Willstätt Mittelbadische Presse (baden-online) Altenheim Mittelbadische Presse (baden-online), Lahrer Zeitung (Schwarzwälder Bote), Badische Zeitung Altensteig Schwarzwälder Bote Heiningen NWZ Göppingen (Süd-West-Presse) Kornwestheim Kornwestheimer Zeitung (Stuttgarter Nachrichten), Ludwigsburger Kreiszeitung Lauterstein NWZ Göppingen (Süd-West-Presse) Nußloch Rhein-Neckar-Zeitung Pforzheim Pforzheimer Zeitung (pz-news), Pforzheimer Kurier (BNN) Eutingen Pforzheimer Zeitung (pz-news), Pforzheimer Kurier (BNN) Pfullingen Reutlinger Generalanzeiger (GEA), Reutlinger Nachrichten (Süd-West-Presse), Reutlinger Wochenblatt Sandweier Badische Neueste Nachrichten, Badisches Tagblatt Schmiden Fellbacher Zeitung (Stuttgarter Nachrichten) Söflingen Süd-West-Presse Wangen Schwäbische Zeitung Weinsberg Heilbronner Stimme Handball-Server Sensations-Coup: Bundesliga-Handballer Andrej Klimovets zur TGS Pforzheim SW/PZ-News Nachdem Andrej Klimovets am Donnerstag beim Training der TGS Pforzheim gesehen wurde, hatten sich die Anzeichen für den Sensations-Coup verdichtet. Und tatsächlich: Am Freitag teilte Wolfgang Taafel, Handball-Abteilungsleiter des Oberligisten, der „Pforzheimer Zeitung“ mit, den 38-Jährigen Kreisläufer verpflichtet zu haben. Anzeige 71 Länderspiele für Deutschland, 112 für Weißrussland, außerdem so klangvolle Bundesliga-Stationen wie die SG Flensburg-Handewitt (1998 bis 2005) und die Rhein-Neckar Löwen (2005 bis 2010): Die Vita von Andrej Klimovets ist beeindruckend. Einer der Höhepunkte war der Weltmeistertitel mit der Handball-Nationalmannschaft im Jahr 2007, zu dem er in der Defensive wesentlich beitrug. Nach der Verpflichtung von dem ehemaligen Zweitliga-Handballer Nils Brandt ist er der nächste Top-Neuzugang für die TGS, die in der Oberliga Platz sechs als Mindestziel ausgegeben hat. Da aber auch Florian Taafel wieder fit ist, scheint nun auch der Angriff auf die Top-Plätze möglich. Schon am Samstag könnte Klimovets erstmals für die TGS auflaufen: Um 19.30 Uhr ist in der Fritz-Erler-Halle der TSV Schmiden zu Gast. VfL Pfullingen vor hoher Auswärtshürde in Ulm gegen Söflingen GA/SWP Am Samstag (19 Uhr, Kuhberghalle Ulm) startet der VfL Pfullingen in die neue Baden-Württembergliga-Saison bei Drittligaabsteiger TSG Söflingen, der zuletzt den Rumänen Mihut Pancu verpflichtete. Die TSG Söflingen verfügt nach dem Drittligaabstieg nur über einen Kader von 14 Spielern. Alexander Schramm fällt wohl mit Kreuzbandriss die ganze Saison aus. Sieben Akteure sind geblieben, acht Neue kamen, sodass die "Pelikane" aus dem Ulmer Stadtteil von vielen Trainern als Topfavorit eingestuft werden. TSG-Trainer Gabor Csako warnt vor zu hohen Erwartungen, zumal Eberhardt auch nicht ideal trainieren konnte. Aber man hat gute Spieler wie Dürner, Bauer, Rodloff, Graf oder Beha im Kader, möchte zum Saisonstart die Punkte in Ulm behalten. VfL-Trainer Alexander Job hat gewisse Sorgen, denn der bundesligaerfahrene Keeper Tobias Heger fällt aus. Der Pfullinger Coach vertraut dem jungen Simon Tölke im Tor, dazu wird Marvon Buck von der A-Jugend auf der Bank sitzen. Doch auch Jabot, Ottmar und Fernow (beide Sprunggelenk), Keupp (Schulter) und Hejny konnten zuletzt nicht trainieren. So meint VfL-Trainer Job: "Die erste Vorbereitungsphase war sehr gut, die zweite mit Problemen behaftet - das hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Söflingen ist ein Top-Gegner, hat sich mit dem Rumänen noch verstärkt, das wird keine einfache Aufgabe. Aber am ersten von 30 Spieltagen wird noch nichts entschieden, das Spiel könnte bei einem Auswärtssieg Selbstvertrauen bringen." Der Pfullinger Trainer weiß, wann er Druck aufbauen muss, man könne am Druck auch zerbrechen, aber er hofft: "Möck und Wolf sind im Rückraum unser Pfand, es macht Spaß, ihnen zuzuschauen, wie sie sich weiterentwickeln. Aber Theilinger, der nun für den TV Neuhausen spielt, fehlt uns, er ist schwer zu ersetzen. Wir holten Sven Maier, der sich gut integriert hat, er hilft uns weiter. Wir konnten einen Spieler von einem höherklassigen Verein, der SG H2Ku Herrenberg, verpflichten. Auch Simon Schleich kommt bald hinzu. Doch jeder einzelne Spieler darf mit den Ergebnissen der Vorbereitung nicht zufrieden sein und muss zweifellos noch einiges draufpacken." Job meint zum Ziel des VfL: "Wir wurden Tabellendritter in der Vorsaison, da können wir jetzt nicht das Ziel fünfter Platz ausgeben. Wir wollen schon aufsteigen und haben dieses Ziel. Wir sind zu Hause seit mehr als einem Jahr unbesiegt." Till Fernow meint: "Die Kurt-App-Halle muss die Festung bleiben, wir sollten keinen Punkt abgeben mit den tollen Fans im Rücken. In der Vorsaison kamen 750 Zuschauer pro Spiel - das war klasse." Trainer Alexander Job ergänzt: "Wir müssen noch konstanter werden. Ich hoffe nur , dass wir am Samstag in Ulm Keupp, Hejny, Jabot, Fernow und Ottmar einsetzen können." Job und seine Spieler schauten sich das erste Bundesliga-Heimspiel des TV Neuhausen in ihrer Stammkneipe gemeinsam an, bangten mit dem ehemaligen Mitspieler Theilinger mit. Der VfL möchte wieder hoch Richtung 3. Liga. Für Florian Möck wird es wohl auch eine entscheidende Saison in Richtung Zukunft. Das Talent will es wissen und mit dem VfL aufsteigen, nachdem man beim Pfulben-Cup im Finale auch den TSV Neuhausen/Fildern sicher besiegte. Jetzt aber hatte Job im Training Sorgen und selten den ganzen Kader zur Verfügung. Es steht noch ein Problem an: Bis auf einen Spieler laufen alle Verträge aus. Vor einem Jahr hatte man mit dem Ziel 3. Liga 2013 lauter Zwei-Jahres-Verträge abgeschlossen. Wenn der VfL nun aufsteigt, sieht es gut aus in Sachen Vertragsverhandlungen. Im anderen Fall wird es schwer, Spieler zu halten. Sascha Hejny steht Oberligist VfL Pfullingen nicht mehr zur Verfügung. Sorgenkind Tobias Heger Alexander Job: Jammern gilt nicht VON MANFRED KRETSCHMER /GEA Am 28. Juli war die Pfullinger Handball-Welt in Ordnung. An diesem Tag trug sich der VfL beim Pfulben-Cup in der Kurt-App-Halle in die Siegerliste ein. Mehr noch: Das Team von Trainer Alexander Job zeigte begeisternden Handball. Sechs Wochen später haben sich bei den Pfullingern große Personalprobleme aufgetürmt, dennoch sagt Job vor dem ersten Punktspiel am Samstag (19 Uhr) bei der TSG Söflingen: »Ich jammere nicht über unsere Situation. Wir haben dennoch einen Kader, mit dem wir um die Aufstiegsplätze eins und zwei mitspielen werden.« Was war geschehen? Vor wenigen Tagen meldete sich Rückraumspieler Sascha Hejny aus beruflichen Gründen ab. Und der bundesliga-erfahrene Torhüter Tobias Heger fällt wegen eines Knorpelschadens im Knie längere Zeit aus. In puncto Rückraumspieler dürfte sich nichts mehr tun mit einem Neuen. Job: »Wir haben monatelang zig-Gespräche geführt. Ohne Erfolg. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir sicher keine Chance mehr, eine Verstärkung zu holen.« Auf der Torhüter-Position konnte der VfL personell nachlegen - vom Landesligisten TV Neuhausen II kommt Patrick Schneider. Job: »Da müssen wir uns beim TVN und vor allem bei Trainer Thomas Dangel für das Entgegenkommen bedanken.« Team ist eingespielt In der vergangenen Saison ging Pfullingen im baden-württembergischen Oberhaus als Dritter über die Ziellinie. In dieser Runde sei die Oberliga »ausgeglichener besetzt«, glaubt der 36-jährige Job. Der ehemalige Bundesligaspieler stuft Auftaktgegner Söflingen, Willstätt, Pforzheim/Eutingen, die TGS Pforzheim sowie mit Abstrichen Oftersheim/Schwetzingen als die härtesten Konkurrenten des VfL im Aufstiegsrennen ein. Pfullingen verfügt über eine spielstarke, junge Mannschaft, die sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich entwickelt hat. Job: »Aus unseren Talenten sind gestandene Spieler mit individueller Qualität geworden.« Der Eingespieltheitsgrad ist groß. Bei den Feldspielern musste der Coach mit Sven Maier - er wurde vor drei Jahren mit der Neuhäuser A-Jugend deutscher Meister - nur einen externen Zugang einbauen. Jugend-Nationalspieler Tim Keupp war bereits in der vergangenen Saison häufig dabei. Dass Nicolai Theilinger, der im Bundesliga-Team des TV Neuhausen steht, nicht mehr dabei ist, tut sportlich weh, doch Job betont: »Ich gebe gerne einen Spieler ab, der in die erste Liga entfleucht und den ich dann im Fernsehen beobachten kann.