Meikel Bi Textwork Releases '92 pr„sentiert: Das Ergebnis von sechs Kannen Tippi-Ynnan-Tee, sieben Tafeln Schokolade, drei Packungen Salzstangen, zehn verkrampften Fingern, zwei mden Augen und 32 Stunden Zeit. Den deutschen Skript, inklusive Personennamen, Szenenanweisungen und Beschreibungen, der gr”áten Persiflage unseres Jahrhunderts. Ich bedanke mich bei dem Fan, der die deutschen Texte des Filmes in eine Mailbox einspielte. Auf der Basis dieser Texte konnte ich einen kompletten Filmskript fr die Deutschen Brian- Fans produzieren. Bisher gab es ihn nur in der englischen Version. Ein englischer Skript hat mir denn auch Hilfestellung bei den Personennamen und den Szenenanweisungen geleistet. Die Fans k”nne also aufatmen: Es ist alles Original !!! Auch die Fehler, die sich im Songtext von "Always look on..." eingeschlichen hatten sind jetzt ausgeglichen. Einige Anmerkungen zum Skript: Die Filmtexte bestehen nicht nur aus dem reinen Text, sondern auch aus Seufzern, Schreien, St”hnen und Lauten wie "„„h", "””h" oder "hhh". Der Texterfasser hat diese T”ne filmgetreu bernommen, und auch im Filmskript habe ich sie an den meisten Stellen eingearbeitet. Pilatus und Schwanzus Longus haben ausgepr„gte Sprachfehler. Pilatus kann die Buchstaben B und D und den Laut "Sch" nicht aussprechen. Aus B wird P, aus D ein T und das "Sch" spricht er wie ein gezischtes "Ch" (wie z.B. im Wort Ich). Schwanzus Longus legt ein extremes Lispeln an den Tag. Er kann weder S noch Z sprechen. Diese Laute klingen so wie das englische "Th" und sind im Skript deshalb auch so geschrieben. šbrigens eine Idee des Texters. Die Szenenanweisungen sind kursiv gedruckt, die Namen der handelnden Personen in den Szenenanweisungen fett und kursiv, die Namen alleine nur fett. Erg„nzend zum Skript habe ich eine Liste der mitwirkenden Personen mit einer kurzen Charakterisierung erstellt. Der Song "Always look on the bright side of life" ist zusammen mit dem "Brian-Song" auf der CD "Monty Python sings" erschienen. Zum Abschluá die technischen Daten: Skriptl„nge (inkl. Einleitung, Charakterliste und Titelseite): 119 DIN A4 Seiten Anzahl Zeichen: 131.883 Gr”áe (Bytes) als WinWord DOC-File: 186.609 Die Charaktere des Films: Brian: verklemmter junger Mann; Idealist Brians Mutter: z„nkisches Weib mit M„nnerstimme Judith: Brians Geliebte; Verschw”rerin Reg: Verschw”rerfhrer; Feigling Francis: Sturmtruppfhrer; intellektuell Stan: Transvestit und Frauenrechtler Matthias: pfiffiger Alter Pilatus: Stadthalter; naiv Zenturio: Strenger Hter der r”mischen Ordnung Frechdachs: hat mehr Haare auf den Z„hnen als auf dem Kopf Rbennase: Pantoffelheld aus Samaria seine Frau: herrschschtiger Hausdrachen Gregory: Brgermeister von Gaza; wohlhabend seine Frau: Durchschnittsfrau Geoffrey: religi”ser Eiferer Simon: Eremit; seit 18 Jahren sprachlos Schwanzus Longus: Pilatus' Busenfreund Kerkermeister: K”nnte Quasimodos Vater sein; Spinner sein Assistent: Stotterbock; Judenhasser Nisus Wettus: weichherziger r”mischer Offizier Parvus: Zenturio; strenger Leiter der Kreuzigung Ben: H„ftling; Schleimer Steinigungsmeister: Leiter der ”ffentlichen Steinigungen; pflichtbewuát Harry: gewiefter Stein- und Barth„ndler Burt: Harry's Gehilfe; Muskelprotz Dennis: S„ufer Bob Hoskins: Witzbold; Aufwiegler Ex-Leprakranker: wandelndes Wunder Jesu Deadly Dirk: Anfhrer der Kampagne fr ein freies Galil„a; Fanatiker Otto: Fhrer der Jud„ischen Volksfront heiliger Passant: gutgl„ubiger Helfer Die drei Weisen: Astrologen; Intellektuelle; gl„ubig Mr. Frisbee III: lustiger Geselle; S„nger und Pfeifer Und noch viele pflichtbewuáte Legion„re, Passanten, Zuschauer, Gefangene, Propheten, Bettler, H„ndler, Verschw”rer, Auáerirdische, b„rtige Frauen, Gl„ubige, Terroristen und Diener, die in diesem Film keine der herausragenden Rollen spielen durften. Monty Python's Das Leben des Brian Written by and Starring GRAHAM CHAPMAN JOHN CLEESE TERRY GILLIAM ERIC IDLE TERRY JONES MICHAEL PALIN Directed by TERRY JONES Designed by TERRY GILLIAM Produced by JOHN GOLDSTONE Executive Producers GEORGE HARRISON DENNIS O'BRIAN Deutscher Skript bearbeitet durch MEIKEL BI TEXTWORK RELEASESES '92 1.Szene: Der n„chtliche Himmel. Drei Kamele ziehen am Horizont als Silhouetten vor dem mondlosen Sternenhimmel dahin. Langsam folgen sie einem Stern nach Bethlehem. Die Weisen M„nner ziehen in die schlafende Stadt ein und durchqueren die menschenleeren Gassen, bis sie zu einem Stall kommen, aus dessen Tr Licht herausf„llt. Im Stall finden sie eine echte Krippenszene mit einem Kind in einer Krippe auf einem Bndel Heu. Einige Tiere stehen darum herum. Die Mutter sitzt daneben auf einem Strohballen und d”st vor sich hin. Pl”tzlich erwacht sie, bemerkt die drei weisen Herren, schreit und f„llt rcklings von ihrem Sitz. In Blitzesschnelle ist sie wieder auf den Beinen und betrachtet die Eindringlinge argw”hnisch. Brians Mutter Huch! Wer seid ihr? Erster Weiser Wir sind die heiligen drei K”nige. Brians Mutter (miátrauisch) Waas? Dritter Weiser Wir sind drei Weise aus dem Morgenland. Brians Mutter Und dann schleicht ihr morgens um zwei in einem Kuhstall herum als h„ttet ihr nichts besseres zu tun? Was soll denn daran weise sein? Erster Weiser Wir sind Astrologen. Dritter Weiser Wir kommen aus dem Osten Brians Mutter („uáerst miátrauisch) Jungs, wollt ihr mich vielleicht verarschen? Erster Weiser Wir kommen um das Kindlein zu preisen. Zweiter Weiser Wir wollen ihm in dieser heiligen Nacht huldigen. Brians Mutter (emp”rt) Was, huldigen? Ihr seid wohl besoffen. Das ist ja ekelhaft. Raus mit euch! Raus, raus! (Sie schiebt die K”nige zum Ausgang) Erster Weiser Nein. Brians Mutter Hier reinzuplatzen mit eurem Gequatsche ber orientalische Wahrsager. Verschwindet! Dritter Weiser Edle Jungfrau... Brians Mutter Verschwindet und preist irgendein anderes G”hr. Zweiter Weiser Wir folgten einem Stern. Brians Mutter Sternhagelvoll seid ihr. Verpiát Euch! Dritter Weiser Nein wir mssen ihn sehen. Wir haben Geschenke mitgebracht. Brians Mutter Waas? Erster Weiser Gold, Weihrauch und Mhyrre. Brians Mutter Sehr einladend und „uáerst freundlich Soo? Das h„tten sie aber auch gleich sagen k”nnen. Er liegt da drben. Entschuldigen sie aber ich bin noch nicht zum Aufr„umen gekommen. Die drei knien vor der Krippe und betrachten and„chtig den S„ugling, Brians Mutter steht hinter ihnen Sagen sie mal, was ist denn Mhyrre fr ein Zeug? Erster Weiser Das ist ein wertvoller Balsam. Brians Mutter In h”chster Aufregung Ein Balsam? Ich will nicht hoffen, daá das was Ansteckendes ist, euer Balsam. Erster Weiser Was? Brians Mutter Keuchhusten und Masern kenn ich aber Balsam klingt gef„hrlich. Dritter Weiser Das ist es nicht. Brians Mutter Ich h”rte von Bazillen die Fhler haben und beiáen. Erster Weiser Nein nein nein. Es ist eine Salbe. Brians Mutter Ich glaube ich habe von so'ner Krankheit geh”rt. Oder habe ich das nur getr„umt? So. Ihr seid also Astrologen, wie? Also was ist er? Erster Weiser Hmm? Brians Mutter Was fr'n Tierkreiszeichen er ist. Erster Weiser --mn, Steinbock Brians Mutter Aha. Steinbock. Ahmmm. Wie sind die so? Erster Weiser Oh, er ist der Sohn Gottes. Unser Messias Dritter Weiser K”nig der Juden. Brians Mutter Sind alle Steinb”cke K”nige? Erster Weiser Nein nein nein nein. Das ist nur er. Brians Mutter Achso. Ich meinte ja nur, weil es jede Menge Steinb”cke gibt. Zweiter Weiser Welchen Namen soll er einmal tragen? Brians Mutter --hh. Brian. alle drei Wir beten dich an, oh Brian, der du der Herr ber uns alle bist. Gelobet seiest du, Brian, und der gtige Herr unser Vater. Amen. Brians Mutter Sie schneidet ein Gesicht das deutlich zeigt, daá sie diese komischen Kerle fr bergeschnappt h„lt Macht ihr sowas ”fter? Erster Weiser Was? Brians Mutter Na dieses Preisen. Erster Weiser Nein nein. Die drei Weisen erheben sich Brians Mutter Na gut. Wenn sie mal wieder hier in der Gegend sind, k”nnen sie ja auf'n Sprung vorbeikommen. Nimmt den K”nigen die Geschenke ab Und vielen Dank fr das Gold und den Weihrauch, ja? Aber dieses Mhyrre Zeug das k”nnt ihr Euch das n„chste mal in die Haare schmieren. Also Shalom dann. Tschá. Servus. Ciao. Die Weisen verlassen den Stall, bleiben jedoch vor der Tr berrascht stehen, zeigen auf etwas, besprechen sich aufgeregt. Brians Mutter betrachtet selig die Geschenke in ihrem Arm Wer sagts denn? Die waren doch ganz nett, die Jungs. Total bescheuert, aber naja... trotzdem. Sieh dir das nur an... ahh. Die drei K”nige strmen zurck in den Stall und nehmen Brians Mutter ohne viele Worte Gold, Weihrauch und Mhyrren wieder ab und schlagen sie zu Boden Hey! Hey! Geschenkt ist geschenkt. Wiederholen ist gestohlen. Au! Auf der Straáe. In einen hellen Lichterglanz gehllt treten die Weisen aus dem Stall heraus. Sie blicken in die Richtung des Lichtes, und man sieht dort die echte Orginal- Krippenszene mit Maria, Josef und dem Jesuskind. Die drei Weisen gehen hinber und knien nieder. Wieder im Stall. Brian beginnt zu weinen, seine Mutter beruhigt ihn mit einer Ohrfeige Brians Mutter Halt die Backen! Die Titel Sequenz beginnt. Monty Python's Life Of Brian Der Brian-Song fadet ein Brain... the babe they called Brian Grew... grew, grew and grew, grew up to be A boy called Brian A boy called Brian He had arms and legs and hands and feet This boy whose name was Brian And he grew, grew, grew and grew Grew up to be Yes he grew up to be A teenager called Brian A teenager called Brian And his face became spotty Yes his face became spotty And his voice dropped down low And things started to grow On young Brian and show He was certainly no No girl named Brian Not a girl named Brian And he started to shave And have one of the wrist And want to see girls And go out and get pissed This man called Brian This man called Brian 2.Szene: Die Kamera f„hrt langsam ber eine weite offene Landschaft. Hunderte von Leuten wandern zu einer entfernten Hgelgruppe hin. Wir sehen Esel, Kamele, gefhrt von ihren Herren, reitend oder nebenher gehend. Jetzt sind wir in den Hgeln. Die Kamera zeigt viele Menschen, die dort stehen oder sitzen šberschrift blendet ein Jud„a 33 A.D. Samstag Nachmittag Zur Teezeit Wir h”ren die Stimme von Jesus, und im n„chsten Moment sehen wir ihn auf der Spitze des Hgels stehen und zum Volk sprechen. Jesus Selig sind die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind die Trauernden, denn sie werden getr”stet werden. Selig sind die Sanftmtigen, denn sie werden das Land zu Besitz erhalten. Wir entfernen uns mehr und mehr von Jesus, und seine Stimme wird leiser. In der N„he stehen einige R”mische Legion„re mit einem Sonderauftrag herum, das anti-romanisch eingestellte Volk beobachtend Selig die hungern und drsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden ges„ttigt werden. Selig die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Jesu Stimme ist jetzt kaum mehr h”rbar. Wir sehen Brian und seine Mutter inmitten einer Menge anderer Zuh”rer stehen und angestrengt der Rede Jesu folgen. Brians Mutter Lauter! Brian Sei still, Mama. Brians Mutter Was heiát still? Ich kann nichts h”ren. Laá uns zu der Steinigung gehen. Rbennase Sssscht. Brian Zu der Steinigung kannst du jeden Tag gehen. Brians Mutter Ach komm schon, Brian. Rbennase zu Brian und seiner Mutter K”nnen sie jetzt wohl mal ruhig sein. greift sich mit der Hand an die Nase Rbennases Frau Wirst du wohl mit der Popelei aufh”ren? Rbennase Ich hab nicht gepopelt, ich habe mich nur gekratzt. Rbennases Frau Du hast gepopelt als du mit dieser Dame da drben gesprochen hast. Rbennase Nein, hab ich nicht. Rbennases Frau Du sollst nicht immer widersprechen. Frechdachs zu Rbennase und seiner Frau H”ren sie mal, ich kann kein Wort von dem verstehen was der sagt. Rbennases Frau Ich m”chte sie doch sehr bitten sich nicht einzumischen. Ich habe mit meinem Mann gesprochen. Frechdachs Dann reden sie woanders mit ihm. Ich kann verdammtnochmal nicht ein Wort verstehen. Rbennase Fluchen sie meine Frau nicht an, ja? Frechdachs Ich hab ihr nur gesagt, sie soll ihren Mund halten, damit ich den Mann da verstehe, Rbennase. Rbennases Frau Ohh. Unterstehen sie sich meinen Mann "Rbennase" zu nennen. Frechdachs Wieso, er hat doch 'ne Rbennase. In diesem Moment dreht sich ein anderer, wohlhabender Jude herum. Er tr„gt eine Toga, die ihm ziemliche Probleme macht, weil er ihren Sitz immer wieder mit den H„nden korrigieren muá. Dies ist Gregory, der mit seiner Frau unter einem von seinem Diener getragenen Sonnenschirm steht. Er spricht in einem sehr kultivierten Ton Gregory zu Frechdachs Darf ich um Ruhe bitten. Was hat er gesagt? Frechdachs Ich weiá nicht. Ich habe gerade mit Rbennase geredet. Mann von weiter vorne Ich glaube, er sagte: "Gepriesen sind die Skifahrer." . Gregorie's Frau Was um alles in der Welt ist so besonderes an Skifahrern? . Gregory Ich glaube, es ist mehr als Gleichnis zu sehen. Weiát du meine Liebe, es bezieht sich auf die ganze Wintersportindustrie. Frechdachs Siehst du, jetzt habe ich wieder nur die H„lfte mitbekommen, Rbennase. Rbennase Hey. Wenn du das nochmal sagst, schlage ich dir deine bl”de Fresse ein. Frechdachs Ach, h”r lieber weiter zu. Vielleicht kommt noch die Stelle: "Gesegnet sind die Rbennasen." Brian Nun laá ihn doch in Ruhe. Frechdachs Na, du hast aber auch 'n ganz sch”nen Erker im Gesicht. Woher kommt ihr beiden? Aus Rbennasenhausen? Rbennase Noch ein verdammtes Wort, Freundchen und ich schlag deinen verfluchten Sch„del in Stcke. er greift sich an die Nase Rbennases Frau Du sollst nicht fluchen. Und bohr nicht wieder in der Nase. Rbennase Hier. Ich wollte nicht in der Nase bohren, ich wollte ihn verm”beln. Ein anderer Zuh”rer Habt ihr das geh”rt? Gepriesen sind die Griechen. Gregory Die Griechen? Weiterer Zuh”rer Hmm. Wahrscheinlich hat er bei denen noch 'ne Rechnung offen. Gregory Hat jemand seinen Namen mitgekriegt? Rbennases Frau zu ihrem Mann Du wirst hier niemanden verm”beln. Rbennase Ich werd' ihn verm”beln, wenn er mich noch einmal Rbennase nennt. Frechdachs Ach halt die Klappe, Rbennase. Rbennase Gut. Ich habe dich gewarnt. Siehst du diesen Arm hier? Der wird dich in die Erde stampfen. Eine Frau Ohh! Er meinte die Siechen. Ich weiá: gepriesen seien die Siechen. Ohhh find ich das allerliebst. Bin ich froh, daá die jetzt endlich was zu tun haben, die alten Siechen. Frechdachs H”r mal, ich sage hier nur die Wahrheit. Du hast doch wirklich 'ne Rbennase. Rbennase Hey. Deine Nase wird so breit sein, daá sie von einem Ohr zum anderen reicht, wenn ich mit dir fertig bin. Zuh”rer Scht! Frechdachs Dir hat wohl Goliaths groáer Bruder auf die Rbe gehau'n... Rbennase So. Das reicht. Die letzte Warnung. . Gregorie's Frau Zu Rbennase So. Nun sein sie aber mal still... Rbennase schl„gt mit aller Kraft und trifft Gregories Frau ins Gesicht. Ein allgemeiner Tumult entwickelt sich, die Legion„re greifen ein Brians Mutter Ach komm. Jetzt laá uns aber zur Steinigung gehen. Brian Na gut. Er z”gert. Sein Blick h„ngt an einer attraktiven jungen Dame, die neben drei angestrengt diskutierenden M„nnern geht. Die drei setzen sich durch ihre dunkle Kleidung von den anderen Leuten deutlich ab. Die vier schicken sich ebenfalls an, die Versammlung zu verlassen. Francis Nun, „h. Religion ist glaube ich der Katalysator zwischen den sublimierten Interessen und dem Status Quo, wenn du mich fragst, Reg. Reg Ja, aber was Jesus so erb„rmlich leichtsinnig bersieht ist, daá die Siechen andererseits ja auch das Problem sind. Judith Ja, absolut richtig. Da hast du vollkommen recht. Brians Mutter Los komm Brian. Sonst haben die ihn gesteinigt, bevor wir da sind. Brian Ja gut. Die Legion„re trennen die Streiter Frechdachs Sie hat...Sie hat angefangen. Legion„r Kommt. H”rt jetzt auf. Kommt auseinander. Frechdachs Ich weiá es ganz genau. Sie hat angefangen. Anderer Legion„r Halt den Mund. Frechdachs Ja... ich... Brian und seine Mutter lassen die Menschenmenge hinter sich. Sie ziehen in Richtung Stadt. Brians Mutter Sie bindet sich einen sehr offensichtlich falschen Bart um Uhh! Ich hasse diesen Bart. Brian Warum drfen Frauen nicht zu den Steinigungen gehen, Mama? Brians Mutter Weil es geschrieben steht. Deswegen. Sie kommen zu einem groáen Stand. Er geh”rt Harry, dem Steinh„ndler. šberall liegen Steine in verschiedenen Gr”áen und Formen, die er gegen hartes Geld verkauft. Eine Frau, die auf ihrem Rcken einen Esel schleppt, kommt heran. Harry Ou. Einen Bart, Madame? Frau Hach sie sehen doch, ich hab keine Zeit, zur Steinigung zu gehen. Er hat sich wieder an irgendwas den Magen verdorben. Harry Zu Brians Mutter Steine, der Herr? Brians Mutter Nein! Wir haben ja da oben auf dem Berg genug rumzuliegen. Harry Nicht so frische wie diese hier. Sehen sie sich das mal an. Fhlen sie die Qualit„t. Das ist Handwerkskunst. Brians Mutter --hm. Naja gut. Dann nehmen wir zwei mit Spitzen... „hhh, und einen groáen Flachen. Brian Kann ich einen Flachen haben Mama? Brians Mutter Pscht! Brian Entschuldige: Vati. Brians Mutter --hh. Also dann zwei Spitze und dazu zwei Flache und eine Paket Kies. Harry Und ein Paket Kies. Máte eine lustige Steinigung werden. Brians Mutter Ja. Harry Ist ein Einheimischer. Brians Mutter Prima. Harry Und viel Spaá, die Herrschaften. 