Ich hab mir die Spielaufzeichnung erst heute angeschaut und vorher mit Interesse Eure Kommentare gelesen.In #33 von stocri und #40 oldie 50 finde ich interessante Ansichten. stocri hat die takt.Ausrichtung des Gastgebers als Aussenseiter gg. den Titelanwärter sehr gut skizziert. Takt. Winkelzüge die man natürlich nur mit den Schiris
und dem Druck aus dem Publikum auf diese Beiden durchspielen kann. Imponierend dabei bei den Erlangern die läuferische Stärke im schnellen Rückzug, die schnellen Füsse im elastischen Abwehrverbund und die Konsequenz körperlich harter Kontakte gegen alles was aus dem Rückraum der RNLmit Ball Richtung Tor ging. Hatte sich der Löwenangreifer mal 1gg1 durchgesetzt dann war schon ein zweiter Aufprallspieler parat, der manchmal grenzwertig Durchbruch oder den Wurf stoppte.Beispielhaft die ersten 20 Min gegen den Durchbruchspieler Petterson, der sich meistens am Boden fand.Aber auch im Abwehrverband bekam der Isländer seine Prügel. Sehr heftig die Ellbogenattacke von RL Link im Sprungansatz gegen den Hals von Petterson ,bei korrekter Regelanwendung, mindestens Stürmerfoul mit 2 Min.für den Angreifer, bei besonders sensiblen Schiris sogar ne rote Karte für den Ellbogenanwender. Bei diesen beiden Schiris Freiwurf für den Angreifer !! Mit der Gnade der Schiris die Zeichen gesetzt und ausgelotet ,was möglich ist. Die Löwen waren angesichts der erlaubten Körperkontakte ohne Strafe beeindruckt,verkrampften,der Spielfluss wurde nicht gefunden, durch Zweikampfunterbrechungen schnell vom Passivspielzeichen der Schiris bedroht.. Anerkennenswert und clever , dass die franken hochmotiviert Kampfsport ausübten und auch ihren
kräfteraubenden "Abwehr-Kampfverband" ausdauermässig gut durchhielten,weil die Löwen sich zu früh in die körperlichen Zweikämpfe reinziehen liessen u.diese auch nicht durch schnelle Passfolgen,Kreuzen oder Verlagerung vorbereiteten.
Interessant die Erlanger Anriffsstrategie : Im Angriff gegen die RNL zuerst einlullend mit langen Passfolgen,Schiris die diese Spielweise zuliessen und Löwen die nun mit hängenden Armen mehr und mehr standen,nicht mehr energisch nachschoben und nicht verdichteten. Jedes Erlanger Anziehen im Tempo, dynamisches Kreuzen mit Parallelstößen schufen den Franken hervorragende
Schussmöglichkeiten oder Passwege zum Kreis, wo der Kreisspieler ohne klare Wurfausführung zum Tor, nur in den Torraum umfallen musste (typisch für die eigentümliche Regelauslegung der Hellblauen) um ein 7m-Geschenk zu bekommen. Ich habe hier 5 eher skandalöse 7m-Interpretationen ,4 gg RNL + 1 gg Erlangen gesehen. Das Spiel wogte hin und her, keiner konnte sich überzeugend und stabil lösen.
Dann Schmid mit seinen Durchbrüchen und die Dreier Spielertraube,die ihn ungestraft im Torraum stoppte.Egal wie feige die Schiris nun waren, die zuvor eher inflationär den 7m fürs Betreten des Torraums mit und ohne Einschränkung des Werfenden gaben, kamen die RNL dennoch zur 1-Tore_Führung. Warum die angreifenden Erlanger dann 10 Sek. vor Schluß in eine Überzahlsituation versetzt wurden,der bestrafte KEdR foulte nicht 2-Min-reif, wissen nur die beiden Unparteiischen. Auf jeden Fall stellten die Franken aus dieser Überzahl- Situation den Parallelstoss
des RA her, den dieser grandios und sicher verwertete.
Ein spannendes, für die 7000 Zuschauer emotional packendes Handballspiel mit leistungsgerechtem Remis.