« Kontinuität: Söflingen will neue Wege gehen MANUELA HARANT/SWP Die Handballer der TSG Söflingen biegen in die Zielgerade der Vorbereitung zur Baden-Württemberg-Oberliga ein. Trainer Czako bittet um Geduld. Der Abstieg der TSG Söflingen hat einen großen Umbruch im Team mit sich gebracht. Nur sieben Akteure sind geblieben - inklusive dem langzeitverletzten Alexander Schramm, der nach seinem Kreuzbandriss noch eine Thrombose erlitten hat und den Rest der Saison ausfällt. Acht neue Spieler - zum Teil mit höherklassiger Erfahrung - sind gekommen. Das weckt hohe Erwartungen in das Auftreten der Mannschaft eine Klasse tiefer, in der Baden-Württemberg-Oberliga. Die gegnerischen Teams nennen die "Pelikane" schon als Aufstiegsfavorit. Doch TSG-Trainer Gabor Czako warnt vor gedanklichen Höhenflügen und verweist auf die vergangenen Wochen und Monate: "Wir hatten viele Schwierigkeiten, wie zum Beispiel den Abstieg und die ganzen rechtlichen Streitigkeiten um das Nachrücken", holt der Chefcoach der ersten Mannschaft aus. "Deshalb bin ich unglaublich dankbar, dass wir trotzdem so viele Spieler mit Potenzial bekommen haben - und zwar vor allem durch ehrenamtliches Engagement. Das hätte auch anders kommen können." Schließlich musste man alle Handballer des jetzigen 14-Mann-Kaders unabhängig von der künftigen Spielklasse halten oder verpflichten. Deshalb will er nicht darüber klagen, dass er schon bei einem Ausfall von drei oder vier Feldspielern Schwierigkeiten bei der Mannschaftsaufstellung bekommt. "Viel darf während der Saison nicht passieren", sagt der TSG-Coach. Dabei sind erst seit zwei Wochen alle Mann voll einsatzfähig. "Philipp Eberhardt konnte wegen Schulterproblemen länger nicht trainieren", informiert Czako. Und der Rumäne Mihut Pancu wurde erst vor zehn Tagen verpflichtet. Mut macht dem Ungarn die Tatsache, dass die TSG in den vergangenen vier Wochen alle Testspiele gewonnen hat. Auch gegen den ähnlich stark einzuschätzenden Bayernligisten Fürstenfeldbruck, bei dem Söflingen heute noch einmal zu Gast ist. Der Vorbereitungshöhepunkt steigt am Freitag mit der Reise zum Drittligisten Herrenberg. Trotzdem will Czako vor dem Start am 8. September gegen den VfL Pfullingen keine Platzierung als Saisonziel ausgeben. "Bisher wurden immer konkrete Ziele gesetzt, und dann hat sich die Liga als stärker herausgestellt. Und die neue Liga, in der wir nun spielen ist auch schwierig einzuschätzen", sagt Czako. Er möchte mit dem Verein stattdessen erreichen, "dass wir nach Jahren der hohen Fluktuation eine Mannschaft mit Potenzial zusammenhalten, die sich in der BWOL mittelfristig gut etabliert". Söflingen: "Auf jeden Fall vorne mitmischen" MANUELA HARANT/SWP Janis Bauer hat bereits in der Dritten Liga für die TSG Söflingen gespielt. Nun kommt der 22-Jährige mit reichlich BWOL-Erfahrung zurück. Im Interview spricht er über seine Ziele mit den Pelikanen. Herr Bauer, schon früh in diesem Jahr, im Februar, fiel die Entscheidung, dass Sie von der HSG Langenau/Elchingen zurück zur TSG Söflingen kehren. Wie kam es zu dem Entschluss? JANIS BAUER: Vor zwei Jahren war ich vor allem deshalb zur HSG gewechselt, da ich zum Saisonbeginn eine Ausbildung angefangen hatte und ich den zeitlichen Aufwand nicht abschätzen konnte. Für mich als Giengener lag Langenau da einfach günstiger. Aber langfristig möchte ich schon höherklassig spielen und sehe hierfür in Söflingen eine bessere Perspektive. Was ist in Söflingen anders als in Langenau? BAUER: Na ja, in Söflingen läuft einfach alles professioneller ab, angefangen vom Training bis hin zum Management. Die TSG hat sicher das Potenzial, irgendwann wieder aufzusteigen. Wie sind Sie in der Mannschaft aufgenommen worden? BAUER: Alex Schmid, Manuel Weinbuch und Peter Feigl kenne ich bereits aus meiner Zeit von 2007 bis 2010 in Söflingen. Von daher fühlt man sich im Grunde gleich wieder wie zu Hause. Dabei gilt es auch, Last-Minute-Transfer Mihut Pancu mit geballter Erfahrung aus der rumänischen ersten Liga zu integrieren. Wie verständigen Sie sich mit ihm? BAUER: Mihut ist seit zwei Wochen da und ein guter Typ, nicht nur weil er Linkshänder ist (lacht). Am Anfang haben wir nur englisch mit ihm gesprochen, aber er lernt ganz fleißig deutsch, so dass es inzwischen auch mit so einer Mischung aus deutsch und englisch funktioniert. Aber das wird von Tag zu Tag besser. Und er wird vom Trainer und innerhalb der Mannschaft genauso behandelt wie alle anderen. Und wie gefällt Ihnen das Training von Gabor Czako? BAUER: Die letzten Wochen waren sehr anstrengend, aber ich habe auch viel gelernt und an Kondition zugelegt. Gabor Czako ist ein toller Trainer. Wir trainieren momentan fünfmal pro Woche, das wird sich hoffentlich während der Saison auszahlen. Der erste Gegner beim Heimauftakt am Samstag (19 Uhr) lautet VfL Pfullingen. Eine Mannschaft, die Sie aus der Baden-Württemberg-Oberliga kennen . . . BAUER: Ja, das wird ein ganz schwerer Gegner. Ich zähle Pfullingen und Oftersheim/Schwetzingen zu den Aufstiegsfavoriten. Trotzdem wäre es wichtig, dass wir gleich mit einem Sieg in die Saison starten. Weil Sie auch aufsteigen wollen? BAUER: Mein persönliches Ziel ist schon der Aufstieg. Aber das können wir uns als Mannschaft noch nicht als Ziel setzen, zumal wir acht neue Spieler integrieren müssen. Aber wir wollen auf jeden Fall vorne mitmischen und von Spiel zu Spiel denken. Dabei wird es für mich wichtig sein, möglichst viel zu spielen und verletzungsfrei zu bleiben. Heininger TSV strebt Klassenerhalt an HELMUT NEUMAIER/SWP Die Handballer des TSV Heiningen scharren bereits mit den Hufen, beginnt doch für die Staren am Samstag ihre zweite Saison in der Oberliga Baden-Württemberg. Ziel ist erneut der Klassenerhalt. Da das zweite Jahr einer alten Sportler-Floskel nach das schwerste in einer Liga sein soll, haben die Heininger Handballer wie auch in der Vorsaison den Klassenerhalt als erstes Ziel ausgegeben. Damit dieses Unterfangen in die Tat umgesetzt werden kann, haben sich die TSV-Handballer nach einer nur kurzen Trainingspause bereits seit Ende Juni intensiven Vorbereitungen unterzogen. Dabei war der Ball in vielen Trainingseinheiten Nebensache, bestimmte doch Athletiktrainer Henry Müller den Verlauf der intensiven Einheiten. Mit modernsten Übungen aus den USA, die auch im Wasser absolviert wurden, sollen die Spieler in erster Linie bestens körperlich geschult, aber auch mit gestärkter Psyche die schweren Aufgaben in den nächsten knapp acht Monaten angehen. Dies wird nach Angaben von Coach Tobias Hafner auch notwendig sein, ist doch seiner Meinung nach die Liga nach dem Aufstieg von Großsachsen und Kronau/Östringen in die dritte Liga weitaus ausgeglichener besetzt als in der Vorsaison. So wird es gut sein, so schnell wie möglich die nötigen Zähler für einen beruhigenden Abstand zu den mindestens drei oder gar bis zu fünf Abstiegsplätzen zu holen. Dabei hofft man im Heininger Lager natürlich wieder auf die Heimstärke aus dem Vorjahr, mit der letztlich der weitere Verbleib im baden-württembergischen Oberhaus geschafft wurde. Außerdem herrscht große Vorfreude im Starendorf darüber, dass man mit der aufgestiegenen SG Lauterstein zwei kreisinterne Duelle austragen darf. Wie die Mannschaft von Tobias Hafner und Co-Trainer Andreas Fuß dies letztlich in die Tat umsetzt, wird sich auf dem Spielfeld zeigen müssen, hat die Truppe für die neue Saison ein doch ziemlich verändertes Gesicht. Während man im Tor weiterhin auf das Duo Tim Wohlang und Felix Lischka setzt, gibt es den Feldspielern einige Veränderungen. So müssen die Abgänge von Florian Böhm (zur SG Lauter), Daniel Maier, der seine Karriere aus beruflichen Gründen beendete, sowie Steffen Spengler (ebenfalls Vorrang für den Beruf) kompensiert werden. Auffangen sollen dies neben den bewährten Kräften auch die Neuzugänge Julian De Boer und Erik Rummel (beide von FA Göppingen II) sowie Tobias Frey (aufgerückt aus der zweiten TSV-Mannschaft). Weiterhin erhalten mit Felix Kohnle und Chris Zöller zwei Nachwuchsspieler aus der A-Jugend von Frisch Auf ein Doppelspielrecht in Heiningen. Im erweiterten Kader des TSV steht mit Kevin Brodbek ein ebenfalls noch junger Akteur, der zuletzt beim TSV Wolfschlugen in der Jugend-Bundesliga am Ball war. Endgültig in Heiningen angekommen sind zudem Marcel Planitz (von TSV Neuhausen/Filder) und Kevin Walter (aus der FA-Jugend) Das Duo war bereits in der Vorsaison mit Zweifachspielrecht für den TSV unterwegs. Damit sich die Akteure fanden, wurden einige Testspiele, vor allem gegen Württembergligisten, aber auch gegen Drittliga-Vertreter absolviert. Dabei gab es nur gegen Neuhausen/Filder eine Niederlage, während alle übrigen Tests, darunter auch gegen Art Düsseldorf im Trainingslager in Konstanz, gewonnen werden konnten. Deshalb sehen die Verantwortlichen ihr Team auf einen guten Weg und so hofft man natürlich, dass die ersten Punkte gleich beim Heim-Auftakt gegen TuS Altenheim am Samstag um 20 Uhr in der Voralbhalle bleiben. Lauterstein: Mit dem Pokalspiel geht es los Erich Distel Am Samstag um 20:00 Uhr wird die 1. Mannschaft der SG Lauterstein zum Pokalspiel in der Wentalhalle beim TV Steinheim/Albuch antreten. Diesen Aufgalopp in die neue Runde darf der angehende Oberligist gegen einen starken Gegner nicht zu leicht nehmen. Der TV Steinheim mit dem bestens bekannten und erfahrenen Trainer Dietmar Kässer gehört seit Jahren zu den Spitzenteams im Bezirk. Im Frühjahr verpasste der TVS als Zweiter in der Landesligastaffel in den Relegationsspielen gegen Reichenbach/Fils den Aufstieg in die Württembergliga. Drei Jahre zuvor hatten die Männer vom Albuch dort zuletzt ein Gastspiel gegeben. Die Spiele im Bezirkspokal hatte Steinheim 2012 gleichfalls erfolgreich absolviert. Erst im Finale wurde das Team von der SG Kuchen/Gingen geschlagen. Vize in zwei Wettbewerben, das stachelt den Ehrgeiz bei den Kässer-Schützlingen an und in der neuen Saison wollen sie zeigen, was der eingespielte Landesligist drauf hat. In die Oberliga-Meisterschaftsrunde greifen die Lautersteiner eine Woche später am 15. September gegen Salamander Kornwestheim, den Mitaufsteiger von 2009, ein. Gegenüber der vergangenen Saison ist Lautersteins Mannschaftskader durch die Neuzugänge Florian Beutel, Stefan Klaus, Andi Schuster und Jonas Villforth größer geworden. Die Pokalbegegnung in Steinheim wird zum Einspielen in den neuen Formationen genutzt und soll weiteren Aufschluss darüber bringen, wer letztendlich einen Stammplatz in der Ersten erhält. Das Ergebnis des Spiels ist dabei nicht einmal das entscheidende Kriterium, doch die Favoritenrolle kann die SG Lauterstein nicht abweisen. Es könnte aber unerwünschte Folgen haben, wenn die Gelb-Blauen das Pokalderby nicht mit der notwendigen Konzentration angingen. TV Willstätt will in die 3. Liga Handball-Oberligist peilt ehrgeizige Ziele an / Auf Linkshänder-Position deutlich verstärkt Für das dritte Jahr in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg hat sich der TV Willstätt ein neues Ziel gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Martin Valo soll um den Aufstieg in die 3. Liga mitspielen. Mit den acht Zugängen wurde besonders die Linkshänderposition verstärkt. Nach Platz zehn nach dem Aufstieg aus der Südbadenliga und dem vierten Rang in der vergangenen Saison will der TV Willstätt zehn Jahre nach dem Abstieg aus der ersten Bundesliga (2003) wieder den Sprung in eine der drei höchsten deutschen Spielklassen wagen. »Unser Ziel ist der Aufstieg, auch wenn man diesen nicht so einfach planen kann«, bekräftigt Manager Andreas Geiser die neue Zielsetzung. Auch wenn es in der Vorbereitung nicht die deutlichen Ergebnisse gab, wie man sie im Vorjahr feiern konnte, ist Geiser zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft: »Die Ergebnisse waren durchwachsen. Wir müssen acht Spieler integrieren und in den Testspielen standen aufgrund von Verletzungen nie alle zur Verfügung.