3.Szene: Die Steinigungsst„tte. Ein Steinigungsmeister ist mit einigen Helfern da. Die Helfer halten das Opfer, Matthias, der nur in Sandalen und Lendenschurz dasteht. Eine groáe Menschenmenge, 90% Frauen mit falschen B„rten und Steinen ausgerstet, warten begierig auf den Beginn des Spektakels. An einer Ecke stehen zwei R”mische Legion„re. Steinigungsmeister Matthias, Sohn des Dagronominus Gasa? Matthias Was muá ich sagen? Ja? Helfer Ja. Matthias Ja! Steinigungsmeister Du wurdest fr schuldig befunden durch den Žltestenrat unserer Stadt, den Namen unseres allm„chtigen Herrn geschm„ht zu haben. Du l„stertest Gott auf unglaublich infame Weise. Frauen ---Uhhhh! Steinigungsmeister Und wirst somit zu Tode gesteinigt. Frauen ---Jajaja. Matthias H”ren sie. Wir hatten ein wundervolles Abendessen und ich habe nur zu meiner Frau gesagt, dieses Stck Heilbutt w„re grad gut genug fr Jehova gewesen. Steinigungsmeister Ohh! Blasphemie! Er wiederholt seine Snde. Frauen ---Ja. Steinigungsmeister zum Publikum Habt ihr es geh”rt. Frauen hohe Stimmen ---Ja, wir haben es geh”rt. Eine Frau kreischt mit hoher Stimme Ja wir haben es... Steinigungsmeister Stutzt, schaut in die Runde Kann es sein, daá Weibsvolk anwesend ist? Frauen Tiefe Stimmen. Kopfschtteln. ---Nein... Steinigungsmeister Nunwohldann. Ich verknde nun, Kraft des mir verliehenen Amtes, daá der hier anwesende... Ein Stein fliegt und trifft Matthias am Kopf Matthias Autsch! Wir haben doch noch gar nicht angefangen. Steinigungsmeister Wirbelt herum Wer war das? Wer warf den Stein? Wer hat ihn geworfen? Ich will es wissen. Frauen Sie hat, sie hat. mit tief verstellten Stimmen Er hat, er hat Frau sehr tiefe Stimme Verzeihung. Ich dachte wir h„tten schon angefangen. Steinigungsmeister Abmarsch nach hinten. Frau P”””. Steinigungsmeister Einer tanzt immer aus der Reihe. Also, wo waren wir? Matthias H”ren sie. Ich weiá nicht, was daran Blasphemie sein soll, wenn man nur Jehova sagt. Sensation !!! Groáes Geschrei. der Frauen Steinigungsmeister Du machst alles nur noch schlimmer fr dich, Elender. Matthias NOCH schlimmer? Was kann denn noch schlimmer sein, h„? Er tanzt und singt dazu Jehova! Jehova! Jehova! Noch gr”áerer Aufruhr als vorher Steinigungsmeister Ich warne dich, Sch„ndlicher. Wenn du noch einmal Jehova in den Mund nimmst... Ein weiterer Stein fliegt und trifft das Haupt des Steinigungsmeisters Das reicht wer hat ihn geschmissen. Frauen Hahaha! Steinigungsmeister Wirds bald, wer hat ihn geschmissen. Frauen hohe Stimmen ---Sie, sie... tiefe Stimmen Er, er. Steinigungsmeister Warst du es? Frau A Ja. Steinigungsmeister Alsodann... Frau A Sie haben Jehova gesagt. ---Ahhhh! Ein Steinhagel aus der Zuschauermenge trifft Frau A, die gesteinigt zu Boden geht. Steinigungsmeister Aufh”ren. Aufh”ren. Schluá jetzt. Ich sage aus. Alles herh”ren: niemand hat irgendjemanden zu steinigen, bevor ich nicht diese Pfeife geblasen habe. Habt ihr verstanden? Selbst wenn, und ich m”chte, daá das absolut klar ist, selbst wenn irgend jemand Jehova sagt. ...---Ahhh! Die Steine fliegen auf den Steinigungsmeister, der dem Anprall nicht standh„lt und zu Boden strzt. Fnf Frauen tragen einen riesigen Felsbrocken heran und werfen diesen auf den Gesteinigten. Allgemeiner Applaus. Die R”mischen Wachen sehen sich nur an und schtteln die K”pfe. 4.Szene: Vor der Stadtmauer von Jerusalem. Eine groáe Statue von Pilatus wird mit Ochsenkarren gezogen. Leute kommen und gehen durch das groáe Haupttor. Am Wegrand stehen ein paar alte Kreuze mit halbverrotteten Skeletten. Ein gew”hnlicher Anblick, dem niemand Aufmerksamkeit schenkt. Brian und seine Mutter betreten die Stadt und schreiten durch die Gassen. Brian Habe ich eigentlich eine groáe Nase, Mama? Brians Mutter H”r endlich auf immer nur an Sex zu denken. Brian Hab ich doch gar nicht. Brians Mutter Du hast nichts anderes im Kopf. Morgens, mittags und abends. M”gen die M„dchen dies, m”gen die M„dchen das? Findest du ihn zu groá findest du ihn zu klein. Am Stadttor bitten leprakranke Bettler um Almosen. Bei ihnen sitzt ein junger, kr„ftiger Mann, der sich als Ex-Leprakranken bezeichnet. Bettler Almosen fr einen Leprakranken. Almosen fr einen Leprakranken. Ex-Leprakranker Almosen fr einen Ex-Leprakranken. Die Leute gehen unbeeindruckt vorbei Immer dasselbe mit diesen Eselzchtern. Nie haben die Kleingeld. Sieht Brian und seine Mutter ankommen Oh. Die kann ich anhauen... Er springt auf und l„uft den beiden nach Spenden sie einen Talent fr einen Ex- Leprakranken? Brians Mutter Schwirr ab. Ex-Leprakranker Spenden sie einen Talent fr einen alten Ex-Leprakranken? Brians Mutter Ein Talent? Das ist mehr als der Junge in einem Monat verdient. Ex-Leprakranker Dann ein halbes Talent. Brians Mutter Zieh Leine. Ex-Leprakranker Lassen sie uns feilschen. Na los Krummnase... Brian Was? Ex-Leprakranker Gut, ohne feilschen. Sagen wir, du hast mit einem Schekel er”ffnet. Ich habe mit zweitausend angefangen... Brians Mutter Verschwinde. Ex-Leprakranker ...dann wrden wir uns bei 1800 treffen. Brians Mutter Nein. Ex-Leprakranker Siebzehnfnfzig? Brians Mutter Verschwinde! Ex-Leprakranker Siebzehnvierzig? Brians Mutter Du l„át den Jungen jetzt zufrieden! Ex-Leprakranker Also gut. Zwei Schekel. Nur zwei. Macht doch Spaá, oder? Brians Mutter Sie bleibt stehen und dreht sich zu dem jungen Mann um, um ihn anzuschnauzen H”r zu. Er wird dir kein Geld geben, verstanden? Und jetzt verpiá dich! Ex-Leprakranker Bleibt zun„chst stehen, folgt den beiden dann aber weiter Okay Sir. Mein letztes Angebot. Ein halben fr einen Ex-Leprakranken. Brian Sagst du: "Ex-Leprakranker?" Ex-Leprakranker Ganz recht, Sir. Sechzehn Jahre hinter der Glocke und m„chtig stolz darauf, Sir. Brian Und was ist passiert? Ex-Leprakranker Ich wurde geheilt, Sir. Brian Geheilt? Ex-Leprakranker Ja. Ich war ein verdammtes Wunder, Sir. Gott segne sie. Brian Wer hat dich geheilt? Ex-Leprakranker Jesus war's Sir. Ich komm da meines Weges gehpft, grble ber dies und das, ja und auf einmal kommt er angesaust und heilt mich. Eben noch ein Leprakranker mit einem Gewerbe, im n„chsten Moment war ich arbeitslos. Er hat mich nicht mal gefragt, ob er darf. Er sagte nur: "Du bist geheilt, Kumpel". Verdammter Wohlt„ter. Brian Nun, warum gehst du dann nicht zu ihm, und sagst ihm, daá du wieder Lepra haben willst? Ex-Leprakranker Ja, das k”nnte ich natrlich tun, Sir. Ja. Ich sch„tze das ginge schon klar. Ich denke mir aber, daá es vielleicht besser w„re, wenn er... wenn er mir einmal in der Woche ein lahmes Bein verschafft. Also was womit man betteln kann, aber nicht gerade Lepra. Die ist wie die Pest am Arsch, um offen zu sein. Entschuldigen sie bitte, Sir. Brians Mutter Brian! Komm jetzt und mach dein Zimmer sauber! Brian Da, bitte. Ex-Leprakranker Danke, Sir. Danke. Was? Ein halber Dinar fr meine ganze verdammte Lebensgeschichte? Brian Manchen kann man es wohl nie recht machen. Ex-Leprakranker Genau was Jesus gesagt hat... h„h„. 5.Szene: Das Haus von Brians Mutter ist sehr karg und einfach eingerichtet. Auf dem einzigen Stuhl des Zimmers sitzt ziemlich unbequem ein r”mischer Soldat, ein Zenturio. Er macht einen etwas merkwrdigen Eindruck. Brians Mutter Ohh. Zenturio Sch”nen guten Tag. Brians Mutter Oh. Hallo Herr Hauptmann. Ich komme gleich zu ihnen, einen Moment bitte, ja? Brian Was will der Kerl hier? Brians Mutter Nun fang nicht DAMIT an, Brian. Geh und mach dein Zimmer sauber. Brian Scheiá R”mer. Brians Mutter Sieh mal Brian: wenn DIE nicht gewesen w„ren, h„tten wir dann all das hier? Das darfst du niemals vergessen. Brian Wir schulden den R”mern nicht das geringste. Brians Mutter Naja... das ist nur die halbe Wahrheit, verstehst du, Brian. Brian Was meinst du damit? Brians Mutter Nunja. Du weiát, du hast mich ja schon ”fter gefragt, nach „hh... Brian ...meiner Nase? Brians Mutter Ja. Weiát du, es gibt einen Grund dafr, warum sie so ist, Brian. Brian Sag ihn mir. Brians Mutter Nunja. Ich glaube, es w„re besser gewesen, ich h„tte es dir schon l„ngst gesagt, aber... Brian Was? Brians Mutter Nimmt Brian beiseite und raunt ihm verschw”rerisch zu Also Brian: dein Vater ist nicht Schmul Kohn. Brian Das habe ich auch nie geglaubt. Brians Mutter Erlaube dir keine Frechheiten. Mit dramatischem Ton Es war ein R”mer, Brian. Er war Zenturio in der R”mischen Armee. Brian Du meinst, du bist vergewaltigt worden? Brians Mutter Naja. Zuerst schon. Brian Wer war es? Brians Mutter Nixus Minimax war sein Name. Hmmm. Er versprach mir die ganze bekannte Welt. Er wollte mich mitnehmen, nach Rom. Ein Haus am Forum, Sklaven, Eselsmilch. Soviel Gold wie ich nur essen k”nnte. Und dann: nachdem er es mit mir getrieben hatte: Wumm. Wie eine Ratte aus einem Aqu„dukt. Brian Dieser Mistkerl. Brians Mutter Ja. Also wenn Du mir das n„chste mal wieder mit "Scheiá R”mer" kommst, mein Sohn, vergiá nicht: du bist einer von ihnen. Brian Sehr dramatisch Ich bin kein R”mer, Mama! Und ich werde niemals einer sein. Ich bin ein Jude. Sohn Israels. Ein Hebr„er, eine Hakennase. Ich bin Koscher, Mama. Ich bin ein Rotes-Meer-Jogger. Und ich bin stolz darauf. Er strzt in sein Zimmer und schl„gt die Tr hinter sich zu Brians Mutter P”h. Sex, Sex, Sex. Das ist alles woran sie denken. Sie wendet sich dem Zenturio zu Na? Wie geht's uns denn, Herr Hauptmann? 6.Szene: Ein groáes r”misches Amphitheater. Eine Menge R”mer sind dort. Gerade ist ein Kampf zu Ende gegangen und eine Reihe alter Weiber r„umen die Arena auf, Reste des Kampfes in K”rbe werfend.. Eine findet einen Arm, an dessen Hand noch einige Ringe stecken, die sie nicht l”sen kann. Kurzerhand steckt sie den Arm in ihr Gewand. Brian kommt mit einem Bauchladen heran. Er verkauft Kleinigkeiten zum Knabbern. Ansager Meine Damen und Herren. Der n„chste Wettbewerb wird ausgetragen zwischen Drusus dem Friedfertigen und...der mazedonischen Daumenschraube Boris Feinbrandt. Brian Eine Tte fr sie. Danke gn„dige Frau. Lerchenzungen! Zaunk”niglebern! Buchfinkenhirne! Gefllte Jaguarohrl„ppchen! Wolfzitzenchips! Greifen sie zu, solange sie noch heiá sind. Hier gibt es die feinen gesalzenen Lerchenzungen, Zaunk”niglebern... W„hrend er sich umsieht entdeckt er Judith bei den anderen Verschw”rern auf der anderen Seite des Amphitheaters. Er macht sich auf den Weg zu ihr. Judith Ich muá dir sagen, Reg. Jede anti- imperialistische Gruppe wie die unsere muá eine solche Interessendivergenz innerhalb ihrer Machtbasis reflektieren. Reg Einverstanden. Francis? Francis Ja. Ich glaube Judiths Gesichtspunkt ist sehr stichhaltig. Vorausgesetzt, die Bewegung vergiát niemals, daá es das unver„uáerliche Regt eines jeden Mannes ist... Stan / Loretta Oder Frau... Francis ...oder Frau, daá er sich selbst verachtet. Stan / Loretta Oder sie sich selbst... Francis ...oder sie sich selbst. Reg Einverstanden. Francis Danke Bruder. Stan / Loretta Oder Schwester... Francis ...oder Schwester... -hhh. Wo war ich? Reg Sieht ihn an Ich glaube, du warst fertig. Francis Oh. Richtig. Reg Darber hinaus ist es das Geburtsrecht eines jeden Mannes.. Stan / Loretta Oder Frau... Reg Warum h”rst du nicht endlich mit den Frauen auf? So kommen wir zu keinem Ende. Stan / Loretta Die Frauen haben ein natrliche Regt, in unserer Bewegung eine Rolle zu spielen. Francis Warum redest du nur pausenlos ber Frauen, Stan? Stan / Loretta Weil ich eine sein m”chte... Reg Was? Stan / Loretta Ich m”chte eine Frau sein. Ich m”chte, daá ihr... daá ihr mich von jetzt an Loretta nennt. Reg Was? Stan / Loretta Das ist mein Recht als Mann. Judith Ja, aber warum m”chtest du Loretta sein, Stan? Stan / Loretta Weil ich Babys haben m”chte. Reg WAS m”chtest du haben? Babys??? Stan / Loretta Jeder Mann hat das Recht, Babys zu haben, wenn er sie haben will. Reg Aber, aber du kannst keine Babys haben. Stan / Loretta Unterdrcke mich bitte nicht. Reg Ich unterdrcke dich berhaupt nicht, Stan. Aber du hast keine Mumu. Eine Geb„rmutter hast du auch nicht. Wie soll denn das funktionieren? Willst du's in 'ner Zigarrenkiste aufheben? Judith Warte. Ich habe eine Idee: Nehmen wir an, daá ihr euch darauf einigt, daá er keine Babys bekommen kann, weil er keine Geb„rmutter hat, woran niemand schuld ist, nicht mal die R”mer, aber daá er das absolute Regt hat Babys zu bekommen. Francis Gute Idee, Judith. Wir k„mpfen gegen die Unterdrcker, fr dein Regt Babys zu haben, Bruder. -hh. Verzeihung. Schwester. Reg Das ist doch aber sinnlos. Francis Was? Reg Es ist vollkommener Bl”dsinn, fr sein Recht, Babys zu bekommen zu k„mpfen wenn er keine Babys bekommen kann. Francis Es ist „hm, symbolisch. Fr unsere Ringen gegen die Unterdrckung. Reg Starrt zweifelnd vor sich hin Symbolisch fr sein Ringen gegen die Realit„t. Stimme aus den Arenagew”lben Raus mit dir! Raus mit dir! Drusus der Friedfertige, bekleidet nur mit einem Lendenschurz, wird in die Arena gestoáen. Als ihm der von oben bis unten gepanzerte Boris Feinbrandt entgegentritt, l„át er seine Waffen fallen und strmt wie der Wind durch die Arena, verfolgt von seinem Gegner. Brian Er hat sich der Gruppe der Verschw”rer gen„hert Lerchenzungen! Otternnasen! Ozelothmilch! Reg Hast du Nsse? Brian Ich habe keine Nsse. Bedaure. Ich habe Zaunk”niglebern, Dachsmilch... Reg Nein nein nein. Brian Otternnasen? Reg Ich will nichts von diesem r”mischen Mistfraá. Judith Wieso verkaufst du nicht was fr anst„ndige Leute? Brian Was? Fr anst„ndige Leute? Reg Ja. Nicht diesen berflssigen Krimskrams fr Imperialisten. Brian Ich kann nichts dafr. Ich habe mich nicht darum gerissen dieses Zeugs zu verkaufen. Reg Na gut. Dann gib mir 'ne Tte Otternnasen, ja? Francis Mir auch. Reg Ihm auch. Francis Danke, Reg. Brian Sieht sich vorsichtig um, dann im Flsterton Seid ihr von der Jud„ischen Volksfront? Reg Braust auf Verzieh dich! Brian Was? Reg Jud„ische Volksfront. Quatsch! Wir sind die Volksfront von Jud„a! Jud„ische Volksfront. Francis Schw„chlinge. Brian Kann ich in eurem Verein mitmachen? Reg Kurz und bndig Nein. Verpiá dich. Brian Ich, ich wollte dieses Zeug nicht verkaufen. Das ist nur 'n Job. Schreit Ich hasse die R”mer genauso wie ihr! Alle Sie sehen sich um, ob keiner Brians Ruf geh”rt hat. Psscht. Reg Sagst du das auch nicht nur so? Brian Oh nein. Todsicher. Ich hasse die R”mer schon lange. Reg H”r zu: wenn du eintreten willst, in die VVJ, dann muát die R”mer wirklich verdammt hassen. Brian Das tu ich ja. Reg Oh ja? Und wie sehr? Brian berlegt Wie ein Verrckter. Reg Er sieht Brian zweifelnd an, nickt dann aber Du bist aufgenommen. H”r zu. Es gibt Typen, die wir noch mehr hassen als die R”mer: diese verfluchten Jud„ischen Volksfrontmistkerle. Francis Oh ja... ja. Spalter Reg Und diese Popul„re Volksfront. Francis Ja! Und wie! Spalter, Pisser! Stan / Loretta Und die Volksfront von Jud„a! Reg Genau. Stan / Loretta Ja! Alles Spalter. Reg Was? Stan / Loretta Die Volksfront von Jud„a. Spalter. Reg WIR sind die Volksfront von Jud„a. Stan / Loretta denkt nach Ou. Ich dachte, wir w„ren die Popul„re Front. Reg Mann: Volksfront. Stan / Loretta Tze! Francis Was ist eigentlich aus der Popul„ren Front geworden? Reg Deutet mit dem Kopf auf einen Greis, der allein ein paar Reihen weiter vorne sitzt Die sitzt da drben. Alle rufen zu dem Greis herber --- SPALTER !!! W„hrenddessen kommt der Kampf in der Arena zur Entscheidung. W„hrend Drusus immer noch erfolgreich flchtet, greift sich Boris pl”tzlich an die Brust, wankt und strzt. Boris Ah! Ah! Meine Bonasterose. Schlimmer als ich dachte. R”mischer Zuschauer Zu lasch die Profis heutzutage. Drusus jubelt und springt in der Arena herum. Die Verschw”rer applaudieren. Reg Sehr gut. Bravo! Hahaha! Alle Hahaha! Reg Zu Brian Wie ist dein Name? Brian Brian. Brian Kohn. Reg Eine Otternase in den Mund schiebend Wir haben vielleicht 'n kleinen Job fr dich, Brian. 