3./6./7. Oktober TV Willstätt - MTG Wangen 25:22 (12:12) TVW: Henne, Hamadi n.e.; Halmagyi 2, Winogrodzki 4, Knezovic 4, Herzog 5, Kolb, Riedel 7/2, Kracht, Jentsch, Schlampp 2, Finkbeiner 1, Höll. MTG: Nerger, Scherer n.e.; Rosenwirth 9/1, Staudacher 5, Straub, Wengenmayr 2, Renz, Bader 1, Wachter 3/1, Rohrbeck 2, Ratt, Köhler. Zuschauer: 300. Schiedsrichter: Danny und Jeremy Kahrmann (Mannheim), Siebenmeter: 2/2 - 3/5. Zeitstrafen: 12 - 2 Minuten. Disqualifikation: Kolb (43.30, TVW), dritte Zeitstrafe. Spiel-Film: 1:1 (3.), 5:1 (9.), 5:4 (12.), 7:5 (14.), 7:8 (19.), 10:8 (24.), 11:10 (26.), 11:12, 12:12 - 13:12 (33.), 13:13, 16:13 (41.), 18:14 (44.), 18:16 (46.), 21:16 (48.), 21:18 (54.), 23:20 (58.), 23:21, 25:21, 25:22. TV Willstätt siegt im ersten Heimspiel (uk/bo) Der TV Willstätt hat sein erstes Heimspiel in der Handball Oberliga Baden-Württemberg gewonnen. Gegen Aufsteiger MTG Wangen gelang der Valo-Sieben ein hart umkämpfter 25:22 (12:12)-Erfolg. Am Samstag kommt Drittligaabsteiger TSG Söflingen in die Willstätter Hanauerlandhalle. Durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdiente sich der TV Willstätt den Erfolg. Ein gut haltender Marco Henne im Tor und die Wurfkraft von Mathias Riedel im Angriff waren Hauptgarant für den Willstätter Sieg gegen einen starken Aufsteiger aus dem Allgäu. Der TVW schien in den ersten zehn Minuten die Begegnung im Griff zu haben. Michael Herzog warf die Ortenauer in Führung und nach dem 1:1-Ausgleich von Andreas Rohrbeck (3.) erzielte Herzog im Gegenstoß einen anscheinend beruhigenden 5:1-Vorsprung (9.). Doch Wangen ließ sich nicht entmutigen und kämpfte sich mit drei Toren in Folge wieder ins Spiel zurück. Technische Fehler und Paraden von Sebastian Nerger ließen das Spiel des Gastgebers stocken. Während einer Überzahlsituation nach einer Zeitstrafe gegen TVW-Kreisläufer Fabien Winogrodzki gingen die Gäste mit 8:7 in Führung (19.). Durch Einzelaktionen von Marco Schlampp und Luca Halmagyi fand Willstätt wieder ins Spiel zurück. Doch dies gab keine Sicherheit. Stefan Rosenwirth erzielte in der letzten Minute vor der Halbzeitpause im Gegenstoß die erneute MTG-Führung zum 12:11, die David Knezovic im Durchbruch auf der rechten Rückraumseite noch zum 12:12 egalisieren konnte. Der TVW kam anscheinend mit einer geballten Ladung Wut aus den Kabinen. Allen voran Marco Henne, der innerhalb der ersten fünf Minuten gleich mit vier Paraden zum großen Rückhalt wurde. Darunter ein Siebenmeter von Corbinian Wachter. Nach dm 13:13 (36.) durch Rosenwirth erneut im Gegenstoß explodierte auch Mathias Riedel. Mit einem Durchbruch und im Nachsetzen nach einer Parade von Nerger gegen Winogrodzki brachte Riedel den TVW mit 15:13 wieder in Front. Nun lief auch der Ball durch die Reihen des TVW, die Spieler bewegten sich schneller und dadurch entstanden Lücken in der sonst stabilen 6:0-Abwehrformation der Gäste. Michael Herzog warf auf Rechtsaußen bedrängt den 16. Treffer des TVW. Spätestens nach seinem Gegenstoßtreffer zum 18:14 (44.) schien Wangen auf der Verliererstraße. Aber durch Zeitstrafen geschwächt ließ der TVW die Gäste wieder auf Schlagdistanz heran. Zwischen dem 21:16 (48.) und dem 23:21 (58.) verlor Willstätt etwas die Konzentration. Doch David Knezovic stellte mit zwei Treffern den 25:22-Erfolg und damit ersten Heimsieg des TV Willstätt sicher. Vermeidbare Niederlage in Willstätt Am vergangenen Mittwoch mussten sich die Allgäuer Handballer beim Vorjahresvierten in Willstätt mit 25:22 geschlagen geben. Nach der Heimniederlage gegen Pforzheim ist dies nun schon die zweite Niederlage in Folge, dennoch lässt man im Allgäu die Köpfe nicht hängen, da auch das Spiel in Willstätt gezeigt hat, dass man mit den Mannschaften in der Liga durchaus mithalten kann. Allerdings sollten dazu die Fehler auch bei den Auswärtsspielen minimiert werden. Zuhause zeigen die Jungs um Spielertrainer Timo Feistle eine hervorragende und nahezu fehlerfreie Leistung, bei den zwei bisherigen Auswärtsspielen war dann allerdings auch die Fehleranzahl spielentscheidend. In Willstätt brauchten die Wangener einige Zeit, bis sie sich in der fremden Halle zu Recht fanden. Nach knapp 10 Minuten stand es 5:1 für die Hausherren. Ersatzgeschwächt ohne den Leitwolf Timo Feistle musste sich die Mannschaft besonders auf der Königsdisziplin im linken Rückraum neu formieren. Leichte Tore waren es auch, die die Wangener nicht erzielen konnten. Jeder Treffer musste hart über die Außen oder den Kreis erarbeitet werden. Allerdings gelang dies der Mannschaft in der ersten Halbzeit nach einer durchwachsenen Anfangsphase auch recht gut. Beim 7:8 hatten die Wangener das Spiel zu ihren Gunsten gedreht und das Geschehen wieder im Griff. Bis zur Pause konnten die Hausherren auf 12:12 ausgleichen. Die Hausherren erwischten dann nach dem Seitenwechsel auch den besseren Start. Schnell lagen sie 16:13 in Front. Mit Mathias Riedel hatten sie an diesem Abend einfach den besseren Rückraumschützen, der die Führung der Gastgeber immer wieder durch einfache Würfe ausbauen konnte. Beim Stand von 21:16 knapp eine viertel Stunde vor dem Ende schien die Partie entschieden. Durch einige klasse Paraden von Sebastian Nerger zwischen den Pfosten der Allgäuer gelang es diesen aber wieder, das Spiel in die Hand zu nehmen und den Rückstand Tor um Tor zu verkürzen. Beim 23:21 war dann allerdings Schluss mit der Wangener Aufholjagd. Den Hausherren gelang am Ende ein nicht ganz unverdienter 25:22 Sieg. TSV Schmiden - TV Sandweier 32:28 (18:15) TSV: Thomas Fink, David Thomitzni - Mark Leinhos, Lucca Holder (4/1), Matthias Heineke (2), Aaron Blessing (5/1), Tobias Deuring (1) - Mirko Büchte (4), Timo Leonhardt (1), Jonas Conrady (3), Marcel Lenz (8) - Alexander Gora (4), Marco Kolotuschkin TVS: Thilo Hafner, Sven Beck - Florian Gerstner (1), David Fritz (5), Daniel Grimm (2), Johannes Henke (1), Simon Bornhäußer (11/3), Sebastian Wichmann (1) - Maximilian Mitzel (6) - Frederic Braun (1) Rot (Unsportlichkeit): Timo Leonhardt (47:00) / - Eine neue Mannschaft mit denselben Spielern Männer des TSV Schmiden feiern ihren ersten Saisonsieg. Maximilian Hamm/Fellbacher Zeitung In den finalen fünf Spielminuten musste der Trainer Thilo Burkert am Samstagabend erneut mit ansehen, wie die Handballer des TSV Schmiden ohne Gegenwehr einen Gegentreffer nach dem nächsten zuließen. Viermal in Folge trafen die Gäste vom TV Sandweier in der Schlussphase der Begegnung in der Baden-Württemberg-Oberliga. Thilo Burkert ärgerte sich an der Seitenlinie über die Nachlässigkeiten seiner Spieler, doch sein Ärger wich mit der Schlusssirene der Erleichterung: Die Schmidener Handballer waren dem Gegner fünf Minuten vor Spielende nämlich bereits mit acht Toren voraus gewesen und konnten die Gegentreffer demnach ganz gut verkraften. Am Ende gewannen die Gastgeber um den überzeugenden Marcel Lenz die Begegnung mit 32:28. Irgendetwas muss in der vergangenen Woche in der Mannschaft passiert sein, sie präsentierte sich in der Schmidener Sporthalle ganz anders als in den ersten vier Saisonspielen, die sie allesamt verloren hatte. 'Da war ein ganz anderes Gefühl im Team, ich hatte nie Angst, dass wir das Spiel verlieren könnten', sagte der gut aufgelegte Torsteher David Thomitzni. Und auch Kapitän Matthias Heineke, zuletzt noch wenig hoffnungsvoll ob einer zeitnah möglichen Leistungssteigerung, sah eine 'mutige und kämpferisch ganz neue Mannschaft' auf dem Feld. Die Spieler indes waren noch immer dieselben. Da waren noch immer die beiden Zugänge Aaron Blessing und Marcel Lenz, die erneut die treffsichersten Werfer waren beim TSV Schmiden. Und da waren noch immer der Kreisläufer Alexander Gora, der Flügelspieler Mirko Büchte oder auch der Rückraumspieler Lucca Holder. Doch dieses Mal haben sie alle den Eindruck hinterlassen, mit spielerischen und eben auch mit kämpferischen Mitteln gewinnen zu wollen. 