« Junge Spieler Um den Kader auf ein breiteres Fundament zu stellen, verpflichtete der TV Willstätt überwiegend junge Spieler aus der Region. Dabei wurde vor allem auf die vakante Linkshänderposition geachtet. Bis auf Wolfram Finkbeiner fehlten Trainer Martin Valo die Alternativen. Mit Dominik Höll und Michael Herzog kommen vom TuS Schutterwald Spieler mit Oberligaerfahrung. Dazu David Knezovic, in der Vorrunde der Südbadenliga bei der SG Muggensturm/Kuppenheim einer der besten Werfer. Neben Marco Henne und Lotfi Hamadi soll der Ex-Schutterwälder Felix Heuberger Rückhalt im Tor bieten. Doch ein Fingerbruch aus dem Vorbereitungsspiel gegen die SG Köndringen/Teningen lässt derzeit noch kein geregeltes Training zu. Ein großes Fragezeichen steht hinter Vithaya Boutsavath. Der Linksaußen ist nach einem Knorpelschaden im Knie verletzt. »Vithaya hat jetzt eine Spritzenkur vollzogen, aber wir wissen erst in zwei Wochen, ob er wieder mit leichtem Training beginnen kann«, erklärt Andreas Geiser. Zumal der treffsichere Franzose unter der Woche beruflich in Paris zu tun hat und erst zum Abschlusstraining anreisen wird. Auf seiner Position sollen sich neben Felix Kracht die Neuzugänge Manuel Schnurr und Jonas Monschein bewähren. Mirko Jentzsch ist ebenso auf Außen wie im Rückraum einplanbar. Winterzugang Nico Kolb, der sich im Pokalspiel beim TuS Schutterwald schwer verletzte, ist noch nicht ganz fit. Der abwehrstarke Kreisläufer soll sich einerseits mit Fabien Winogrodzki abwechseln und auch im Mittelblock eine Führungsrolle übernehmen. Große Schwankungen »Sicher haben wir einige junge Spieler, die erst mal lernen müssen. Aber ich glaube schon, dass uns die Neuen weiterbringen«, sagt Martin Valo. Und der TVW-Coach sieht den Kader noch nicht in der Form, um einen optimalen Saisonstart hinzulegen: »Es dauert noch etwas, bis wir uns endgültig eingespielt und gefunden haben. In der Vorbereitung hatten wir noch zu große Schwankungen.« Ein kleiner Nachteil ist auch der Saisonauftakt. Bevor am 3. Oktober das erste Heimspiel gegen Aufsteiger MTG Wangen stattfindet, muss der TV Willstätt viermal auswärts antreten. Gleich zum Saisonauftakt am kommenden Samstag reist die Valo-Sieben zur HG Oftersheim/Schwetzingen, die auch dieses Jahr wieder zum engeren Favoritenkreis zu zählen ist. Danach folgen das südbadische Derby beim TV Sandweier und die unangenehme Aufgabe in Kornwestheim, bevor der TVW beim Titelanwärter VfL Pfullingen antritt. Das Team von Trainer Alexander Job zählt für Martin Valo neben dem Drittliga-Absteiger TSG Söflingen zu den Aufstiegsanwärtern. »Alles andere wird sich während der Saison zeigen, aber wir wollen oben mitspielen«, hat Valo großes Vertrauen in seine Mannschaft. Geiser gibt den Aufstieg als Ziel aus Unter der Lupe (20): TV Willstätt (uk)/bo Nach den Plätzen zehn und vier in der Oberliga Baden-Württemberg will der TV Willstätt zehn Jahre nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga (2003) wieder den Sprung in eine der drei höchsten deutschen Spielklassen wagen. »Unser Ziel ist der Aufstieg, auch wenn man diesen nicht so einfach planen kann«, bekräftigt Manager Andreas Geiser die neue Zielsetzung. Auch wenn es in der Vorbereitung nicht die deutlichen Ergebnisse gab, ist Geiser zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft: »Wir müssen acht Spieler integrieren, und in den Testspielen standen aufgrund von Verletzungen nie alle zur Verfügung.« Um den Kader auf ein breiteres Fundament zu stellen, verpflichtete der TV Willstätt überwiegend junge Spieler aus der Region. Dabei wurde vor allem auf die Linkshänderposition geachtet. Bis auf Wolfram Finkbeiner fehlten Trainer Martin Valo die Alternativen. Mit Dominik Höll und Michael Herzog kamen vom TuS Schutterwald Spieler mit Oberligaerfahrung. Dazu David Knezovic, vergangene Vorrunde bei Südbadenligist SG Muggensturm/Kuppenheim einer der besten Werfer. Neben Marco Henne und Lotfi Hamadi soll der Schutterwälder Felix Heuberger Rückhalt im Tor bieten. Doch ein Fingerbruch in der Vorbereitung lässt bei Heuberger derzeit noch kein geregeltes Training zu. Ein großes Fragezeichen steht hinter Linksaußen Vithaya Boutsavath (Knorpelschaden im Knie). »Vithaya hat eine Spritzenkur vollzogen, aber wir wissen erst in zwei Wochen, ob er wieder mit leichtem Training beginnen kann«, erklärt Andreas Geiser. Zumal der treffsichere Franzose unter der Woche beruflich in Paris zu tun hat und erst zum Abschlusstraining anreisen wird. Auf seiner Position sollen sich neben Felix Kracht die Neuzugänge Manuel Schnurr und Jonas Monschein bewähren. Mirko Jentsch ist auf Außen wie im Rückraum einplanbar. Winterzugang Nico Kolb ist nach seiner Verletzung noch nicht ganz fit. Der abwehrstarke Kreisläufer soll sich einerseits mit Fabien Winogrodzki abwechseln und auch im Mittelblock eine Führungsrolle übernehmen. »Sicher haben wir einige junge Spieler, die erst mal lernen müssen. Aber ich glaube schon, dass uns die Neuen weiterbringen«, sagt Martin Valo. Der TVW-Coach sieht den Kader allerdings noch nicht in der Form, um einen optimalen Saisonstart hinzulegen: »Es dauert noch etwas, bis wir uns endgültig eingespielt und gefunden haben. In der Vorbereitung hatten wir noch zu große Schwankungen.« Ein kleiner Nachteil ist sicherlich auch der Saisonauftakt. Bevor am 3. Oktober das erste Heimspiel gegen Aufsteiger MTG Wangen stattfindet, muss der TV Willstätt viermal auswärts antreten. Der VfL Pfullingen zählt für Martin Valo neben dem Drittligaabsteiger TSG Söflingen zu den Aufstiegsanwärtern. »Alles andere wird sich während der Saison zeigen, aber wir wollen oben mitspielen«, erklärt auch der Willstätter Coach. In Oftersheim hängen die Trauben hoch – Willstätt beginnt Saison uk / Baden-online Morgen um 20 Uhr startet Handball-Oberligist TV Willstätt bei der HG Oftersheim/Schwetzingen in der Oftersheimer Karl-Frei-Sporthalle mit der Mission »Aufstieg in die dritte Liga«. Die Schwetzinger Nordstadthalle ist aufgrund eines Wasserschadens gesperrt, der Umzug nach Oftersheim für mindestens zwei Heimspiele notwendig. Das Motto der Saison »zu Hause eine Macht und auswärts gefürchtet«, droht schon in der ersten Begegnung zu wanken. HG-Trainer Christian De Maria muss aus zahlreichen talentierten Nachwuchsspielern eine Sieben formieren, dabei erfahrene Abgänge wie Sebastian Geider, Sven Rüffer oder Tobias Scholtes ersetzen. Mit ein Grund, dass von Aufstieg derzeit keine Rede ist. Beim ehemaligen Zweitligakonkurrenten TV Willstätt hingegen wurde im Sommer ein klares Ziel ausgegeben. Mit acht Zugängen möchte man an die Tür der dritten Liga anklopfen. Die ersten zwei Plätze berechtigen zum Aufstieg, und beim TVW setzt man vor allem darauf, dass der Kader durch die Zugänge ausgeglichener und breiter geworden ist. Doch die Mannschaft muss sich einspielen. »Wir brauchen sicher einige Zeit, bis wir uns gefunden haben«, dämmt Trainer Martin Valo zu große Erwartungen und warnt vor dem ersten Auswärtsgegner: »Die sind daheim immer unangenehm zu spielen, auch wenn sie nicht in ihrem gewohnten Umfeld auflaufen.