7.Szene: Nacht. Dunkle, einsame Gassen. Ein Schatten huscht durch die Nacht. Dann sehen wir den Platz mit Pilatus Palast. Brian taucht auf. Er z”gert zuerst, dann huscht er hinber zur Palastmauer. Hastig malt er in auáerordentlich kleinen Buchstaben die Parole "ROMANES EUNT DOMUS" auf die Palastwand. W„hrend er malt taucht hinter ihm unbemerkt ein Zenturio mit einigen Legion„ren auf. Pl”tzlich packt eine Hand auf Brians Schulter. Zenturio Was haben wir denn da? liest Romanes eunt domus? Menschen, genannt Romanes gehen das Haus? Brian Es soll heiáen: "R”mer geht nach Haus" Zenturio Heiát es aber nicht. Was ist lateinisch fr R”mer? Na komm schon, komm schon. Brian Romanus. Zenturio Deklinieren. Brian -Anus... Zenturio Vokativ Plural von anus ist? Brian -Ani ? Zenturio Ro ma ni. Der Zenturio nimmt den Pinsel und malt die korrekte Form auf die Wand Eunt. Was heiát eunt? Brian Geh. Zenturio Konjugiere das Verb "gehen". Brian Eo, is, it. Imus, ites, eunt. Zenturio Also ist eunt? Brian Dritte Person, Plural, Pr„sens, indikativ. Sie gehen. Zenturio Greift eine Str„hne von Brians Haar und beginnt unerbittlich daran zu ziehen Aber "R”mer geht nach Hause" ist ein Befehl. Also muát du was gebrauchen? Brian Den Imperativ!? Zenturio Zieht weiter Der lautet? Brian I, i. Zenturio Wieviel R”mer? Brian St”át beim sprechen kleine Schmerzensschreie aus Plural. Ite. Ite. Zenturio ITE ! Wieder malt er das richtige Wort an die Wand DOMUS. Nominativ. Geht nach Hause, das ist eine Bewegung auf etwas zu, nicht wahr Junge? Brian Ja. Dativ, Herr. Der Zenturio zieht sein Schwert und h„lt es Brian an die Kehle. Ahhh. Ah... ah... Schreit hysterisch Oh oh nein nein nein nein! Ah...Ahkkusativ. Akkusativ! Ah...Domus, Herr. A domus. Zenturio Und von A domus den...? Brian Den Locativ, den Locativ. Zenturio Welcher lautet? Brian noch hysterischer Domum. Ahh! Ahh! Zenturio Dom mum. Vervollst„ndigt die korrigierte Parole auf der Mauer Hast du verstanden? Brian taumelt gegen die Mauer Ja Herr! Zenturio Du schreibst das jetzt hundert mal. Brian macht sich hektisch an die Arbeit Ja Herr. Vielen Dank Herr. Heil C„sar. Zenturio Heil C„sar. Wenn du bis Sonnenaufgang nicht fertig bist, dann schneid ich dir die Eier ab. Brian Danke Herr. Danke sehr Herr. Heil C„sar und alles andere. Ahh. Er beginnt zu malen Das Bild blendet aus, w„hrend der Zenturio geht und seine Soldaten als Wache stehen l„át. Das Bild blendet wieder ein. Morgengrauen. Mit Hilfe einer Leiter hat Brian die ganze Mauer mit der Parole zugemalt. Gerade beendet er die hundertste und letzte. Brian Fertig! Legion„r Gut. Und ich rate dir: Tu's nie wieder. Er zieht mit seinen Kameraden ab Brian Ahh! Ihr verfluchten Besatzer! Er steigt von der Leiter, steht vor der Mauer und bewundert seine Leistung. Zwei andere Legion„re biegen um die Ecke. Sie sehen Brian und die Schmiererei. Pl”tzlich bemerkt Brian die Soldaten und rennt so schnell er kann davon, die Legion„re hinterher. Schlieálich kann er sie im Gedr„nge des Basars abh„ngen. 8.Szene: Ein keller„hnliches Zimmer mit einer sehr verschw”rerischen Atmosph„re. An einem Tisch am Ende des Raumes sitzen Reg und Stan. Francis, gekleidet in Commando-Montur mit schwarzem Mantel und rotem Tuch um den Kopf, steht vor einer Karte an der Wand. Er spricht zu einer Gruppe von maskierten Verschw”rern, deren Gesichter teilweise verhllt sind. Francis Also: Wir dringen durch das unterirdische Heizungssystem ein. Hinauf durch ein weiteres Audienzzimmer hier und das Schlafzimmer von Pilatus' Frau ist... hier. Und wenn wir seine Frau geschnappt haben, informieren wir Pilatus, daá sie in unserer Gewalt ist und unterbreiten dann unverzglich unsere Forderungen. Irgendwelche Fragen? Verschw”rer Xerxes Was genau sind unsere Forderungen? Reg Wir geben Pilatus zwei Tage Zeit, um den gesamten R”misch- Imperialistischen Staatsapparat aufzul”sen. Und wenn er nicht sofort darauf eingeht, exekutieren wir sie. Matthias Werden wir ihr den Kopf abschneiden? Francis Wir schneiden ihr alles ab und schicken sie stndlich Stck fr Stck zurck. Dann wissen sie, daá wir nicht scherzen. Reg Und natrlich weisen wir sie darauf hin, daá sie selbst, nur sie, die volle Verantwortung tragen, wenn wir sie so zerschnippeln. Und daá wir uns niemals irgendeiner Erpressung beugen werden. Alle ---Wir beugen uns keiner Erpressung! Reg ereifert sich mehr und mehr Sie haben uns ausbluten lassen, diese Schweine. Sie haben alles genommen, was wir hatten. Und nicht nur von uns. Von unsern V„tern und von unserer V„ter V„ter. Stan Und von unserer V„ter V„ter V„ter. Reg Ja. Will fortfahren, Stan kommt ihm jedoch zuvor Stan Und von unserer V„ter V„ter V„ter V„ter. Reg Das reicht. Noch genauer brauchen wir es nicht. Was haben sie dafr als Gegenleistung erbracht, frage ich? Er schaut triumphierend in die Runde Verschw”rer Xerxes Den Aqu„dukt ? Reg verwirrt Was? Xerxes Den Aqu„dukt. Reg Oh. Jajaja. Den haben sie uns gegeben, das ist wahr. Zweiter Verschw”rer Und die sanit„ren Einrichtungen. Stan Oh ja. Die sanit„ren Einrichtungen. Weiát Du noch, wie es frher in der Stadt stank? Reg leicht ver„rgert Also gut ja, ich gebe zu, der Aqu„dukt und die sanit„ren Einrichtungen, das haben die R”mer fr uns getan. Matthias Und die sch”nen Straáen. Reg Wegwerfend Achja, selbstverst„ndlich die Straáen. Das mit den Straáen versteht sich ja von selbst, oder? Abgesehen von den sanit„ren Einrichtungen, dem Aqu„dukt und den Straáen... Dritter Verschw”rer Medizinische Versorgung... Vierter Verschw”rer Schulwesen... Reg genervt Naja gut. Das sollte man erw„hnen. Verschw”rer ganz vorne Und der Wein... Alle --- Ou ja. Francis Ja. Das ist wirklich etwas, was wir vermissen wrden, wenn die R”mer weggingen. Stimme von hinten Die ”ffentlichen B„der... Stan Und jede Frau kann es wagen, Nachts die Straáe zu berqueren, Reg. Francis Jaha. Die k”nnen Ordnung schaffen, denn wie es hier vorher ausgesehen hat, davon wollen wir ja gar nicht reden. Reg sehr ver„rgert Also gut. Mal abgesehen von sanit„ren Einrichtungen, der Medizin, dem Schulwesen, Wein, der ”ffentlichen Ordnung, der Bew„sserung, Straáen, der Wasseraufbereitung und der allgemeinen Krankenkassen, was, frage ich euch, haben die R”mer JE fr uns getan? Xerxes Den Frieden gebracht... Reg stinksauer Aach! Frieden! Halt die Klappe!!! Es klopft. Die Verschw”rer erstarren zu Salzs„ulen. Dann verstecken sie sich Hals ber Kopf hinter Vorh„ngen, in K”rben und unter dem Tisch. Matthias berprft, ob alle schlecht genug versteckt sind, dann geht er zur Tr und spielt dabei den senilen Alten. Matthias Ich bin ein armer alter Mann. Mein Augenlicht ist halb erloschen, meine Beine sind alt und krumm... Judith Alles in Ordnung, Matthias. Sie tritt mit Brian zusammen durch die Tr Matthias Ohh! Die Luft ist rein. Der Raum fllt sich wieder mit Menschen, als die Verschw”rer aus ihren improvisierten Verstecken wieder auftauchen; alle, bis auf Reg. Judith Wo ist denn Reg? Francis Beugt sich unter den Tisch, um Reg aus dem Versteck zu holen Ohh. Reg, Reg! Es ist Judith! Reg Schaut vorsichtig unter dem Tisch hervor Ist was schiefgegangen? Judith Unsere erste Bombe hat eingeschlagen. Reg Hat er die Parole geschrieben? Judith Ja. Genau einhundert mal. In drei Meter hohen Buchstaben. Die ganze Mauer vom Palast entlang. Reg zu Brian Ohh. Groáartig. Groáartig. Wir, wir brauchen M„nner der Tat bei uns, Brian. Aber bevor du dich uns anschlieát: es gibt nicht einen unter uns, der nicht freudig den Tot erleiden wrde, um sein Land ein fr allemal von den R”mern zu befreien. Stimme aus dem Hintergrund hh, naja. Einen schon. Reg Oh, naja gut. Es gibt einen. Abgesehen davon sind wir ziemlich stabil. Bist Du dabei? Brian Ja. Er hebt den Arm zum Gruá der Verschw”rer Reg Von jetzt an sollst du genannt werden: Brian, was soviel heiát wie Brian. Zu Francis Informiere ihn ber den šberfall auf Pilatus' Palast, Francis. Francis H”r zu: das ist unser Plan... Also, das ist der Palast, am C„sarplatz Nummer drei. Unsere Kommandoeinheit wird im Schutze der Nacht von der Herodesallee anmarschieren um dann zur Nordwestlichen Hauptabwasserleitung zu kommen. Wenn uns jemand fragt, sind wir Kanalarbeiter auf dem Weg zu unserer t„glichen Betriebsversammlung. W„hrend Francis erkl„rt, blendet das Bild um. Wir sehen Pilatus' Palast. Es ist Nacht, und im Schein von Laternen und Fackeln bemhen sich zahlreiche Arbeiter, Brians Parolen auf der Mauer zu bermalen. Dunkle Gestalten huschen unerkannt durch das Bild. Reg, unser herrlicher Fhrer und Grnder der VVJ, wird koordinierender Berater am Abw„sserkopf sein. Er selbst wird an keiner terroristischen Aktion teilnehmen, da er es b”se mit der Wirbels„ule hat. Ein eisernes Gitter wird angehoben und macht eine ™ffnung frei, durch die nacheinander eine Reihe Maskierte in dunklen Gew„ndern in die Tiefe steigen. Brian ist der letzte. Reg legt das Gitter wieder auf seinen Platz ber der ™ffnung. Brian sieht durch das Gitter zu ihm hinauf. Brian Dann kommst du also nicht mit uns? Reg Hoch die internationale Solidarit„t. Brian Ohh, ja. Solidarit„t, Reg Francis Er erkl„rt weiter unsichtbar die Aktion Sind wir erstmal in der Kloake wird das Timing von entscheidender Bedeutung sein. Sp„ter am Abend findet ein Festessen statt. Also mssen wir uns beeilen, und zieht bloá nicht eure besten Sandalen an. Hier wenden wir uns nach links und kommen zur Augustus-Ged„chtnis-Kloake und von da aus direkt weiter zum Hypokaustum, das ist gerade neu gefliest worden. Also meine Terroristen: Seht euch vor mit diesen Waffen. Die Verschw”rer gehen gebckt durch den Abwasserkanal, dringen dann in das zentrale Heizungssystem ein, bis sie schlieálich unter Pilatus' Audienzzimmer ankommen. Wir befinden uns dann direkt unterhalb von Pilatus' Audienzzimmer. Und das ist der Moment, wo jeder sehen muá, wo er bleibt. 9. Szene: Die Verschw”rer arbeiten mit Hammer und Meiáel an der Decke des Ganges. Wir sehen das Audienzzimmer. Der Boden wird von einem recht erotischen Mosaik bedeckt. Es zeigt ein nacktes Paar. Der Mann tr„gt vor seinem edelsten Teil ein Feigenblatt.. Pl”tzlich hebt sich das Feigenblatt. Francis' Kopf erscheint. Er sieht sich um und steigt dann hinauf in das Zimmer. Die anderen folgen. Vorsichtig und leise schleichen sie durch den schlafenden Palast, auf der Suche nach dem Weg zum Schlafzimmer von Pilatus' Frau. Bald ist die Tr in Sichtweite, die Luft ist rein, und die Verschw”rer schleichen weiter. Als sie sich der Tr n„hern biegt eine ganz „hnliche Gruppe um die Ecke und will ebenfalls zur Tr. Dabei machen sie ein Ger„usch. Fr eine Sekunde stehen alle unbeweglich. Beide Gruppen sind fast gleich gekleidet, nur daá die Fremden rote statt gelbe Kopftcher tragen. Es entsteht eine ziemlich lange Pause, als sich die beiden Gruppen entdecken und gegenseitig mustern Der Fhrer der anderen Gruppe, genannt Deadly Dirk, hebt mit einem Ruck seinen Arm zu seinem Verschw”rergruá. Deadly Dirk Kampagne fr ein freies Galil„a. Francis Oh, „mn„, Volksfront von Jud„a, Kampfkommando. Deadly Dirk Ou. Francis so nonchalant wie m”glich Was treibt ihr denn hier? Deadly Dirk enthusiastisch Wir werden Pilatus' Frau entfhren, sie mit uns mitnehmen und Forderungen stellen. Francis Ja, wir auch. Deadly Dirk Was? Francis Das ist unser Plan. Deadly Dirk Wir waren aber zuerst hier. Francis „rgerlich Was soll denn das heiáen? Deadly Dirk Uns ist es zuerst eingefallen. Warris ruft aus dem Hintergrund von Francis' Gruppe Achja? Deadly Dirk Na klar. Schon vor ein paar Jahren... Ja! Das stimmt! Francis Na sch”n. Kommt, kommt. Habt ihr alle eure Forderungen ausgearbeitet? Deadly Dirk Selbstverst„ndlich. Francis neugierig Und wie lauten sie? Deadly Dirk Das werde ich DIR doch nicht auf die Nase binden. Francis Also, nun werd' aber mal nicht komisch hier. Deadly Dirk Wer wird hier komisch? Francis Faá mich nicht an. Deadly Dirk Wir sind zuerst drauf gekommen. Francis Nein, seid ihr nicht. Deadly Dirk Doch, sind wir doch. Francis Nein, seid ihr nicht. Deadly Dirk Doch sind wir. Francis Seid ihr nicht. Deadly Dirk Doch sind wir! Francis Seid ihr nicht! Brian und die anderen ---Pscht Pscht! Deadly Dirk Wir planen das schon seid Monaten, du Aushilfsterrorist. Es kommt zu den ersten Handgreiflichkeiten. Die Mitglieder der beiden Verschw”rergruppen geraten aneinander Francis Ach du hast doch von nichts eine Ahnung du Ersatz... Auu! Deadly Dirk piekt Francis mit dem Finger ins Auge. In Sekundenschnelle ist der Gang voller Einzelk„mpfe Brian versucht die K„mpfer zu trennen Brder, Brder! Wir sollten zusammen ringen! Francis Bei Deadly Dirk im Schwitzkasten. Mit zusammengebissenen Z„hnen Tun wir doch! Brian Aber k„mpft doch nicht gegeneinander. Wir mssen vereint sein gegen den gemeinsamen Feind. Mit einem Schlag trennen sich die K„mpfer. Alle rufen wie ein Mann ---Die Jud„ische Volksfront!!! Brian Nein, nein, die R”mer! Alle pl”tzlich verwirrt ---Achsoo. Francis Ja, er hat recht... Ein Verschw”rer Aufpassen! Andere ---Pschschscht!!! Alle verstecken sich in Wandnischen und hinter S„ulen. Eine r”mische Wache geht am Ende des Ganges vorbei und verschwindet wieder. Die Verschw”rer verlassen ihre Verstecke und strzen sich wieder aufeinander. Francis Gut. Wo waren wir? Deadly Dirk Du wolltest mir eine reinhauen. Francis Achja... Er erh„lt von Deadly Dirk einen Fausthieb ins Gesicht und geht sofort k.o. Die anderen folgen dem Beispiel ihrer Anfhrer. Eine wilde Rauferei entsteht. Brian Brder! Er versucht die K„mpfer zu trennen. Niemand bemerkt die beiden Legion„re, die am Ende des Ganges stehen, zusehen, vielsagende Blicke tauschen und die K”pfe schtteln. Brian bleibt als letzter brig und blickt auf die šberreste der beiden Kampfkommandos. Erst jetzt sieht er die r”mischen Wachen, die, nach einem kurzen Blickwechsel, auf ihn zugehen. Das Bild blendet aus. 10.Szene: Das Bild blendet ein. Brian wacht auf und stellt fest, daá er von den Legion„ren an den Fáen eine Treppe herunter