'Die Spieler haben jetzt gemerkt, was sie für den Erfolg tun müssen', sagte der Trainer Thilo Burkert. In der ersten Spielhälfte sahen die rund 300 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel mit nur leichten Vorteilen für den gastgebenden TSV Schmiden. Bei den Gästen war es immer wieder ihr Spielmacher Daniel Grimm, der die Schmidener Abwehr vor größere Probleme stellte. Zur Halbzeit stand es 18:15 für die Heimmannschaft, im Anschluss lief bei ihr zehn Minuten lang jedoch nicht viel zusammen: Ballverluste, verworfene Siebenmeter und Zeitstrafen wechselten sich ab. Erst eine Viertelstunde vor Spielende konnten die Handballer des TSV Schmiden sich erneut absetzen (26:22). Aaron Blessing traf wiederholt, Jonas Conrady schloss zwei Konter erfolgreich ab, und auch der Routinier Matthias Heineke zeigte mal wieder sein Können. Und dann war da ja noch Marcel Lenz, der Verantwortung übernommen hat. 'Da könnte sich jeder andere ein Stück von abschneiden', sagte Thilo Burkert. In dieser Phase der zweiten Spielhälfte war auch die Rote Karte für Timo Leonhardt (47.) nach einem Foulspiel nicht spielentscheidend. Und ganz am Ende der Begegnung hatten an diesem Tag auch die finalen Schmidener Nachlässigkeiten keine negativen Auswirkungen mehr auf den Ausgang des Spiels. Niederlage in Schmiden HP / TVS Auch im ersten Auswärtsspiel gab es eine Niederlage für unsere Mannschaft. Bis Mitte der zweiten Hälfte war die Partie offen (24:22), beim 29:22 war dann die Vorentscheidung gefallen. Am Ende betrieb der TVS noch etwas Ergebniskosmetik. Nach drei Heimniederlagen in Folge brachte auch das erste Auswärtsspiel in dieser Saison nicht den erhofften Umschwung für die Oberliga-Handballer des TV Sandweier. Beim TSV Schmiden musste sich die ersatzgeschwächte Mannschaft (ohne Hochstuhl, Schuster, Christian Fritz und Merkel) von Trainer Sven Urban 28:32(15:18) geschlagen geben. Die erste Halbzeit verlief zunächst ausgeglichen. Der TV Sandweier, der sich mannschaftlich geschlossener als in den ersten drei Begegnungen präsentierte, führte nach 18 Minuten mit 11:9, musste die Gastgeber aber zum 13:13 aufschließen lassen. Nach dem 16:14 ging es mit 18:15 für Schmiden in die Halbzeitpause. Nach dem Wechsel kam der TVS auf 18:17 und 21:20 heran. Der eingewechselte TVS-Torwart Thilo Hafner, der eine starke Leistung zeigte, parierte unter anderem zwei Siebenmeter, seine Vorderleute verwerteten auf der anderen Seite aber die sich bietenden Chancen nicht. Beim 24:22 (46.) war noch nichts entschieden. Der Einheimische Timo Leonhardt sah in dieser Phase nach einem Foul an David Fritz die Rote Karte. Dies konnte die Gastgeber aber nicht stoppen. Sandweier produzierte zu viele Fehler und Schmiden baute die Führung vorentscheidend auf 29:22 aus. Nach dem 32:25 (56.) betrieb der Gast am Ende noch etwas Ergebniskosmetik, an der vierten Saisonniederlage änderte dies aber nichts mehr. Während sich die Heimmannschaft über die ersten Punkte freuen konnte, wartet der TVS weiter auf den ersten Saisonerfolg. Positiv ist zu werten, dass die Urban-Schützlinge nie aufgaben. TV Sandweier bleibt sieglos Barbara Weigand / HB-Server Auch in der Ferne gab es vor 300 Zuschauern für den TV Sandweier kein Erfolgserlebnis. Hochstuhl, Schuster, Christian Fritz und Merkel waren beim TV Sandweier in Schmiden nicht dabei und damit waren die Vorzeichen für diese Begegnung nicht gut. So überraschte man dann in der ersten Halbzeit, als man mit 11:9 führte. Beim 13:13 hatte Schmiden ausgeglichen um mit einer 18:15 Führung in die Pause zu gehen. Hartnäckig blieb der TV Sandweier am Gegner dran. Mehrmals konnte man bis auf ein Tor an Schmiden heran kommen. Erst ein Zwischenspurt der Einheimischen von 24:22 auf 29:22 brachte die vorzeitige Entscheidung. Sandweier kämpfte sich mit 4 Toren in Folge nochmals heran, doch war die Zeit abgelaufen. SG Lauterstein - TSV Heiningen 32:28 (20:13) SGL: Marius Nagel, Matthias Nagel - Jochen Nägele (10/8), Timo Funk (2), Steffen Nägele, Andreas Schuster (4), Markus Stuber (3), Jörg Distel (2), Christian Stuber (3) - Peter Schnepf (1), Christian Grupp (4) - Felix Thrun, Florian Beutel, Michael Lackinger (3) TSV: Felix Lischka, Tim Wohlang - Marcel Planitz (7), Yannic Wohlang (4/2) - Matthias Koller (6), Markus Spörle (5), Kevin Walter - Erik Rummel (1), Alexander Neumaier (2), Dennis Bräunle (1) - Julian de Boer (1/1), Tobias Frey (1), Chris Zöller, Felix Kohnle Schiedsrichter: Jochen Fischer (Ebersbach-Bünzwangen), Klaus Schwenkel (Grabenstetten) Heiningen macht Derby noch mal spannend ERICH DISTEL/SWP In der gut besetzten Kreuzberghalle sahen die Handballfans ein packendes Spiel zwischen den Baden-Württembergligisten SG Lauterstein und TSV Heiningen. Die SGL feierte mit 32:28 einen verdienten Sieg. Den Grundstein legte die Heimmannschaft in der ersten Halbzeit, als sie im Angriff fast fehlerlos auftrumpfte. Auf der anderen Seite taten sich Heiningens Angreifer viel schwerer, und die Lautersteiner Torhüter Marius und Matthias Nagel übertrafen ihre Kollegen im gegenüberliegenden Kasten. Schon früh kamen die gelb-blauen Lautersteiner richtig auf Touren. Sie zeigten sich vor dem Heininger Tor treffsicher und holten einen Vorsprung von zwei bis drei Toren heraus (vierte Minute 3:1; achte Minute 5:2). Eine erste Fünf-Tore-Führung hatte die Heimmannschaft beim 8:3 herausgeworfen. Zur Mitte der Halbzeit führten die Gelb-Blauen schon mit sechs Toren (10:4). Auf dem Spielfeld und in der Halle hatten die Lautersteiner eindeutig das Sagen. Mit einem Vorsprung von bis zu sieben Treffern für die SGL setzte sich deren Überlegenheit bis zur Pause fort, und es schien ein sorgenfreier Abend für den Aufsteiger zu werden. Dieser Eindruck setzte sich unter den Anhängern beider Teams bis zur 40. Minute fort. Die SGL führte mit 24:18, wozu auch Jochen Nägele als sicherer Siebenmeterschütze beitrug. Er brachte acht von neun Strafwürfen im Tor unter. Heiningen scheiterte bei sechs Strafwürfen einmal an Marius Nagel und zwei Mal am Pfosten. Die Abwehr der Gästemannschaft ging danach aggressiver zu Werke und störte die Angriffsbemühungen der SGL wirkungsvoller. Ballgewinne des TSV verwertete meistens Rechtsaußen Matthias Koller, der mit Tempogegenstößen sein Team innerhalb weniger Zeigerumdrehungen auf 24:23 heranbrachte. Mit einer Auszeit sorgte SGL-Trainer Stefan Klaus für eine Unterbrechung dieses Laufs, und seine Mannen spielten in der letzten Viertelstunde einen soliden Handball. Sie vergrößerten den Vorsprung gegenüber Heiningen wieder auf drei Tore (26:23) und ließen nur noch einmal die Gästemannschaft bis auf eines herankommen. Der TSV hatte durch die Aufholjagd viel Kraft gelassen und für die Schlussphase etwas von der nötigen Konzentration verloren. Lautersteins Matthias Nagel entschärfte einige Würfe, die im Erfolgsfall zur Wende hätten führen können. So kam die SG Lauterstein über 29:26 in der 53. Minute zum nicht mehr gefährdeten 32:28-Endergebnis. Mit vier Pluspunkten stehen die beiden Stauferlandvereine nun im unteren Mittelfeld der Baden-Württembergliga-Tabelle, wobei Heiningen mit einem Spiel mehr sechs Minuspunkte aufweist. Stauferland-Derby Barbara Weigand/HB-Server Im Stauferland-Derby sahen in einer gut besetzten Kreuzberghalle ein gutes Oberligaspiel. Lauterstein spielte eine starke 1. Halbzeit und nutzte den Vorsprung über die gesamte Spielzeit. Zu spät erwachte der TSV Heiningen im Derby und durfte sich am Ende über eine vermeidbare Niederlage ärgern. Die Hausherren konnten einen anfänglich knappen Vorsprung kontinuierlich ausbauen und sich bereits Mitte der ersten Halbzeit über ein 10:4 freuen. Der Aufsteiger präsentierte sich auch in der Folgezeit von seiner besten Seite und ging mit einem verdienten 20:13 in die Kabine. Die Pause tat den Einheimischen nicht gut. Vielleicht hatte man aber auch in den ersten 30 Minuten zu sehr gepowert. Nach 40 Minuten (24:18) kam Heiningen mächtig auf und erzielte Tor um Tor. Beim 24:23 war der Ausgang des Spiels wieder völlig offen. Vor eigenem Publikum wollte Lauterstein sich aber offensichtlich keiner Blamage aussetzen. Nach einer Auszeit ging ein Ruck durch das Team von Stefan Klaus spielte fortan wieder konzentrierter. Mit einem Doppelschlag erhöhten die Einheimischen auf 26:23, danach konnte Heiningen lediglich nochmals auf ein Tor heran kommen. Am Ende konnte Lauterstein das Ergebnis nochmals auf 32:28 erhöhen und sich feiern lassen. VfL Pfullingen - TGS Pforzheim 22:32 (12:17) VfL: Simon Tölke, Patrick Schneider - Tillmann