Ich persönlich unterscheide bei dieser Frage zwischen Gott und Religion.
Es gibt für mich auf der einen Seite die Religion mit der Kirche als Institution. Diese Einrichtung hat in den vergangenen Jahrhunterten viele Fehler gemacht (Hexenverbrennung, tolerierung der Politik Hitlers, zumindest die Innerdeutschen Kirchen, Kreuzzüge, usw. und so fort). Das machst sie irgendwie unglaubwürdig und ist mit ein Grund, warum Relgion aus der "Mode" kommt. Man kann aus seinen Fehlern lernen, nicht auf ihnen bestehen. Aber genau das macht die Kirche, bzw. versucht es, da es mit dem Zugeben von Fehlern nicht so weit her ist.
Wenn man mich fragt, ob es einen Gott gibt, sage ich, dass es gut möglich ist, ja sogar sehr wahrscheinlich. Die Entwicklung des Universums läßt sich heute haarklein rekonstruieren, wenn man aber einen Physiker fragt, was vor dem Urknall war, muss er schlucken. Keiner weiß es, keiner kann es sich vorstellen. Warum sollte es nicht ein höheres Wesen geben, dass die Moleküle "angeschubst" hat und dieser Entwicklung den Anstoß gab. Nur glaub ich nicht, dass danach noch groß eingegriffen wurde, vieleicht weil es auch nicht möglich war.
Und zu glauben, es gäbe einen Gott, der sich ausschließlich der Erde widmet halte ich für ignorant und realitätsfremd, denn das Universum ist riesig, die Wahrscheinlichkeit auf anderes Leben damit gegeben und warum sollte ein Gott sich dann nur auf die Erde konzentrieren?
Auf jeden Fall ein interessantes Thema, weil es doch in vielerlei Hinsicht die Vorstellungskraft vieler übersteigt. Oder kann sich jemand vorstellen, was vor dem Urknall war? Oder was sein wird?