geschleift wird. Kerkermeister St”át Brian in eine feuchte dunkle Zelle, wirft das schwere Eisengitter hinter ihm zu und spuckt ihm ins Gesicht.. H„h„h„h„!!! Pfutt. Brian taumelt vom Gitter zurck und f„llt auf den Boden Ahh! Aus der Dunkelheit hinter ihm ert”nt eine Stimme Ben Oh, du bist ein Glckspilz. Brian Dreht sich um und sucht im schwachen Licht des kleinen vergitterten Fensters nach dem Sprecher Wer ist da? Ben Du glcklicher, glcklicher Schurke. Brian Was? In der Dunkelheit bemerkt Brian eine ausgemergelte Person, die, ohne mit den Fáen den Boden zu berhren, mit eisernen Ketten gebunden an der Wand h„ngt. Diese Person ist Ben. Ben mit einem sehr bitteren Unterton Du muát ja der Liebling vom Gef„ngnisw„rter sein, was? Brian Was meinst du damit? Ben Du hast ihm wohl ein paar Kr”ten zugesteckt, h„? Brian So ein Bl”dsinn. Du hast doch gesehen, wie er mir ins Gesicht gespuckt hat. Ben Ooouuhh! Was wrde ich darum geben, wenn mir mal einer ins Gesicht spucken wrde. Oh. Manchmal h„nge ich hier des Nachts und tr„ume davon, das mir einer kr„ftig ins Gesicht spuckt. Brian Das ist aber nicht gerade freundlich. sie hatten mir Handfesseln angelegt. Ben Was, HANDFESSELN? Ouhh! Seine Augen bekommen einen tr„umerischen Glanz Meine Vorstellung vom Himmel ist es, einmal in sch”ne Handfesseln gelegt zu werden, und sei es nur fr ein paar Stunden. Die mssen wirklich glauben, die Sonne scheint aus Deinem Hintern, Jungchen. Brian Laá mich doch zufrieden, das war kein Spaziergang. Ben KEIN SPAZIERGANG? Daá ich nicht lache. Ich h„nge hier schon fnf Jahren und erst gestern haben sie mich richtigrum aufgeh„ngt. Also komm mir nicht mit sowas, ja? Brian Na gut. Na gut. Ben Ich glaube, die mssen dich fr den allm„chtigen Herrgott halten. Brian Was werden die wohl mit mir machen? Ben Och... Du kommst bestimmt mit Kreuzigung davon. Brian Was, Kreuzigung? Ben Ja. Ohne Vorstrafen. Brian Ich komme davon mit KREUZIGUNG? Ben Ja. Das beste, was die R”mer je fr uns getan haben. Brian Was? Ben Oh ja. Wenn es die Kreuzigung nicht g„be w„re dieses Land in einem solchen Zustand... Brian kann Bens Gerede nicht mehr ertragen. Er l„uft zur Gittertr und ruft. W„rter! Ben fanatisch Nagelt die Brut ans Kreuz, sage ich! Brian W„rter!! Ben Nagelt die Vernunft in das Volk Kerkermeister Was willst du? Brian Ich m”chte in eine andere Zelle verlegt werden. Kerkermeister HA! Pfutt. Er spuckt Brian wieder ins Gesicht. Dieser f„llt zurck auf den Zellenboden Ben zum Kerkermeister Ahh. Sie dir das an. Verdammte Gnstlingswirtschaft. Kerkermeister Halt die Klappe, du... Ben im Ton des typischen Schleimers Verzeihung. Kerkermeister Uah verschwindet Ben zu Brian Nimm mal meinen Fall: Vor fnf Jahren haben sie mich hier oben aufgeh„ngt und jede Nacht nehmen sie mich fr zwanzig Minuten runter, dann h„ngen sie mich wieder auf, was ich eigentlich fr sehr fair halte, wenn man meine Tat bedenkt. Der Fanatismus in seiner Stimme nimmt zu Und wenn schon nichts anderes, so hat es mich doch wenigstens Respekt vor den R”mern gelehrt. Und es hat mich gelehrt, daá man es nie zu etwas bringt in diesem Leben, es sein denn, man selber hat fr ein anst„ndiges Tagewerk zu leisten. Fr eines anst„ndigen Tages. Brian Halt endlich die Klappe! Ben verstummt bei Brians scharfem Ton Der Zenturio kommt mit zwei Wachen. Der Kerkermeister ”ffnet die Zelle Kerkermeister Uah! Zenturio Pilatus will dich sehen! Brian kommt mhsam auf die Fáe Miich? Zenturio Komm schon. Brian Pilatus? Warum soll er mich sehen wollen? Zenturio Ich glaube, er will wissen wie rum du gekreuzigt werden willst. Er lacht, die Legion„re grinsen Ben lacht wiehernd Uaha! Uahahaahaha. Ein guter Witz, Zenturio. Der gef„llt mir. Zenturio zu Ben Halt die Klappe! Ben Oh, „h, Schuldigung. Mmmh. Die R”mer ziehen mit Brian ab. Ben brummt fr sich in seinen Bart hinein Eine tolle Rasse diese R”mer. Wirklich schneidig. 11. Szene: Brian wird von Zenturio und Wachen in Pilatus' Audienzzimmer gebracht. Es ist groá und eindrucksvoll, obwohl einige Renovierungsarbeiten im Gange sind. Einige Handwerker bessern das Bodenmosaik aus. Am Ende des Raumes steht Pilatus. Er bespricht mit dem Baumeister die Arbeit. Pilatus Du nimmst diese groáe Figur herunter und dann von da unten... Zenturio Grát. Zu Pilatus Heil C„sar Pilatus Heil Zenturio Nur ein šberlebender. Pilatus Ohh. Wirf ihn auf den Fuápoden Zenturio versteht nicht --hh. Wie bidde? Pilatus Wirf ihn auf den Poden Zenturio hat verstanden. Er gibt den beiden W„chtern ein Zeichen, sie werfen Brian auf den Boden. Pilatus Also, wie ist dein Name, Jude? Brian Brian, Herr. Pilatus Prian, aha. Brian will helfen Nein nein. Brian. Au! Der Zenturio schl„gt ihn Pilatus Hm hm hm. Der kleine Chelm ist ein Widerporst Zenturio hat wieder nicht verstanden Wie bidde? Pilatus Ein Widerporst. Zenturio hat immer noch nicht verstanden, entscheidet sich aber dazu, Pilatus energisch beizupflichten Jaa. Natrlich. Pilatus Weiát du, solche Purchen cheinen hier unperechenpar Prutal vorzugehen. Plutberaucht. Zenturio sieht sich in der heiklen Lage, wieder nichts verstanden zu haben Oh, „h. Ich glaube geraucht hat er auch. Pilatus h„lt fr eine Sekunde inne und wirft dem Zenturio einen entgeisterten Blick zu. Dann wendet er sich wieder an Brian Also: tu pist ein Tefitist. Brian verwirrt Ich pisse was? Pilatus Hhh. Prgel ihn, Zenturio fr tiese Unverch„mtheit. Brian kassiert die zweite Ohrfeige vom Zenturio Au! Zenturio Oh, und „h auf den Boden werfen? Pilatus Pidde? Zenturio Ihn wieder auf den Poden werfen? Pilatus Oh ja. Chleudert den Purchen zu Poden. Auf ein Zeichen des Zenturio fhren die Wachen Pilatus' Befehl aus Brian Ahh. Pilatus Nun, was tatest tu fr ein publcht Chtck? Brian jetzt mutiger So drft ihr nicht mit mir reden. Ich bin R”mer wie ihr. Pilatus berrascht Ein r”micher Prger? Brian Nein nein. Brger. Au! Auch der dritten Backpfeife vom Zenturio kann Brian nicht ausweichen Pilatus Soo. Vielleicht ter Pastard eines R”mers? Wer war's? Brian stolz Er war Zenturio in der Jerusalemer Garnison. Pilatus Erchtaunlich. Wie war sein Name? Brian Nixus Minimax. Zenturio prustet unfreiwillig los, kontrolliert sein Lachen aber rasch Puahahaa! Pilatus sieht den Zenturio ebenso eindringlich wie merkwrdig an Zenturio, haben wir irgend jemand dieses Namens in der Garnison? Zenturio --h nein Herr. Pilatus Du cheinst mir da sehr sicher zu sein. Hast du das perprft? Zenturio --h nein Herr „hm. Ich halte es fr einen Witz. Wie, „h, Stechus Kaktus oder Schwanzus Longus. Pilatus Was, „h, was ist so komich an Chwanzus Longus? Zenturio in verschw”rerischem Ton Das ist ein verhonepipelter Name. Pilatus Hmm? Als Knape hatte ich einen guten Freund in Rom, der hieá Chwanzus Longus. Eine entfernt stehende Wache kann ihr Lachen nicht ganz ger„uschlos unterdrcken. Sofort ist Pilatus bei ihr. Chweig! Ich wnche keine Unverch„mtheiten. Du wirst dich in der Gladiatorenchule wiederfinden. Ich lasse nicht mit mir cherzen. Solches Benehmen ist ch„ndlich. Pilatus wendet sich von der Wache ab. Er ist sehr „rgerlich. Brian Kann ich nun gehen, Herr? Au! Der vierte Schlag des Zenturio schleudert ihn zur Seite Pilatus Na wartet, wenn Chwanzus Longus das h”rt... Die Wache bricht in irres Gel„chter aus. Pilatus wirbelt zu ihr herum. Wache! Pringt ihn hinaus! Zenturio will beschwichtigen Oh Herr. Er hat doch nur... Pilatus Nein nein. Er wird in einer Woche P„ren und Pestien in der Arena gegenberchtehen. Zenturio Gut Herr. Also komm mit. er bringt die hysterisch lachende Wache fort. Brian bemerkt, daá man ihm nur wenig Aufmerksamkeit schenkt. Pilatus Ich gechtatte nicht, daá meine Freunde l„cherlich gemacht werden von einem ordin„ren Chn”sel. Er wirft einen ebenso forschenden wie hinterh„ltigen Blick in die Gesichter der brigen Wachen Ist noch jemandem zumute nach einer kleinen Chelmerei? Wenn ich meinen liepen Freund erw„hne? Chwanzus, „h, Longus? Er steht jetzt direkt neben einem Legion„r, dessen Gesicht die Anstrengung gegen ein schallendes Gel„chter voll und ganz ausdrckt. Pilatus geht zu einem dritten W„chter hinber. Und du Churke? Findest tu's vielleicht pesonders komich? Wenn ich ihn sage diesen Namen? Chwanzus Longus? Hmm? Der W„chter schneidet die schlimmsten Grimassen Er hat eine ch”ne Frau. Wiát ihr wie man sie nennt? Die Wachen verkrampfen sich in schlimmsten Befrchtungen. Der W„chter schneidet eine noch schlimmere Grimasse und schttelt seinen Kopf. Sie wird genannt Inkontinenzia. Die Wachen entspannen sich Inkontinenzia Prop... Wachen brechen alle gleichzeitig in Gel„chter aus, Pilatus' Rede unterbrechend ---Hua hua hua hua!!! Pilatus Was soll das pedeuten? Jetzt hap ich aber genug davon. Ich chleudere euch Repellen in den tiefsten Chlund! Chweigt! Chweigt! Ich pefehle es euch! Die Legion„re lachen schon fast hysterisch. Brian nutzt die Situation und krabbelt auf allen Vieren auáer Reichweite seiner W„chter und aus dem Zimmer. Pilatus bemerkt seine Flucht. Ergreift ihn! Faát ten Purchen. Putzt euch die Nase und faát ihn! 12. Szene: Die Wachen jagen Brian, welcher jetzt den Eingang zu einem runden Turm erreicht hat. Er strmt die Wendeltreppe hinauf, verfolgt von den R”mern. Auf halbem Weg zur Turmspitze begegnet Brian einem Arbeiter, der ihm entgegenkommt, und „uáerst berrascht ist, daá der Turm bereits benutzt wird. Er hat allerdings keine Gelegenheit fr eine Warnung, denn die R”mer folgen dicht auf. Pl”tzlich kommt Brian am oberen Ende des halbfertigen Turmes an und stellt fest, daá die Stufen in der blauen Luft enden. Der Schwung der schnellen Flucht reiát ihn ber die Kante in den freien Luftraum ber dem Palast. Just in diesem Moment kommt ein fremdes Raumschiff im Tiefflug an dem Turm vorbei, und durch pures Glck landet Brian im Cockpit zwischen zwei sehr auáerirdischen Wesen. Die beiden haben keine Zeit etwas mit ihrem blinden Passagier zu tun, denn im Augenblick werden sie durch etwas verfolgt, was man ein feindliches Raumschiff nennen k”nnte. In wilden Man”vern fliegen die Raumschiffe in einer grandiosen Animation, die man sonst nur bei Star-Wars-Filmen sieht, durchs Weltall, sich gegenseitig mit Lasern bek„mpfend. Schlieálich jedoch wird das Schiff mit Brian und den fremden Wesen getroffen und strzt auf die Erde herunter. Ausgerechnet am Fuáe des Turmes von dem Brian strzte setzen die Wesen zur ziemlich unsanften Bruchlandung an. šberall Rauch und Staub, Steine fliegen. Brian taumelt aus dem Wrack, vorbei an einem Passanten, der sowohl den Sturz als auch die wunderbare Rettung gesehen hat Passant zu Brian Da haben wir aber Glck gehabt, was? Brian zuckt mit den Schultern und geht weiter. In diesem Moment tauchen die Wachen auf, um wieder die Verfolgung aufzunehmen. Brian strmt davon, zu den Menschenmassen des Basars. Im Basar gibt es hunderte von St„nden und kleinen L„den, deren Besitzer handeln, feilschen, Kaffee trinken, usw. An einem Ende des Marktplatzes ist ein Platz fr Redner wo mehrere auáergew”hnlich gekleidete M„nner mit ebenso auáergew”hnlichen B„rten ihrem Handwerk als Propheten nachgehen. Die Lautesten und Ungew”hnlichsten sind im Zuschauer-Anziehen deutlich die Besten. Eine sehr fremdartige Type, die ber und ber mit Schlamm bedeckt ist, agiert wild vor dem Publikum. Blut- & Donnerprophet Und die Tatzen des Tieres werden groá sein und schwarz, und seine Augen werden rot sein vor Blut lebender Kreaturen. Ich sage euch: ganz Babylon wird sich erheben und eine dreik”pfige Schlange. Und es wird im ganzen Land ein Scheuern und Schleifen, ein Reiben und Schubbern von aneinanderklebenden Teilen geben. Diese Teile werden wieder auseinanderfallen... Neben ihm steht ein rothaariger Prophet, der etwas weniger gef„hrlich aussieht. Er versucht mit seiner Rede einige der Zuschauer vom Blut- & Donnerpropheten wegzulocken. Falscher Prophet ...Neun Kriege. Nicht zwei oder drei oder fnf, es werden neun sein. Und das Schwert wird schwingen ber allen elenden Sndern, und das ist genau das was sie sind, Herr. Und das Horn soll auf dem Haupt sein, und es hat neun Spitzen. Und das Schwert wird alles enthaupten: zack und zack und zack... Vor jedem der Redner steht eine sehr gelangweilte r”mische Wache, die Unruhen vermeiden soll. Eine Cohorte r”mischer Legion„re strmt in das Marktgewhl, die L„den und St„nde durchsuchend. Brian taucht vor einem sehr kleinen, wirrk”pfigen Propheten auf, der genau unter dem hinteren Fenster von Matthias' Haus, dem Hauptquartier der Verschw”rer, steht und predigt. Er hat so gut wie keine Zuh”rer. Langweiliger Prophet ...also ich wollte sagen, das etwa zu dieser Zeit die Verwirrung durch die --„m, und die Verwirrung wird alljene verwirren, die nicht wissen „mn„ und niemand wird wirklich genau wissen, wo diese kleinen Dinge zu finden sind, die verknpft sind mit einer Art von Handarbeitszeug, das durch die Verknpfung verknpft ist. Und zu der Zeit soll ein Freund seines Freundes Hammer verlieren. -hh. Und die Jungen sollen nicht wissen, wo die Dinge, die jene V„ter erst um acht Uhr am vorhergehenden Abend dorthin gelegt hatten, kurz vor Glockenschlag. Dies steht geschrieben im Buch von Sel. In dieser Zeit... Sein letzter Zuh”rer geht weiter seiner Wege. Brian rennt hinber zum Stand von Harry, dem Bartverk„ufer, und ergreift einen falschen Bart. Brian Wieviel? Schnell! Harry Was? Brian Es ist fr meine Frau. Harry Oh, „hhh. 20 Schekel. Brian Fein. Harry Was? Brian er legt 20 Schekel hin Da, bitte sehr. Harry Moment mal. Brian Was? Harry Ja, wir mssen erst feilschen. Brian Nein nein nein. Ich muá schnell... Harry Was meinen sie mit "nein nein nein"? Brian Ich hab keine Zeit fr... Harry Dann geben sie ihn zurck. Brian Nein nein. Ich habe ihn bezahlt. Harry Burt! Burt erscheint sehr pl”tzlich. Er ist ungeheuer groá und wirkt sehr kr„ftig. Ja? Harry Dieser Mensch will nicht feilschen. Burt Will nicht feilschen? Brian Also gut. Wenn's denn sein muá. Harry Na gut. H”ren sie. Ich will 20 dafr. Brian Sie haben sie gekriegt. Harry Wollen sie etwa behaupten, er w„r nicht zwanzig Schekel wert? Brian Nein. Harry Sehen sie sich das an. Fhlen sie Qualit„t. Das sind keine Ziegenhaare. Brian Gut. Dann gebe ich ihnen 19 dafr. Harry Oh nein nein nein kommen sie, so macht das keinen Spaá. Brian Was? Harry Feilschen sie wie ein vernnftiger Mensch. Ist doch keine 19 wert. Brian Sie sagten gerade, er w„re 20 wert. Harry Oh meine Gte, meine Gte. Los kommen sie, feilschen sie. Brian Na sch”n. Ich gebe ihnen zehn. Harry Schon besser so. laut Zehn? Sie wollen mich wohl beleidigen, Mann! Mich mit einer im Sterben liegenden Groámutter. Zehn? Brian Na gut, dann gebe ich ihnen elf. Harry zu Brian Ja, so geht das. laut Er sagt elf? Hab ich richtig geh”rt, er sagt elf und mich hat er zw”lf gekostet. Wollen sie mich ruinieren? Brian Siebzehn. Harry miábilligend Nananana! Siebzehn. Brian Achtzehn? Harry Nein, nein. Sie sind bei vierzehn. Brian Na dann gebe ich ihnen vierzehn. Harry laut Vierzehn? Das soll doch wohl ein Witz sein. Brian Aber wieso? Sie haben doch gesagt, ich soll das sagen. Sagen sie mir, was ich sagen soll, bitte. Harry Offerieren sie mir 14. Brian Ich gebe ihnen 14. Harry zu einigen Zuschauern H”rt ihr, er will 14 zahlen fr dieses Stck... Brian Fnfzehn. Harry Siebzehn, mein letztes Wort, und keinen Pfennig weniger oder mich soll der Schlag treffen. Brian Sechzehn. Harry Gemacht. Er greift Brians Hand und schttelt sie War nett mit ihnen Gesch„fte zu machen. nimmt eine Flasche aus seinem Warenvorrat He! H”ren sie mal. Ich gebe ihnen das hier noch dazu. Brian Ich will es nicht. Trotzdem Danke. Harry Burt! Burt steht wie aus dem Boden gewachsen da Ja? Brian Also gut. Einverstanden, Einverstanden. Harry Wo sind