Ottmar (1), Timo Wolf (4), Florian Möck (8), Till Fernow (2), Tim Keupp (1) - Christian Jabot (2), Matthias Kania (1), Marc Breckel (1) - Sven Maier (1), Phillipp Gollmer (1), Moritz Hipp - Jonas Friedrich TGS: Philip Hämmerling, Jonathan Binder - Nils Brandt (3), Dmytro Sydorchuk, Sven Kaiser (3), Artur Pietrucha (2), Florian Taafel (9/2) - Marco Kikillus (3/1), Frederik Zergon (1), Steven Heintz (1), Daniel Zluhan (4), David Hoffmann - Philipp Ast (1) - Andrej Klimovets (5); Trainer: Damir Lebovic. Zuschauer: 730. Schiedsrichter: Brodbek, Dumkow (Bötzingen, Freiburg). Rote Karten: Kaiser (TGS, 32.) nach dritter Zeitstrafe, Gollmer (VfL, 45.) nach dritter Zeitstrafe. Zeitstrafen: 6 - 11. Topspiel endet mit Heimniederlage Sebastian Gerdemann (VfL) via HB-Server 511 Tage ist es her, als sich letztmals ein Gästeteam mit doppeltem Punktgewinn aus der Kurt-App-Halle verabschiedet hat. An jenem 14. Mai 2011 verlor der VfL gegen den damaligen Drittligaaufsteiger TSV Neuhausen/Filder mit 26:29. Um aber eine Heimniederlage in dieser Höhe zu finden, müssen schon fast die Geschichtsbücher bemüht werden. Die erste Viertelstunde begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe - 8:8 stand es nach 15 Zeigerumdrehungen nach einem Treffer von Tillmann Ottmar. Bis zur 21 Minute konnten die Gäste aus der Goldstadt Pforzheim jedoch auf 8:11 davonziehen - Coach Alexander Job nahm umgehend die erste Auszeit. Nun folgte ein Strafwurf von Till Fernow an die Latte. Bis zur Pause konnten die Gäste Ihren Vorsprung weiter ausbauen und man ging beim Stand von 12:17 in die Kabinen. Zwei Treffer von Timo Wolf ließen beim VfL noch einmal Hoffnung aufkeimen - in Minute 33 stand es 14:17. Die Gäste um den erneut sehr torgefährlichen Florian Taafel konnten bis Minute 45 jedoch auf 15:23 davonziehen. In Minute 47 kam Patrick Schneider für Simon Tölke ins Tor. Doch leider wankte Pfullingens Team in Angriff und Abwehr weiter - näher als 7 Tore kam man nicht mehr an die Gäste heran. In den letzten Minuten konnte eine noch höhere Niederlage verhindert werden. Am Ende stand mit der 22:32-Niederlage die höchste Heimpleite seit dem Oberligaaufstieg fest. TGS Abteilungsleiter Wolfgang Taafel sagte nach dem Spiel: "Wir haben die reifere Mannschaft". Er sah, dass die Erfahrung über die Jugend "dominiert" hat und war total "happy". Am Ende relativierte er seine Aussage etwas, indem er davon sprach, dass die TGS "konzentrierter" war. VfL-Coach Alexander Job, der an diesem Abend bedient war, sagte, dass "das deutlich bessere Team gewonnen hat und der VfL nicht so präsent war". Als größte Baustelle im Spiel machte er den Pfullinger Rückraum aus, hier wurde Florian Möck ziemlich alleine gelassen. Youngster Tim Keupop nahm er in Schutz, denn dieser müsse sich erst auch in solchen Situationen zurechtfinden. Erste Heimniederlage seit 14. Mai 2011 / Routine schlägt Unerfahrenheit Klimovets und Taafel nicht zu halten VON TIM GATTIKER / GEA Der Heimnimbus der Oberliga-Handballer des VfL Pfullingen ist gebrochen. Seit dem 14. Mai 2011 (26:29 gegen den TSV Neuhausen/Filder) waren die Schützlinge von Trainer Alexander Job in der Kurt-App-Halle ungeschlagen. Gegen die TGS Pforzheim gab es beim klaren 22:32 (12:17) aber überhaupt nichts zu erben. Bis zur 15. Minute war die Partie beim Stand von 8:8 noch ausgeglichen. Danach aber zogen die Gäste mit vier Toren in Serie auf 12:8 davon. In dieser Phase hatte der VfL auch Pech, dass ein Siebenmeter von Till Fernow an die Latte klatschte. "Wir haben zu schnell und überhastet den Abschluss gesucht. Das hat Pforzheim viel besser gemacht", kritisierte Job. Job findet positiven Aspekt Die Pforzheimer profitierten vor allem von ihrer Routine und ihrer individuellen Klasse. Mit dem ehemaligen Nationalspieler Andrej Klimovets und Torjäger Florian Taafel, der sich letzte Saison in Pfullingen noch schwer verletzte, hatte die TGS zwei überragende Akteure in ihren Reihen. Taafel war mit neun Toren auch der beste Werfer der Partie. Vor allem seine strammen Würfe aus dem Rückraum konnten die Pfullinger nicht verhindern. Klimovets war nicht nur fünffacher Torschütze, sondern vor allem ständiger Unruheherd und Ballverteiler. "Pfullingen hat eine junge, hungrige Mannschaft. Wir haben aber unser Spiel gut durchgezogen", resümierte der Routinier, der auch noch gute Erinnerungen an Bundesliga-Spiele in der App-Halle hatte: "Ich habe mit Flensburg hier immer gewonnen." In der zweiten Halbzeit bauten die Goldstädter ihren Vorsprung kontinuierlich aus. "Die TGS war unheimlich clever und abgezockt. Uns hat da auch die Erfahrung gefehlt", brachte es Till Fernow auf den Punkt. Die Enttäuschung stand den Gastgebern nach der Partie ins Gesicht geschrieben. Trainer Job fand dennoch einen positiven Aspekt: "Das klingt zwar abgedroschen, aber lieber verliere ich einmal so klar als zehn Mal knapp." Pforzheims Abteilungsleiter Wolfgang Taafel übte sich in Zurückhaltung: "Ich bin total happy. Unsere Erfahrung und die individuelle Klasse haben heute entschieden. Wir sind aber nicht der Top-Favorit der Liga." Einspruch, Herr Taafel. Wenn dieses Team von Verletzungen verschont bleibt, führt der Weg zum Aufstieg nur über die TGS. Das sah auch Fernow so: "Wenn die TGS diese Konstanz hält, werden sie schwer zu schlagen sein. Wir brauchen jetzt nicht mehr vom Aufstieg zu reden." Nun stehen für die Pfullinger zwei schwere Auswärtsaufgaben an. In Altensteig und Sandweier dürfen keine Punkte mehr liegen gelassen werden, wenn man um den zweiten Platz hinter Pforzheim mitspielen möchte. Erfahrung schlägt Jugend WOLFGANG GATTIKER / SWP Der VfL Pfullingen erlitt auf dem Weg in die 3. Liga einen empfindlichen Rückschlag, verlor im Spitzenspiel gegen die TGS Pforzheim mit 22:32. Es war die erste Heimniederlage seit 16 Monaten. Es war ein Spiel, in dem der Gast zeigte, dass er große Ambitionen hat: Erfahrung (Klimovets, Brandt und Co.) siegte gegen die Jugend. Beim VfL stemmte sich vor allem Florian Möck gegen die Niederlage - er wurde allerdings im Rückraum alleine gelassen. Zudem gabs einige Szenen, in denen der VfL mit Schönspielerei (Kempa) glänzen wollte - die einfachen Tore fehlten, man verlor den Faden nach gutem Start und fand ihn nicht mehr. Der VfL fand eigentlich nie zu seinem Spiel, die 6:0-Deckung der Gäste, gepaart mit körperlicher Robustheit, war unüberwindbar. Zudem hatte Torhüter Simon Tölke nicht seinen allerbesten Tag, wurde auch von der Abwehr im Stich gelassen. Dabei ging es "normal" los. Der VfL führte 4:3 und 6:5 (12.), als Möck traf. Bis zum 8:8 in der 15. Minute verlief das Spiel ausgeglichen, ehe der Gast einen 4:0-Lauf hinlegte, auf 12:8 wegzog und die Führung nie mehr abgab. Der VfL zeigte eine schwache Chancenauswertung, hatte auch Pech mit Aluminium-Treffern, aber es kam einfach zu wenig aus dem Rückraum, von Außen gabs kaum Aktionen und am Kreis stand die TGS sehr sicher. Der Gast zog bis zur Pause auf fünf Tore weg - Taafel war nie in den Griff zu bekommen - auch Ex-Nationalspieler Klimovets war am Kreis ein Unruheherd, beschäftigte drei Spieler und brachte dennoch gute Anspiele. Da hatte der VfL zu viel Respekt. Die Job-Schützlinge fanden kaum ein Mittel gegen die gute Abwehr, es fehlte auch die Konsequenz. Da war fast jedem klar, dass man den Fünf-Tore-Rückstand nicht aufholen könnte, denn Pforzheim hatte keinen Schwachpunkt. Dennoch keimte Hoffnung auf, als Wolf mit zwei Toren den VfL auf 14:17 heranbrachte und Kikillus einen Siebenmeter übers Tor warf. Doch Pforzheim blieb in der Spur, spielte sein Spiel konsequent herunter. Der Gast legte nach dem 15:19 wieder einen 4:0-Lauf hin, das Spiel war entschieden. Der VfL hatte zwei Phasen von je sieben Minuten ohne Torerfolg. Die Pfullinger versuchten es, aber auch die Torhüter der Gäste waren stark und so ging es zum 18:25, 19:27 und 22:32-Endstand - eine Heimklatsche, die bitter war. Pforzheim ist in der Verfassung kaum zu schlagen. Till Fernow meinte: "Anerkennung für die Gäste, der Sieg war hochverdient, die waren besser, clever, abgezockt, spielten ruhig, bei uns fehlte die Erfahrung und die nötige Aggressivität im Abwehrbereich. Da kamen wir nicht dazu, die erste und zweite Welle zu laufen. Das