« Das erste von vier Auswärtsspielen in Folge möchte aber auch Valo gewinnen. »Wenn wir konzentriert spielen und uns kaum technische Fehler erlauben, dann ist ein Erfolg möglich«, glaubt er. TV Sandweier als Mutmacher Unter der Lupe (14): TuS Altenheim Baden-online Mit einer sehr jungen Mannschaft nimmt der TuS Altenheim zum dritten Mal die Handball-Oberliga Baden-Württemberg in Angriff. »Einfach wird es nicht, doch chancenlos sind wir auch nicht«, gibt Trainer Michael Schilling das Saisonziel »Klassenerhalt« vor. Auf den letzten Drücker hatte der TuS Altenheim im Saisonfinale die Meisterschaft in der Südbadenliga und den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg perfekt gemacht. Nach einer Demonstration der Stärke, bei der Gegner HGW Hofweier nicht über die Statistenrolle hinausgekommen war, gab es am Ende in der Hohberghalle eine beeindruckende Vorstellung (29:21). Diesen Schwung wollen die Mannen aus dem Ried nun in die neue Saison hinüberretten. Traditionell gehört der TuS Altenheim nicht zu jenen Vereinen, die eine rege Transferpolitik betreiben. An diesem Umstand hat sich nichts geändert, dennoch gibt es einige Wechsel, die in erster Linie aber interner Natur sind. So wird Routinier Mario Batt aus beruflichen Gründen künftig nur noch in der zweiten Mannschaft spielen. »Standby steht er mir zwar weiterhin zur Verfügung, doch im Moment plane ich nicht mit ihm«, erklärt TuS-Trainer Michael Schilling. Ohne den demnächst 33 Jahre alten Rückraumschützen fehlen dem TuS nun wichtige Tore, vor allem aber die Erfahrung. Dafür bringt die Jugend viel Talent und frischen Wind mit. Mit Marius Heitz, Jonas Link, Felix Weis und Peter Strosack stoßen vier Akteure aus der ehemaligen Bundesliga-Jugend der SG Ottenheim/Altenheim in den Kader, denen auch zugetraut wird, mehr als nur Ergänzungsspieler in der Oberliga sein zu können. »Sie werden diese Qualitätssteigerung mitnehmen und an den neuen Aufgaben wachsen«, ist Michael Schilling überzeugt. Die Auftritte in der Vorbereitung haben den Coach vor dem Saisonstart am 8. September beim TSV Heiningen jedenfalls zuversichtlich gestimmt: »Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir in der Klasse bestehen.« Mit den Nachwuchsspielern hat Schilling auch ein Mehr an Flexibilität gewonnen. Gerade auf der Rückraum-Mitte-Position, wo Daniel Parden (Studium in Nürtingen) und Christian Grothmann (Knieverletzung) zumindest vorerst nicht zur Verfügung stehen werden, gibt es Alternativen. Mit Max Echle, Jonas Linx, Marius Heitz oder Ben Schöttler etwa, im linken Rückraum bieten sich für die Lücke, die Mario Batt hinterlässt, David Reuter an, der nach Beendigung seines Studiums aus Berlin zurückgekehrt ist, oder auch Kreisläufer Tobias Müller. Schneller Handball Zudem ist Jugendnationalspieler Peter Strosack ein weiterer Baustein in der ganz starken rechten Seite mit den Linkshändern Peter Sutter und Andreas Stoll. Mit der Jugend kann Schilling jedenfalls weiterhin auf die Tube drücken. »Wir wollen einen schnellen Handball spielen, denn gegen eingespielte 6:0-Abwehr-Teams wird es nicht einfach, Tore zu erzielen«, weiß der Coach. Doch Mut macht das Beispiel TV Sandweier. Die Mannen aus dem Baden-Badener Stadtteil wurden vor einem Jahr als Abstiegskandidat in der Oberliga gehandelt, hatten in der Vorrunde auch Probleme und sicherten sich mit einer starken Rückrunde den Klassenerhalt. »Sandweier hat gezeigt, dass man auch als Aufsteiger in dieser Klasse bestehen kann!«, erinnert Schilling Spieler und Fans. Zudem glaubt der 44-Jährige, der selbst jahrelang mit dem TSV Altensteig in der Oberliga Baden-Württemberg gespielt hat, dass die Liga nicht mehr ganz so stark wie noch vor Jahren ist. »Drei, vier Mannschaften sehe ich oben, der Rest ist schlagbar. Da wird dann auch die Tagesform entscheiden«, ist Schilling überzeugt, der trotz der Veränderungen im Kader darauf baut, dass sein Team relativ gut eingespielt ist. »Auch die Jungen kennen die Spielabläufe, das darf man nicht unterschätzen. Auf diese Stärke müssen wir uns besinnen.« Der TuS Altenheim bleibt sich treu Ausblick (16): Der Oberliga-Aufsteiger setzt auf den eigenen Nachwuchs / Saisonstart am Samstag beim TSV Heiningen. (je)/Badische Zeitung Der TuS Altenheim tritt nach der Meisterschaft in der Südbadenliga und dem Aufstieg zum dritten Mal im baden-württembergischen Oberhaus auf. Das Team fühlt sich gut vorbereitet und fit. Das liegt daran, dass der TuS mit einer sehr jungen Mannschaft antritt und an der Aufbruchsstimmung, die Chefcoach Michael Schilling verbreitet. Beim Saisonstart gastiert der TuS am Samstag beim TSV Heiningen. Mit Jonas Link, Marius Heitz, Felix Weis und dem A-Jugendspieler Peter Strosack verstärken vier Spieler aus der eigenen Jugend das Team. Einziger externer Neuzugang ist David Reuter, der während des Studiums in Berlin beim SV Eberswalde gespielt hat. "Mit seinen 24 Jahren ist David ein weiterer junger Spieler, der aus unserer Jugendarbeit hervorgegangen ist, kurz weg war und nun wieder vollen Einsatz und Herzblut für seinen Heimatverein bringen wird", so Vorsitzender Karl-Heinz Jund. "Der Verein bleibt seiner Philosophie treu, den jungen Spielern aus der eigenen Reihe eine Chance zu geben." Dazu kommt, dass Cheftrainer Michael Schilling und Co-Trainer Jonas Eble, voll hinter diesem Konzept stehen. "Was andere sich erkaufen, erarbeiten wir uns", so Eble. Der TuS Altenheim bereitet sich akribisch auf eine schwere, aber reizvolle Saison vor. Es gibt nur ein realistisches Ziel und das heißt: Klassenerhalt. "Wir wollen das Image als Fahrstuhlmannschaft ablegen und in der Liga bleiben", so Jund. Das Meisterteam ist fast komplett zusammengeblieben und hatte nur zwei Abgänge zu verzeichnen. Daniel Parden (Studium in Nürtingen) und Mario Batt (berufliche Gründe) werden in die zweite Mannschaft des TuS (Landesliga) wechseln. Vor allem der Abgang von Batt wiegt schwer. Aber er hat signalisiert: "Wenn es am Ende an Erfahrung fehlen sollte, und ich dem Team helfen kann, werde ich einspringen." Die rechte Seite, auf der Jugendnationalspieler Peter Strosack eine wichtige Rolle spielt, ist mit den Linkshändern Peter Sutter und Andreas Stoll sehr gut besetzt. Aber auch mit den anderen Spielertypen seines Kaders kann der ehrgeizige Coach an der Weiterentwicklung arbeiten. "Wir wollen permanent das Spieltempo hochhalten, denn gegen eine eingespielte 6:0-Abwehrformation im Positionsangriff wird es wesentlich schwieriger Tore zu erzielen als aus der ersten und zweiten Phase", so Schilling. "Drei, vier Mannschaften sehe ich oben, der Rest ist schlagbar", sagt der Altenheimer Übungsleiter. "Jeder einzelne meiner Jungs muss in der Abwehr Vollgas geben und für den Mitspieler mitarbeiten, um zu Ballgewinnen zu kommen. Danach heißt es schnell Umschalten, um die Gegenstoßmöglichkeit zu nutzen. Aber auch im Positionsangriff kennen mittlerweile alle die Spielabläufe, so dass wir auch da nicht zu unterschätzen sind." Michael Schilling will gerne positiv starten TuS Altenheim zum Auftakt beim TSV Heiningen Genau 18 Wochen nach der Meisterschaft in der Südbadenliga beginnt für den TuS Altenheim die Mission Klassenerhalt in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg. Chancenlos sieht sich das Team dabei morgen (20 Uhr) beim TSV Heiningen nicht. Im Internet findet man vieles, aber nicht alles. Diese Erfahrung machte dieser Tage auch Michael Schilling. »Im Grunde habe ich im Netz nichts über den TSV Heiningen gefunden«, musste der Coach des TuS Altenheim melden. Immerhin: Ein paar Namen sind dem Ex-Göppinger noch geläufig, sodass der Auftritt in der Nähe der Hohenstauferstadt morgen kein »Blind Date« wird. »Vielleicht ist das aber auch gar nicht so schlecht«, kann Schilling dem mangelnden Informationsfluss Positives abgewinnen, »denn so können wir uns auf uns selbst konzentrieren.« Der Aufsteiger aus dem Ried, der den Rückzug von Routinier Mario Batt in die zweite Mannschaft verkraften muss, kann dabei mit breiter Brust nach Heiningen fahren. Ein letzter Test am Mittwoch gegen Yellow Winterthur war nicht nur siegreich, sondern richtig gut. »Das macht Mut. Wenn wir immer diese Leistung abrufen können, habe ich keine Bedenken, dass wir absteigen könnten«, freut sich der Coach, der seinem jungen Team viel Potenzial bescheinigt. Ein bisschen müssen die Jungs noch abgezockter werden, findet Schilling, dann könnte vielleicht schon zum Auftakt in Heiningen etwas Zählbares herausspringen. Denn so schwer der erste Gegner einzuschätzen ist, hat Schilling für den Premierenspieltag dennoch ein hehres Ziel: »Ich möchte schon gerne positiv in die Runde starten«. MTG Wangen: „Wir sind der krasse Außenseiter“ Schwäbische Zeitung Mit dem Heimspiel gegen den TSV Weinsberg am Samstag um 20 Uhr starten die Handball-Männer von Aufsteiger MTG Wangen ins „Abenteuer Baden-Württemberg-Oberliga“. SZ-Mitarbeiter Simon Jäck unterhielt sich vor dem mit Spannung erwarteten Saisonstart mit Spielertrainer Timo Feistle. SZ: Wie heiß ist die MTG denn auf den Saisonstart? Timo Feistle: Wir sind hochmotiviert und freuen uns, dass es endlich losgeht. Die Vorbereitung gehört schließlich nicht gerade zur liebsten Zeit eines Handballers, auch wenn hier die wichtigen Grundlagen für die gesamte Runde gelegt werden müssen. SZ: Welchen Eindruck haben Sie von der Mannschaft nach der elfwöchigen Vorbereitungszeit? Feistle: Grundsätzlich bin ich froh, dass nach aktuellem Stand alle Mann für den Samstag fit und einsatzbereit sind. Denn in der Vorbereitung gab es schon gravierende Unterschiede. So gab es Spieler, die zu 100 Prozent die Trainingseinheiten und Testspiele mitmachen konnten. Andere wiederum haben aufgrund von Studium, Beruf, Urlaub oder kleineren Verletzungen doch einiges verpasst. Aber das ist ja nix Neues in Wangen. Nun, der körperliche Zustand der Truppe ist gut, und am Samstag werden wir dann sehen, wo wir wirklich stehen. Als Team sind wir aber definitiv weiter, als zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, wobei wir gerade von den Neuen noch keine Wunderdinge erwarten dürfen. Alles braucht seine Zeit. SZ: Zusammen mit dem sportlichen Leiter und neuen Co-Trainer Florian Staudacher haben Sie viele mögliche Kandidaten gesichtet. Wie fällt das Ergebnis dieser Bemühungen aus? Feistle: Über die Verpflichtungen von Florian Renz und Julian Wengemayer sind wir schon einmal froh und glücklich. Ansonsten