die 16, die sie mir schulden? Brian Ich gab ihnen gerade zwanzig. Harry Oh. Ja natrlich. Dann schulde ich ihnen vier. sucht nach Wechselgeld Brian Nein, ist schon gut. In Ordnung. Lassen sie es so. Harry Warten sie. Ich habe sie hier irgendwo. Einige R”mer tauchen in der N„he auf und durchsuchen die angrenzenden St„nde Brian hastig Nein. Die vier fr die Flasche. Harry Richtet sich schlagartig auf. Sekundenlanges Schweigen Vier? Fr diese tolle Flasche? Vier? Sehen sie an, sie ist zehn wert und da bezahl ich noch zu. Brian Aber sie haben doch gesagt, sie wollen sie mir schenken. Harry Ja aber wert ist sie zehn. Brian Also gut, also gut. Harry Nein nein nein nein nein. Sie ist keine zehn wert. Sie mssen mit mir streiten. "Zehn, fr diese Flasche? Sie mssen verrckt sein!" Er will sich Brian zuwenden, dieser l„uft jedoch mit der Flasche bereits die Straáe hinunter, den Bart im Gesicht. Naja. Wer nicht will, der hat schon. Brian hastet zur anderen Seite des Marktplatzes, vorbei an den ganzen Propheten. Jeder von ihnen ist bemht, die Welt vor der immerw„hrenden Verdammung zu warnen. Brian schlpft unter ihnen vorbei, immer ein wachsames Auge auf die R”mer haltend, und schleicht einen kleinen Seitenweg hinauf zu Matthias' Haus. 13. Szene: Im Inneren von Matthias' Haus hat der inzwischen zurckgekehrte Francis den anderen die Nachricht vom schlechten Ende der Aktion gebracht. Francis nennt die Namen der Gefallenen, die Reg wiederholt. Stan streicht die Namen der Toten von seiner Liste. Francis Daniel Stan den Namen in der Liste durchstreichend Daniel Francis Hiob Reg Hiob Stan streicht durch Hiob Francis Josua Reg Josua Stan streicht durch Josua Francis Judas Reg Judas Stan streicht durch Judas Francis Und Brian. Reg Und Brian. Stan streicht durch Brian. Reg Ich schlage nun vor, daá alle sieben dieser Ex-Brder damit nun ins Protokoll aufgenommen werden als M„rtyrer auf Probe fr diese Sache. Stan Ich untersttze den Antrag. Reg Danke, Loretta. Die anderen durch nicken. Geschwister! Laát uns nicht verzagt sein durch dieses. Denn eine totale Katastrophe wie diese ist erst der Anfang. Ihre glorreichen Tode sollen uns alle noch fester verbinden. Matthias Aufgepaát. Die Verschw”rer beeilen sich, Verstecke zu finden. Sie verstecken sich „uáerst schlecht. W„hrend Stan ein Laken ber sich wirft, kriecht Reg auf seinen Stammplatz unter dem Tisch. Brian tritt mit seinem falschen Bart im Gesicht ein. Brian Hallo! Matthias! Reg! Reg unter dem Tisch hervor Geh weg! Brian Reg! Ich bin es! Brian! Reg Raus hier! Raus hier, verschwinde! Brian sieht Stan unter dem Laken Stan! Stan Ach schwirr ab! Die Anderen Verpiá dich! Hau ab, Mann! Ein hartes imperialistisches Klopfen erschttert die Tre. Die K”pfe der Verschw”rer, die zaghaft zum Vorschein gekommen waren, sind im Nu wieder verschwunden. Matthias Ich komme! Er sieht sich nach einem Versteck fr Brian um. Wieder klopft es an der Tr. Matthias schiebt Brian kurzerhand hinter ein paar Vorh„nge. Brian findet sich auf einem kleinen Balkon hoch ber der Stadt wieder. Pl”tzlich kracht es, der Balkon bebt. Staub rieselt in die Tiefe. Brian wird klar, daá dies alles andere als ein sicheres Versteck ist. Langweiliger Prophet Ein Mann soll seinen Esel schlagen und seines Neffen Esel und jeden in der N„he... Von unten h”ren wir die Stimme des Langweiligen Propheten. Mit einem Blick in Richtung der Stimme sieht Brian alle Propheten unter sich stehen Matthias Meine Augen sind trbe, meine Beine sind mde... Er ”ffnet die Tr. Eine Patrouille r”mischer Legion„re und ihr Zenturio stehen drauáen. Zenturio Bist du Matthias? Matthias Ja. Zenturio Wir haben Grund zu der Annahme, daá du m”glicherweise einen gewissen Brian von Nazareth verbirgst. Mutmaáliches Mitglied der Terrororganisation "Volksfront von Jud„a". Matthias Was ich? Nein. Ich bin nur ein armer alter Mann. Ich habe keine Zeit fr Gesetzesbrecher. Meine Beine sind grau, meine Ohren sind leer, meine Augen sind alt und gebeugt... Zenturio Ruhe! Einfaltspinsel. Wache! Hausdurchsuchung! Zwei Wachen treten nebeneinander ein, gefolgt von zwei weiteren. Diesen folgen noch zwei, und diesen folgen ber ein Dutzend, alle in sauberer Formation. Polternd und klirrend strmen sie in das Haus. Du weiát, welche Strafe vorgesehen ist im r”mischen Gesetz fr das Beherbergen eines Verbrechers? Matthias Nein? Zenturio genieáerisch Die Kreuzigung... Matthias unbeeindruckt Ohh. Zenturio Scheuálich, h„? Matthias Hm. Es gibt Schlimmeres. Zenturio Was meinst du damit "Es gibt Schlimmeres"? Matthias Man kann auch erdolcht werden. Zenturio Erdolcht? Was? Das dauert nur 'ne Sekunde. Die Kreuzigung dauert Stunden. Das ist ein langsamer grauenvoller Tod! Matthias Naja, aber wenigstens ist man dabei an der frischen Luft. Zenturio fr sich Der hat 'ne Meise. Polternd und klirrend kommen die Legion„re aus dem Haus gestrmt. Sergeant Nein Herr, ich habe nichts finden k”nnen, Herr! Zenturio zu Matthias Aber keine Sorge. Das war nicht das letzte, was du von uns gesehen hast. Verdrehter Opa! Matthias Rbennase. Zenturio Paá auf! Die R”mer marschieren ab. Aufatmend schlieát Matthias die Tr Matthias Pfft. Das war noch mal Glck. Die Verschw”rer verlassen ihre Verstecke Brian Es tut mir leid, Reg. Reg Ahhh. H”rt ihr das, Geschwister? Es tut ihm leid. Es tut ihm leid, daá er die fnfte Legion zu unserem amtlichen Hauptquartier gefhrt hat. Nun, alles in Ordnung, Brian. Setz dich. Nimm dir 'n Keks. Machs es dir sch”n bequem. DU ARSCH!!! Du d„mlicher, spatzenk”pfiger, v”llig irregewordener... Wieder klopft es heftig an der Tr. Die Verschw”rer tauchen in ihren improvisierten Verstecken unter. Brian verzieht sich auf den Balkon, der diesmal noch bedenklicher kracht. Noch mehr Staub rieselt. Brian um sein Gleichgewicht k„mpfend Ahh! Matthias Meine Beine sind taub und blind. Meine Ohren sind grauhaarig. Er ”ffnet die Tr. Der Zenturio steht mit seinen M„nnern da. Ja? Zenturio Da ist noch ein Platz, wo wir nicht nachgesehen haben. Wache! Die Legion„re strmen wie vorhin in das Haus Matthias Ich bin nur ein armer alter Mann. Meine Augen sind grau, meine Nase ist krumm. Zenturio Hast du Schon mal bei einer Kreuzigung zugesehen? Matthias wegwerfend Kreuzigung ist doch Firlefanz. Zenturio gekr„nkt Sag das bitte nicht dauernd. Polternd und klirrend verlassen die Legion„re das Haus. Der Sergeant bergibt dem Zenturio einen langstieligen Holzl”ffel. Sergeant Hab den L”ffel gefunden, Herr. Zenturio Gutgemacht, Sergeant. zu Matthias Wir kommen wieder. Bl”des Huhn. Matthias schlieát sichtlich erleichtert die Tr. Als sich gerade alle aus ihren Verstecken gewagt haben klopft der Zenturio zum dritten Mal. W„hrend die Verschw”rer in ihren Verstecken verschwinden, flchtet Brian wieder auf den Balkon, der jetzt „uáerst bedenklich kracht. Holzstcke fallen in die Tiefe. Zenturio schreit von drauáen Aufmachen! Matthias brummelig Sie haben uns keine Zeit gegeben uns zu verstecken. Pl”tzlich gibt Brians Balkon nach, und Brian strzt mit einem Schrei direkt auf den langweiligen Propheten, der in einer groáen Amphore landet. Die Zuschauer applaudieren. Offensichtlich m”gen sie solche Vorfhrungen. Sogar die anderen Propheten halten fr einen Moment mit ihren Reden inne, um dann mit verdoppelter Anstrengung fortzufahren. Asketischer Prophet "Und das Leben in der Wste ist ein garstiges, meine Freunde aber trotzdem: ich sage euch: gehet in die Wste und ern„hret euch vom Sand..." 14. Szene Brian sieht nach unten und sieht einen r”mischen Soldaten, der direkt zu seinen Fáen steht und zu ihm herauf sieht. Brian schaut nach rechts und links zu den anderen Propheten, dann wieder auf den Soldaten bevor er versteht, was von ihm verlangt wird. Er holt tief Atem und beginnt. Brian Richtet niemals andere, auf daá ihr, ich meine auf daá ihr niemals gerichtet werdet. Der Soldat ist befriedigt, daá Brian ein falscher Prophet ist und kmmert sich nicht weiter um ihn. W„hrenddessen bleibt ein Passant, Colin, vor Brian stehen. Colin Was? Brian Ich sagte: richtet niemals andere, auf das ihr nicht gerichtet, „h, werdet. Colin Wer ich? Brian Ja. Colin Oh danke. Danke vielmals. geht, zufrieden mit dem Ratschlag, weiter. Brian Oh! Nicht nur du. Ich meine euch alle. Ein angetrunkener Mann, Dennis, hat die ganze Zeit auf Brians Flasche gestarrt. Eddie, Elsie, Frank und Geoffrey kommen vorbei und h”ren zu. Dennis Das is 'ne hbsche Flasche. Brian Was? Dennis Wieviel willst du fr die Flasche haben? Brian Nichts. Ich schenk sie dir. Dennis Geschenkt? Brian gibt Dennis die Flasche Ja. laut Und schaut die Lilien... Dennis Willst du nicht feilschen? Brian zu Dennis Nein. laut ...auf dem Felde. Dennis Was ist damit nicht in Ordnung? Brian zu Dennis Nichts. Nimm sie. Elsie Sie tr„gt einen Korb mit W„sche. Ihre Stimme ist unangenehm schrill Ja! Schauet die Lilien. Brian Nun, dann die V”gel. Eddie Was fr V”gel? Brian Irgendwelche V”gel. Eddie Wieso? Brian Nun, „h, haben diese Arbeit? Frank Wer? Brian Die V”gel. Eddie Was fr 'ne Frage "haben V”gel Arbeit" Ein Passant kommt vorbei. Er ist schon ziemlich alt, und seine Stimme ist heiser Passant bleibt bei der Zuh”rergruppe stehen Was ist mit dem los? Geoffrey zu dem Passanten Er sagt, die V”gel wrden betteln. Brian Oh nein. Ich meinte eigentlich: die V”gel kommen doch ganz gut zurecht. Passant Na, das wollen wir ihnen auch wnschen. Eddie Ja. Ich finde, V”gel sind nett. Brian Also gut. Aber ihr. Seid ihr nicht sehr viel bedeutender als sie? Oder nicht? Worum sorgt ihr euch also? Da seht ihr es. Eddie Ich sorge mich darum, warum du was gegen V”gel hast. Brian Ich hab doch gar nichts gegen V”gel. Schauet die Lilien! Geoffrey Hach! Jetzt geht der Kerl auch noch gegen die Blumen los. Frank Oh! Gib den Blumen eine Chance. Dennis hat die Flasche gemustert Ein Kupferstck dafr. Brian zu Dennis Sie geh”rt dir. Dennis Das ist fein. Brian Seht: da war ein Mann und der hatte zwei Knechte. Geoffrey Und wie hieáen die? Brian Was? Geoffrey Nun, wie waren ihre Namen? Brian Ach das weiá ich nicht. Und er gab ihnen ein paar Talente. Eddie Du weiát nicht, wie sie heiáen? Brian Das spielt doch keine Rolle. Geoffrey Er weiá Nicht mal wie sie heiáen... Brian Gut. Also die Namen sind Simon und Adria. Also... Allgemeine Unruhe unter den Zuh”rern Geoffrey Ohh! Du sagtest doch, du weiát es nicht. Brian Es spielt wirklich keine Rolle. Worum es geht ist, daá diese beiden Knechte... Geoffrey Er erfindet die Geschichte einfach. Brian Nein, das tu ich nicht. Und er gab ihnen... berlegt Moment mal, waren es drei? Nein, da waren drei... nein da waren... Nein. Es waren wirklich drei... Eine R”merpatrouille taucht am Platz der Redner auf. Der Anfhrer bespricht sich mit den Soldaten, die vor den Propheten Wache stehen. Der Anblick veranlaát Brian dazu, so laut und soviel er kann zu reden. Brian Also h”rt das: Selig sind die, die ihres Nachbarn Ochsen flssig machen, denn, „h, die sollen ihr Wrfelzeug erben. Und „h,... Die Patrouille zieht an den Propheten vorbei, ohne Brian zu entdecken. Brian sieht ihnen hinterher und verliert darber den Faden. ...gegeben werden soll ihnen, also einem jedem von ihnen, gegeben, jedem von ihnen... Die R”mer sind verschwunden. Brian starrt ihnen vornbergebeugt nach. Die Leute schauen ihn forschend an. ...soll gegeben werden... Elsie Was? Brian H„? Elsie Soll was gegeben werden? Brian springt von seinem Podest Och nichts. Elsie Hey! Was wolltest du uns sagen? Brian Nichts. Elsie Doch. Du wolltest uns etwas sagen. Brian Wollte ich nicht. Ich war fertig. Seine Zuh”rer umdr„ngen ihn. Andere n„hern sich neugierig Elsie Nein, du warst nicht fertig. Brian Ich war doch fertig. Ein „lterer Mann dr„ngt sich durch die Menge an Brians Seite. Ein Blinder mit weiáem Stock ger„t ihm dabei in den Weg und wird einfach zur Seite gestoáen. Dieser Mann ist Arthur. Arthur Was will er uns nicht sagen? Ist es ein Geheimnis? Ist es? Anderer Mann Natrlich ist es eins, sonst wrde er's uns sagen. Immer mehr Menschen str”men herbei und laufen hinter Brian her, der durch die Gassen des Basars eilt. Brian Laát mich zufrieden. Junge Frau Was ist es? Das Geheimnis vom ewigen Leben. Stimme von hinten Natrlich nicht. Wenn ich das Geheimnis vom ewigen Leben wáte, dann wrde ich es auch nicht sagen. Allgemeine Unruhe unter den Leuten. Pausenlos werden Fragen gestellt, Antworten gegeben. Brian st”át mit Dennis zusammen, der immer noch die Flasche h„lt. Dennis Mein letztes Angebot. Fnf! Brian zu Dennis Verschwinde! Brian verschwindet aus dem Blickfeld. Die junge Frau n„hert sich Dennis. Junge Frau Es ist seine Flasche. Dies hier ist seine Flasche! Dennis Ja, und sie ist im Angebot. Die junge Frau nimmt Dennis die Flasche weg und hebt sie hoch Arthur Seht! M„dchen Es ist seine Flasche! Wir werden sie tragen fr dich, Meister. sieht sich suchend um Meister? Junger Mann Er ist fort. Er ist gen Himmel aufgefahren. Alle Schauen zum Himmel hinauf, zeigen mit den Armen und rufen durcheinander. ---Meister!--- Arthur Er entdeckt Brian, der gerade hastig um die n„chste Ecke biegt. Nein, nein! Da ist er ja! Da! Alle Meister, Meister !!! Die Menge macht sich laut rufend an Brians Verfolgung. Brian erscheint jetzt vor der Stadtmauer. Er l„uft sehr schnell. Hinter ihm h”rt man den L„rm der ihn verfolgenden Menschen. Brian sieht sich kurz um, und schl„gt dann einen Pfad in eine nahegelegene Hgelkette ein. Pl”tzlich rutscht er aus, und eine seiner Sandalen fliegt davon. Ihm bleibt keine Zeit, sie wieder anzuziehen. Schon sieht er die Verfolger aus dem Stadttor strmen. Sie sehen ihn, und laufen noch schneller. Brian dreht sich um und flchtet weiter. Die Menge n„hert sich der liegengebliebenen Sandale. Elsie Seht! Geoffrey Er gab uns ein Zeichen. Arthur er hebt die schon ziemlich alte und ausgetretene Fuábekleidung auf Nein. Er gab uns eine... eine Sandale! Geoffrey Die Sandale ist das Zeichen. Laát uns seinem Beispiel folgen. Stimme von hinten Was? Geoffrey Er bckt sich, zieht eine seiner Sandalen aus und hebt sie hoch ber seinen Kopf Laát uns alle eine Sandale hochhalten und die andere am Fuá behalten, denn das ist SEIN Zeichen. Und alle, die ihm nachfolgen, werden das gleiche tun... Arthur Nein nein nein. Die Sandale ist ein Zeichen, daá wir alle Sandalen sammeln mssen. Er strzt sich auf die Umstehenden und versucht, ihnen die Sandalen von den Fáen zu reiáen. Junge Frau Sie h„lt Brians Flasche hoch. Die Menge jubelt Pfeift auf eure Sandalen und folget der Flasche. Arthur Laát uns zusammen Sandalen sammeln. Wir zusammen. Junger Mann Nein. Das ist ein Zeichen, daá wir an mehr denken mssen. Nicht an die Sinne des Leibes sondern an die Dinge des Gesichtes und des, „h, wie? Des... des Kopfes... Er kniet nieder zum Gebet. Sofort versucht Arthur, ihm eine Sandale abzunehmen. Junge Frau Folget der Flache. Der heiligen Flasche von Jerusalem. Frank hebt seine Sandale Haltet den Schuh hoch, wie er es uns befohlen hat... Geoffrey Es ist eine Sandale. Frank Haltet den Schuh hoch... Geoffrey Es ist eine Sandale!!! Junge Frau zu den beiden Streitern Werft sie hinfort! Junger Mann Zieht sie an! Zu Arthur Und du, verschwinde! Arthur Nehmt die Sandale und folgt ihm. Er rennt los. Die Menge jubelt und folgt ihm. Spike Die H„nde zum Gebet erhoben, spricht er in salbungsvollem Ton. Halt. Wartet. Doch die Menge h”rt nicht auf ihn und strmt Brian hinterher Laát uns, laát uns flattern. Ja. Er kommet zu uns. Laát die Saat des Grabes... Er stellt fest, daá er alleine dasteht, sieht sich um, und geht dann resigniert zur Seite. 