war einfach zu wenig." TSG-Handballchef Wolfgang Taafel war zufrieden: "Wir haben sehr gut gespielt, den Rückraum in den Griff bekommen, es war ein Sieg der Erfahrung. Die Saison ist noch lang, aber wir wollen aufsteigen. Nun wissen wir, wo wir stehen - fünf Siege in Folge, das tut gut." VfL-Trainer Alexander Job hatte es schwer: "Die Gäste waren einfach besser, haben vieles richtig gemacht. Wir zollten der Jugend Tribut. Das muss man einfach so sehen. Wir machten gegen die 6:0-Deckung zu wenig. Im Rückraum kam nur von Möck etwas, er wurde alleine gelassen. Es fehlten die einfachen Tore. Wir wollten zu schnell Tore erzielen, verloren zu schnell die Bälle und so hatten wir keine Chance, heranzukommen." Da standen eben Klimovets (1,97 Meter), Taafel (1,94) oder Brandt (1,91) in der Abwehr. Da hatten es die "kleinen" Pfullinger mehr als schwer. Jetzt heißt es die Packung zu verdauen, dann wieder angreifen - erst fünf Spiele sind absolviert. Kantersieg im Spitzenspiel pm/ok / PZ Die TGS Pforzheim ist in der Handball-Oberliga nicht zu bremsen. Das Team von Trainer Damir Lebovic setzte sich auch im Spitzenspiel beim VfLPfullingen überraschend klar mit 32:22 (17:12) durch. Spätestens jetzt zählen die Ballwerfer aus der Goldstadt, die mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugten, zu den Titelkandidaten. Seit zweieinhalb Jahren hatte Pfullingen zu Hause nicht mehr verloren. Und eine Heimniederlage mit zehn Toren gab es noch nie. Entsprechend gedrückt war die Stimmung in der mit rund 700 Zuschauern gut besetzten Kurt-App-Sporthalle, während die zahlreich mitgereisten TGS-Anhänger euphorisch den Kantersieg feierten. Lediglich bis zum 8:8 standen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber. Danach hatte sich die 6:0-Abwehr der TGS um Andrej Klimovets gefunden. Und Philip Hämmerling im Tor war kaum mehr zu bezwingen. Offensiv hatte Sven Kaiser einen starken Auftritt, ehe er kurz nach der Pause mit seiner dritten Zeitstrafe vom Feld musste. Gut, dass auch Andrej Klimovets und Florian Taafel einen guten Tag hatten. Taafel benötigte allerdings einige Minuten, bis er auf Touren kam. Schon zur Pause führte die TGS 17:12. Pfullingen kämpfte sich nach auf 14:17 heran, doch anders an in Wangen dachten die Pforzheimer nicht daran, den Gegner wieder ins Spiel kommen zu lassen. Spätestens beim Stande von 25:16 war die Vorentscheidung gefallen, obwohl die TGS angesichts von zwölf Zeitstrafen 25 Minuten in Unterzahl spielte. Pfullingens Trainer Alexander Job bezeichnete den Pforzheimer Sieg "ohne Wenn und Aber" als verdient. TGS-Coach Damir Lebovic sieht sein Team trotz der überragenden Vorstellung, erst bei 80 Prozent ihres Leistungsvermögens. Da kann sich die Konkurrenz ja noch auf einiges gefasst machen. TuS Altenheim - TSV Altensteig 24:24 (9:13) TuS: Zölle; Heitz 5/1, Stoll 3, Echle, Link, Reuter, Maier, Schöttler 2, Parden 1, Müller 2, Teufel 3, P. Sutter 8/4. Spiel-Film: 1:4, 3:8, 7:11, 9:13 - 11:17, 16:18, 20:21, 24:24. Zuschauer: 350. TSV: Milos Slaby und André Dannenberg im Tor, Maxim Cahn (5/1), Christian Hörner, Mirek Durajka (1), Florian Freundt (1), Micha Neumann (3), Veljko Saula (2/1), Dennis Rutkewitz (5), Michael Beutler, Max Fuhrmann (1), Marcel Kübler, Tim Großmann, Emanuel Sonnenwald (6). "Unglaublich stark gekämpft" TuS Altenheim trotzt gegen TSV Altensteig einem großen Rückstand und verdient sich ein Remis (daw) Badische Zeitung Fünf Spiele sind nun absolviert in dieser Oberligarunde. Nach zwei Siegen und zwei Niederlagen steht nun auch ein Unentschieden im Statistikbogen des TuS Altenheim. Eines, mit dem Trainer Michael Schilling zufrieden war. Denn: "Die Mannschaft hat Moral bewiesen und sie kann in dieser Klasse mithalten." Dass die relativ junge Mannschaft dieses Lob von ihrem Trainer erhielt, lag vor allem an ihrer Leistung in den letzten zwanzig Minuten dieses Spiels. Scheinbar aussichtslos mit sechs Treffern in Rückstand gegen die oberligaerfahrenen Gäste, steckte die Ried-Sieben nicht auf. "Unglaublich stark gekämpft" habe seine Mannschaft da, befand Schilling und hob stellvertretend den 19-jährigen Rückraumspieler Marius Heitz heraus, der auf halblinks Verantwortung übernahm und dieser mit seinen Toren immer wieder gerecht wurde. Hinzu kam ein couragiert auftretender Deckungsverband. Diese Leistung schien auch das als reserviert bekannte Altenheimer Publikum zu richtiger Unterstützung animiert zu haben. "Die Stimmung war gut. Im Vergleich zu vergangenen Oberligajahren ist die sportliche Situation jetzt auch eine andere. Das sehen die Zuschauer und honorieren das", sagte Schilling und erklärte danach, was er damit meinte: "Die Jungs wissen, was sie sportlich leisten müssen und sie wissen, dass sie die Klasse halten können." Es war ein Spiel mit zwei unterschiedlichen. In den ersten 30 Minuten stand vor allem Gästetorwart Milos Slaby im Mittelpunkt des Geschehens, der bundesligaerfahrene Keeper entschärfte zahlreiche Chancen, seine Mannschaft schien dank der starken Defensive auf der Siegerstraße zu sein. Bis sich die Altenheimer in der zweiten Hälfte aufbäumten. Zwei Minuten vor Ende glichen sie das Spiel aus, in den letzten 20 Sekunden verteidigten sie erfolgreich den einen Punkt. "Ein eher gewonnener als verlorener Punkt", wie ihn Michael Schilling danach deklarierte. TSV Altensteig verspielt klare Führung Von Uwe Priestersbach / Schwarzwälder-Bote Mit einem Unentschieden mussten sich die Oberliga-Handballer des TSV Altensteig am Samstag beim Aufsteiger im südbadischen Altenheim begnügen."Ein Auswärtspunkt ist zwar immer gut, aber wir hätten gewinnen können und sind selbst schuld", erklärte TSV-Coach Nenad Gojsovic nach dem Spiel. Trotz einer klaren Pausenführung mussten die Altensteiger am Ende sogar noch froh über den einen Zähler sein. Ein großer Rückhalt war einmal mehr Keeper Milos Slaby, der etliche freie Würfe entschärfte. Im ersten Durchgang legte die TSV-Sieben über 5:3 und 9:6 auf 11:7 vor. Beim Pausenpfiff lagen die Gäste mit 13:9 in Führung und bauten den Vorsprung nach dem Seitenwechsel sogar auf 17:11 aus. "Dann haben wir den Faden verloren und den Sack nicht zu gemacht", sagte Nenad Gojsovic mit Blick auf den weiteren Spielverlauf. So wurden Altensteiger Fehlwürfe von der jungen Altenheimer Mannschaft um Trainer Michael Schilling (ehemals TSV Altensteig) immer wieder mit Tempogegenstößen bestraft. Beim 19:20 waren die Hausherren ganz nah dran. Zwar schien es anschließend beim 23:20 so, als ob die Altensteiger das Spiel noch so Hause schaukeln könnten, doch die Gastgeber kämpften sich zum 23:23 heran, und konnten auch nach dem 23:24 erneut ausgleichen. Mit der Abwehrleistung war Nenad Gojsovic nach dem Schlusspfiff zwar zufrieden, aber die Offensive war erneut das Sorgenkind im Altensteiger Spiel. "Da sind wir einfach noch nicht so weit, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen", sagte der Coach. Der Altensteiger Abteilungsleiter Achim Albrecht sprach nach dem Spiel von einem verlorenen Punkt und betonte: "Wenn ein Keeper so überragend hält wie Milos Slaby, dann muss man dieses Spiel gewinnen.". Trotz der Punkteteilung steht die Mannschaft von Nenad Gojsovic nach wie vor im oberen Tabellendrittel der Oberliga Baden-Württemberg und erwartet am kommenden Samstag den Tabellennachbarn VfL Pfullingen. TV Willstätt - TSG Söflingen 31:31 (14:14) TVW: Henne, Hamadi (21. - 57.); Halmagyi 1, Winogrodzki 1, Knezovic, Schnurr 6, Herzog 5, Kolb 1, Riedel 9/3, Kracht 1, Jentsch, Schlampp 2, Finkbeiner, Höll 5. TSG: Beha, Weinbuch (36. - 60.); Bauer 4, Graf, Schaaf 3, Helmmann, Schmid 7, Feigl 3, Dürner 8/3, Rodloff 2, Baumgarten, Eberhardt 1, Pancu 3. Zuschauer: 280. Schiedsrichter: Jürgen Lösch/Marco Wolf (Heddesheim/Mannheim). Siebenmeter: 3/3 - 3/3. Zeitstrafen: 6 - 8 Minuten. Spiel-Film: 1:3 (3.), 3:3 (6.), 5:5, 5:7 (11.), 8:7 (13.), 9:8, 9:11 (18.), 11:11, 11:13 (22.), 14:13, (26.), 14:14 - 14:14, 16:15 (32.), 17:17, 20:17 (37.), 21:21 (42.), 24:22, 24:24 (46.), 28:25 (51.), 28:28, 29:30 (56.), 31:31. TVW feiert Unentschieden wie einen Sieg uk/bo Glücklich feierten am Samstag die Spieler des TV Willstätt das 31:31 (14:14)-Unentschieden im Oberliga-Heimspiel gegen den Drittligaabsteiger