gab es doch einige Enttäuschungen. So waren einige Spieler, die uns vermutlich auf Anhieb sportlich weitergebracht hätten, nicht zu finanzieren. Andere wiederum haben sich einfach nicht an Zusagen und Absprachen gehalten. Gerade bei Spielern aus der Region ist immer häufiger zu beobachten, dass sie die große Herausforderung Baden-Württemberg-Oberliga scheuen und doch lieber in ihrem gemütlichen und gewohnten heimatlichen Umfeld bleiben möchten. Florian Renz stellt da zum Glück eine positive Ausnahme dar. Im Übrigen ist es uns noch gelungen, einen Linkshänder für den rechten Rückraum zu verpflichten, dessen Namen ich allerdings noch nicht nennen möchte. Aus beruflichen Grunden wird er uns aber erst zur Rückrunde zur Verfügung stehen. SZ: Und da wäre ja auch noch Rückkehrer Marius Ratt, der zuletzt für den SV Fellbach in der Württembergliga Nord gespielt hat Feistle: Ich finde es großartig, dass er der MTG zuliebe zwischen Wangen und seinem Studienort Stuttgart pendelt. Trotz der nicht optimalen Trainingssituation wird uns Marius enorm weiterhelfen. Seine Dynamik im Angriff und seine extrem wichtige Rolle als „Aggressive Leader“ in der Abwehr sind uns in der Rückrunde der vergangenen Saison schon abgegangen. Umso schöner, dass er jetzt wieder dabei ist. SZ: Was sind Ihrer Ansicht nach die größten Unterschiede zwischen Württembergliga und der nächst höheren Klasse? Sie selbst können das sicherlich sehr gut bewerten, da Sie ja schon bei der TSG Söflingen in der Regionalliga gespielt haben. Feistle: Die individuelle Qualität jedes einzelnen Spielers ist schlichtweg höher und damit schon von vornherein das Grundniveau größer in dieser Liga. Die Mannschaften sind sowohl in der Spitze als auch in der Kaderbreite wesentlich stärker besetzt. Es geht generell professioneller zu. Dazu kommen bei vielen Teams noch Ausnahmespieler dazu mit Erfahrung aus Bundes- und Regionalliga, die bezahlten Legionäre aus dem Ausland nicht zu vergessen. SZ: Wie froh sind Sie angesichts der enorm gewachsenen Anforderungen, mit Florian Staudacher endlich einen Co-Trainer nach langer Suche gefunden zu haben? Feistle: Vor allem bin ich erleichtert, auch wenn der späte Zeitpunkt der Enscheidung so kurz vor Saisonbeginn nicht ideal ist. Aber besser so, als gar nicht, denn in dieser Liga wären wir mit Standby-Lösungen, wie noch im Vorjahr mit Reinhard Geyer, Andreas Rohrbeck oder Sebastian Nerger machbar, nicht durchgekommen. Auf Dauer hätte darunter entweder meine Arbeit als Trainer oder meine Leistung als Spieler gelitten. Jetzt gehen wir das Ganze einfach positiv an. SZ: Wie lautet denn die Zielsetzung für die neue Saison in der höheren Klasse? Feistle: Ganz klar, wir sind krasser Außenseiter, und das Ziel Klassenerhalt zu erreichen, wird unglaublich schwer. Da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Ganz wichtig aber ist, dass wir mit großer Leidenschaft, Emotion und Spaß an diese Herausforderung herangehen wollen. Wir wollen, wie es der MTG-Philosophie entspricht und wo keine Gehälter bezahlt werden, jedes Heimspiel zu einem Erlebnis für Fans und uns Spieler machen. Und in jedem Auswärtsspiel wollen wir unsere Gegner durch mutigen und frechen Handball ärgern und herausfordern. SZ: Ihr Favorit? Feistle: Mein Topfavorit für den Aufstieg ist der TSV Pfullingen. Ansonsten tun wir, so finde ich, gut daran, einfach nur nach uns zu schauen. Das ist das Einzige, was wir beeinflussen können. Denn Hand aufs Herz: Normalerweise ist diese Liga mit unseren finanziellen Möglichkeiten für Wangen eine Nummer zu groß. So gilt für Zuschauer, Verantwortliche und Spieler, uns einfach auf die neue Saison zu freuen. Jeder sollte auf seine Weise sein Bestmögliches für den Erfolg des Ganzen geben. Die MTG Wangen bittet endlich wieder zum Ball sj/Schwäbische Zeitung Knapp 17 Wochen sind vergangen, seit der letzte Ball in den Maschen der Argenhalle in Wangen gelandet ist. Der Aufstieg war endlich wieder geschafft, und die MTG startet in der neuen Saison in der höchsten baden-württembergischen Spielklasse. 17 lange Wochen der Entbehrung, die aber nun am Samstag ein Ende haben – natürlich auch für die begeisterungsfähigen und so eminent wichtigen Fans. Gegner im ersten Spiel ist kein Geringerer, als der bestens bekannte TSV Weinsberg. Anpfiff ist um 20 Uhr. Für die Wangener hätte die Rückkehr auf die Oberliga-Bühne sicherlich auch einfacher beginnen können. Der Saisonstart gegen einen der Anwärter auf die vorderen Plätze gehört nicht gerade zu den Aufgaben, die im Allgäu als Selbstläufer bezeichnet werden. Genau genommen gibt es die in dieser Saison ohnehin nicht mehr. Im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit, als die Wangener die Württembergliga dominiert hatten, geht es ab sofort in jeder Partie gegen den Abstieg. Die Weinsberger, im vergangenen Jahr noch Zehnter der vierten Liga, haben sich in dieser Saison einiges vorgenommen. Möglichst ein vorderer Tabellenplatz soll es am Ende sein. Mit vier Neuzugängen hat sich die Mannschaft von Trainer Peter Baumann auf entscheidenden Positionen verstärkt. Wie schon in den vergangenen Jahren besteht das Team aus einer harmonischen Mischung zwischen älteren, erfahrenen Spielern und jungen, aufstrebenden Eigengewächsen. Insbesondere die beiden Torhüter Arthur Czech und Matthias Friebe bilden seit Jahren einen sicheren Rückhalt. Das Schaltzentrum sowohl in Abwehr als auch im Angriff ist Markus Kübler auf der Mittelposition. In Wangen ebenfalls schon bestens bekannt ist im rechten Rückraum Tim Landenberger, Liga-Torschützenkönig der vergangenen Spielzeit. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Weinsberg bereits mit dem 36:27 in der ersten Runde des DHB-Pokals. In Wangen will man zum Start in die zweite Oberliga-Saison der Vereinsgeschichte aber nicht gleich verlieren. Seinerzeit fehlten gerade mal zwei Punkte, um die Klasse zu erhalten. Und das soll diesmal besser werden, auch dank der Neuzugänge. So wurde mit Marius Ratt ein ausgezeichneter Abwehrspezialist zurück an die Argen geholt. Ebenfalls neu im Team von Spielertrainer Timo Feistle sind Kreisläufer Florian Renz vom TV Weingarten und Rückraumspieler Julian Wengemayer aus St. Georgen, die sich bereits hervorragend integriert haben. Mit Michael Rief und Daniel Köhler haben zwei Spieler die „Erste“ in Richtung zweite Mannschaft verlassen. Ebenfalls nicht mehr im Oberligakader sind Reinhard Geyer und Steffen Kugler, die ihre Karriere zum Ende hin ruhiger ausklingen lassen. Sporadische Einsätze nach Bedarf sind aber nicht ausgeschlossen. In der Liga treffen die Aufsteiger von der Argen auf alte Bekannte, neue Gesichter und einen überraschenden Absteiger. Interessant für die Wangener wird das Kräftemessen mit dem ehemaligen Regionalligisten und Ex-Verein von Spielertrainer Timo Feistle, TSG Söflingen. Mitaufsteiger SG Lauterstein, die TuS Altenheim und die SG Nußloch komplettieren die „Neuen“ in der Baden-Württemberg-Oberliga. Dazu gesellen sich noch der TSV Schmiden, TSV Weinsberg, TSV Altensteig, TSV Heiningen, VfL Pfullingen, SG Pforzheim/Eutingen, um nur ein paar alte Bekannte der Wangener aus vergangenen gemeinsamen Ligaerfahrungen zu nennen. Mit dem TV Willstätt, dem TV Sandweiher, der HG Oftersheim/Schwetzingen, der TGS Pforzheim und dem SV Salamander Kornwestheim müssen die Allgäuer noch ihre Erfahrungen machen, bevor die Saison am 11. Mai zu Ende geht. Am Anfang steht aber erst einmal die Partie gegen Weinsberg. Und da ist ein Einsatz von Florian Engler zwischen den Pfosten der MTG ausgeschlossen. Auch bei Andreas Rohrbeck ist die Verletzung aus der vergangenen Saison noch nicht richtig abgeklungen – für den relativ dünnen Oberliga-Kader der Allgäuer eine weitere Schwächung. Die Vorzeichen für das Auftaktspiel vor der heimischen Kulisse könnten zwar besser sein. Doch brennen die Wangener darauf, dass sie nun endlich angepfiffen wird, die zweite Oberliga Saison in der Geschichte der MTG, die endlich wieder zum (Hand-)Ball bittet. Altensteig: "Bitte nicht nochmal eine Zittersaison" Von Uwe Priestersbach / Schwarzwälder-Bote Neue Spielrunde, neues Glück, das gilt auch für die Oberliga-Handballer des TSV Altensteig, die in der vergangenen Saison nur dank eines Kraftaktes zum Rundenschluss den Abstieg vermeiden konnten.Mit Blick auf die bevorstehende neue Runde weiß TSV-Abteilungsleiter Achim Albrecht sehr wohl, was er will – oder was er nicht will. "Bitte nicht nochmal so eine Zittersaison. Wir wollen nicht mehr gegen den Abstieg spielen", betont er und hofft, dass die Mannschaft vor allem zu alter Heimstärke zurückfinden. Vor heimischer Kulisse in der Eichwaldhalle müsse die Mannschaft Kante zeigen und sich besser präsentieren. Weil die Baden-Württemberg-Liga aber eher noch stärker geworden ist, hofft Achim Albrecht vor allem auf eine weitgehend verletzungsfreie Saison. In der Saison 2011/2012 waren die Altensteiger über weite Strecken vom Verletzungspech verfolgt und hatten den Klassenerhalt erst auf den letzten Drücker geschafft. Positiv sieht der Abteilungsleiter die Arbeit von Trainer Nenad Gojsovic. "Er setzt das fort, was er in der zweiten Mannschaft begonnen hat. Die Zusammenarbeit mit Co-Trainer Christian Hörner harmoniert", sagt Albrecht. Zudem sieht er in der Mannschaft eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Als einziger echter Neuzugang von außen taucht Emanuel Sonnenwald in der Kaderliste auf, der auf der Rückraummitte