15. Szene: Brian l„uft oder vielmehr klettert einen sehr steilen, unbefestigten Pfad herauf. Er sieht zurck, holt tief Atem, und klettert weiter durch die Felsen, immer h”her und h”her, immer noch von ber einhundert Begeisterten verfolgt. Verfolger ---Da rennt er! Warte! Warte! Auf der Spitze des Hgels sieht sich Brian nochmals um und sieht seine Verfolger immer noch auf seiner F„hrte. Er kann weder nach links noch rechts einen Weg entdecken. In ein paar Metern Entfernung sieht er ein Loch, kaum drei Meter breit, aber anscheinend sehr tief, in dem ein b„rtiges Mysterium in einer meditativen Position sitzt. Dieser B„rtige heiát Simon. Brian Hey. Simon, der heilige Mann, sieht zu ihm auf Gibt es noch einen anderen Weg nach unten? Simons Gesicht nimmt den Ausdruck tiefen Erschreckens an. Mit flackernden Augenliedern, die Lippen zusammengepreát, schttelt er den Kopf. Simon Mmmm! Mmmm! Brian Gibt es einen anderen Pfad hinunter zum Fluá? Simon spricht immer noch nicht, und gibt Brian Zeichen, zu verschwinden Mmm! Mmm! Brian Bitte bitte hilf mir, ich muá unbedingt... Die Verfolger sind jetzt gef„hrlich nahe gekommen Verfolger ---Meister! Meister! Brian wartet nicht l„nger auf Simons Untersttzung. Ohne lange zu fragen springt er zu ihm in das Loch, landet dabei aber auf Simons Fuá. Simon schreit laut Au! Mein Fuá! Au! Brian Schsch! Simon Er faát seinen Fuá, aber pl”tzlich erschrickt er und schl„gt sich mit der Hand auf den Mund. Mmmm! Verdammt, verdammt, verdammt! Brian Es tut mir leid. Scht! Simon Verdammt verdammt verdammt! Brian Es tut mir leid. Pscht. Simon Wirst du wohl mit dem Pscht aufh”ren! 18 Jahre v”lligen Schweigens und du pschst mich an. Brian Was? Simon Ich habe mein Gelbde 18 Jahre lang gehalten und nicht ein einziger erkennbarer artikulierter Laut ist ber meine Lippen gekommen. Hhhh. Brian Dann schaffst du es vielleicht nochmal fr fnf Minuten... Simon Jetzt ist sowieso alles egal. Jetzt kann ich mich ruhig ins Vergngen strzen. Manchmal in dieses letzten 18 Jahren habe ich mir gewnscht zu rufen und zu singen und meinen Namen laut hinauszuschreien. Oh ich lebe! Brian Pscht! Simon Hava Nagila! Brian Pschscht! Simon Er springt auf, singt laut, und tanzt in dem Loch herum Hava! Oh ich lebe! Halouoouuo. Oh ich lebe! Hallo ihr B„ume, hallououo. Brian h„lt ihm den Mund zu und zerrt ihn wieder zurck auf den Boden des Loches. Sekunden sp„ter taucht Simon wieder auf und singt und springt weiter. Simon Laá mich doch, laá mich doch. Ich lebe! Wieder greift Brian energisch zu, und taucht mit Simon im Loch unter. Sekunden sp„ter tanzt und singt Simon wieder. W„hrend Brian ihn zu b„ndigen versucht, tauchen die Verfolger auf dem Plateau auf. Brian taucht sofort unter. Simon Hava Nagila. Hava. Er sieht, was Brian gesehen hat. Die Worte bleiben ihm im Hals stecken, er erstarrt, und verschwindet ebenfalls in seinem Loch. Es ist aber zu sp„t. Brians Verehrer haben ihn gesehen und kommen n„her. Vor dem Loch werfen sie sich ehrerbietig zu Boden. Alle Verehrer ---Meister! Meister! --- Geoffrey Sprich, sprich zu uns, Meister. Sprich zu deiner Fe.. Brian Ihr sollt Fortgehen! Alle Verehrer ---Er hat uns gesegnet!--- Geoffrey Wie sollen wir denn fortgehen, Meister? Brian Nun, geht einfach nur weg. Laát mich in Ruhe. Alter Mann Gib uns ein Zeichen! Geoffrey Er hat uns doch ein Zeichen gegeben. Er hat uns an diesen Ort gefhrt. Brian Nein. Ich hab euch nicht hergebracht. Ihr seid mir einfach gefolgt. Alter Mann Oh, es ist trotzdem ein gutes Zeichen. Es h„lt jeden Vergleich aus. Geoffrey Meister. Dein Volk ist Millionen Meilen gewandert um bei dir zu sein. Es ist mde und hat nicht zu Mittag gegessen. Brian Es ist nicht meine Schuld, daá ihr nicht zu Mittag gegessen habt. Geoffrey Es gibt keine Nahrung in diesem hohen Gebirge. Brian Und was ist mit dem Wachholderbusch dort drben? Alle Verehrer ---Ein Wunder! Geoffrey Nur durch sein Wort hat er den Busch Frchte tragen lassen. Seht ihr das? Mann An dem Wacholderbusch sind Wacholderbeeren. Brian Natrlich sind da Wacholderbeeren dran, weil es ein Wacholderbusch ist. Was habt ihr denn erwartet? Elsie Zeig uns doch bitte noch ein Wunder. Geoffrey Versuchet nicht den Meister, ihr Oberfl„chlichen. Reicht euch nicht das Wunder mit dem Wacholderbusch? Ist das nicht genug? Simon Sieht, wie die Leute ber den Wacholderbusch herfallen H”rt mal, das ist aber mein Wacholderbusch! Geoffrey Entrstet zu Simon Oh nein. Der Busch ist eine Gabe Gottes. Simon Das ist das einzige, was ich zu essen habe. Er steigt aus seinem Loch und l„uft ungelenk zu dem Busch. He! Ihr da! Macht, daá ihr da wegkommt! Weg! Weg! Ein Mann mit Halbglatze kommt vor und legt sich vor Brian auf den Boden. Mann mit Halbglatze streicht sich ber den gr”átenteils kahlen Sch„del Oh Herr. Ich bin gepeinigt von einer ziemlich kahlen Platte. Ein Blinder mit weiáem Stab dr„ngt sich durch die Menge nach vorne. Blinder Ich bin geheilt! Der Meister hat mich geheilt! Brian Ich habe ihn berhaupt nicht angefaát. Blinder wirft seinen Stab fort und geht auf Brian zu Ich war blind. Und jetzt kann ich wieder sehen!!! Er erreicht das Loch und f„llt mit einem Aufschrei hinein Alle Verehrer laut jubelnd ---Ein Wunder !!! Ein Wunder!!!--- Simon Zum Loch zurckgekehrt. Zu Brian Sag ihnen, sag ihnen, sie sollen aufh”ren. Zu der Menge 18 Jahre lang habe ich kein Wort geredet, bis er gekommen ist. Alle Verehrer ---Ein Wunder! Er ist der Messias.--- Simon Er ist mir auf den Fuá getreten. Alle Verehrer bieten Brian ihre Fáe an ---Tritt mir auf den Fuá!--- Geoffrey Heil Messias. Brian Ich bin nicht der Messias. Geoffrey Ich sage, du bist es, Herr. Und ich muá es wissen, denn ich bin schon einigen gefolgt. Alle Verehrer ---Heil Messias!--- Brian Ich bin nicht der Messias. Wrdet ihr mir bitte zuh”ren: ich bin nicht der Messias. Versteht ihr das? Ganz ganz ehrlich. Die Menge schweigt. Junge Frau h„lt Brians Flasche Nur der wahrhaftige Messias leugnet seine G”ttlichkeit. Brian Was? Ihr mát mir doch 'ne Chance lassen, da rauszukommen. Also gut. Ich bin der Messias. Alle Verehrer ---Er ist es! Er ist der Messias.--- Alle werfen sich demtig zu Boden oder verneigen sich vor Brian Brian er schreit Und jetzt: VERPISST EUCH! Sekundenlanges Schweigen. Die Leute heben vorsichtig ihre K”pfe, sehen sich fragend an. Geoffrey WIE sollen wir uns verpissen, oh Herr? Brian Haut einfach nur ab. Laát mich zufrieden. Simon zu Brian Du hast diesen Leuten gesagt, sie sollen meine Wacholderbeeren aufessen. Du brichst mir meinen verdammten Fuá, du brichst mein Schweigegelbde und jetzt versuchst du auch noch, meine Wacholderbeeren zu essen. Er beginnt Brian zu wrgen. Brian Laá das. Ahh!!! Geoffrey schreitet ein Das ist der Messias. Der Auserw„hlte. Simon H„lt kurz im Wrgen inne, f„hrt dann aber fort Hmm? Isser nicht. Geoffrey zur Menge der Verehrer Dieser Mann ist ein Ungl„ubiger. Alle Verehrer ---Ein Ungl„ubiger!--- Geoffrey Verurteilt und t”tet den K„tzer. Alle Verehrer ---T”tet ihn!--- Sie ergreifen Simon, heben ihn hoch und tragen ihn mit sich fort, einem ungewissen Ende entgegen. Brian steht dem Aufruhr der Gefhle machtlos gegenber. Brian Laát ihn zufrieden! Laát ihn zufrieden! Die letzten seiner Verehrer verschwinden in Richtung des Pfades. Pl”tzlich sieht Brian die sch”ne Verschw”rerin Judith, die direkt vor ihm steht, und ihn bewundernd ansieht. Judith Brian? Brian Judith? 16. Szene: Sonnenaufgang ber der Skyline von Jerusalem. Die blichen Morgengrauen- Klischees. Kr„hende H„hne, zwitschernde V”gel, die Ger„usche šberstunden machender Arbeiter. Brian r„kelt sich in seinem Bett und ”ffnet die Augen, um den nackten K”rper der neben ihm schlafenden Judith zu sehen. Offensichtlich hat es in diesem Bett w„hrend der Nacht nicht genau definierbare, aber wilde Aktivit„ten gegeben. Bei der Erinnerung daran l„chelt Brian, steigt aus dem Bett, g„hnt, und geht hinber zum Fenster. Er ”ffnet die Fensterl„den und reckt die Arme in die H”he. Er ist splitterfasernackt. Pl”tzlich wird ihm eisigkalt, sein Gesicht drckt das Entsetzen vor einem namenlosen Grauen aus. Eine unbersehbare Menschenmenge steht im Hof unter dem Schlafzimmerfenster und starrt zu ihm hinauf. Menschenmenge ---Sehet! Da ist er! Der Auserw„hlte ist aufgewacht!--- Mindestens vierhundert Leute stehen unten. Brian schl„gt das Fenster zu und weicht in Panik zurck. Von drauáen h”ren wir die Stimme seiner Mutter. Brians Mutter Brian! Brian Es ist Mama! Sekunde Mama! W„hrend er in sein Gewand f„hrt fliegt die Tr auf und seine Mutter betritt das Zimmer. Sie ist wtend. Brians Mutter Brian! Brian Scht! Hallo Mama. Brians Mutter Verfluchter Kerl! "Hallomama" mich nicht. Was will das ganze Volk da drauáen? H„? Brian Oh ja, weiát du die sind... Brians Mutter Warum? Was hast du schon wieder getrieben, Brschchen? Brian Naja. Ich sch„tze, die sind vorbeigekommen, weil sie irgendwie... Brians Mutter Vorbeigekommen, ja? Vorbeigestr”mt wrde ich sagen. Ganze V”lkerscharen lungern da rum! Brian Ich weiá auch nicht. Die folgen mir schon seit gestern. Er z”gert. Seine Mutter geht zum Fenster und reiát es auf. Brians Mutter Na denen werd' ich beibringen, die weiter zu folgen. zu den Leuten auf der Straáe Ihr werdet damit aufh”ren, meinem Sohn zu folgen! Ihr solltet euch was sch„men! Menschenmenge ---Der Messias! Der Messias! Zeig uns den Messias--- Brians Mutter Wen soll ich euch zeigen? Menschenmenge ---Den Messias!--- Brians Mutter Hier ist kein Messias. Kein einziger! Mist und Staub ist hier drin aber kein Messias! Und nun: Buenos Dias! Sie wirft das Fenster wieder zu, w„hrend die Menge unten schreit. Menschenmenge ---Brian! Brian!--- Brians Mutter Also Junge! Was hast du wieder angestellt? Brian Nichts Mama. Brians Mutter Komm! Raus damit! Brian Die denken, ich bin der Messias, Mama. Brians Mutter zieht ihm am Ohr Was hast du denen erz„hlt? Brian Nichts Mama. Brians Mutter Wie oft hab ich dir gesagt, du sollst nicht angeben! Brian Ich kann's aber erkl„ren. Seine Mutter zieht ihm wieder am Ohr. Sie wirbelt herum, als Judith pl”tzlich nackt aus Brians Zimmer auftaucht. Brians Mutter mustert Judith sprachlos von oben, als diese sich schtzend vor Brian stellt. Judith Lassen sie es mich erkl„ren, Mutter Kohn! Brians Mutter Hhh! ... Judith Ihr Sohn ist der geborene Fhrer. Diese Menschen da drauáen folgen ihm, weil sie an ihn glauben, Frau Kohn. Sie glauben, daá er ihnen Hoffnung geben kann. Hoffnung auf ein neues Leben. Eine neue Welt, eine bessere Zukunft. Brians Mutter zu Brian Wer ist das??? Brian Das ist Judith, Mama. Judith, Mutter. Brians Mutter H”r... Menschenmenge ---Wo ist der Messias! Zeig uns den Messias!--- Brians Mutter Sie strmt zum Fenster, reiát die Flgel auf und spricht sehr energisch zu den Leuten So.... ihr werdet jetzt zuh”ren: Er ist NICHT der Messias. Er ist nichts weiter als ein unartiger Bengel. Und jetzt verpiát euch! Menschenmenge ---Wer bist du?--- Brians Mutter Ich bin seine Mutter! Nichts weiter. Menschenmenge jubelt ---Sehet seine Mutter! Sehet seine Mutter! Heil dir, Mutter von Brian. Gesegnet bist du! Gelobet seist du fr alle Zeit!--- Brians Mutter Richtet ihr Kopftuch und ist sichtlich geschmeichelt. Dann aber keift sie weiter. Also glaubt ja nicht, daá ihr mich auf die Tour rumkriegen k”nnt! Er wird NICHT rauskommen. Das ist mein absolut letztes Wort! Und jetzt schiebt ab! Menschenmenge ---Nein!--- Brians Mutter He! Habt ihr nicht geh”rt, was ich sagte? Menschenmenge ---Ja!--- Brians Mutter Oh. Verstehe. So ist das also, wie? Menschenmenge ---Ja!--- Brians Mutter --hh. Na sch”n. Also gut. Ich schicke ihn fr eine Minute ans Fenster aber nicht eine Sekunde l„nger. Habt ihr verstanden? Menschenmenge die Stimmen klingen ziemlich entt„uscht ---Jaaah! Brians Mutter Versprochen? Menschenmenge noch entt„uschter ---Naja... also gut.--- Brians Mutter Also sch”n, hier ist er. Komm Brian! Sprich zu ihnen! Brian wird unfreiwillig von hinten nach vorne geschoben Aber Mama! Judith! Brians Mutter Laá diese ... Schnepfe zufrieden! Menschenmenge lauter Jubel beim Anblick von Brian ----Yeeee„„„hhh!--- Brian Guten Morgen! Menschenmenge ---Segne uns! Segne uns!--- Brian Nein nein. H”rt mir zu Leute. Ich hab ein oder zwei Dinge zu sagen. Menschenmenge ---Sag sie uns. Sag uns beide Dinge!- -- Brian H”rt zu. Ihr versteht das alles falsch. Es ist wirklich nicht n”tig, daá ihr mir folgt. Es ist v”llig unn”tig, einem Menschen zu folgen, den ihr nicht mal kennt. Ihr mát nur an euch selbst denken. Ihr seid doch alle Individuen. Menschenmenge ---Ja! Wir sind alle Individuen!--- Brian Und ihr seid alle v”llig verschieden! Menschenmenge ---Ja! Wir sind alle v”llig verschieden!--- Stimme aus dem Hintergrund Ich nicht! Die Anderen ---Pscht!!!--- Brian Und jeder von euch sollte versuchen, es fr sich selbst rauszufinden! Menschenmenge ---Ja! Wir sollten versuchen, es fr uns selbst rauszufinden!- Brian Ja! Genau! Menschenmenge ---Sagt uns mehr, Herr!--- Brian Nein! Darum geht's ja. Ihr habt euch von niemandem sagen zu lassen, was ihr tun uns lassen sollt. Denn wenn ihr dies tut dann... Brians Mutter Das gengt, das gengt! Sie zieht Brian ins Zimmer zurck und stellt sich ans Fenster Brian Nein, Mama! Menschenmenge extrem entt„uscht ---Ohhhh!!! Das war keine Minute!--- Brians Mutter Oh doch. Das war's. Menschenmenge ---Nein! Es war keine!--- Brians Mutter Jetzt h”rt auf damit! und geht eurer Wege. Jugendlicher Entschuldigen sie bitte... Brians Mutter Jaha? Jugendlicher Sind sie noch Jungfrau? Brians Mutter glaubt nicht recht geh”rt zu haben Hhh! Wie meinen sie bitte? Jugendlicher Das soll keine pers”nliche Frage sein: Sind sie eine Jungfrau? Brians Mutter stinksauer Na wenn das keine pers”nliche Frage ist! Wie kann man denn noch pers”nlicher werden, h„? Und jetzt verpiát euch. Jugendlicher Sie ist eine... Allgemeine Zustimmung in der Menge 17. Szene: Brian ”ffnet die Tr nach unten. Er steht starr. Unter ihm in der Kche spielt eine Szene von gr”áter Aktivit„t. šberall sind die Verschw”rer, Menschenschlangen berwachend und alles organisierend. Eine Menge Leute, gr”átenteils Kranke und Schwachsinnige, befinden sich auch dort. Alle geordnet in kleinen Gruppen. Reg ist „uáerst aktiv. Reg Moin, Heiland! Als Brian eintritt werden die Menschen unruhig. Jeder versucht, an ihn heranzukommen. Frau Komm! Leg mir die Hand auf! Schnell! Brian durchquert den Raum mit unvermindertem Tempo. Die Verschw”rer helfen ihm und schaffen Platz. Francis Schubst doch bitte den Auserw„hlten nicht so 'rum, Menschenskinder! Reg Hey Du! Spritz das Baby dem Heiland nicht immer ins Gesicht. Er wird es sp„ter noch berhren. Gregory zu Brian H”r'n sie. K”nnen sie mal ganz kurz meine Frau besuchen? Sie hat Migr„ne. Reg Sie wird noch 'n bisschen warten mssen. Gregory Das ist aber dumm. Wir haben 'ne Verabredung zum Essen. Reg Sie sehen doch: Die Aussetzigen stehen Schlange. Gregory Ja, aber ich bin der Brgermeister von Gaza! Reg „h, Brian, darf ich dich mit dem Herren bekanntmachen, der uns am Sonntag kurz mal den Berg berl„át... Brian beachtet ihn nicht. Er strebt dem Ausgang zu. Francis Nicht so schubsen! Reg He! Und nicht so viel Raudau, bitte. Die vom Teufel Besessenen dahinten! Versucht doch mal, die etwas unter Kontrolle zu halten. Ist das nicht m”glich? Die Unheilbaren, frchte ich, mssen noch ein paar Augenblicke warten. hmn. Die sndigen Frauen. Stellt euch da an der Wand an, ja? Brian verl„át den Raum durch den Hinterausgang, geht die Treppe hinunter die in den Garten des Hauses fhrt, setzt sich und sttzt den Kopf in die H„nde. Judith kommt ihm nachgelaufen. Judith Brian! Brian! Du warst phantastisch. Brian schon fr”hlicher. Er schwelgt in Erinnerungen Du warst aber auch nicht bel Judith. Judith Oh nein. Das was du da eben gesagt hast, daá war wirklich ganz auáergew”hnlich. Brian Was? Ach das