TSG Söflingen. Eine spannende Begegnung endete mit einem gerechten Unentschieden. Punktverlust oder ein doch Erfolg? Die Frage beantworteten die Spieler des Ortenauer Handball-Oberligisten TV Willstätt nach spannenden 60 Minuten für sich. Jubelnd rissen sie die Arme hoch und ließen mit den Fans eine La-Ola-Welle durch die Hanauerlandhalle schweben. "Wir wollten uns als Mannschaft präsentieren und endlich sah es auch nach Handball aus", sagte TVW-Trainer Martin Valo. Die Zuschauer auf der Tribüne erlebten ein Wechselbad der Gefühle. Die Gäste von der Donau erwischten den besseren Start und führten schnell mit 3:1 (3.). Doch Willstätt kämpfte sich heran. Mit vier Toren in Folge drehten Manuel Schnurr, Dominik Höll und Michael Herzog mit zwei Gegenstoßtoren zum 8:7 (13.) den Spieß um. Probleme bereiteten der Valo-Sieben die Tempowechsel des TSG. Immer wieder wurde das Anspiel schnell ausgeführt und der TVW unter Druck gesetzt. Doch die Abwehr der Willstätter stand sicher, obwohl Martin Valo nach der ersten Führung auf Kreisläufer Fabien Winogrodzki verzichten musste. Dieser verletzte sich im Zweikampf am Knie und zog sich einen starken Bluterguss zu. Willstätt geriet wieder mit 9:11 in Rückstand (18.), danach wechselte Valo die Torleute. Für Marco Henne kam Lotfi Hamadi, der mit vier starken Paraden den gegnerischen Angriff zur Verzweiflung brachte. Mathias Riedel und Marco Schlampp warfen Willstätt mit 14:13 (26.) erneut in Front, danach stellte Söflingen auf eine offensive und aggressive 4:2-Abwehr um. Drei Sekunden vor der Halbzeitpause gelang Tim Rodloff nach einem Stürmerfoul von Mathias Riedel der 14:14-Ausgleich. In der zweiten Halbzeit mussten beide Mannschaften mit einem Manko leben. Nur drei Ballgewinne nach Paraden der Torhüter, davon zwei auf Seiten der Gäste. Dass am Ende nicht mehr als 34 Tore in 30 Minuten fielen, war den starken Abwehrreihen zuzuschreiben. Söflingen ging nach der Pause mit 15:14 in Führung, danach eroberte sich Willstätt das Terrain zurück. Bei den Zwischenständen 20:17 (37.), 23:21 (43.) und 28:25 (51.) schien der TVW die Begegnung in den Griff zu bekommen. Vor allem Manuel Schnurr ließ mit fünf sehenswerten Treffern in der zweiten Halbzeit sein Talent aufblitzen. Doch der vor der Saison auf acht Positionen veränderte Drittligaabsteiger aus Ulm fand über sein Tempohandball und immer wieder wechselnde Abwehrformationen ins Spiel zurück. Tim Rodloff erzielte die erneute Führung zum 31:30 (57.). Als anschließend Marco Schlampp an Manuel Weinbuch scheiterte, drohte Willstätt eine Heimniederlage. Doch Mathias Riedel behielt bei seinem dritten verwandelten Siebenmeter zum 31:31-Endstand (59.) ebenso die Nerven wie der Willstätter Abwehrblock, der einen direkt ausgeführten Freiwurf nach Schlusspfiff ins Aus ablenkte. Gegenüber dem Sieg am Mittwoch gegen Wangen war es besonders im Angriff eine deutliche Leistungssteigerung des TVW, was auch Martin Valo honorierte: "Wir sind endlich Gegenstöße gelaufen und haben unsere einfachen Bälle verwertet." Ein Sonderlob vom Trainer erhielt Manuel Schnurr für seine Treffer von Linksaußen. "Er hat ein super Spiel gemacht", sagte Valo. Vor einer 14-tägigen Spielpause tritt Willstätt am Samstag beim TSV Heiningen an. Der TV Willstätt erkämpft sich einen Punkt Barbara Weigand/HB-Server Die Formkurve des TV Willstätt steigt weiter an. Obwohl man im Heimspiel gegen die TSG Söflingen beim 31:31 (14:14) nur einen Punkt holte, feierte man in der Hanauerlandhalle. Dank einer guten Mannschaftsleistung war in der Offensive eine deutliche Leistungssteigerung bemerkbar. Die Gäste aus Söflingen erweckten von Anfang an das Gefühl, als wolle man frühzeitig eine Entscheidung erzielen. Schnelle Angriffe führten zum 1:3. Die Valo-Sieben spielte jedoch ihr Programm weiter ab, hatte man doch in den Anfangsminuten gute Chancen erspielt, aber im Abschluss gepatzt. Vier Tore in Serie belegten, dass Willstätt auf dem richtigen Weg war. Nach der 8:7 Führung brachte die Verletzung von Fabien Winogrotzki einen kleinen Bruch im Spiel. Söflingen konnte dies zur erneuten Führung nutzen. TVW-Trainer Martin Valo wechselte Lotfi Hamadi für Marco Henne ins Tor und machte damit einen Glücksgriff, der in der Folge das 14:13 bedeutete. Fast mit dem Pausenpfiff erzielte Söflingen den 14:14 Ausgleich. Das gute Spiel der ersten Halbzeit brachte Sicherheit für den TV Willstätt. Die Körpersprache der Willstätter Spieler war eindeutig positiver als zuletzt und dies machte sich auch im Ergebnis bemerkbar. Mit 2 bis 3 Toren hielt man für eine längere Zeit den Vorsprung, bis Söflingen mit einer neuen Abwehrformation aufwartete. Im Endspurt schafften die Gäste sogar die Führung zum 31:30 und kam nochmals in Ballbesitz. Die Willstätter Defensive holte sich erfolgreich den Ball zurück und in der letzten Minute bekamen die Hausherren dann einen Siebenmeter zugesprochen. Die Last auf den Schultern von Matthias Riedel war groß, doch gewohnt sicher vollstreckte er und stellte den 31:31 Endstand her. Söflingen bekam noch einen direkten Freiwurf zugesprochen, der jedoch nichts mehr einbrachte. Nach dem Spiel bekam Linksaußen Manuel Schnurr nicht nur wegen seiner 6 Tore ein Sonderlob vom Trainer. In der Tabelle machte der TV Willstätt drei Plätze gut. Am kommenden Samstag kann man mit einem Sieg gegen den TSV Heiningen den Anschluss an das obere Mittelfeld der Tabelle schaffen. Söflingen kommt nicht recht vom Fleck EB/SWP Drittliga-Absteiger TSG Söflingen kommt in der Baden-Württemberg-Oberliga nicht recht vom Fleck. Die Handballer um Trainer Gabor Czako erreichten beim TV Willstätt lediglich ein 31:31 (14:14). Immerhin darf den Söflingern nach den 60 Minuten zugute gehalten werden, dass sie sich trotz Rückstands nicht aufgegeben haben. Bis zum 24:24 in der 46. Minute war die Begegnung recht ausgeglichen. Doch dann setzte sich der Gastgeber vor gerade einmal 280 Zuschauern mit 28:25 ab - damit schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch die TSG-Ballwerfer im Zeichen des Pelikans wehrten sich erfolgreich und kamen zum 28:28-Ausgleich. Mehr noch: Tim Rodloff erzielte in der 57. Minute gar den 31:30-Führungstreffer. Willstätt mobilisierte in der Restspielzeit sämtliche Kräfte, wehrte die Söflinger Angriffe erfolgreich ab und kam durch einen von Mathias Riedel verwandelten Strafwurf zum insgesamt verdienten Ausgleich. Nach der Punkteteilung hat die TSG Söflingen nach dem fünften Spieltag ein ausgeglichenes Konto von 5:5 Zählern. Begeisterung kann dadurch nicht aufkommen. Am kommenden Sonntag ist die SG Pforzheim/Eutingen auf dem heimischen Kuhberg zu Gast. Dann duellieren sich zwei Mittelmaß-Mannschaften mit demselben Punktestand. Früh in der Saison muss die TSG Söflingen erkennen, dass ein sofortiger Wiederaufstieg wohl kaum zu realisieren ist. Dabei glaubte man bei der TSG, dass die Mannschaftsstärke ausreichen würde, um gegebenenfalls in der Dritten Liga spielen zu können. Verlustpunktfrei thront die TGS Pforzheim an der Spitze der BWOL-Tabelle - gefolgt von Kornwestheim und Oftersheim. Beste Söflinger Werfer beim Auswärtsauftritt in Willstätt waren Simon Dürner (8/3) und Alexander Schmid (7). Der rumänische Neuzugang Pancu, Hoffnungsträger im rechten TSG-Rückraum, gab sich dieses Mal mit drei Treffern SG PF/Eutingen - SV Kornwestheim 32:32 SVK: Calvano, Tauterat - Bräunig (2), Gabriel (2), Griesbach (2), Jungwirth (7), Kielkopf (1), Pflugfelder, Teske, Schopf, Stauch (3), Tinti (5), Wörner, Wolf (10). Punktgewinn im Herzschlagfinale Peter Hepfer/PZ Die Spannung in der Konrad Adenauer-Halle war kaum zu überbieten. Und auch die Zuschauer hielt es in der Endphase nicht auf ihren Sitzen. Knapp zwei Minuten vor Schluss sahen die Oberliga-Handballer der SG Pforzheim/Eutingen beim Stand von 30:32 gegen Salamander Kornwestheim wie der Verlierer aus. Bis der 19-jährige Dominik Seganfreddo per Siebenmeter und Tempo-Gegenstoß den Gastgebern mit 32:32 zumindest noch einen Zähler rettete. "Wir haben im entscheidenden Augenblick eine super Moral bewiesen. Die Mannschaft ist unter Druck nicht auseinandergebrochen. Deshalb ist es auch ein gewonnener Punkt", betonte Bastian Langenfeld. Trotz Schulterproblemen war der