentral organisierten Läden (Edeka, Rewe) im Vorteil, die unter Umständen flexibler agieren können.

    Im heutigen Corona-Update-Podcast spricht der Experte von einer Inkubationszeit von durchschnittlich 5 Tagen (die dort besprochene Studie seziert er zwar kritisch, aber diesen Punkt nicht).

    Und "durchschnittlich" meint ein statistisches Mittel. Sprich: Es gibt Einzelfälle, in denen die Inkubationszeit stark davon abweichen dürfte. Daher dürfte in einigen Fällen eine Inkubationszeit von mehr als einer Woche, in anderen Fällen von weniger als drei Tagen vorliegen. Insofern kann man das gar nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt herunterbrechen.

    So so, da haben also Seehofer und Maas die Unwahrheit gesagt...

    Dann hat wohl auch Herr Hopp, immerhin Anteilseigner bei CureVac, die Unwahrheit gesagt. Klick.

    Dass es keine konkrete Offerte gab, heißt ja nicht, dass vielleicht Interesse bekundet worden sei bzw vorgefühlt wurde.

    Wenn man jetzt davon ausgeht, dass man in ein paar Monaten in die Erprobungsphase der versuchsweisen Anwendung gehen kann - dann finde ich das eine sehr beunruhigende Nachricht (und der Link von Hamster stammt ja aus der Fachpresse - das ist jetzt nochmal was anderes als ARD oder RTL..)

    Dann wirst Du wohl damit leben müssen, schneller gehts vermutlich nicht. ;)
    Es sei denn, man forscht in einem totalitären System, das auf die notwendigen Schritte im Vorfeld der Zulassung (klinische Studien etc) verzichtet und quasi eine Art Feldversuch durchführt, indem ungetestete, hoffnungsvolle Impfstoffe bei Patienten eingesetzt werden. Schwund ist ja überall...

    Hm, der vll. entscheidende Satz des aufschlussreichen Artikels vom Hamster liest sich aber nicht so dolle an:

    Das musst Du in die richtige Relation setzen. Die Erforschung neuer Wirkstoffe (impfstoffe, Antibiotika u.a.) dauert im Normalfall nicht Monate, sondern eher Jahre. Bis hin zu ein bis zwei Dekaden. Hinzu kommt dann noch die Erprobungs- und Zulassungsphase. Da ist dieser Zeitrahmen tatsächlich bemerkenswert.

    Das einzige, was man jetzt schon sicher voraussagen kann: Trump, Putin, Erdogan und Johnson haben die Corona-Krise bewältigt und das Virus besiegt. Eigenhändig. Jedenfalls nach deren jeweiliger Lesart, sobald das Gröbste vorüber ist.

    Achja, und Shinzo Abe auch. Der ja immer noch am Termin für Olympia festhält, aus ideologischen Gesichtspunkten: Man wolle einen Beweis dafür liefern, dass "die Menschheit den Coronavirus besiegen" könne. Klick.
    Vor einigen Seiten hatte jemand gesagt, dass wohl eines der ersten Symptome von Corona sei, dass der Verstand flöten gehe. Q.e.d.