die Fäden ziehen soll. "Er ist ein torgefährlicher Führungsspieler und genau der Mann, den wir auf dieser Position brauchen", so der Abteilungschef. Aus der zweiten Garnitur sind mit Michael Beutler und Tim Großmann zwei jüngere Spieler aufgerückt. Die früheren A-Jugendlichen Max Fuhrmann, Micha Neumann, Marcel Kübler und Daniel Hartmann gehören nun fest zum Oberliga-Kader. "Die jungen Spieler haben Talent und werden einen guten Part spielen", ist Achim Albrecht überzeugt. Allerdings ist für ihn ebenfalls klar, dass die bisherigen Leistungsträger wie Maxim Cahn, Dennis Rutkewitz oder Veljko Saula nach ihren auskurierten Verletzungen Verantwortung übernehmen müssen. Altensteig: Eichwaldhalle soll wieder zur Festung werden Von Uwe Priestersbach / Schwarzwälder-Bote Was für ein Saisonauftakt: Gleich am ersten Spieltag der Handball-Oberliga Baden-Württemberg kommt es in Altensteig zum Nagoldtalderby. Die Mannschaft von Trainer Nenad Gojsovic empfängt die SG Pforzheim/Eutingen in der Eichwaldhalle – da war schon in der Vergangenheit immer ein heißer Tanz vor toller Kulisse garantiert. "Wir haben alle Mann an Bord. Die Spieler können es nach Vorbereitung kaum erwarten, dass es jetzt los geht", beschreibt der TSV-Coach die Stimmung im Altensteiger Lager. So wird morgen Neuzugang Emanuel Sonnenwald auf der Rückraummitte die Fäden ziehen, nachdem er zuletzt im Pokalspiel noch geschont wurde. Gleichzeitig spricht der Trainer von einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, die hoffen lässt, dass der Klassenerhalt nicht wie in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag perfekt gemacht wird. "Die jungen Spieler arbeiten super mit. Man sieht schon gute Fortschritte", erklärt der Coach. Und Nenad Gojsovic lässt keinen Zweifel daran, dass er die Eichwaldhalle wieder zu einer möglichst uneinnehmbaren Festung machen will und vor allem auf die früher legendäre Heimstärke der TSV-Sieben setzt. "Wir müssen zu Hause stark sein", lautet sein Credo, mit dem er schon als Trainer der zweiten Mannschaft erfolgreich war. Allerdings brauche die Mannschaft dazu wieder die lautstarke Unterstützung ihrer Fans, die in der Vergangenheit nicht minder legendär war. Dabei wünscht sich Nenad Gojsovic jetzt natürlich beim Saisonauftakt einen guten Start, der gleichzeitig auch für das nötige Selbstvertrauen sorgen soll. So sei die Mannschaft bereit, den Kampf anzunehmen, auch wenn die SG Pforzheim/Eutingen zu den Spitzenteams der Oberliga zählt. "Wenn die Pforzheimer bei uns gewinnen wollen, müssen sie schon einen Handball der Extraklasse spielen", sagt der TSV-Coach dem Gegner den Kampf an. Aus der vergangenen Saison gibt es für den TSV Altensteig ohnehin noch zwei offene Rechnungen zu begleichen. Vor heimischer Kulisse im Hinspiel musste sich der TSV Altensteig zwar klar geschlagen geben, doch in Rückspiel konnte das Team aus der Goldstadt erst in letzter Sekunde den glücklichen Siegtreffer zum 31:30 erzielen. In Pforzheim macht man indes nach dem gemessen an den doch recht hohen Erwartungen eher enttäuschenden sechsten Tabellenplatz in der Saison 2011/2012 kein Geheimnis daraus, dass mit dem neuen Trainer Hans Christensen mittelfristig den Sprung in die Regionalliga angepeilt werden soll. In der Spitze jetzt deutlich besser aufgestellt Birgit Kiefer / Kornwestheimer Zeitung Einen Masterplan gibt es nicht mehr, oder er ist inzwischen irgendwo tief in einer Schublade vergraben worden. Es gab ihn mal beim SV Kornwestheim. In ihm war genau festgesetzt, wann der Baden-Württemberg-Oberligist aufsteigt. 2014 sollte es so weit sein, aber der Trainer Mirko Henel sieht den Durchbruch nach oben noch in weiterer Ferne. Ausschließen will der Coach zwar nicht, dass sein Team den Masterplan umsetzen kann, aber die Wahrscheinlichkeit, dass das klappt, ist gering. Wichtiger ist Mirko Henel mit Blick auf die Saison daher zunächst mal wieder, frühzeitig den Klassenverbleib sicher zu stellen. „Wir wollen baldmöglichst nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben“, erklärt der Trainer. In der vergangenen Saison war es wieder knapp. Da bereiteten vor allem zwei Dinge Sorgen: dass der SVK wegen zahlreicher Verletzter nur einen schwachen Rückraum zustande bekam, wobei sich die wenigen Rückraumspieler – ohne die Möglichkeit zum Austauschen – aufrieben. Und die Auswärtsschwäche war ein Manko. In fremden Hallen war die Henel-Sieben so schlecht, dass – ginge es nur nach diesen Ergebnissen – der SVK wohl in die Landesliga abgestiegen wäre. Zwei Siege fern der Heimat, da waren Siege in der eigenen Halle Ost zwangsweise vorgegeben, sollte der Klassenverbleib gesichert werden. Mut kann für die kommenden Monate machen, dass zumindest die Verletzten fast alle wieder fit sind. Mirko Henel versichert jetzt, dass er im aktuellen Kader sieben Leute habe, die alle im Rückraum spielen können. „Schon im Training merkt man, dass die Qualität viel höher ist“, sagt er. In der Spitze sei seine Mannschaft jetzt deutlich besser aufgestellt. Er könne aus dem Vollen schöpfen und auf allen Positionen durchwechseln – und das ohne Qualitätsverlust. Das werde hoffentlich die besondere Qualität des SVK. Henel will sich daher auch auf keine Stammsieben festlegen. „Jeder Spieler soll bei uns das Gefühl haben, gleich wichtig zu sein und gebraucht zu werden.“ Flexibilität mussten seine Spieler in der vergangenen Saison auch schon zwangsweise lernen, um die Ausfälle zu kompensieren. Im Tor werden mit Tobias Tauterat und Alexander Calvano zum Beispiel zwei vollkommen verschiedene Typen stehen. Auf der einen Seite Tauterat, der auch schon in höheren Klassen Erfahrungen gesammelt hat und seit Jahren eine Bank beim SVK ist. Auf der anderen Seite steht Calvano: ein sehr junger Keeper, der laut Henel schon „eine sehr positive Entwicklung genommen“ hat. Tauterat werde zwar etwas im Vordergrund stehen, aber auch Calvano werde seine Spielanteile bekommen, verspricht der SVK-Coach, dem es insgesamt wichtig ist, dass der Vereinsnachwuchs seinen Platz im Oberliga-Team findet. Neben den drei Neuzugängen aus der A-Jugend – Rüdiger Kielkopf, Nick Teske und Calvano – werden zudem Marc Pflugfelder und Jan Wörner zum Perspektivkader gehören. Die zwei A-Jugendlichen können damit mit den Herren 1 trainieren – und am Ball sein, wenn Not am Mann ist. Der bedeutendste Neuzugang ist ebenfalls ein Eigengewächs. Kevin Wolf kommt nach zwei Jahren zum SVK zurück. „Er wird eine Führungsrolle auf dem Platz einnehmen“, ist sich Henel sicher. „Er soll voll mit in die Bresche springen und Tim Schopf unterstützen“, fordert der Coach. Wolf sei „unheimlich spielintelligent“, lobt Henel, treffe viele richtige Entscheidungen und mache wenige Fehler. „Wir können ihn hinten und vorne brauchen.“ Auch mit Dominic Schaffert kommt ein Ex-Kornwestheimer zurück ins Team. „Schaffert lebt von seinem Willen, ist extrem dynamisch“, versichert Henel. Dass er auch vom Typ her der Mannschaft gut tue, habe er bereits in der Vorbereitung gezeigt. Da stand dem Trainer bereits noch jemand zur Seite, auf den Henel große Stücke hält: Frieder Hansen ist als Co-Trainer beim SVK eingestiegen. Er werde nicht nur „Hütchen-Aufsteller“ beim Training sein, sondern sei ihm wichtig als Partner zum Austausch und Ideengeber, so Henel. „Ich werde ihn einbinden und ihm Verantwortung geben.“ Die Abteilung freut sich zudem, noch einen Helfer gefunden zu haben: Die Firma Immovation sponsert die Herren 1 in dieser Saison. Einige Abgänge hat das Team aber auch zu verkraften. Kai Schnelle, Fabian Kötzle, Moritz Knück, Dennis Zwicker und Damir Marjanovic suchen ihr Glück nun bei anderen Vereinen. Den spektakulärsten Neuzugang in der Oberliga hat kürzlich die TGS Pforzheim verkünden können: Nils Brandt. Der Rückraumspieler hat schon in der ersten Liga gespielt – aber auch zu Zweitliga-Zeiten beim SV Kornwestheim. Außerdem ist der TGS-Torjäger Florian Taafel nach einer Langzeitverletzung wieder einsatzfähig. Aber auch Willstätt habe sich noch mal verstärkt und gehöre damit zu den Aufstiegskandidaten wie Pfullingen und Pforzheim/Eutingen, glaubt der Kornwestheimer Trainer. Ganz hat Mirko Henel den Masterplan übrigens noch nicht aufgegeben. Der Aufstieg sei langfristig das Ziel, betont er. Und als hätte er Bert Brechts „Ja mach’ nur einen Plan, sei nur ein großes Licht“ im Kopf ergänzt er: „Aber zuallererst müssen wir unsere Hausaufgaben machen.“ SV Kornwestheim in der Breite gut aufgestellt Klaus Teichmann /Ludwigsburger Kreiszeitung Kornwestheim. Zum Auftakt der Handball-Oberliga-Saison empfängt der SV Kornwestheim am Samstag (20 Uhr) den Aufsteiger SG Nußloch in der heimischen Osthalle. Das Team von TVK-Trainer Mirko Henel hat das Saisonziel, den Ligaverbleib möglichst schnell zu sichern. Der Neuling aus Nordbaden ist nicht das einzige unbeschriebene Blatt in der BWOL. „Ein Drittel der Mannschaften sind neu“, sagt Henel, „die Liga ist darum sehr schwer einzuschätzen.“ Zumindest sind die Kornwestheimer in der kommenden Runde besser in der Breite aufgestellt, ein Kampf gegen den Abstieg aufgrund einer angespannten personellen Situation soll so verhindert werden. Fabian Kehle hat die Mannschaft von Henel verlassen. „Er konnte den Trainingsaufwand bei uns nicht mehr stemmen und ist zu seinem Heimatverein nach Wernau in die Württemberg-Liga gewechselt“, erklärt der Coach. Nach seiner langen Verletzungspause hat der SVK sich zudem von Damir Marjanovic getrennt. Nach seiner schweren Hüftverletzung konnte er die Erwartungen in der Salamander-Stadt nie ganz erfüllen. Im Tor hofft Henel auf seinen Youngster Alexander Calvano: „Ihn haben wir von unserer A-Jugend hinzugenommen – er ist jung und auch sehr talentiert. Er wächst gerade toll in unsere Mannschaft hinein und wird vielleicht einmal unsere Nummer eins.