war es? Judith Wir brauchen keine Fhrer. Du hast ja so recht! Ich finde, Reg hat uns schon zu lange dominiert. Brian Nunja gut, aber... Judith Es muáte gesagt werden, und du hast es gesagt. Brian Du bist sehr attraktiv. Judith Es ist unsere Revolution. Wir k”nnen es alle gemeinsam tun. Brian Ich denke, ich denke... Judith Und wir stehen alle hinter dir, Brian. Die Revolution ist in deinen H„nden! Brian Was? Nein. Das war's nicht, was ich gemeint habe. Nein. Eine wohlbekannte Hand f„llt schwer auf seine Schulter. Der Zenturio steht mit einer Patrouille r”mischer Soldaten vor ihm. Zenturio Dein Weg ist hier zu Ende, Freund und Kupferstecher. Wache! Die Soldaten packen Brian und fhren ihn ab. Judith trommelt mit ihren F„usten dem Zenturio auf den Rcken Au, Ahh, Mmm! Zenturio dreht sich unbeeindruckt um Laá das! Judith Ahh! 18. Szene: Die Legion„re bringen Brian wieder einmal in das Audienzzimmer von Pilatus. Auf einer Couch liegt Schwanzus Longus. Brian erh„lt einen harten Schlag an den Kopf. Pilatus Nun, Prian, du hast uns fr unser Geld 'ne ch”ne Chow geliefert. Brian Eine was? Aua! Er erh„lt einen Stber von der Wache Pilatus Aper Prian, gewiá wirst du uns diesmal nicht entwichen. Wache. Sind schon irgendwelche Kreuzigungen fr heute angesetzt? Wache 139 Herr. Eine besondere Feierlichkeit: das Passafestes. Pilatus Fein. Dann haben wir jetzt 140. Hbche runde Zahl, was Longus? Schwanzus Longus Ahmhmhmm. Der Zenturio tritt ein. Er grát Pilatus. Zenturio Heil C„sar! Pilatus Heil! Zenturio Das Volk drauáen wird unruhig, Herr. Ich bitte um die Erlaubnis, es etwas zerstreuen zu drfen. Pilatus Also pitte sehr. Aber was wird aus meiner Anchprache? Zenturio Ja also ihre... ich... aber... Pilatus Meine Anchprache ist immer ein H”hepunkt des Festes und mein Freund Chwanzus Longus hat den weiten Weg aus Rom gemacht, um sie zu h”ren. Die Wachen wechseln einen vielsagenden Blick und unterdrcken ihr Grinsen Zenturio grát Longus Heil C„sar! Schwanzus Longus, ein groáer, berfein angezogener und etwas steriler R”mer, nickt Schwanzus Longus Heil Th„thar! Zenturio Sieht Longus mit merkwrdigem Ausdruck an. Dann zu Pilatus Ihr k”nn... ihr k”nntet nicht erw„gen, sie dieses Jahr vielleicht auszulassen, Herr? Pilatus --h. Die Anchprache? Zenturio Nunja. Es ist nur so, daá, „h, 'ne merkwrdige Stimmung da drauáen... Pilatus Also weiát du, mein Pester. Ich bin berracht, einen so cht„mmigen Chwerttr„ger wie dich vor dem P”pel wanken zu sehen. Zenturio 'n biáchen gewittrig da drauáen. Ein Moment voll peinlicher Stille. Niemand weiá so recht, wo er hinschauen soll. Pilatus wendet sich Brian zu. Pilatus Fhrt den Purchen ab. Brian Ich bin ein R”mer! Ich kann es beweisen! Ganz ehrlich! Pilatus Nagelt ihn mir ch”n ans Kreuz! Die Wache grát und bringt Brian fort. Pilatus dreht sich um und in Richtung Terrasse. Zu Longus Longus! Zenturio Versucht, ein letztes Mal einzugreifen. Das, „h, das wrde ich wirklich nicht. Pilatus Huch huch, hinfort! Schwanzus Longus zu Pilatus, dem er folgt Warte. Latht mich mitkommen. Es itht bethtimmt ther thutr„glich, wenn ich dir thur Theite schtehe, wenn es thu einer Krise kommt. Zenturio Schaut gen Himmel, als erwarte er von dort Hilfe. Dann folgt er Pilatus und Longus auf die Terrasse. Nein! 19. Szene: W„hrenddessen haben sich die Verschw”rer zu einem neuen Treffen in Matthias' Haus eingefunden. Reg Also gut. Jetzt kommen wir zu Punkt vier: Erringung der Weltherrschaft innerhalb der n„chsten fnf Jahre. Francis, hast du da was ausgearbeitet? Francis Ja, danke, Reg. Ich will ganz offen sein, Geschwister: ich finde fnf Jahre sehr optimistisch. Es sei denn, wir zerschmettern das r”mische Emperium innerhalb der n„chsten zw”lf Monate. Reg Zw”lf Monate? Francis Ja, zw”lf Monate. Sein wir mal ehrlich: was Imperien angeht, ist das ein ziemlich groáes. Also sollten wir uns von unseren Žrschen erheben und aufh”ren, wie Waschweiber darber zu schwatzen. Alle ---H”rt h”rt!--- Stan Das ist richtig. Nur die Tat z„hlt und nicht Worte und was wir jetzt brauchen sind Taten. Alle ---H”rt h”rt!--- Reg Ihr habt recht. Wir k”nnen hier rumsitzen, den ganzen Tag reden und pausenlos Resolutionen annehmen, kluge Ansprachen halten. Das kratzt nicht EINEN r”mischen Soldaten. Francis Also laát uns endlich damit aufh”ren darber zu schw„tzen. Das ist vollkommen sinnlos und fhrt uns nirgendwo hin. Alle ---H”rt h”rt!--- Stan Einverstanden. Das ist absolut sinnlose Zeitverschwendung. Judith kommt hereingestrmt. Sie ist sehr aufgeregt und schreit. Judith Sie haben Brian verhaftet! Reg Was? Francis Was? Stan Was? Judith Sie haben ihn weggeschleppt. Ich h”rte, daá er gekreuzigt wird!! Reg M„nner! Das erfordert eine sofortige Diskussion. Judith glaubt, nicht recht geh”rt zu haben Waas? Francis Unverzglich. Anderer Verschw”rer Richtig. Stan Neuer Antrag? Reg Vollkommen neuer Antrag! -h, folgender, „h, Das, „h, das muá sofort, „h, eine sofortige Aktion geben. Žhmn”... Francis WENN der Antrag angenommen wird. Reg Na, selbstverst„ndlich wenn er angenommen ist. Man kann doch nicht eine Resolution annehmen, wenn der Antrag abgelehnt ist. Judith Reg um Himmels Willen! Laá uns jetzt bitte gehen! Bitte jetzt sofort! Reg Gut, gut, gut. Also im Licht einer v”llig neuen Information von, „h, Geschwister Judith, „hmn... Stan Oh nicht so schnell, Reg. Judith in allergr”áter Aufregung Reg, um Himmels Willen! Es ist eine ganz einfache Sache! Alles was ihr tun mát, ist durch diese Tr hinauszugehen und zwar jetzt, und zu versuchen die R”mer daran zu hindern, ihn zu kreuzigen! Es wird passieren, Reg! Kannst Du nicht begreifen, daá es passieren wird, Reg? Kannst Du das nicht begreifen? Ahh! Sie strmt durch die Tr nach drauáen Alle ---Uii!--- Reg Hallo! Ein kleiner Egotrip von den Feministinnen? Stan Was? Reg Oh, entschuldige, Loretta. -h, wrdest Du bitte nochmal wiederholen... 20. Szene: Brian befindet sich jetzt im Gef„ngnis. Er steht in einer langen Schlange von Gefangenen, die sich langsam vorw„rts bewegt. Ein sehr verst„ndnisvoller und freundlicher r”mischer Offizier, Nisus Wettus, berprft jeden vortretenden Gefangenen anhand einer Liste. Nisus Wettus Der N„chste. Zur Kreuzigung? Erster Gefangener Ja. Nisus Wettus Gut. Er macht eine Notiz, der Kerkermeister nimmt dem Gefangenen die Handfesseln ab Durch die Tr hinaus, zur linken Reihe, jeder nur ein Kreuz. Der N„chste. zum n„chsten Gefangenen Zur Kreuzigung? Zweiter Gefangener Jahja. Nisus Wettus Gut. Durch die Tr hinaus, zur linken Reihe, jeder nur ein Kreuz. Der N„chste. Zur Kreuzigung? Frechdachs --h, nein. Freispruch! Nisus Wettus irritiert Hm? Was? Frechdachs Sie haben mich freigesprochen. Sie sagten, ich h„tte nichts getan, also k”nnte ich frei raus gehen und irgendwo auf 'ner Insel leben. Nisus Wettus Er schaut in sein Buch, will Frechdachs' Namen ausstreichen Oh. Das ist aber nett fr Dich. Dann aber nichts wie ab. Frechdachs Neinnein. Ich hab sie verulkt. In Wirklichkeit ist es Kreuzigung. Nisus Wettus Ohh... ich verstehe. Sehr gut, sehr gut. ringt sich ein Lachen ab Nun, „hmn, zur Tr hinaus... Frechdachs Ja, ich weiá Bescheid. Nisus Wettus Ja. Frechdachs Zur Tr raus... Nisus Wettus Ja. Frechdachs Jeder nur ein Kreuz linke Reihe anstellen. Nisus Wettus Sehr richtig, ja. Links anstellen. Gut. zum n„chsten Zur Kreuzigung? Dritter Gefangener Jawohl. Nisus Wettus Gut... 21. Szene: W„hrenddessen bemht sich auf dem Marktplatz eine Reihe von Legion„ren eine sehr unruhige Menge zurckzuhalten. Ein Dutzend M„nner der Elite-Spezialeinheit halten strategische Positionen auf den Stufen eingenommen. Vier Fanfarenbl„ser erscheinen auf der obersten Stufe und trompeten. Die Menge verstummt. Pilatus und Longus erscheinen auf der Palastterrasse. Pilatus Liepes Volk von Jerusalem. Die Leute beginnen sofort zu grinsen. Der Zenturio schlieát gequ„lt die Augen und leckt etwas Schweiá von seiner Oberlippe. Die Menge unten ist zwar unorganisiert, von einer Gruppe kommen jedoch st„ndig freche Rufe. Der Fhrer dieser Gruppe ist Bob Hoskins, ein Mann mit Haaren auf den Z„hnen. Pilatus Rom ist euer Pruder! Die Menge beginnt zu kichern. Der Zenturio blickt fort Pilatus Zum Peweiá unserer Freundchaft ist es Sitte in unserer Zeit, einem Verurteilten špelt„ter die Freiheit zu chenken. Schallendes Gel„chter auf dem Marktplatz Pilatus Weeem wrdet ihr mich bitten, die Freiheit zu chenken? Der Zenturio beiát sich auf die Lippen und schaut gen Himmel. Eine kichernde Wache verstummt unter seinem eiskalten Blick. Bob Hoskins Laát Schmul Schubiak frei! Alle --- Jaah! Laát Schmul Schubiak frei! Laát Schmul frei! Pilatus Sei's drum. Ich werde also Chmul die Freiheit chenken! Die Menge tobt Zenturio leise zu Pilatus Herr? Pilatus Dreht sich „uáerst imperialistisch zum Zenturio um. Dieser beiát sich wieder auf die Lippen. Hmm? Zenturio Wir haben keinen Chmul, Herr. Pilatus Was? Zenturio Wir haben keinen Mann dieses Namens, Herr. Pilatus zum Volk. Er klingt bedauernd --hmn. Wir haben hier keinen Chmul, Leute! Alle --- Ohhh! Bob Hoskins Wie w„r's dann mit dem ch”nen Pernhart? Alle lautes Gel„chter --- Laát den sch”nen Bernhard frei!-- - Pilatus Zenturio? Wieso wirt hier so alpern kekichert? Zenturio „h, das ist nur, ”hmn, sie sind ausgelassen! Pilatus „rgw”hnisch Hm. K”nnte es sein daá, mn, Chapernack treiben? Zenturio hastig Och, Oh nein, Herr! Wieder kichert eine Wache. Sie wird sowohl vom Zenturio als auch von Pilatus mit ebenso khlen wie drohenden Blicken zum Schweigen gebracht. Pilatus Schaut zufrieden und glcklich auf die tobende Menge. Er streckt seine Arme weit aus Also ch”n dann, dann laá ich ihn frei! Pernhard den ch”nen! Zenturio Herr, einen ch”nen Pernhart ham wir auch nicht! Pilatus H„ch! Keinen Chmul und keinen Pernhart? Zenturio Tut mir leid Herr! Pilatus W„„r ist dieser Chmul? Wer ist dieser ch”ne Pernhart, den du nanntest? Bob Hoskins Er ist ein Verprecher! noch mehr Gel„chter Mann Ein Taketieb! Das Volk wiehert Anderer Mann Ein Verkewaltiker! Die Leute platzen vor lachen Pilatus Ein notorischer Verprecher? Zenturio Den ham wir aber nicht, Herr! Pilatus Wir cheinen berhaupt niemandem mehr in unserem Kerker zu haben. Zenturio eifrig Oh doch Herr! Wir haben einen Samson. Pilatus Samson? Zenturio er entrollt ein langes Pergament Samson, der sadduz„ische Ochse, Herr. -h, Silas, der Syrische Sittenstrolch, „h, diverse subversive Schriftgelehrte aus C„sar„a, und „h, 76... Schwanzus Longus tritt pl”tzlich vor und nimmt dem Zenturio die Schriftrolle fort Lath mich thu ihnen thprechen! Zenturio Entsetzt. Sein Gesicht drckt eine Vorahnung des Kommenden aus. Oh NEIN! Bloá nicht! Pilatus Ja, ja, sehr ch”n! Guter Gedanke, Chwanzius! Schwanzus Longus Thuh”rn, Thuh”rn! Wir haben einen Thamthon, den Thadduth„ischen Ochthen, Thilas den Thyrische Thittenthrolch Zuerst schweigen die Leute verblfft, dann verdoppelt sich ihre Heiterkeit noch einmal. Entgeistert schauen Pilatus und der Zenturio auf den Marktplatz unter ihnen. Diverthe Thubverthive Thriftgelehrte auth, „h, Th„thar„a Szene 22: Im Gef„ngnis werden die Kreuzigungskandidaten immer noch durch Nisus Wettus abgehakt. Ungeduldig wartet Brian, daá er an die Reihe kommt. Nisus Wettus Der N„chste! Zur Kreuzigung? Gefangener Ja. Nisus Wettus Gut. Zur Tr hinaus, linke Reihe anstellen, jeder nur ein Kreuz! W„rter? Brian Entschuldigen sie bitte, hier liegt ein kleiner Irrtum vor. Nisus Wettus Einen Moment mal bitte, ja? zum Kerkermeister W„rter? Wie viele haben wir jetzt durch? Kerkermeister Was? Nisus Wettus --h, wie viele jetzt durchgekommen sind. Kerkermeister Was? Assistent er hat bis jetzt die Handfesseln der Gefangenen ge”ffnet und mischt sich nun in das Gespr„ch ein, soweit sein Stottern dies zul„át. --h, sssie ssie sie „h mn ssie „h mmmssen bbbbb bbbischen lll bbischen lllaute sprechen, Herr. Er ist tt tttt... Nisus Wettus Ahh? Assistent Taub wwie wie ein Pfpffpfapfosten, Herr! Nisus Wettus extrem laut --„h, Wie viele sind bis jetzt durchgekommen? Der Kerkermeister hat geh”rt. Er schttelt den Kopf und lacht sehr zufrieden. Niemand ist bisher bei der Kreuzigung (lebend) durchgekommen. Assistent hilfsbereit Ich habe mal nachgeth... Nisus Wettus Ja? Assistent Nachgeth... Neunduns„thhh... Nisus Wettus Ja? Assistent Neunundsechzig, Herr. Nisus Wettus Ja. Es ist eine so sinnlose Vergeudung von menschlichem Leben. Assistent N n n nein Herr. Nenenenicht bbbbei diesen bbbbBastarden, Herr. KKKKKroKraiKKK Krakreuzigung ist zu gut fr die, Herr. Nisus Wettus Ich glaube, zu gut kann man wohl nicht sagen. Es ist sehr unerfreulich. Assistent Oh es ist nicht so so unnnnnnnenooo unerfreulich wie manches was ich mir schon ausgedacht hab, Herr. Nisus Wettus Tja, „h, also dann... zu Brian Kreuzigung? Brian Ist hier jemand, mit dem ich sprechen kann? Nisus Wettus Nun, „hm... Der Kerkermeister hat die vergoldeten Stcke an Nisus' Uniform befhlt. Kerkermeister verschw”rerisch Ich weiá wo man es kriegen kann, wenn Sie es haben wollen. Nisus Wettus Irritiert zum Kerkermeister Was? Assistent Sie ddddder is t„„ t„„, er ist t„„, t„„ tau taub und vverrckt, Herr! Nisus Wettus Wie hat er dann diesen Job bekommen? Assistent Verdammter Liebling von Pilatus! Frechdachs taucht am Ausgang auf und ruft Nun mal vorw„rts, Rbennase! Hier drauáen warten 'ne Menge Leute auf deine Kreuzigung! H„h„h„„h„! Brian K”nnte ich wohl mit einem Anwalt sprechen? Nisus Wettus --hm, hast du einen Anwalt? Brian Nein, aber ich bin R”mer. Frechdachs Wie w„r's mit einem Wiederaufnahmeverfahren! Wir haben viel Zeit! Wache Halt die Klappe! Frechdachs Verdammt d„mlich, diese R”mer! Haben keinen Sinn fr Humor! Haha! Nisus Wettus zu Brian Es tut mit leid. Ich hab's eilig. K”nntest du wohl jetzt rausgehen? Linke Reihe anstellen, nur ein Kreuz fr jeden. Szene 23: Auf dem Marktplatz hat sich nicht viel ver„ndert, nur daá die ganze Menschenmenge sich auf dem Boden herumw„lzt, die Beine in die Luft streckt und, in krampfhaftem Lachen, am ganzen K”rper zuckt und zappelt. Offensichtlich haben die Ankndigungen von Schwanzus Longus den Leuten den Rest gegeben. Schwanzus Longus h„lt die Schriftrolle, von der er gelesen hat, noch in der Hand. Er schaut sehr befremdet auf die Menge, wendet sich dann an den Zenturio. Schwanzus Longus Thollte dath mit dem thuthammenh„ngen, wath ich thagte? Pilatus Ruhe! Tieser Mann hier pefehligt eine chtolze Legion! Wieder braust ein Sturm von Gel„chter ber den Marktplatz Er ist ein peliebter Redner und Ch”ngeist! Szene 24: Im Gef„ngnishof warten die 140 Gefangenen auf den Abmarsch zur Kreuzigungsst„tte. Alle tragen bereits ihr Kreuz auf der Schulter. Nisus Wettus gibt die letzten Anweisungen. Nisus Wettus (R„usper) Kreuzigungsgruppe! Die Gefangenen schauen ihn unter ihrer Last mde an Guten Morgen. Also, wir wollen ein netter Anblick sein, wenn wir jetzt durch die Stadt gehen. Also laát euch nicht so h„ngen, Jungs. Haltet eine hbsche gerade Linie ein. Drei L„ngen zwischen euch und dem Mann vor euch. Und eine gleichm„áige Geschwindigkeit. Kreuze ber eure linke Schulter. Und wenn ihr den Rcken immer sch”n gegen den Querbalken drckt, dann seid ihr im Handumdrehen da. Hmm? Zenturio... Er wendet sich dem Zenturio Parvus zu. Dieser wird die Kreuzigungsgruppe zum Hinrichtungsort fhren. Parvus Kreuzigungsgrupp„„! Heh! Moment da vorne! Kreuzigungsgruppe! Auf die Pl„tze, fertig, LOS! Die Gefangenen schlurfen mit ihren Kreuzen vorw„rts. Als sie den Hof verlassen, ert”nt aus dem Gef„ngnis ein Ruf. Es ist Ben, der mit dem Kopf nach unten an einem Gitterfenster h„ngt. Ben Ihr glcklichen Bastarde! Ihr glcklichen, verdammten Bastarde! Die Prozession der Kreuze zieht sich durch die Straáen Jerusalems. Die Gefangenen gehen gerade eine sehr steile Straáe hinauf. Einige von ihnen taumeln schon, brechen fast zusammen. Einer, Alfonso, tut sich besonders schwer. Ein heilig wirkender Passant tritt neben ihn und spricht ihn salbungsvoll an. Heiliger Passant Laá mich bitte deine Last tragen! Er nimmt Alfonsos Kreuz auf seine Schulter Alfonso H„? Ou! Danke sehr! Er sieht sich um, dann springt er fr”hlich davon Heiliger Passant dreht sich verblfft nach Alfonso um Ah, ah! Hehee! Heee! Als der heilige Passant das Kreuz ablegen will, kommt der Zenturio Parvus heran. Parvus Du, da? Was glaubst du, was du da machst? Heiliger Passant --h„h mn Dadas ist nicht mein Kreuz! Parvus Halt die Klappe, und mach, daá du weiter kommst! Frechdachs geht mit seinem Kreuz hinter dem heiligen Passanten und ruft zu ihm nach vorne Haha! H„h„h„h„! Der hat dich ganz sch”n aufs Kreuz gelegt! H„? Wird dir in Zukunft ne Lehre sein. Hoho! Groáes Grinsen bei den Gefangenen, die durch diesen Zwischenfall richtig aufgeheitert wirken. Szene 25: Auf dem Marktplatz herrscht immer noch groáe Heiterkeit. Pilatus spricht zum Volk. Pilatus Also gut. ich gepe euch noch einmal eine Chance. Tiesmal will ich nichts h”ren von einem Poris, nichts von einem Penjamin und nichts von P„ren, Poren, Pilly oter Paltasar! Schwanzus Longus Und keine Thpenther Tr„ithieth! Pilatus Oder wir werden niemand freilassen! Pl”tzlich taucht Judith auf, atemlos und sehr aufgeregt Judith Laát Brian frei! Bob Hoskins Oh ja. Der ist gut. Laát Brian frei! Alle mit groáer Vorfreude ---Laát Brian frei! Ahhahaa!