Pforzheimer Rückraum-Kanonier aufgelaufen und hatte mit fünf Treffern auch sein Scherflein beigetragen. Gegen Kornwestheim zählte vor allem die Erfahrung des 27-Jährigen, der in der verjüngten SG-Truppe immer wieder Verantwortung übernahm. Aber auch auf der Gegenseite fand sich ein Ausnahmekönner. Der Kornwestheimer Neuzugang Kevin Wolf erzielte alleine zehn Treffer. Als Spielmacher, Passgeber, Solist und Torjäger wirbelte Wolf. Aus Führung wird Rückstand Es dauerte, bis die SG aus einem anfänglichen Rückstand eine 14:12-Führung machen konnte. Tobias Müller, Carlo Petruzzi und Linksaußen Jonas Kraus sorgten für den 17:14-Halbzeitstand. Das Team von Trainer Hans Christensen hielt den Vorsprung bis zum 21:18. "Was danach gekommen ist, hat mich aber richtig Nerven gekostet", so Christensen. "Ich weiß auch nicht so recht, wo der Knackpunkt lag. Auf alle Fälle haben wir zum Teil haarsträubende Fehler produziert." Kornwestheim übernahm beim 21:22 die Führung . Sieben Minuten vor Schluss stand es 26:29. "Wir haben viel zu viele freie Bälle verworfen", ärgerte sich Tobias Müller, der den Gegner aber auch lobte: "Das war ein starkes Team. Die haben bisher am konstantesten gegen uns gespielt." Die Pforzheimer rissen sich noch einmal zusammen, Timo Bäuerlein (19) gelangen zwei wichtige Treffer. "Einige müssen noch dazulernen. Wir steigern uns aber von Spiel zu Spiel", blickt Trainer Christensen durchaus optimistisch in die Zukunft. Die Überraschung gelingt nur fast perfekt Birgit Kiefer (Kornwestheimer Zeitung) Der SVK holt in Pforzheim ein Unentschieden und hat schon mehr Auswärtspunkte als in der vergangenen Saison. Der SV Kornwestheim bleibt in der Baden-Württemberg Oberliga in dieser Saison ungeschlagen. Der SG Pforzheim/Eutingen trotzte die Mannschaft von Mirko Henel ein 32:32-Unentschieden ab. Damit haben die Kornwestheimer in drei Auswärtsspielen fünf Punkte geholt. Das ist bemerkenswert, hat es doch in der vergangenen Saison insgesamt nur für vier Punkte in fremden Hallen gereicht. In der Auswärtstabelle liegt der SVK nun auf Platz zwei. Da scheint ein Knoten geplatzt zu sein. Rückkehrer Kevin Wolf dürfte dazu beigetragen haben. Unbelastet von den Erfahrungen des Vorjahres spielte er wieder überragend, zog die Fäden im Mittelfeld und gab seinen Mitspielern die nötige Sicherheit. Für schwache Nerven war die Partie in Pforzheim, das mit Hans Christensen einen neuen Trainer gefunden hat und in der Liga im vorderen Drittel landen will, auch ganz und gar nichts. In einem nicht nur kämpferischen, sondern auch handballerisch ansprechenden Oberliga-Spiel gingen die Gäste zunächst in Führung, konnten sich aber nicht absetzen und gerieten nach rund 20 Minuten in Rückstand. Zur Halbzeit war der SVK sogar schon mit 14:17 im Hintertreffen. Trainer Mirko Henel appellierte in der Pause an das Selbstbewusstsein seiner Handballer. Der Glaube an die eigenen Fähigkeiten reichte zwar nicht, um zu verhindern, dass direkt nach dem Wiederanpfiff nochmals einen Treffer im Kornwestheimer Tor landete. Aber danach riss sich das Team am Riemen und setzte zum Aufholen an. Beim 21:21 waren die Kornwestheimer dann wieder dran. Dazu trug bei, dass die Defensive auf 6:0 umgestellt wurde und die Gäste den Kampf aufnahmen. Über den Zwischenstand von 24:24 gingen sie in der Folge sogar in Führung. Die SG hielt dem Kornwestheimer Druck in dieser Phase nicht mehr stand, und knapp zehn Minuten vor Ende der Partie führten die Gäste mit 29:26. Mit aller Macht stemmten sich die Pforzheimer jedoch gegen die drohende Niederlage. Das Spiel ging hin und her. Als der SV Kornwestheim sich zwei Minuten vor Ende der Partie mit 32:30 wieder etwas Luft verschafft hatte, schien die Überraschung fast perfekt zu sein. Die Gastgeber ließen sich aber nicht hängen, und die Henel-Sieben war noch nicht abgebrüht genug, um den Vorsprung über die Zeit zu retten. So endete das ausgeglichene, fair ausgetragene Spiel mit einem dem Verlauf nach durchaus gerechten 32:32-Unentschieden. Im Vorjahr hatte es übrigens an gleicher Stelle ein 17:30 gesetzt. Da war für die Kornwestheimer kaum daran zu denken, einen Punkt zu entführen. Trotz des Überraschungscoups: Ganz zufrieden waren Mirko Henel und seine Mannschaft nicht, zu nahe waren sie an einem Sieg dran gewesen. 'Das ehrt meine Jungs auch', fand der Coach, 'dass die Erwartungshaltung da war, dass sie gewinnen können.' Wäre ihm vor dem Spiel gesagt worden, dass seine Mannschaft einen Punkt aus der Konrad-Adenauer-Halle mitbringt, hätte er sich auch uneingeschränkt gefreut, so der Kornwestheimer Trainer, 'aber wenn man zehn Minuten vor Schluss mit drei Toren führt, dann schwingt auch Enttäuschung mit'. SVK bleibt weiter ungeschlagen - 32:32 bei der SG Pforzheim/Eutingen Andreas Postl/HP SVK Nichts für schwache Nerven war das Auswärtsspiel des SVK heute abend bei der SG Pforzheim/Eutingen. In einem nicht nur kämpferischen sondern auch handballerisch ansprechenden Oberligaspiel trennten sich die beiden Mannschaften mit 32:32 Unentschieden, wobei der SVK zur Halbzeit schon mit 14:17 im Hintertreffen lag. Die Jungs von Mirko Henel hätten aber sogar zwei Punkte mitnehmen aus der gut besuchten Konrad-Adenauer-Halle mitnehmen können, denn zwei Minuten vor Ende der Partie führte der SVK mit 32:30. Aber am Ende fehlte neben ein wenig Glück, vielleicht auch ein wenig Cleverness. "Im Moment fühlt es sich natürlich nach einem verlorenen Punkt an, aber wenn man das Spiel über die gesamte Spielzeit betrachtet war es eine verdiente Punktetrennung. Die Mannschaft hat wieder als Kollektiv überzeugt.", so die kurze Analyse von Co-Trainer Frieder Hansen gleich nach dem Schlußpfiff. Und hier hat er natürlich recht, denn die SG ist ja nicht irgendwer in der Liga, sondern möchte ja durchaus nach dem verkorksten Start noch ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden. Beim SVK herrscht momentan eitel Sonnenschein, denn keiner der sogenannten Experten hätte darauf gewettet, dass Tinti und Co. nach fünf Spielen immer noch unbesiegt sind. Mit 8:2 Punkten bleiben die Kornwestheimer auf dem dritten Tabellenplatz. Die Partie selber war in der ersten Halbzeit lange ausgeglichen. Doch wie schon in den letzten Spielen verlor die Mannschaft ab der 20 Minuten ein wenig den roten Faden. Die Pforzheimer nutzten diese Schwächeperiode eiskalt aus und konnten sich bis zur Pause mit 3 Toren zum Spielstand von 14:17 absetzen. Aber auch wie in den letzten Spielen kam ein kämpferischer SVK zurück auf das Spielfeld. Die lautstarken Pforzheimer Fans musste mit ansehen, wie die Mannschaft von Mirko Henel Tor um Tor aufholte, schnell stand es 21:21, dann 24:24. Dem Kornwestheimer Druck schien die SG nicht mehr standhalten zu können, denn knapp 10 Minuten vor Ende der Partie führten die Kornwestheimer mit 29:26. Aber was sind drei Tore im modernen Handball. Mit aller Macht stemmte sich die SG gegen die drohende Niederlage. Das Spiel ging hin und her. Als der SVK 2 Minuten vor Ende der Partie sich mit 32:30 wieder etwas Luft verschafft hatte, schien die Überraschung fast perfekt zu sein - zwei Punkte aus der Höhle des Löwens mitzunehmen. Das es am Ende nur einer wurde, ist zwar ein kleiner Wermutstropfen, aber es hätte auch keiner werden können. Und wer hätte nach dem letztjährigen 17:30 an gleicher Stelle überhaupt daran gedacht, dass man einen Punkt entführen würde. "Nun haben wir am Freitag, das Derby gegen Schmiden. Hier wollen wir natürlich unsere Serie fortsetzen. Aber auch das wird wieder verdammt schwer." blickte Co-Trainer Frieder Hansen schon wieder auf das nächste Spiel gegen TSV Schmiden (Freitag, 12.10.2012, 20:00 Uhr). Neben dem Punktgewinn war ebenso erfreulich, dass Tim Schopf wieder in das Geschehen eingreifen konnte. Der SVK hat einen Lauf und hoffentlich hält dieser noch lange an. SG Nußloch - MTG Wangen 33:26 (18:13) SGN: Marcel Bolling, Sebastian Kaiser; Sven Rüffer 1, Pascal Freiseis 4, Sebastian Körner 3, Marco Widmann 5, Frank Müller 10, Eric Erles, Christian Job (ne.), Christoph Scholl 1, Kevin Körner 1, Max Schmitt 5/3, Ernst Mantek 3, Heiko Neff. MTG: Sebastian Nerger, Edwin Scherer (Tor); Stefan Rosenwirth (7/4), Sebastian Staudacher (4), Robin Straub, Julian