“ Als etatmäßiger Torhüter ist jedoch zunächst Tobias Tauterat vorgesehen. Zudem freut man sich in Kornwestheim über die Rückkehr zweier Ex-Spieler: Nach einem Spieljahr kehrt Dominic Schaffert aus Leonberg zum SVK zurück – Linksaußen Kevin Wolf versuchte sich in den vergangenen beiden Jahren beim Zweitligisten SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen. „Die Rückkehrer kennen teilweise schon ihre Mitspieler und das Umfeld bei uns“, betont Henel, „da ist gar keine Integration notwendig.“ Mit der Saisonvorbereitung ist der Trainer nicht ganz zufrieden gewesen. Gerne hätte er neben der 3-2-1-Abwehr auch noch ein 6:0-System eingeübt – doch dafür war die Trainingsbeteiligung aufgrund von Urlauben zu schwach. Am Samstag steht nun bereits der erste Test unter Echtzeitbedingungen an. Nussloch: Kalabic will "zwei oder drei Punkte mehr als nötig" Begeie / HP SGN Am morgigen Samstag enden 20 Wochen ohne Handball! 20 Wochen, in denen sich die Verantwortlichen der SGN, die Mannschaft und die Fans auf 30 Spiele in der vierthöchsten Spielklasse in Deutschland einstellen konnten. Dann wird die erste Männermannschaft nach der Rückkehr in die Oberliga um 20 Uhr mit der Partie beim SV Salamander Kornwestheim in die Saison 2012/13 starten. Für Trainer Admir Kalabic ist das Saisonziel klar: "Ich hoffe, dass wir alle aus den Fehlern vor drei Jahren gelernt haben. Ich will zwei bis drei Punkte mehr holen, als nötig sind, um den Klassenerhalt zu sichern.“ Dazu verpflichtete Sportkoordinator Christian Fingerle fünf neue Spieler. Diese sollen die Abgänge von Andreas Neubauer (Karriereende), Janis Wolf (HG Oftersheim/Schwetzingen), Sebastian Hellwig (TSG Wiesloch), Julius Kaiser (Pause), Martin Seiler und Marvin Dobrovolny (beide zweite Mannschaft) kompensieren. Neu in Nußloch sind Torwart Marcel Bolling, Kreisläufer Sven Rüffer (beide HG Oftersheim/Schwetzingen), Rechtsaußen Max Schmitt (SG Leutershausen) und die Rückraumspieler Kevin Körner (SG Kronau-Östringen) sowie Pascal Freiseis (SG St. Leon). „Die Neuzugänge haben sich alle sehr gut integriert. Es ist offensichtlich, dass ihnen der Handball in Nußloch Spaß macht. Der Einsatz stimmt, sie alle sind heiß“, bescheinigt Kalabic. Um sich an die veränderten Gegebenheiten in der BWOL anzupassen, nahm Kalabic in der Vorbereitung Änderungen vor. Immerhin müssen vier Saisonspiele mehr als in den vorangegangen beiden Badenligajahren absolviert werden. Zusätzlich findet der Saisonstart zwei Wochen früher statt. „Wir haben die Vorbereitung in dieser Saison umgestellt. Wir haben auch etwas an der Trainingssteuerung geändert. So haben wir zum Beispiel in der Vorbereitung keine Pause gemacht“, lässt der frühere Linksaußen wissen. Ganz zufrieden war der Bosnier mit den Sommermonaten allerdings nicht. „Ich gehe in Nußloch nun in meine elfte Saison. Leider war die Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung noch nie so schlecht“, bemängelt er. Dass dies unabänderliche Gründe hatte, weiß auch Kalabic: „Dass uns die vielen Verletzungen und Krankheiten derart beeinträchtigen, ist angesichts unseres dünn besetzten Kaders ein Ärgernis. Wenn man etliche Testspiele nur mit sechs oder sieben Feldspielern bestreiten kann, trägt das nicht gerade positiv bei.“ So mussten Christian Job und Kevin Körner lange Zeit Schulterverletzungen auskurieren. Auch Marco Widmann verpasste nach einer Leistenoperation die ersten Wochen. Pascal Freiseis hingegen war beim Saisonstart dabei, riss sich in einer der ersten Trainingseinheiten aber das Syndesmoseband und musste operiert werden. Ernst Mantek hatte lange Zeit Probleme mit dem Fuß. Heiko Neff konnte aufgrund von Knochenabsplitterungen in der Hand über mehrere Wochen nur eingeschränkt trainieren und durfte lange Zeit keine Testspiele absolvieren. „Diejenigen, die konnten, haben aber voll mitgezogen. Das muss ich der Mannschaft hoch anrechnen“, lobt Kalabic dennoch. Trotz aller Widrigkeiten ist der Trainer vor dem Saisonauftakt in Kornwestheim zuversichtlich. Selbstbewusst sagt er: „Die Mannschaft ist schlagfertig!“ Pforzheim: Oberligisten sind heiß auf die neue Runde Dieter Glauner / PZ Während der Startschuss in den Verbandsligen und im Kreishandball erst in zwei Wochen fällt, beginnt in der Oberliga Baden-Württemberg der Männer die Saison 2012/2013 bereits an diesem Wochenende. Dies ist mehr oder weniger ein Tribut an die zahlenmäßig mit 16 Mannschaften wieder recht starke Liga. Die TGS Pforzheim startet am Samstagabend, diesmal im übrigen in der Fritz-Erler-Halle, mit einem Heimspiel gegen den TSV Schmiden. Der Kontrahent aus Fellbach ist nicht gerade die Wunschadresse der Nordstädter, denn in der abgelaufenen Spielrunde hat man gegen die Remstäler gleich zweimal mit einem Treffer Differenz verloren, in der Saison zuvor, sich sogar eine regelrechte Klatsche eingehandelt. Die Chancen, dass man diesmal den Spieß herumdreht, scheinen nicht übel, denn zum einen ist klar, dass Damir Lebovic, der bei den Nordstädtern nunmehr wieder auf der Trainerbank sitzt, eine voll austrainierte Mannschaft aufs Spielfeld schicken wird. Zum andern hat TGS-Boss Wolfgang Taafel die durch die Abgänge von „Tobse“ Müller, Körner, Althuon und Koziol gerissenen Lücken durch Neuverpflichtungen wie Nils Brandt, Pietrucha, Zluhan, Hämerling und Ast mehr als wettgemacht. Mit dem nach seiner langen Verletzung „heißen“ Top-Scoerer Florian Taafel, Brandt, Pietrucha, Kaiser und Sydorchuk verfügen die Turngesellen über einen Rückraum, um den man sie in der Liga landauf, landab beneiden wird. Und im Tor steht nunmehr mit dem mit Zweitspielrecht bei Zweitbundesligist BBM Bietigheim ausgestatteten Philipp Hämmerling eine echte Alternative zu „Hexer“ Jonathan Binder. Bei solch einem Kader kann die TGS Pforzheim mit Optimismus in ihre dritte Spielrunde in die Eliteliga des Landes gehen. Die SG Pforzheim/Eutingen muss gleich zur Saisonpremiere ins Nordschwarzwaldderby zum TSV Altensteig. In der letzten Spielrunde haben Manuel Mönch und seine Mitstreiter die Nagoldtäler in ihrer eigenen Halle mit 43:30-Treffern überrannt. Weil in Altensteig die Langzeitverletzten Routiniers wie Rutkewitz, Saula und Maxim Cahn wieder alle an Bord sind, muss sich die SG in der Eichwaldhalle auf einen heißen Tanz einstellen. Vor allem der Rückraum muss beweisen, dass der Weggang der beiden Ballermänner Frietsch und Langjahr kompensiert ist. Weil auch Alexander Lipps verletzt ausfällt, werden neben Manuel Mönch vor allem der junge Nikolai Gerstner und Bastian Langenfeld mit dafür sorgen müssen, dass Hans Christensen bei seinem Pflichtspieldebüt auf der SG-Trainerbank nicht im Regen steht. TGS Pforzheim startet gut verstärkt in die Oberliga-Saison Simon Walter / PZ Die Handball-Fans in der Region wollen nicht mehr länger warten. Der Saisonstart ist ganz nahe gerückt - und die TGS Pforzheim will gut verstärkt in die neue Oberliga-Saison starten. Florian Taafel ist wieder fit, mit Nils Brandt ist ein ehemaliger Bundesligaspieler an Bord, dafür fehlen Christian Streichsbier und Tim Kusterer zu Beginn. „Ich will gesund sein und Spaß haben“ – das waren die beiden Wünsche für die neue Saison, die Florian Taafel im Mai im PZ-Interview äußerte. Mit dem Spaß soll es für den Handballer der TGS Pforzheim am Samstag (19.30 Uhr) wieder losgehen, wenn gegen den TSV Schmiden die neue Oberliga-Runde beginnt. Die Hoffnungen, gesund zu bleiben, musste der 26-Jährige indes schnell ad acta legen: Erst zog er sich einen Mittelhandbruch zu, danach musste er wegen Kniebeschwerden nach einem Zusammenprall beim Osada-Cup pausieren, berichtet TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel. Und doch: Heute ist sein Filius körperlich wieder fit, hinzu kam mit Nils Brandt unter anderem ein ehemaliger Bundesligaspieler. Auch deswegen ist man bei der TGS selbstbewusst: „Wir wollen ins vordere Drittel“, bekennt Wolfgang Taafel. „Auf den meisten Einzelpositionen sind wir sicherlich besser besetzt als letztes Jahr“, glaubt er – und bremst zugleich zu hohe Erwartungen. Zwar wolle die TGS Rang sieben aus der Vorsaison toppen. Doch das Zusammenspiel ließ in der Vorbereitung ab und an noch zu wünschen übrig: „Wir brauchen noch ein paar Spiele, um uns einzuspielen“, prognostiziert Taafel. Gerade in der Defensive habe man Schwächen ausgemacht, an denen in den letzten Wochen intensiv gearbeitet wurde. Ein weiterer Stolperstein auf dem Weg zu den Top-Plätzen der Handball-Oberliga Baden-Württemberg: In den ersten Monaten muss die TGS auf Christian Streichsbier und Tim Kusterer verzichten, die ein Auslandssemester absolvieren. Auch deswegen wird der junge Neuzugang Philipp Ast von Anfang an als Kreisläufer gefordert sein: „Er macht seine Sache schon gut“, lobt Wolfgang Taafel den 19-Jährigen zwar. Doch klar sei auch, dass man mit Ast sowie Moritz Faaß aus dem Landesligateam einen Klassemann wie Christian Streichsbier nicht ersetzen könne. Weniger Zeit zum Eingewöhnen wird wohl der Neuzugang im rechten Rückraum benötigen: Der gebürtige Pforzheimer Nils Brandt, der bereits für Frischauf Göppingen und die TSG Ludwigshafen/Friesenheim spielte, kehrte in die Goldstadt zurück. „Er macht kaum Fehler, ist überragend in der Abwehr“, schwärmt Taafel von dem 29-jährigen Linkshänder. Jedoch merke man bei ihm auch, dass „zehn Jahre Profitum an seinem Körper genagt haben“. Wie Brandt wird wohl auch Florian Taafel gesetzt sein. Zum einen wegen seiner unbestrittenen Torjägerqualitäten. Zum anderen aber auch, weil er nach seinen Kreuzbandverletzungen und seinem Mittelhandbruch nur durch Spielpraxis zu alter Form finden kann: „Er ist wieder fit, das ist jetzt auch eine Kopfsache“, erklärt Wolfgang Taafel: „Florian muss den Kopf wieder frei und Vertrauen in seinen Körper kriegen.