Gesellschafter der Marketing benennen Personenkreis für Beirat – Bald hauptamtlicher Geschäftsführer?
Die HSG Nordhorn macht im Bemühen, verbesserte Strukturen zu schaffen, weitere Fortschritte. Bei einer Versammlung der Gesellschafter der Marketing GmbH des Handball-Bundesligisten wurde man sich darüber einig, welche Personen künftig den Beirat bilden sollen. Das bestätigte gestern HSG-Vorsitzender Jürgen Becker, der einer von sieben Gesellschaftern der Marketing ist.
Dieser Kreis einigte sich laut Becker auf folgende Personen für den Beirat: Oberkreisdirektor Josef Brüggemann, Nordhorns Bürgermeister Meinhard Hüsemann, Dr. Wilfried Holtgrave von der Wirtschaftsvereinigung, Hans Harms-Ensink als Vertreter der Sponsoren, Bernd Rigterink und Klaus Voik (ohne Stimme) aus dem Management des deutschen Vizemeisters sowie Becker selbst, als Vertreter des Hauptvereins. Auch Klaus Hansmann soll dem Gremium angehören, allerdings erst, wenn er als Geschäftsführer der Marketing ausgeschieden ist.
Das könnte relativ bald sein. Denn auf der Suche nach einem hauptamtlichen Geschäftsführer ist Bernd Rigterink mittlerweile mit einem Bewerber in konkrete Verhandlungen getreten. Den Namen will der Manager noch nicht preisgeben. Allerdings verrät er, dass ihm prominente Hilfe zur Seite stand. Der Logistik-Unternehmer ließ seine guten Kontakte zum SV Werder Bremen spielen. Willi Lemke, einst Manager des Fußball-Bundesligisten und mittlerweile Bildungssenator in der Hansestadt, machte ihn auf einen ausgewiesenen Marketing-Experten aufmerksam. Der hat mit den Medien-Konzernen Bertelsmann und Springer namhafte Station in seinem beruflichen Werdegang. Rigterink ist zuversichtlich: "Der Kandidat war hier um, sich alles anzuschauen, und war sehr angetan."
Doch nicht nur das Thema hauptamtlicher Geschäftsführer drängt. Und daher soll sich der Beirat nach Möglichkeit schon in dieser Woche zu seiner konstituierenden Sitzung treffen. Dann wird es vordringlich auch darum gehen, die Zukunft der zweiten Mannschaft zu sichern. Der wurde - wie berichtet - zum 30. Juni die finanzielle Unterstützung duch die Marketing-GmbH gestrichen. Doch Becker will "positive Signale" vernommen haben, die ihn zuversichtlich stimmen, dass die Nordhorner Talentschmiede auch weiterhin Bestand hat. "Alles andere wäre zu diesem Zeitpunkt der Saison auch wahnsinnig teuer", mag der HSG-Vorsitzende gar nicht daran denken, was für finanzielle Forderungen auf den Verein zukommen, sollte die "Zweite" vom Spielbetrieb der Regionalliga zurückgezogen werden müssen.