Wengenmayr (1), Florian Renz, Timo Feistle (8/3), Jens Bader (1), Corbinian Wachter (3), Andreas Rohrbeck (1), Marius Ratt (1), Thomas Köhler. SGN siegt auch ohne etatmäßigen Spielmacher HP SGN Die SGN ist nach zwei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen den Mitaufsteiger MTG Wangen setzte sich die Mannschaft von Trainer Admir Kalabic ungefährdet mit 33:26 (18:13) durch. Zuvor musste der Bosnier seine Mannschaft verletzungsbedingt umbauen und ohne etatmäßigen Mittelmann auskommen. Während Christoph Scholl nach einer leichten Zerrung im Oberschenkel nur sporadisch zum Einsatz kam, wurde der ebenfalls mit einer Zerrung im Oberkörper angeschlagene Christian Job komplett geschont. Ersatzweise führte Kreisläufer Marco Widmann über einen Großteil der Partie Regie. "Wir haben das dennoch optimal gelöst. Nachdem wir nach zuletzt ansprechenden Leistungen dennoch verloren haben, war unsere Gier nach einem Sieg umso größer", freute sich Kalabic. Von Beginn an zog die SGN davon. Eng wurde es nur, als die Kalabic-Sieben Mitte der zweiten Halbzeit eine 24:17-Führung verspielt hatte und die Gäste aus dem Allgäu auf 25:22 verkürzt hatten. "Das hat mich ein bisschen geärgert", gab der 43-jährige zu, "ich habe mich aber umso mehr gefreut, wie wir uns aus der Schwächephase befreit haben." Eine starke Abwehr, hinter der Torwart Marcel Bolling für die nötigen Paraden sorgte, waren nach Kalabics Meinung der Schlüssel zum Erfolg. Vier Minuten vor dem Ende kam auch Nachwuchsspieler Heiko Neff zu seinem ersten Einsatz in der Oberliga. "Schön", freute sich der 19-jährige und lachte, "ich freue mich sehr darüber." Kein guter Tag in der englischen Woche Simon Jäck / Schwäbische Zeitung Das dritte Spiel innerhalb von neun Tagen und die dritte Niederlage: Für die Wangener Handballer hat die englische Woche in der Baden-Württemberg-Oberliga nichts Zählbares eingebracht. Auch in Nußloch mussten sich die Allgäuer wie bereits kurz berichtet beim 26:33 deutlich geschlagen geben. Mit 4:8 Punkten stehen die MTG-Männer nun auf dem 13. Tabellenplatz. Eigentlich wollten die Wangener nach der vermeidbaren Niederlage vom vergangenen Mittwoch in Willstätt an der Leistung der zweiten Halbzeit anknüpfen und Wiedergutmachung betreiben. Doch nach der mehr als vierstündigen Anfahrt kamen sie nicht richtig ins Spiel und lagen schnell mit 1:6 im Hintertreffen. Eine Auszeit brachte etwas mehr Ruhe ins Spiel und Wangen bekam dadurch einen besseren Zugriff in der Abwehr, hatte etwas mehr Spielanteile. Die erhöhte Konzentration und eine weitaus bessere Passquote als in den Anfangsminuten trugen ebenfalls zu verbesserten Spielaktionen bei. Allerdings reichte die an diesem Sonntag in den ersten 30 Minuten gezeigte Leistung nur zur Verwaltung des Ergebnisses. Die Gastgeber hatten die Partie weiterhin fest im Griff und kamen über Frank Müller (mit zehn Toren bester Werfer des SGN) immer wieder zu leichten Toren, die von der Wangener Defensivreihe nicht verhindert werden konnten. Über 10:4 und 13:7 sprang für die weitaus agileren Hausherren nach dem ersten Durchgang ein deutlicher 18:13 Zwischenstand heraus. Trotz einer deutlichen Kabinenansprache zeigten die Wangener in den ersten Minuten der zweiten Hälfte wenig Mut und Zuversicht. Drei schnelle Tore der Gastgeber - und der Vorsprung war wieder auf 21:13 angewachsen. Dann endlich besannen sich die Allgäuer auf ihre Stärken, spielten die Angriffe konsequent zu Ende und bekamen auch in der Abwehr das Spiel immer besser in den Griff. Mit dieser konzentrierten und aufopferungsvollen Leistung gelang es den Gästen den Rückstand Tor um Tor zu verkürzen. Beim 22:25 hatten die Wangener die Begegnung wieder spannend gemacht und zwangen die Gastgeber zu einer Auszeit. Das wirkte. Drei schnelle Gegentore hatte für den von den Nußlochern erhofften Bruch in der Wangener Aufholjagd gesorgt. Ab dem erneut deutlichen Spielstand von 28:22 war die Spielgemeinschaft wieder die bestimmende Mannschaft und nahm das Heft in die Hand. Wangen hatte an diesem Sonntag nach den kräftezehrenden Minuten der zweiten Hälfte am Ende nicht mehr die Kraft, das Spiel noch einmal zu kontrollieren und so stand nach 60 Minuten ein deutlicher 33:26 Heimsieg der SG Nußloch. "Wenn man auswärts in den Anfangsminuten so überrannt wird, dann ist es schwer, wieder zurückzukommen. Wir brauchen im Moment in fremden Hallen einfach noch zu lange, um die Leistung abzurufen, die nötig ist, um in dieser Liga mitzuhalten", bekannte Co-Trainer Florian Staudacher. Im Heimspiel am Sonntag gegen Lauterstein muss nun wieder etwas für das Punktekonto getan werden, um weiterhin in einer günstigen Ausgangslage zu bleiben. TSV Weinsberg - HG Oftersheim/Schwetzingen 34:26 (17:9) TSV: Friebe (bis 51)., Czech - Vollert (1), Nentwich (2), Dutenstädter (1), Feghelm, Frank (1), König (5), Kübler (1), Henninger (2), Landenberger (6/1), Sauerland (4), Auer (8), Kaupert (3). HG: Unser, Schneider; Siegel (2), Schmidt (3), Kaiser (3), Förch (1/1), Ebel (1), Nowak, Triebskorn (1), Vobis (1), Wolf, Klein, Sauer (5), Ganshorn (9/2). Torfolge: 0:1, 3:1, 8:2 (15.), 13:4, 13:7, 16:7 , 17:9 - 17:10, 21:10, 23:11 (40.), 26:13, 26:16, 34:26. Bloß nicht ins alte Fahrwasser Von unserem Redakteur Klaus Apitz / Stimme Im deutschen Pokal haben die Weinsberger Handballer in dieser Saison zweimal aufgetrumpft. Doch im Kampf um die Punkte war der TSV bisher in allen vier Oberligaspielen erfolglos. Das soll sich an diesem Sonntag (17 Uhr) ändern, wenn die HG Oftersheim/Schwetzingen in der Weibertreuhalle der Gegner ist. Markus Kübler hat sich wie alle anderen Spieler am Dienstagabend über den nächsten Pokalgegner gefreut. "Hauptsache ein Erstligist", sagt er zum Los MT Melsungen. "Hätte es Kiel oder den HSV als Gegner gegeben, wäre der Hype natürlich größer", sagt der Kapitän. Doch gerade in dieser Rolle ist es ihm sogar fast lieber, dass erst einmal nicht über den Pokal gesprochen wird. "Unser Fokus muss mehr auf der Liga sein", sagt Kübler. Denn da wartet man noch auf den ersten Sieg. Noch täuscht die bisherige Bilanz von 0:8 Punkten etwas über die gezeigten Leistungen hinweg. Doch Kübler hat "die letzte Saison im Hinterkopf, und in dieses Fahrwasserwollen wir nicht wieder kommen." Das Team hatte den Auftakt in Wangen verpatzt, danach aber ordentliche Leistungen gezeigt. Schlechte Quote Das bisher einzige Heimspiel gegen den Tabellenführer HGS Pforzheim wurde ebenso knapp verloren wie danach die Partien in Altensteig und Altenheim. "Da hat es immer in der Abwehr gestimmt, aber mit unseren Würfen aufs Tor hatten wir eine zu schlechte Quote. Und mit elf, zwölf Toren pro Halbzeit gewinnst du nun mal kein Spiel." Verbesserungsbedarf sieht der 35-jährige Spielmacher auch beim schnellen Umschalten auf Angriff: "Da haben wir zuletzt mit unserer starken Abwehr, wenn wir in Ballbesitz kamen, zu selten gute Gegenstöße gespielt." Daran wurde auch in dieser Woche im Training gearbeitet, denn nur mit einer Leistung am oberen Limit der eigenen Möglichkeiten dürfte der nächste Gegner zu packen sein. Trainer Peter Baumann hatte zuletzt eine zu geringe Laufbereitschaft als Hauptgrund für die Niederlage in Altenheim ausgemacht. "Ich habe noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass wir im Angriff viel laufen müssen", sagt er. Knackpunkt Nur dann sei gegen eine offensiv ausgerichtete Abwehr wie die der Oftersheimer etwas auszurichten. "Das wird der Knackpunkt sein", sagt Baumann, "aber ich bin sehr zuversichtlich, wir wollen diese zwei Punkte." Hinten mit Riegel, vorne gewirbelt Von unserem Redakteur Klaus Apitz / Heilbronner Stimme Der Knoten ist geplatzt. Nach vier Niederlagen haben die Oberliga-Handballer des TSV Weinsberg am Sonntag ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Und das mit einer klasse Leistung gegen die HG Oftersheim-Schwetzingen, die einer der Titelkandidaten ist. "Heute wollten wir", war die Einschätzung von Sebastian Sauerland nach dem 34:26 (17:9). Der Rückraumschütze war in dieser Partie zunächst als Toreverhinderer gefragt. Baute zusammen mit Philipp Nentwich und Tim Landenberger einen Riegel auf, den die Gäste nicht zu knacken wussten. Deren Stärke ist das Positionsspiel ohnehin nicht, denn sie lauern auf Konter. Spielten auch in Weinsberg mit einer offensiv ausgerichteten Abwehrformation. Mit drei Mann am Kreis, zwei vorgezogenen Störern. Und einem Mann, der noch weiter herausrückte, um die Kreise von TSV-Spielgestalter Markus Kübler zu einzuengen. Doch die Rechnung ging nicht auf. Denn die Weinsberger haben inzwischen auch das richtige Rezept, wenn es gegen Mannschaften geht, die den Kampf Mann gegen Mann suchen. Der Ball lief wie am Schnürchen, und dann stießen Christian Auer und Sven König in die Lücken. Erster wirbelte die Abwehr des Gegners mächtig durcheinander und war so nicht nur wegen seiner acht Tore effektivster Weinsberger. Und da im Abschluss kaum Fehler passierten, gelang den Gästen bis zur Pause nur ein einziger Treffer nach einem schnellen Gegenstoß. Oftersheim, als Tabellenzweiter in die mit etwa 350 Zuschauern besetzte Weibertreuhalle gekommen, führte nur beim 1:0. Dann brach die Weinsberger Angriffslawine über sie herein. 