“ Altbekannter neuer Coach Gelingt ihm das, dürfen sich die TGS-Fans bald wieder über die altbekannten, berühmt-berüchtigten Würfe des linken Rückraum-Spielers freuen. Altbekannt und trotzdem neu ist auch der Mann, der in dieser Saison auf der Trainerbank sitzt: Ein Jahr lang coachte Hans Christensen die TGS, nun kehrt Damir Lebovic nach einem Jahr Abwesenheit zurück. Live sind er und seine neuformierte Mannschaft erstmals am Samstag um 19.30 Uhr gegen den TSV Schmiden zu sehen – und das an traditionsreicher Stelle: Wie auch das letzte Saisonspiel sowie das Derby gegen die SG Pforzheim/Eutingen steigt der Saisonauftakt in der Fritz-Erler-Halle. Dort trug die TGS bis 1992 ihre Spiele aus. Alle weiteren Heimpartien finden jedoch in der Sporthalle am Benckiserpark statt. SG (Pforzheim/Eutingen)-Jugendarbeit trägt weiter Handball-Früchte Martin Mildenberger / PZ Die SG Pforzheim/Eutingen muss in der BW-Oberliga mit einem jungem Team und neuem Trainer den Neustart schaffen. Einmalig in dieser Spielklasse: Alle Spieler kommen aus der Region. Das deutet daraufhin, dass unter anderem die Jugendarbeit funktioniert. Die vergangenen Saison war für die SG Pforzheim/Eutingen „eine Saison zum Vergessen“, wie es der Sportliche Leiter Wolfgang Lipps einmal ausdrückte. Das war aber nicht der Grund, warum Trainer Hans Christensen in der Vorbereitung mit seiner Mannschaft im Kino den Action-Thriller „Total Recall“ angesehen hat. In dem Streifen werden Menschen künstliche Erinnerungen eingepflanzt, die nicht von echten zu unterscheiden sind. Schön wär’s, wenn man schlechte Erinnerung so einfach ausblenden könnte. Doch die Vergangenheit ist auch so kein großes Thema mehr beim Team, das am kommenden Samstag, 8. September, mit einem Auswärtsspiel beim TSV Altensteig in die neue Saison der Handball-Oberliga Baden-Württemberg startet. Der Blick richtet sich in die Zukunft. Was die bringen wird, weiß man nicht so genau auf dem Buckenberg. Sicher ist, dass der Verein mit einer sehr jungen Mannschaft (Durchschnittsalter 23,5 Jahre) an den Start geht. Sicher und ebenso bemerkenswert ist auch, dass in diesem Team erstmals nur Spieler stehen, die aus der Region Pforzheim stammen. Im Kader, der aus 15 Feldspielern und drei Torhütern besteht, ist Bastian Langenfeld, der 2006 von der TSG Niefern kam, der einzige Nicht-Pforzheimer. Die Mehrzahl der Spieler stammt aus der eigenen Jugend. Die vorzügliche Jugendarbeit trägt also weiter Früchte. In dieser Saison stoßen mit Malte Röpcke, Timo Bäuerlein, Nicolai Gerstner und Dominic Seganfreddo vier Spieler aus der erfolgreichen Bundesliga-A-Jugend zum Kader der Ersten. Sie hatten auch in der letzten Saison schon ihre Einsätze in der Oberliga. Ganz neu sind hingegen Jan Althuon, Tobias Müller und Hagen Körner vom Lokalrivalen TGS Pforzheim. Linksaußen Körner freut sich auf die neue Aufgabe, auch wenn er auf seiner Position mit Simon Karpstein und Jonas Kraus starke Konkurrenz hat. „Die SG und die TGS sind zwei völlig verschieden Teams. Das kann man überhaupt nicht vergleichen“, sagt Körner, der hofft, dass die SG die beiden Derbies gewinnt. Das erste Derby findet am Samstag, 3. November, bei der SG statt. Das Rückspiel ist am 12. Januar 2013 bei der TGS. Nach zwei Trainerwechseln und Platz sechs in der vergangenen Saison hält Hans Christensen einen Platz im oberen Drittel für machbar. Um noch weiter nach oben zu schielen „muss schon alles passen“, sagt der Däne, der nach einem Intermezzo bei der TGS zu seiner alten Liebe SG zurückkehrt, wo er acht Jahre lang spielte. Gut möglich, dass der 39-Jährige auch in der kommenden Saison noch auf dem Parkett aushilft, wenn Not am Mann ist. „Der Kader ist breiter aufgestellt, als in der vergangenen Saison“, ist Wolfgang Lipps zuversichtlich. Der Sportliche Leiter glaubt auch, dass Hans Christensen die Mannschaft mit teambildenden Maßnahmen enger zusammengeschweißt hat. Auf den Jugendstil im Verein ist Lipps besonders stolz. „Wir werden einige der Jungen aus der A-Jugend auch sehen, wenn es losgeht. Der Trainer nimmt keine Rücksicht auf Namen“, so Lipps. Fritz verstärkt TV Sandweier Karin Fierhauser-Merkel / Handball-Server Bei den Oberliga-Handballern des TV Sandweier laufen die Vorbereitungen auf die am Freitag, 14. September, mit dem Heimspiel gegen den TV Willstätt beginnende neue Saison auf Hochtouren. Die Nummer eins im Handballbezirk Rastatt meldet einen hochkarätigen Zugang: Christian Fritz hat sich dem TVS angeschlossen. Der aus Forbach stammende ehemalige Jugend-Nationalspieler war zuletzt in der dritten Liga für die SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen aktiv. Bei den Schwaben kam er in der Saison 2010/11 auch in der Zweiten Bundesliga zum Einsatz. Beim BSV Phönix Sinzheim hatte der Linkshänder, damals noch als Jugendlicher, einen Stammplatz im Oberliga-Team inne. Der 20-Jährige hat mittlerweile die Spielberechtigung für den TV Sandweier. Ein Wechsel des Mathematik-Studenten zum TVS würde nur scheitern, wenn es mit dem angestrebten Studienortwechsel von Stuttgart nach Karlsruhe wider Erwarten nicht klappen sollte. Christian Fritz ist nach Thilo Hafner (TuS Durmersheim), Florian Gerstner (HSG Forbach/Gausbach), Thomas Weidmüller (TV Gernsbach) und Tobias Andre (II. Mannschaft) der fünfte Zugang des TV Sandweier. Weinsberg: Das schwere Jahr ist vorbei Von unserem Redakteur Stephan Sonntag / Stimme.de Gemeinhin heißt es ja immer, dass für einen Aufsteiger das zweite Jahr das Schwierigste ist. Doch schwerer als die vergangene Saison kann die neue Spielzeit für den TSV Weinsberg kaum werden. Zur Erinnerung: Anfang Januar dieses Jahres hatte das Team von Trainer Peter Baumann gerade mal vier Punkte auf der Habenseite - nach 16 von insgesamt 30 Spielen. Der erste Absteiger schien bereits festzustehen. Doch mit der Verpflichtung von Sebastian Sauerland von den Stuttgarter Kickers, der den damaligen Torjäger und heutigen Untereisesheimer Bürgermeister Bernd Bordon ersetzte, begannen die Weinsberger eine kaum für möglich gehaltene Aufholjagd. Von den restlichen 14 Spielen der Rückrunde gewann der TSV neun. Damit katapultierte sich das Team sogar noch bis auf Rang neun, in der Rückrundentabelle war man sogar Fünfter. Keine Abwärtsspirale Insofern hat Baumanns Einschätzung zum Saisonstart schon Aussagekraft: "Wir sind auf dem Niveau der Rückrunde, vielleicht sogar noch ein bisschen besser." Konkrete Saisonziele will der Trainer indes nicht nennen. "Fundiert lässt sich dazu erst nach fünf, sechs, sieben Spieltagen etwas sagen. Klar ist, dass wir nicht wieder in eine solche Abwärtsspirale geraten wollen wie zu Beginn der letzten Saison." Angesichts des Auftaktprogramms mit drei Auswärtsspielen und einem schweren Heimspiel gegen die TGS Pforzheim ist die zwar Gefahr durchaus gegeben. Doch die Vorzeichen stehen wesentlich günstiger als in der Aufstiegssaison. Erster Pluspunkt: Die Trainingsbeteiligung ist wesentlich höher. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der TSV in der Vorbereitung von schlimmeren Verletzungen verschont geblieben ist. Einzige Ausnahme: Kreisläufer Philipp Nentwich erwischte es bei der Mannschaftsfahrt Anfang Juli im Voralberg. Bei der Abschlusswanderung machte er unliebsame Bekantschaft mit einem Felsbrocken. Die Folge: Abstieg mit der Materialseilbahn, Aufnahme im Landeskrankenhaus Bludenz, wo die klaffende Wunde an der Wade mit 40 Stichen genäht wurde. Der Zwei-Meter-Riese spielt aber schon längst wieder - aus Sicherheitsgründen allerdings mit einer Bandage. "Bei hohen Belastungen spürt er die Verletzung schon noch. Aber Philipp kann auf die Zähne beißen", sagt Baumann. Abgesehen von diesem Unfall gab es lediglich Blessuren, die nach wenigen Tagen ausgestanden waren. Athletik verbessert Zweiter Pluspunkt: Das Team weiß nun, wie in der Oberliga gespielt wird. Baumann hatte schon nach der katastrophalen Hinrunde selbstkritisch erklärt: "Ich habe unterschätzt, dass eine andere Athletik gebraucht wird. Da sind uns die langjährigen Oberligisten voraus." An diesem Defizit wurde in der Vorbereitung gearbeitet. "Trainingsschwerpunkt war die Athletik der Spieler. Da sind wir besser als im Vorjahr, das sehe ich allein daran, wie sich die Spieler bewegen", erklärt Baumann. Dritter Pluspunkt: Der Kader ist in der Breite stärker besetzt. Mit Michael Kaupert hat man einen erfahrenen Linksaußen dazugewonnen. Daniel Frank konnte sich vergangene Saison im Drittliga-Kader des TSB nicht durchsetzen, dürfte in Weinsberg aber eine gute Ergänzung zu Sauerland und Sven König im Rückraum sein. Timo Feghelm aus dem eigenen Nachwuchs hat im DHB-Pokal bereits sein Talent aufblitzen lassen. Daher ist es realistisch, wenn Baumann sagt: "Unser schweres Jahr haben wir schon hinter uns gebracht.