--- Pilatus Also, wie ihr wollt. Das war's! Entt„uschte Oooh-Rufe aus dem Volk Zenturio Herr, wir haben, „h, wir haben einen Brian, Herr. Pilatus Was? Zenturio Nun, sie haben ihn gerade zur Kreuzigung geschickt. Pilatus dem Volk zugewandt Mn„! Wartet wartet, es cheint wir haben einen Prian! zum Zenturio Nun bringt ihn zurck! Bringt ihn zurck! Zenturio Jawohl. Sofort! Er verschwindet Pilatus zum Volk. Er breitet die Arme aus Nun gut, also. Es gechehe. Ich peknadige Prian! Szene 26: Der Kreuzigungszug geht jetzt vor den Stadtmauern in Richtung Calvary, der Kreuzigungsst„tte. Einige Kreuze sind bereits aufgerichtet. Der Frechdachs scheint angesichts des grausigen Bildes unbeeindruckt. Parvus Los da, beweg dich, Mann! Frechdachs Oder was? Parvus Oder du bekommst -rger! Frechdachs Ou! Meine Gte. Da máte ich wohl darauf verzichten, Nachmittags gekreuzigt zu werden. Oder was? Parvus Er ist sehr „rgerlich, weil Frechdachs ihm seinen Denkfehler so sp”ttisch auseinandersetzt Halt die Klappe! Frechdachs Das w„re aber ein verdammter Schlag. Dann w„re ich auf einmal ohne Besch„ftigung. Er erh„lt von Parvus einen Peitschenhieb. Oh. Danke sehr. Szene 27: Auf Brians Spur strmt der Zenturio in das jetzt leere Gef„ngnis hinein. Nur der Kerkermeister und sein Assistent sind noch dort. Zenturio Sind sie weg? Kerkermeister Wir haben noch haufenweise davon, hinten im Hauus! Zenturio Was? Assistent Ou! Kkkmmern sie sich nicht um den, Herr, er ist Ve, er ist ve, er ist veer ist mm ve, er ist ve, er ist mmm, er ist verrckt, Herr. Zenturio Sind sie schon weg??? Weg? Assistent mit merkwrdigen Geb„rden Ou, ja. Mmmmmmn„„, n„„, n„„, l„„, l„ l„ l„, l„„„ Zenturio Ach verdammt noch mal. Er gibt auf und l„uft weiter Assistent Ja, Herr. ohne eine Spur von Stottern zum Kerkermeister Naja, also wo waren wir grad stehengeblieben? Kerkermeister ganz normal Na, ich bin da vorbeigekommen und dann habe ich gesagt... Szene 28: In ihrem Hauptquartier sitzen die Verschw”rer immer noch bei ihrer Debatte. Reg Gut. Das war die Abstimmung ber die Zustimmung. Angenommen mit einer Enthaltung. Ich darf nun vorschlagen, daá wir ohne weiteres Theater abhauen. Darf ich um Untersttzung bitten? Francis Gehen wir also. Reg Ja. Sie verlassen das Zimmer Szene 29 In den vollen Marktstraáen k„mpfen sich der Zenturio und seine Legion„re rcksichtslos einen Weg frei. Der Zenturio schubst einen Bettler beiseite. Zenturio Platz da! Platz da ! Platz da! Platz da! Bettler Verdammte Besatzer! Zenturio Vorsicht! Wir haben noch 'n paar Kreuze brig! Tats„chlich hat er die. Einige stehen bereits. Gerade richten einige r”mische Wachen ein weiteres auf. Dann stellen sie sich darunter und betrachten ihr Werk. Es ist Rbennase, der dort am Kreuz h„ngt. Parvus steht dabei und berwacht alles. Parvus Ab nach oben mit dir, Rbennase! Rbennase Dafr wirst du noch von mir h”ren, du verdammter Mistkerl! Parvus Ach, wirklich? Rbennase Oh ja. Keine Sorge. Ich vergesse niemals ein Gesicht! Parvus Aha! Rbennase Ich warne dich, ich verpaá dir eins auf deine dreckige r”mische Nase, du Stinktier! Parvus Wart's ab, wer hier bald stinken wird, Jude! Rbennase Wie kommst du Arsch auf Jude? Ich bin kein Jude! Ich bin Samariter! Eine wohlbekannte, gebildete Stimme kommt vom Nachbarkreuz. Dort h„ngt Gregory. Immer noch h„lt der Junge den Sonnenschirm ber ihn. Gregory Ein Samariter? Man versprach uns eine rein jdische Kreuzigung! Parvus Ist mir doch scheiáegal! Ihr krepiert sowieso in ein oder zwei Tagen! Gregory Das mag dir vielleicht egal sein, aber uns ist es gewiá nicht egal, nicht wahr, Liebling? Gregories Frau Sie h„ngt am Kreuz neben Gregory und gibt ein Zeichen der Zustimmung. Gregory Nach den Statuten des r”mischen Besatzungsrechts haben wir ein Regt darauf, nach St„mmen geordnet gekreuzigt zu werden. Andere Gekreuzigte ---Pharis„er getrennt von Sadduz„ern, Sadduz„er getrennt von Juden, Samariter getrennt von Ammonitern! Parvus Is ja gut, is ja gut, is ja gut! Das kriegen wir alles schon in Ordnung! Also. Alle heben die Hand hoch, die nicht HIER gekreuzigt werden wollen. Alle versuchen, ihren Arm zu heben, was die Stricke, mit denen sie am Kreuz angebunden sind, jedoch verhindern. Gut. Der N„chste! Der heilig wirkende Passant kommt mit Alfonsos Kreuz heran Heiliger Passant Ach h”ren sie doch bitte, das ist nicht mein Kreuz! Parvus Waas? Heiliger Passant H”ren sie, guter Mann. Es ist wirklich nicht mein Kreuz. Ich habe es nur kurz fr jemanden... Parvus Leg dich hin! Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit! Heiliger Passant Nein, natrlich nicht. H”ren sie, ich hasse es... Parvus H”ren sie. Es war wirklich viel los heute und wir mssen noch 140 von euch hochkriegen. Gregory Von welchem Stamm ist der? Parvus Wirst du wohl mal ruhig sein? Gregory Wir wollen keine weiteren Samariter hier in dieser Ecke! Parvus Hoch mit ihm! Heiliger Passant Er h„ngt jetzt am Kreuz, das gerade aufgerichtet wird Laát ihr mich wieder runter falls der Besitzer zurckkommen sollte? Parvus Jaja, dann lassen wir dich wieder runter. Der n„chste! Brian wird gepackt und nach vorne geschleift Brian Ihr wiát, ihr mát das nicht tun. Ihr braucht euch nichts befehlen zu lassen! Parvus Ich LIEBE Befehle! Die Verschw”rer marschieren derweil durch die Marktstraáen Jerusalems, mit grimmigen Gesichtern. Sie „hneln stark einer Handelsgemeinschaft. So eilen sie dem Stadttor und der Kreuzigungsst„tte entgegen. Dort wird gerade Brians Kreuz aufgerichtet. Fr einen Moment sehen wir sein Gesicht, das alle Qual und Schmerzen ausdrckt. Eine kurze Pause entsteht. Frechdachs Weiát du, halb so wild wenn man oben ist. Er nickt hinber zu Brian, der am Nachbarkreuz h„ngt Du wirst doch wohl noch gerettet? Brian Dazu ist es jetzt wohl zu sp„t, nicht war? Frechdachs Oh, neinnein. Wir verbringen ein paar Tage hier oben. 'ne Menge Zeit. 'n Haufen Leute werden gerettet weiát du? Brian H„? Frechdachs Oh ja. Mein Bruder rettet mich fr gew”hnlich. Falls ihn seine Frau mal fr 20 Minuten wegl„át t„! Brian So? Frechdachs 'n v”llig hemmungsloser Kerl. Rauf und runter, wie das assyrische Imperium. H„„h„h„„! er lacht sich eins Hallo. Ist deine Familie da im Anmarsch? Brian sieht mit groáer Freude die Verschw”rer am Kreuzigungsort ankommen Brian Reg! Reg Hallo, Geschwister Brian! Brian Gott sei Dank daá ihr gekommen seid, Reg. Reg ™hh, nunja, ich glaub ich sollte dich erstmal fairerweise darauf hinweisen, daá wir nicht das Rettungskommittee sind. Wie auch immer. Man hat mich gebeten namens der Bewegung folgende vorbereitete Erkl„rung zu verlesen: Er zieht eine Schriftrolle aus seinem Gewand und liest Wir die Volksfront von Jud„a (offizielle) wollen hiermit Dir, Brian, unsere aufrichtigen brderlichen und schwesterlichen Gráe bermitteln, anl„ssig Deines hier stattfindenden Martyriums. Nicken und anerkennendes Murmeln der anderen. Brian blickt entsetzt. Brian Waas?!? Reg ungerhrt fortfahrend Dein Tod wird dastehen als ein Markstein in unserem fortgesetzten Ringen, das Vaterland zu befreien, aus den m”rderischen Krallen der R”misch-Imperialistischen Agressoren, ausschlieálich jener, die befaát sind mit Entw„sserung, Medizin, Straáenbau, Wohnungsbau, Weinanbau und sonstigen r”mischen Beitr„gen zum Wohlergehen der Freiheitsgl„ubigen und zwar beiderlei Geschlechts und Hermaphroditen. Gezeichnet im Namen der VVJ Etcetera. Er senkt die Schriftrolle Und ich m”chte noch ein pers”nliches Wort hinzufgen betreffs meiner Bewunderung fr das, was du fr uns tust, Brian. Ich meine davon ausgehend, daá es immerhin eine recht schwere Zeit fr dich sein muá. Er rollt die Schriftrolle zusammen. Brian starrt ihn ungl„ubig an Brian Reg! Was soll das? Holt mich runter! Die Verschw”rer wenden sich ab und gehen Reg Leb wohl Brian und danke! Francis Also Tschá, Brian und weiter so, Junge. Stan Tolle Arbeit, Brian. Ein paar Meter weit weg sammeln sie sich und beraten sie kurz. Francis Bin dafr... Sie drehen sich zu Brian um und nehmen eine Aufstellung ein. Reg Gut. Uuund... Alle singen For he's a jolly good fellow For he's a jolly good fellow For he's a jolly good fellow And so say all of us! Die anderen verstummen, Stan singt zun„chst allein weiter. Stan And so say all of u... „h Die Verschw”rer applaudieren, dann gehen sie hastig, als der Zenturio mit den Legion„ren heranstrmt. Brian schreit den Verschw”rern nach Ihr Mistkerle! Zenturio Wo ist Brian von Nazareth? Brian Ihr Scheinheilige Bande! Zenturio Ich habe Befehl in freizulassen! Brian Ihr dummen Schweinekerle! Brian ist zu besch„ftigt, die am Horizont verschwindenden Verschw”rer lauthals zu verfluchen. Frechdachs dagegen hat aufgepaát und die Worte des Zenturio geh”rt. Frechdachs --h, Ich bin Brian von Nazareth! Brian blickt zu Frechdachs herber. Erst jetzt merkt er, daá etwas im Gange ist Was? Frechdachs Joa, „h, Ich bin Brian von Nazareth. Zenturio Nehmt ihn ab! Brian ICH bin Brian von Nazareth! Rbennase seine Chance sehend Ich bin Brian! Ein Anderer Ich bin Brian! Gregory Ich bin Brian, und meine Frau ist auch Brian! Alle Ich bin Brian! Ich bin Brian! Ich bin Brian! Ich bin Brian! Zenturio Gut. Nehmt ihn ab und laát ihn frei! Die Legion„re nehmen Frechdachs vom Kreuz herunter Frechdachs Neinnein. Das war nur 'n Witz! Ich bin nicht wirklich Brian! Ich bin nicht Brian! He, laát mich doch. Nein! Ich nehm euch nur auf'n Arm, Jungs! Das ist 'n Witz. Er wird von den R”mern fortgezerrt Ich bin nicht Brian! Ich hab nur 'n Jux gemacht. Kommt. Bringt mich wieder rauf. Ach, diese bl”den R”mer k”nnen keinen Scherz verstehen. Der Zenturio und seine Legion„re sind mit Frechdachs verschwunden. Pl”tzlich blickt Parvus auf. Er hat ein verd„chtiges Ger„usch geh”rt. Die M„nner der Jud„ischen Volksfront tauchen am Horizont auf. Parvus Hhh! Die Jud„ische Volksfront! Allgemeine Unruhe. R”mer ---Die Jud„ische Volksfront!--- Die R”mer sehen die bewaffnete Armee auf sich zukommen, und spielen nerv”s mit ihren Schwertern, Dann jedoch ergreifen sie die Flucht. Brian sch”pft neue Hoffnung, als die Armee der jud„ischen Volksfront vor seinem Kreuz ankommt. Die R”mer sind alle geflchtet. Otto er ist der Anfhrer. Zu Brian Wir sind die Jud„ische Volksfront! Fliegendes Suizid-Kommando! Einsatzkommando! Achtung! Die M„nner ziehen, einschlieálich Otto, ihre Schwerter, und durchbohren sich mit gr”áter Perfektion. Sterbend sinken sie zu Boden. Otto mit dem letzten Atemzug Jetzt haben wir's ihnen gezeigt! Brian Ihr idiotischen Saukerle! Judith kommt herbeigelaufen Judith Brian! Brian! Brian! Brian! Brian Judith! Judith Wundervoll! Groáartig! Reg hat mir alles erkl„rt und ich finde es toll, was du tust! Danke sehr, Brian! Ich, ich werde dich niemals vergessen. Wir sehen Judith, die sich umdreht und geradewegs zur Stadt zurckkehrt. Pl”tzlich schiebt sich ein eher h„áliches Gesicht ins Bild. Es ist Brians Mutter. Brians Mutter So! Da steckst Du also! Mit Ausdruck gr”áten Entsetzens starrt Brian ins Gesicht seiner Mutter Na, das h„tte ich mir ja denken k”nnen, daá es mal so endet. Wenn ich an all' die Liebe und Zuneigung denke, die ich verschwendet habe. Nun, wenn es DAS ist, wie du deine arme alte Mutter behandelst, im Herbst ihres Lebens, nun dann kann ich nur sagen: Nur zu. Laá dich kreuzigen. Wirst schon sehen ob es mir was ausmacht! Sie dreht sich um und geht, ohne sich noch einmal umzudrehen, davon. Brian Mama! Brian schaut sehr traurig drein in seiner Verlassenheit. Doch pl”tzlich ert”nt von einem Kreuz hinter ihm eine kecke Stimme, die ihn aufheitern will. Dies ist Mr.Frisbee III. Mr.Frisbee III. Kopf hoch, Brian! Du weiát doch wie es heiát. Ja. Es gibt Dinge im Leben, die sind nun mal nicht sch”n. Und das kann einen wirklich manchmal verrckt machen. Und dann passieren wieder Dinge, da schw”rst und fluchst du nur. Und wenn du nun am Knorpel des Lebens rumkaust, sei nicht sauer deswegen. Nein. Pfeif dir doch eins. Denn pfeifen hilft dir, die Dinge auf einmal ganz anders zu sehen. Verstehst du? Uuund... Er singt, Musik kommt auf Always look on the bright side of life! Pfeift Always look on the light side of life! Pfeift If life seems jolly rotten, there's something you've forgotten And that's to laugh and smile and dance and sing! When you're feeling in the dumps, don't be silly champs Just purse your lips and whistle, that's the thing! And... Always look on the bright side of life Pfeift Come on! andere fallen ein Always look on the right side of life Pfeifen For life is quite absurd And death's the final word You must always face the curtain with a bow Forget about your sin Give the audiences a grin Enjoy it - It's your last chance anyhow! So always look on the bright side of death Pfeifen Just before you draw your terminal breath Pfeifen Life's a piece of shit When you look at it Life's a laugh and death's a joke, it's true. You'll see it's all a show Keep 'em laughing as you go Just remember that the last laugh is on you And always look on the bright side of life Always look on the right side of life Pfeifen Come on, Brian! Cheer up! Die Tonlage hebt sich, das Finale bahnt sich an Always look on the bright side of life Pfeifen Always look on the bright side of life Pfeifen Jetzt singen alle mit. Einige bewegen Fáe und Kopf im Takt. Mr.Frisbee redet Brian aufmunternd zu. Das macht doch alles wesentlich einfacher, findest du nicht? Ich meine, was hast du schon zu verlieren? Du weiát, du kommst aus dem Nichts und du gehst wieder ins Nichts zurck. Was hast du also verloren? NICHTS! Wir sind aus dem Nichts gekommen und nichts ist nichts. Du weiát ja Bescheid. Kopf hoch, alles halb so wild. Komm. Wir wollen jetzt abhauen! Tja. Das w„r's. Siehst Du? Ende der Fahnenstange. Ach brigens. Diese Platte gibt's zu kaufen. Sonja hat das Titellied gesungen, weiát du? Werdet ihr eigentlich fr den Quatsch hier bezahlt? Damit macht ihr doch keine mde Mark! Also ich habe zu denen gesagt, ich habe gesagt: "Monty," habe ich gesagt, "mit dem Ding macht ihr nicht eine mde Mark! Die Kamera f„hrt zurck, wir sehen die Kreuze im roten Licht des sp„ten Abends immer kleiner werden. Das Bild schwenkt Richtung Himmel, und Lied und Film faden aus.