8:2 stand es nach einer Viertelstunde, 17:9 zur Pause. Das war bereits eine Vorentscheidung. "Weinsberg stand hinten richtig gut und vorne haben sie mit viel Druck gespielt. Da konnten wir nicht gegenhalten", sagte Gästetrainer Christian de Maria. Er hatte auf seine Nummer eins auf halblinks verzichten müssen, dann brach ihm nach zehn Minuten auch noch der Mann auf der anderen Seite verletzt weg. Und so gelangen aus dem Rückraum in der ersten Halbzeit nur zwei, drei Tore. Der Rest, das waren Abschlüsse am Kreis oder per Siebenmeter. Leichtigkeit Die Gäste stellten mit Beginn des zweiten Durchgangs auf eine 6:0-Deckung um. Doch nun kamen eben Landenberger und Sauerland mit Distanzwürfen zum Zuge. Beim 23:11 hätten die beiden Schiedsrichter abpfeifen können, denn da war Oftersheim endgültig geschlagen. "Mit einem Vorsprung ist es natürlich angenehmer zu spielen", nahm Weinsbergs Trainer Peter Baumann eine gewisse neue Leichtigkeit bei seinen Männern wahr. "Vorne waren wir geduldig, hinten wollten wir kompakt stehen, denn da hatten wir zuletzt Probleme", sagte Sauerland. Er hofft, dass die Truppe jetzt auch mal in der Fremde zuschlägt: "In der vergangenen Runde haben wir auch auswärts solche Spiele gemacht." "Das ist eine große Erleichterung, so ein Erfolgserlebnis haben wir gebraucht ", sagte Peter Baumann. Nach Feiern aber war ihm hinterher nicht zumute. "Als Trainer bin ich nach so einem Spiel mental leer, das war als Spieler anders." Ein Bier hat er sich genehmigt und ist bald nach Hause gegangen. Nun erwartet Baumann, dass die Truppe beim Spiel in Sandweier nachlegt. 26:34 - Oftersheim/Schwetzingen kassiert erste Saisonniederlage mj/SZ Die Jubelarie bei der HG Oftersheim/Schwetzingen in der Handball-Oberliga ist vorbei: Mit 26:34 (9:17) verlor sie gestern Abend beim TSV Weinsberg. Bei den zuvor verlustpunktfreien HGlern kam dabei alles zusammen. Besonders eine schwache Schiedsrichterleistung erzürnte die Gemüter. Doch die Entscheidungen der Herren in Gelb waren nicht ausschlaggebend für die Niederlage, sondern höchstens für die Höhe. Nur vier eigene Treffer in den ersten 21 Minuten zeigen die miserable Angriffsverwertung der Gäste auf. Erst nach dem 13:4 entwickelte sich so etwas wie ein Spiel auf Augenhöhe. Doch da auch weiterhin große Fehler in den Angriffsbemühungen verblieben und die Abwehr nach anfänglicher starker Leistung zusehends auseinanderfiel, war an eine erhebliche Resultatsverbesserung nicht zu denken. Erschwerend kam hinzu, dass die Gäste bereits früh ihren Halbrechten Jan Triebskorn verloren hatten (10.). Nach einem abgeprallten Ball im Angriff wurde er von hinten von Weinsbergs Mittelmann Markus Kübler attackiert und hatte keine Chance, diesem Tackling zu entgehen. Er schied - vermutlich mit einem Bänderriss im Sprunggelenk - aus. Auch nach der Roten Karte gegen Florian Siegel - er musste nach der dritten Zeitstrafe zum Duschen - kämpfte die HG-Truppe diszipliniert bis zum Schluss, obwohl sie aussichtslos in Rückstand lag. Während sich die Weinsberger hinten austoben durften, wie sie wollten, wurden die HGler wegen Kleinigkeiten auf die Band geschickt. "Durchschlagskraft hat gefehlt" "Im Rückraum hat uns die Durchschlagskraft gefehlt und in der Abwehr waren wir nicht so konsequente, wie in den letzten Wochen", analysierte HG-Trainer Christian De Maria nach der Partie die Gründe für die deutliche Niederlage. Auch wenn er Weinsberg als "starken Gegner" gesehen hat, sah er hauptsächlich Unzulänglichkeiten in der eigenen Mannschaft: "Das war schwach in allen Belangen", zog De Maria ein kurzes Fazit. Zwischenfazit BWOL Tabellenstand 1 TGS Pforzheim 5 5 0 0 146 : 115 10 : 0 2 SV Kornwestheim 5 3 2 0 153 : 143 8 : 2 HG Oftersheim/Schwetzingen 5 4 0 1 126 : 116 8 : 2 4 TSV Altensteig 5 3 1 1 121 : 112 7 : 3 5 VfL Pfullingen 5 3 0 2 141 : 127 6 : 4 6 SG Nußloch 5 2 1 2 144 : 141 5 : 5 7 TSG Söflingen 5 2 1 2 140 : 140 5 : 5 8 TuS Altenheim 5 2 1 2 131 : 135 5 : 5 SG Pforzheim/Eutingen 5 2 1 2 136 : 134 5 : 5 10 TV Willstätt 6 2 1 3 152 : 167 5 : 7 11 SG Lauterstein 4 2 0 2 130 : 127 4 : 4 12 TSV Heiningen 5 2 0 3 123 : 141 4 : 6 13 MTG Wangen 6 2 0 4 168 : 175 4 : 8 14 TSV Weinsberg 5 1 0 4 135 : 139 2 : 8 TSV Schmiden 5 1 0 4 116 : 139 2 : 8 16 TV Sandweier 4 0 0 4 114 : 125 0 : 8 Diese Tabelle wurde nach dem direkten Vergleich berechnet. Fehlt bei einer Mannschaft die Platzierungsziffer, so ist sie mit der/den vorderen Mannschaften auf dem gleichen Platz. Mike Junker Nach - für die meisten Teams - fünf Spieltagen, einem Sechstel der gesamten Saison, könnte man es durchaus wagen, mal ein kurzes Zwischenfazit zu ziehen, eine kleine Bilanz für die Handball-Oberliga Baden-Württembergs zu erstellen. Es gab ja durchaus eine Reihe von Favoriten, die im Vorfeld auch von den teilnehmenden Vereinen bei einer Umfrage benannt wurden. Herausragend dabei die Beurteilung des VfL Pfullingen: Zwölf von fünfzehn Gegnern hatten ihn auf der Rechnung. Auch die TSG Söflingen (6 Nennungen), der TV Willstätt (5), die HG Oftersheim/Schwetzingen, die SG Pforzheim/Eutingen (je 3) und die TGS Pforzheim (2) wurden hoch eingeschätzt. Die Gewichtung dieser Einschätzung hat sich mittlerweile aber doch etwas geändert, wie aus etlichen Kommentaren in Spielberichten zu entnehmen ist. Nach der Verpflichtung des ehemaligen Nationalspielers Andrej Klimovets (davor noch jene von Niels Brandt) ist natürlich die TGS Pforzheim in ihrem Kurs gewaltig gestiegen, aber auch die Aktien der HG Oftersheim/Schwetzingen wurden nach vier Auftakterfolgen allenthalben neu bewertet. Die Schwarzwälder Spielgemeinschaft Pforzheim/Eutingen sträubte sich zunächst - und teilweise immer noch - auf das Podest des Meisterschaftsanwärters Nummer 1 gehoben zu werden. "Wenn wir auswärts ein Team wie Pfullingen schlagen sollten, dann könnten wir sagen, dass wir vorne dazugehören", meinte Brandt unlängst. Das ist inzwischen eindrucksvoll mit zehn Toren Differenz gelungen. Pforzheims Abteilungsleiter Wolfgang Taafel übte sich dennoch nach dem Kantersieg in Zurückhaltung: "Unsere Erfahrung und die individuelle Klasse haben heute entschieden. Wir sind aber nicht der Top-Favorit der Liga." Für Pfullingen indes kommentierte Till Fernow, rechter Rückraumspieler des VfL: "Wir brauchen jetzt nicht mehr vom Aufstieg zu reden." Die Flinte ins Korn zu schmeißen, wäre sicherlich noch ein wenig verfrüht. Zu eng bleiben die Abstände nach nur so wenigen Spieltagen. Allerdings ist die Konkurrenz groß. Während Teams, die sich selbst das Ziel "Platz 1 oder 2", also die Aufstiegsränge (Willstätt, Pfullingen) verordnet haben oder zumindest "vorne mitmischen" wollen, in der Mitte oder unten herumdümpeln, sind vermeintliche Wackelkandidaten auf dem Vormarsch. So waren Altensteig (Ziel Mittelfeld), Kornwestheim (Einstelligkeit) sowie Schmiden (oberes Drittel) und Sandweier (Klassenerhalt) in der Vorsaison bis zum Ende in den Abstiegskampf verstrickt. Während die letzten beiden sich erneut dort wiederfinden, genießen die anderen zwei gemeinsam mit Aufsteiger Nußloch (Klassenerhalt) vorläufig noch den Abstand nach hinten. Es ist allerdings auch damit zu rechnen, dass sich am vorläufigen Tabellenbild doch noch einiges erheblich verändern wird.